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Veröffentlicht am 16.02.2024

Spannung und Humor verknüpft

Faule Fische fängt man nicht
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Klappentext:

Frühling in Neuharlingersiel. Bei einem Malkurs auf dem Steffens - Hof stellen die Teilnehmer zur Begrüßung ihr Lieblingsbild vor. Karin Müller hat ein Ölgemälde aus der Küche ihre Oma dabei, ...

Klappentext:

Frühling in Neuharlingersiel. Bei einem Malkurs auf dem Steffens - Hof stellen die Teilnehmer zur Begrüßung ihr Lieblingsbild vor. Karin Müller hat ein Ölgemälde aus der Küche ihre Oma dabei, das verdächtig an Van Gogh erinnert. Eine Kopie? Karins Oma ist schließlich keine Kunstsammlerin und vermögend schon mal gar nicht. Kursleiter Conrad ist sich trotzdem sicher, dass es echt ist. Zum Entsetzen aller ist Karin am nächsten Tag tot. Ermordet. Als kurz drauf auch Conrad stirbt, glauben Rosa, Rudi und Henner nicht an einen Zufall und beginnen, der Sache auf den Grund zu gehen….

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem scheinbar nichtssagenden Prolog, dessen Wichtigkeit erst später zu erkennen ist.Dann der Malkurs ,auf dem relativ neu als Feriendomizil gestalteten Steffens - Hof,bei dem man einige der Protagonisten kennenlernt und in die Atmosphäre von Neuharlingersiel eintauchen kann.Dann der erste Mord,dem weitere folgen sollen und das bewährte Ermittlungstrio tritt auf den Plan.

Nun wechseln sich Spannung und humorvolle Elemente ab,durch immer wieder auftauchende falsche Spuren, stößt der Ermittlerinstinkt beim Lesen ständig an seine Grenzen. Natürlich gibt es dazwischen kulinarische Genüsse,bei denen man sich wünscht,auch an Mudders Tisch Platz nehmen zu dürfen.

Zum Schluss präsentieren die Autorinnen eine Lösung,auf die ich nicht gekommen wäre.

Die Rezepte am Ende des Buches runden die Geschichte auf angenehme Weise ab.

Ich warte gespannt auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 13.02.2024

Gelungener Auftakt einer Trilogie

Töchter des Aufbruchs
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Im Jahre 1910 leitet die junge Lehrerin Pauline Martin ein Pensionat für höhere Töchter in Diedenhofen,was zu Elsaß - Lothringen gehört.Die Bevölkerung aus Franzosen und Deutschen ,ebenso wie die Schülerinnen,ist ...

Im Jahre 1910 leitet die junge Lehrerin Pauline Martin ein Pensionat für höhere Töchter in Diedenhofen,was zu Elsaß - Lothringen gehört.Die Bevölkerung aus Franzosen und Deutschen ,ebenso wie die Schülerinnen,ist bunt gemischt. Da sich auch ein Militärregiment vor Ort befindet,ist es für die junge Frau nicht leicht ,den guten Ruf Ihrer Schule zu verteidigen. Seit einiger Zeit ist ihre Nichte Suzette Schülerin ihres Instituts, ein lebensfrohes und etwas leichtsinniges Mädchen.Als sie plötzlich verschwindet und bekannt wird, dass sie sich mit einem jungen Soldaten verabredet hatte, sucht Pauline, den preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz auf und bittet ihn um Hilfe.Gemeinsam setzen sie alles in Bewegung, um den guten Ruf des Pensionats zu schützen.

Meine Meinung:

Die mir aus anderen Büchern bekannte Autorin ,deren gut recherchierte Romane ich sehr schätze, schreibt hier unter einem Pseudonym. Geschickt webt sie in eine fiktive Geschichte, viele historische Details ein, die mir zum Teil unbekannt waren.

Durch die genaue Beschreibung der einzelnen Personen, hat man schnell ein genaues Bild und kann sofort in die Geschichte eintauchen.Es wird abwechselnd aus der Sicht der einzelnen Personen berichtet, so dass immer eine gewisse Spannung vorhanden ist.
Die sehr engagierte Lehrerin, verfolgt in ihrem Unterricht sehr moderne Methoden, die nicht von allen Seiten Zustimmung finden.Sie versucht, ihre Schülerinnen zu selbstbewussten, jungen Frauen zu erziehen und hat dabei auch immer ein offenes Ohr für die großen und kleinen Probleme, der ihr anvertrauten jungen Mädchen.

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem jungen Hauptmann wird auch ihre eigene Gefühlswelt durcheinandergebracht,was sie sich nur schwer eingestehen will.

Die Karte im vorderen Einbanddeckel und das vorangestellte Personenverzeichnis erleichtern die Orientierung.Außerdem findet man im Anhang noch viele geschichtliche Hintergrundinformationen.

Es handelt sich um den Auftaktband einer Trilogie,auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr freue.

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Veröffentlicht am 11.02.2024

Spannender Beginn enttäuschendes Ende

Die Kommissarin und der Teufel
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Frank Torborg,ein skrupelloser Verbrecher nutzt die speziellen Fähigkeiten eines gestörten Menschen für seine erpressererischen Pläne aus.Schnell findet er Menschen ,die ohne jeden Skrupel, für das große ...

Frank Torborg,ein skrupelloser Verbrecher nutzt die speziellen Fähigkeiten eines gestörten Menschen für seine erpressererischen Pläne aus.Schnell findet er Menschen ,die ohne jeden Skrupel, für das große Geld alles tun.Die Polizei kommt ihnen lange Zeit nicht auf die Schliche.

