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Veröffentlicht am 04.02.2024

Nicht so gut wie Band 1

Miss Merkel: Mord auf dem Friedhof
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Klappentext:



Der Gärtner ist nicht immer der Mörder, manchmal ist er auch die Leiche. Das wird Rentnerin Angela spätestens klar, als ihr Mops die Leiche des Gärtners auf dem Klein-Freudenstädter Friedhof ...

Klappentext:



Der Gärtner ist nicht immer der Mörder, manchmal ist er auch die Leiche. Das wird Rentnerin Angela spätestens klar, als ihr Mops die Leiche des Gärtners auf dem Klein-Freudenstädter Friedhof in der beschaulichen Uckermark entdeckt. Kopfüber steckt der Tote in der Erde, nur die Beine ragen heraus. Die Mordverdächtigen sind allesamt in zwei verfeindeten Bestatter-Familien zu finden. Da gibt es einen dubiosen Geschäftsführer, eine spröde Buchhalterin, eine sensible Trauerrednerin, einen Satanisten sowie einen kultivierten Steinmetz. Mit Letzterem teilt Angela nicht nur ihre Liebe zu Shakespeare, der ältere Herr sieht auch noch aus wie ein ehemaliger französischer Filmstar. Wird Angela dem rauen Charme dieses Mannes verfallen? Und was sagt ihr Gatte Achim dazu? Der zweite Fall der Meisterdetektivin Miss Merkel stellt die Ex-Bundeskanzlerin auch privat vor kniffelige Probleme.



Meine Meinung:



Seit dem Buch „Mieses Karma“ bin ich großer Fan des Autors und der erste Band mit der Ex Kanzlerin als Hobbyermittlerin gefiel mir gut.

Auch wenn mir die humorvollen Szenen zwischen Puffel und Puffeline sehr gut gefallen haben, war der überwiegende Teil etwas zu dick aufgetragen und nur schwer vorstellbar.Angela und die romantischen Gefühle für den Shakespeareliebhaber erschienen mir etwas unglaubwürdig.Auch war die Handlung ziemlich verworren, und es dauerte sehr lange,bis Spannung aufkam.Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und speziell die immer wieder eingebauten Rückblicke auf die früheren politischen Weggefährten von Frau Merkel brachten mich oft zum Schmunzeln.

Ich würde dem nächsten Buch erneut eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 01.02.2024

Eine für alle - alle für eine

Sturmmädchen
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Im Jahre1933 genießen die drei Freundinnen Elli,Margot und Käthe den Sommer in der Eifel.Sie ahnen nicht ,was die Ereignisse, die kurz darauf über sie hereinbrechen, für ihr Leben und den Fortbestand ihrer ...

Im Jahre1933 genießen die drei Freundinnen Elli,Margot und Käthe den Sommer in der Eifel.Sie ahnen nicht ,was die Ereignisse, die kurz darauf über sie hereinbrechen, für ihr Leben und den Fortbestand ihrer Freundschaft, bedeuten werden.
Die im Fokus stehende Elli ,hat nach einer im Kindesalter überstandenen Kinderlähmung ein verkrüppeltes Bein zurückbehalten und wird im Dorf nur das „Hinkemädchen“ genannt.
Margot gerät nach dem Beginn der Hitlerherrschaft in immer größere Gefahr,da sie Jüdin ist .
Käthe läßt sich von den Parolen der Nazis blenden und gerät zeitweise auf die falsche Seite.

Auf eine äußerst eindringliche und schonungslose Weise,die einem beim Lesen das Blut in den Adern gefrieren lässt, berichtet die Autorin von einem der dunkelsten Kapitel Deutschlands.
Gerade in der heutigen Zeit, wo diese schrecklichen Ereignisse wieder in das Gedächtnis der Leute katapultiert werden, ist es ein sehr wichtiges Buch.
Die beinahe heldenhafte Protagonistin,stellt ihre eigenen Bedürfnisse völlig in den Hintergrund,um ihrer Freundin Margot und deren Familie das Leben zu retten.Der tägliche Kampf ums nackte Überleben,die Angst vor gefährlichenm Handeln und der Gefahr falschen Freunden zu vertrauen,nehmen einen großen Raum ein.
Es gibt aber auch Lichtblicke in Form einer zarten Liebesgeschichte,welche beim Lesen aufatmen läßt.
Es ist ein weiteres Buch dieser Autorin,welches mich sehr begeistert hat.

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Veröffentlicht am 30.01.2024

Auf der Suche nach dem Platz im Leben

Lichtungen
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Lev und Kato kennen sich seit ihrer Kindheit,in der sie sich durch besondere Umstände verbunden fühlen.Ihre Lebenswege gehen in verschiedene Richtungen ,um sich doch wieder zu finden.Die Geschichte einer ...

Lev und Kato kennen sich seit ihrer Kindheit,in der sie sich durch besondere Umstände verbunden fühlen.Ihre Lebenswege gehen in verschiedene Richtungen ,um sich doch wieder zu finden.Die Geschichte einer berührenden Freundschaft.

Meine Meinung:

Ich habe mit dem Buch am Anfang sehr gehadert, weil ich große Probleme mit der rückwärts erzählten Geschichte hatte. Nach einiger Zeit habe ich mich zwar damit arrangiert ,kann aber nicht sagen,dass es der Schreibstil ist,welcher zu meinen Favoriten gehört.Es hat mir sehr geholfen,dass ich das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen habe,durch den Austausch mit den anderen Teilnehmern,haben sich für mich einige neue Erkenntnisse ergeben.

