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Veröffentlicht am 01.12.2025

Isabella - eine Frau geht ihren Weg

Schatten über dem Kloster
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Allgäu ,1376:

Als im Kloster Weißenfels die Leiche des Bürgermeisters gefunden wird,ist sein Freund ,der Richter Rudolf Falk, ziemlich schnell davon überzeugt, dass es sich um Mord handelt. Bevor er den ...

Allgäu ,1376:

Als im Kloster Weißenfels die Leiche des Bürgermeisters gefunden wird,ist sein Freund ,der Richter Rudolf Falk, ziemlich schnell davon überzeugt, dass es sich um Mord handelt. Bevor er den Fall aufklären kann, verstirbt er.Auf dem Sterbebett hat er seiner Frau die Aufklärung des Falls übertragen und gleichzeitig Bedingungen,sein Testament betreffend,damit verknüpft.Eine schwere Bürde,denn es gibt einige Menschen,die ihr nicht wohlgesonnen sind….

Mit ihrem besonderen Schreibstil hat mich die Autorin schon auf den ersten Seiten ins 14. Jahrhundert zurückkatapultiert.Die Protagonistin Isabella,war mir auf Anhieb sympathisch.Sie ist eine willensstarke Frau,die in ihrem Denken und Handeln ihrer Zeit weit voraus war.Wie überall,wo Geld im Spiel ist ,gibt es auch hier Widersacher ,die ihr das Erbe streitig machen wollen,auch die Vertreter der Kirche bilden da keine Ausnahme.

Ob sie zu ihrem Recht kommen wird,verrate ich nicht.

Da es sich um den ersten Band einer neuen Reihe handelt,bin ich auf die Fortsetzung schon sehr gespannt.Von mir vier Sterne für eine spannende Zeitreise.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Nervenkitzel pur

Safe Space
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Mit menschlichen Abgründen kennt sich die Protagonistin Anna bestens aus. Als forensische Psychologin arbeitet sie tagtäglich mit Sadisten,Mördern und anderen Schwerverbrechern.
Als sie ihre neue Stelle ...

Mit menschlichen Abgründen kennt sich die Protagonistin Anna bestens aus. Als forensische Psychologin arbeitet sie tagtäglich mit Sadisten,Mördern und anderen Schwerverbrechern.
Als sie ihre neue Stelle in einem Hochsicherheitsgefängnis antritt, weiß dort niemand, dass es für sie auch private Gründe für den Jobwechsel gibt, sie möchte den Mörder ihrer Schwester Sina finden.

Von Beginn an wartet die Autorin mit enormer Spannung auf,dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt wird,trägt dazu maßgeblich bei.
Ich vermag nicht zu sagen, welcher Teil spannender und nervenzehrender ist,der in der Gegenwart oder die leidvolle Vergangenheit ihrer Schwester.

Eine Besonderheit dieses Thrillers sind die ausführlichen Einblicke in den Alltag einer JVA ,was ich interessant fand,vor allem deswegen,weil es auch für Laien verständlich geschildert wurde.
Einem Puzzle gleich fügten sich nach und nach die Teile zusammen um mit einem Knalleffekt zu enden.
Es ist das zweite Buch der jungen Autorin, für mich war es die erste Begegnung mit ihr. Ich werde aber auf jeden Fall das vorhergehende Buch „ Happy End „ noch lesen.
Ich kann dieses Thriller Highlight wärmstens empfehlen und vergebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Enttäuschend

Wenn wir lächeln
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Schon beim ersten Kennenlernen von Jara und Anto sind sie sich sympathisch und obwohl sie aus völlig verschiedenen sozialen Schichten stammen,entsteht sofort eine enge Bindung.Ihre „ Schwesternschaft“ ...

Schon beim ersten Kennenlernen von Jara und Anto sind sie sich sympathisch und obwohl sie aus völlig verschiedenen sozialen Schichten stammen,entsteht sofort eine enge Bindung.Ihre „ Schwesternschaft“ ist außergewöhnlich,sie passt in keine Schablone.Sie teilen fortan alles miteinander,auch ihre Gewaltfantasien, welche sie zum Teil auch ausleben.Als Anto eines Tages in die Ruhr springt und nicht wieder auftaucht,ist Jara fassungslos…..