Das Buch begann sehr spannend, hatte einen außergewöhnlichen Plot, der mich am Anfang sehr begeisterte.Es gab tiefe Einblicke in die menschliche Seele, die einem beim Lesen das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Dann entwickelte sich das Buch aber in eine Richtung, die mich mehr als einmal den Kopf schütteln ließ.Die ermittelnde Beamtin Christine Hansen,welche anfangs als taffe Frau in Erscheinung trat, handelte zunehmend unprofessionell, wodurch sie selbst auch in den Fokus der Verbrecher geriet.Überhaupt wurde die Arbeit der Polizei als sehr dilettantisch dargestellt.Der Umgang mit Frauen bei dieser Behörde,den ich eigentlich als größtenteils überwunden glaubte,wurde auf eine sehr klischeehafte Weise bedient,die mir nicht gefiel.

Die Spannung,welche sich am Schluss nochmal deutlich steigerte,wurde aber durch die kitschige Wende in Christines Privatleben wieder zunichte gemacht.Auch dass der gefühlskalte Verbrecher, plötzlich seine weiche Seite entdeckt,erschien mir völlig unlogisch.

Der Schreibstil des Autors war leicht verständlich,jedoch wurde mir das Lesen durch die gehäuft auftretenden Logikfehler verleidet.

Da die Idee, welche hinter der Geschichte steckt, sehr gut ist,würde sich eine Überarbeitung sicher lohnen,um zu einer logisch nachvollziehbaren und durchgehend spannenden Geschichte zu kommen.

Leider kann ich nur 2 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 07.02.2024

Morgen machen wir es besser

Der Schacherzähler
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Als alleinerziehende Mutter eines neunjährigen Jungen ,ist es Malu gewohnt, mit Schwierigkeiten jeglicher Art umzugehen. Nun kommt es aber gerade sehr geballt, ihr Sohn Janne hat Probleme in der Schule,der ...

Als alleinerziehende Mutter eines neunjährigen Jungen ,ist es Malu gewohnt, mit Schwierigkeiten jeglicher Art umzugehen. Nun kommt es aber gerade sehr geballt, ihr Sohn Janne hat Probleme in der Schule,der häufige Anruf seiner Klassenlehrerin entwickelt sich zur Normalität.Außerdem hat der Inhaber des Cafés ,in welchem sie arbeitet, finanzielle Probleme,sodass Ihr Arbeitsplatz in Gefahr ist.
Da lernt Janne im Park einen älteren Mann kennen, der jeden Tag viel Zeit dort an seinem Schachbrett verbringt. Er stellt sich als Oldman vor und die beiden kommen ins Gespräch. Obwohl Janne eigentlich immer in Bewegung sein will und Schach, ein ruhiger Sport und demzufolge eine große Herausforderung für ihn ist, gelingt es den beiden, sich über das Schachspiel nach und nach anzunähern, wovon jeder unterschiedlich profitiert. Verpackt in die Regeln des Spiels, gelingt es, dem alten Mann einige Lebensweisheiten an Janne weiterzugeben und so entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den altersmäßig so unterschiedlichen Menschen.

Der emotionale Schreibstil der Autorin , hat mich sofort in seinen Bann gezogen. in kurzen Kapiteln, jeweils aus der Sicht eines der Protagonisten wird eine Geschichte präsentiert, die mitten ins Herz geht. Beinahe jede der beteiligten Personen hat ein mehr oder weniger großes Geheimnis, was lange Zeit nicht gelüftet wurde und nun Stück für Stück präsentiert wird. Es geht um Verantwortung, Liebe, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und noch viel mehr.
Auch wenn Malu,Janne und Oldman die Hauptpersonen sind,werden die anderen Beteiligten liebevoll gezeichnet und ins rechte Licht gerückt.
Beim Lesen durchlebte ich eine wahre Achterbahn der Gefühle, ich lachte, weinte und lebte mit den Personen. Das Buch ist eines der Highlights des gerade begonnenen Jahres.

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Veröffentlicht am 05.02.2024

Die Familiengeschichte geht weiter

Das Erbe der Greiffenbergs - Zu neuen Ufern
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Nachdem ich im vergangenen Jahr den ersten Teil gelesen habe, fand ich mich schnell wieder in der Geschichte zurecht.Während im ersten Teil Pauline eine große Rolle einnahm,steht nun Ferdinand im Fokus.Wenn ...

Nachdem ich im vergangenen Jahr den ersten Teil gelesen habe, fand ich mich schnell wieder in der Geschichte zurecht.Während im ersten Teil Pauline eine große Rolle einnahm,steht nun Ferdinand im Fokus.Wenn sein Unfall auch einen großen Einschnitt in seinem Leben bedeutete,hat es ihm beim Erwachsenwerden geholfen,außerdem hat er dadurch Christina kennengelernt und sich in sie verliebt.Er nutzt seine Kontakte zur Filmbranche, um mit einer neuen Idee der Firma Greiffenberg neue Impulse zu geben und sie finanziell zu unterstützen.
Onkel Wolfgang intrigiert wie eh und je ,er ist einfach ein fieser Charakter.
Leider blieb für die Probleme von Therese und Antonia etwas wenig Raum,vielleicht im nächsten Band?
Das Geheimnis um das verschwundene Familienoberhaupt geht auch in eine weitere Runde, die mich aber richtiggehend empört hat. Da baue ich ganz stark auf Oma Elsa, deren Machtwort ich erwarte.

Obwohl ich die Geschichte als solches mag,was nicht zuletzt auch an dem schönen Setting liegt, haben mich einige Übertreibungen und Ungereimtheiten geärgert,außerdem blieben wieder viele Fragen offen.Ich hoffe,dass diese im finalen Band beantwortet werden.Wegen dieser Kritikpunkte kann ich leider nur drei Sterne vergeben,freue mich aber schon auf das Finale.

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