Gleichwohl hat es die Autorin geschafft eine sehr besondere Geschichte über eine langjährige Freundschaft ,sehr geschickt mit der politischen Lage im Vielvölkerstaat Rumänien zu vermischen.Ihr Schreibstil ist ungewöhnlich und wechselt zwischen lapidar erzählten Episoden über den Alltag der Bevölkerung und ganz zarten, beinahe poetischen Teilen.Immer wieder tauchen berührende Zitate auf „Man ist,einmal gegangen ,immer ein Gehender“,ist nur eines davon.

Da die Geschichte in Rumänien spielt, ist natürlich auch die Reaktor Katastrophe von Tschernobyl thematisiert,ein schlimmes Ereignis,was schon fast wieder aus unseren Köpfen verschwunden ist.Der Umgang der Bevölkerung damit und die Frage, ob man in diesem Land weiter leben kann, nehmen ebenso Raum in diesem Buch ein.Ich fand es noch im Nachhinein, entsetzlich, mit wie wenig Informationen (die zum Teil auch nicht stimmten) man die Bevölkerung damals abgespeist hat.

Ein Buch ,dessen Lektüre Zeit und hohe Konzentration erforderte,was mir aber trotz der anfangs thematisierten Probleme,gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 27.01.2024

Keine Winterruhe für Gasperlmaier

Letztes Zuckerl
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Eigentlich wollte Franz Gasperlmaier zum Jahreswechsel hin ein bisschen kürzertreten und mit seiner Frau Christine die winterliche Ruhe genießen. Doch wie so oft, kommt es anders als gewünscht. Zuerst ...

Eigentlich wollte Franz Gasperlmaier zum Jahreswechsel hin ein bisschen kürzertreten und mit seiner Frau Christine die winterliche Ruhe genießen. Doch wie so oft, kommt es anders als gewünscht. Zuerst kommt seine Schwiegertochter mit Enkel Theo aus Kanada,um vorübergehend bei ihnen zu wohnen ,dann gibt es einen vermeintlichen Unfall mit Todesfolge,danach noch einen Mord.Als dann auch noch Tochter Katharina mit ihrer Frau Stephanie auftaucht,beide auf der Flucht vor Incels ,einer Spezie ,welche dem Franz gar nichts sagt (mir vor der Lektüre auch nicht)wird es sowohl beruflich als privat turbulent.Gut dass Ehefrau Christine den Überblick behält und ihr Mann mit Unterstützung seiner Kolleginnen sich auf seine Arbeit ,deren Ausmaß ständig wächst,konzentrieren kann…..



Neben den Mordfällen, gelingt es dem Autor ,tagesaktuelle Themen wie nebenbei in die Geschichte einfließen zu lassen.Er nimmt sich genügend Zeit,sowohl die wunderschöne Landschaft,verschiedene Sitten und Bräuche ,als auch einige mehr oder weniger kauzige Zeitgenossen zu beschreiben.Franz Gasperlmaier liebt gutes Essen und Trinken,wobei mir letzteres ,vor allen Dingen während der Dienstzeit,etwas zuviel war.

Auch wenn nicht durchgehend Hochspannung herrschte,war die Geschichte zu keiner Zeit langweilig. Am Schluss überschlugen sich die Ereignisse und Franz geriet in große Gefahr und mutierte zum Helden des Tages.

Ich würde gerne über weitere Fälle mit den bewährten Protagonisten lesen.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Mörderjagd in Schweden

Im Herzen so kalt (Ein Fall für Maya Topelius 1)
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Maya Topelius und ihr Partner Pär werden aus Stockholm in die schwedische Provinz Östersund beordert ,um die dortige Polizei bei einer Mordermittlungen zu unterstützen.Ein Umweltaktivist ,der sich mit ...

Maya Topelius und ihr Partner Pär werden aus Stockholm in die schwedische Provinz Östersund beordert ,um die dortige Polizei bei einer Mordermittlungen zu unterstützen.Ein Umweltaktivist ,der sich mit der mächtigen Holzlobby angelegt hat, ist ermordet worden. Geht es um seine Aktivitäten, oder liegen die Gründe für die Ermordung ganz woanders? Nicht nur diese Frage treibt die Ermittler um. Zuerst ist die örtliche Polizei nicht so sehr von der Einmischung aus der Hauptstadt begeistert, doch bald nähert man sich an und zieht gemeinsam an einem Strang. Als es zu einem Brand im nahe gelegenen Zentrum der Aktivisten und einem weiteren Mord kommt,drängt die Zeit.

Meine Meinung:
Maya und Pär bilden ein gut funktionierendes Ermittlerpaar ,beide waren mir auf Anhieb sympathisch. Sie arbeitet nach manchmal etwas und konventionellen Methoden, ihr Kollege ist im Gegenzug der ruhende Pol. Neben den Ermittlungen, die zuerst etwas schleppend in Gang kommen, werden auch einige andere Themen (Umweltschutz, Klimawandel, sexueller Missbrauch) angeschnitten.
In einem weiteren Erzählstrang, geht es um das Schicksal von Sanna,einer Freundin von Maya,die aufgrund aktueller Ereignisse, von ihrer Vergangenheit eingeholt wird und von Stockholm nach Östersund zu ihrer Tante flieht und somit auch in der Nähe ihrer Freundin ist.Ungewollt, trägt sie bei den Gesprächen mit Maya, dazu bei ,dass die Ermittlungen neuen Schwung bekommen.
Auch wenn die Geschichte, manchmal etwas leiser und schleppender verläuft, ist trotzdem eine durchgehende Spannung vorhanden. Mit dem ziemlich dramatischen Ende, hatte ich in dieser Weise nicht gerechnet.
Das Buch ist der erste Band einer neuen Krimireihe,auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr freue.

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