Meine Meinung:
Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen und die außergewöhnliche Beschreibung, weckte meine Neugier. Leider konnte mich die Geschichte von Beginn an nicht fesseln. Der abgehackte, übergangslose Schreibstil, der immer wieder in andere Zeiten wechselte, machte es mir schwer bis unmöglich, der Geschichte zu folgen. Ich konnte zu. keiner der Protagonisten eine Beziehung aufbauen,sie blieben mir fremd.
Erschwerend kam dazu ,dass mir die Sprecherin überhaupt nicht gefallen hat,sie las ohne jegliche Emotion.
Weil es kein sehr umfangreiches Buch war, habe ich bis zum Schluss durchgehalten, muss aber sagen, dass es für mein Empfinden verschwendete Zeit war.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Eine Liebe fürs Leben

Die verschwundenen Jahre
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Als die Journalistin Marina über die Exhumierung des Diktators Franco aus seinem Grab in der Basilika des Tals, der Gefallenen berichten soll, wird sie mit ihrer eigenen Familiengeschichte konfrontiert. ...

Als die Journalistin Marina über die Exhumierung des Diktators Franco aus seinem Grab in der Basilika des Tals, der Gefallenen berichten soll, wird sie mit ihrer eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Sie erfährt von ihrer 102-jährigen Großmutter Clara, eine Geschichte von unglaublichen Ausmaß, über welche die alte Dame bisher eisern geschwiegen hat.
Marina setzt alles daran ihrer Großmutter den letzten Wunsch zu erfüllen,nämlich den um Gerechtigkeit,was die große Liebe ihres Lebens betrifft.

Das Buch wird in zwei Zeitabschnitten erzählt und zwar in der Vergangenheit ab 1936-1980 und in der Gegenwart im Jahre 2019.
Die Lebens - und Liebesgeschichte von Daniel und Clara ,sowie ihrem Freund Fernando und dem zweiten Mann Alejandro ,wird auf eine beeindruckende Weise mit den Ereignissen rund um die Francodiktatur und ihren weitreichenden Folgen verwoben.Ich habe mit Clara gelacht und geweint,ihr Leben und das ihrer Familie hat mich tief berührt.Durch den einfühlsamen Schreibstil fühlte ich mich teilweise als Teil der Geschichte.Außerdem habe ich viel über die Geschichte Spaniens erfahren,was mir bis jetzt nicht bekannt war.
Auch wenn der historische Part der Geschichte den größten Anteil hatte,gefiel mir Marina sehr gut.Die Art ,wie sie ihr Leben durch die Erzählung ihrer Großmutter veränderte und zu neuen Erkenntnissen gelangte,war sehr eindrucksvoll geschildert.Für Liebhaber historischer Romane eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Miss Marple läßt grüßen

Juwelenraub im Schneepalast
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Der Krimiklub um die rüstige Rentnerin Libby Andersch hat eine Einladung ins mondäne Gstaad,wo im Rahmen der „ Britischen Wochen“ eine Schmuckkollektion des englischen Königshauses ausgestellt werden ...

Der Krimiklub um die rüstige Rentnerin Libby Andersch hat eine Einladung ins mondäne Gstaad,wo im Rahmen der „ Britischen Wochen“ eine Schmuckkollektion des englischen Königshauses ausgestellt werden soll.Zu diesem Anlass wird auch der britische Premierminister mit Familie erwartet.

Bei den Ermittlungen des Krimiklubs steht der ungeklärte Mord an Nina Kandinsky,der Witwe des berühmten Malers ,im Mittelpunkt.Was als unterhaltsames Detektiv - Spiel geplant war,entwickelt sich bald ins Gegenteil,weil Libby völlig zufällig ein Gespräch belauscht, indem es um den Raub des Victoria Colliers geht. Als ihr Hinweis bei der Polizei nicht ernst genommen wird, ist ihr Ehrgeiz geweckt und sie nimmt sich selbst der Sache an….

Ich kenne schon mehrere Bücher der Autorin, diese Reihe ist bis jetzt an mir vorbeigegangen, was sich als Fehler herausstellt.

Mit der Protagonistin ,die starke Ähnlichkeit mit Miss Marple hat,ist ihr ein guter Wurf gelungen.Scheinbar zufällig taucht sie überall auf,wo etwas wichtiges passiert, lässt die Stricknadeln klappern und erfährt dabei relevante Neuigkeiten, die sich nach und nach zu einem Puzzle zusammensetzen.Durch den pfiffigen Noah,jüngstes Mitglied im Krimiklub,erhält sie die passenden Informationen,wenn es um moderne Technik geht.

Ob und wie sich alles aufklärt und was mit dem Coldcase passiert,erfährt man ,wenn man das Buch liest. Ich kann versprechen,es lohnt sich.Vier Sterne für gute Unterhaltung.

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