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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2022

Liebe über den Tod hinaus

Denn Geister vergessen nie
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Inhalt übernommen:

Amy hat das wichtigste in Ihrem Leben verloren. Sie ist kurz davor, alles aufzugeben, als plötzlich Mian vor ihr steht. Mian ist anders. Er kann spüren, was Amy fühlt. Und er schaut ...

Inhalt übernommen:

Amy hat das wichtigste in Ihrem Leben verloren. Sie ist kurz davor, alles aufzugeben, als plötzlich Mian vor ihr steht. Mian ist anders. Er kann spüren, was Amy fühlt. Und er schaut nicht nur bis in den letzten Winkel ihres Herzens, er erkennt auch als einziger ihren unendlichen Schmerz. Als Amy und Mian mit einer Gruppe von Freunden zu einem zweiwöchigen Segeltrip aufbrechen, entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Liebe und Amys Herz beginnt langsam zu heilen. Doch das Glück scheint nur von kurzer Dauer. Denn als Amy bemerkt dass auch Mian mit den Dämonen seiner Vergangenheit kämpft, kommt es auf dem Schiff plötzlich zur Katastrophe. Und am Ende wird Ihnen klar – die Geister aus der Vergangenheit vergessen nie…..

Meine Meinung:

Ich kenne die Autorin von anderen Büchern her und war bisher sehr begeistert. Dieses Buch jedoch lässt mich ziemlich zwiegespalten zurück. Ich brauchte sehr lange, um einen Zugang zu der Geschichte zu finden und so ganz haben die Personen mich nicht überzeugt. Man hat zwar schon oft gehört, dass es zwischen Zwillingen eine besondere Beziehung gibt und dass einer die Gedanken des anderen erraten kann, in diesem Fall war es bei den Geschwistern durch die quasi „Wunderheilung“ähnlich. Es war mir aber deutlich übertrieben und hat mir dadurch die Freude am Lesen etwas genommen. Was mir gut gefallen hat war die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Amy und Mian.Dagegen fand ich die dramatische Rettungsaktion und die Ereignisse rund um den Sturm etwas unrealistisch.

Insgesamt gesehen ein Buch, was vom Thema her sehr interessant klang, allerdings ließ die Umsetzung zu wünschen übrig. Von mir daher nur sehr wohlwollende drei Sterne.

Veröffentlicht am 27.12.2021

Das schwedische Backparadies

Der süße Himmel der Schwestern Lindholm
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Inhalt übernommen:

Schweden, 1936: eine kleine Bäckerei am Rand des Kullabergs. Dort sind die fünf jungen Lindholm-Schwestern zu Hause. Seit Jahrzehnten backt die Familie an der Skåne-Küste Brot und andere ...

Inhalt übernommen:

Schweden, 1936: eine kleine Bäckerei am Rand des Kullabergs. Dort sind die fünf jungen Lindholm-Schwestern zu Hause. Seit Jahrzehnten backt die Familie an der Skåne-Küste Brot und andere Leckereien. Wirtschaftlich sind die Zeiten auch in Schweden schwer. Da kommen Ingrid, Hannah und Matilda auf die Idee, die Bäckerei um ein Gartencafé zu erweitern und die Gäste mit Vanilleherzen und anderen Familienrezepten zu verwöhnen. «Söta Himlen» wird es heißen. Schnell entwickelt sich der «Süße Himmel» zum beliebten Ausflugsziel. Doch dann beginnt ein neuer Krieg in Europa. Plötzlich droht die Weltgeschichte die engen Bande zwischen den Schwestern zu zerreißen – und mit ihnen den «Süßen Himmel».

Meine Meinung:

Diesmal begibt sich die Autorin, die ich von verschiedenen Wohlfühlbüchern kenne, in ein neues Land.Erneut stehen wieder starke Frauen im Mittelpunkt des Romans, der diesmal an der schwedischen Küste spielt. Die im Mittelpunkt stehende Familie Lindholm hat sich unter großen Anstrengungen ihren Traum vom eigenen Café erfüllt und so geht es auch hier wieder um leckere Backwaren,inklusive angehängter Rezepte,die einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Eine wichtige Rolle spielt der familiäre Zusammenhalt, in welchem alle Probleme miteinander besprochen und gemeinsam bewältigt werden. Die Autorin schafft es immer wieder, die Figuren so lebendig und realistisch darzustellen, dass ich mich als weiteres Familienmitglied fühlte. Ein bisschen zu kurz kam mir der politische Hintergrund,hier hätte ich mir mehr Informationen gewünscht.

Die Geschichte begann in der Gegenwart, um kurz darauf in die Vergangenheit der Jahre 1936-1940 zu wechseln. Ich hätte mir gewünscht, dass am Schluss der Bogen wieder in die Gegenwart gespannt worden wäre. Da ich aber gelesen habe, dass es eine Fortsetzung gibt, werden dort bestimmt die offengebliebenen Fragen beantwortet.

Fazit:

Ich wurde gut unterhalten und sehe der Fortsetzung gespannt entgegen.

Veröffentlicht am 25.12.2021

Deutschland aus verschiedenen Blickwinkeln

Von Grenzen und Stegen
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Eingebettet in seine persönliche Familiengeschichte,berichtet der Autor über Deutschland vor, während und nach der Teilung. Er berücksichtigt hierbei die verschiedenen Perspektiven aus Ost und West. Man ...

Eingebettet in seine persönliche Familiengeschichte,berichtet der Autor über Deutschland vor, während und nach der Teilung. Er berücksichtigt hierbei die verschiedenen Perspektiven aus Ost und West. Man merkt dem Buch deutlich an, wieviel Recherchearbeit erforderlich war um die vielen Fakten ins rechte Licht zu setzen,was auch zusätzlich durch diverse Quellenangaben untermauert wird.

Neben seiner persönlichen Geschichte (Schulzeit, Abitur, viele berufliche Umwege) ist es auch die Geschichte seiner Eltern und Großeltern, welche hier thematisiert wird. Daneben gibt es auch immer wieder Ausblicke in die Weltpolitik zu den verschiedenen Zeiten.Er macht deutlich, dass Deutschland zwar wiedervereinigt ist, die Spaltung in der Gesellschaft aber auf verschiedenen Ebenen fortbesteht.

Obwohl ich großen Respekt davor habe, mit welcher Akribie sich der Autor dieses Themas angenommen hat, konnte ich mich bis zum Schluss nicht mit dem sprunghaften Schreibstil anfreunden. Der ständige Wechsel in verschiedene Zeiten, ließ meinen Lesefluss immer wieder ins Stocken geraten.Daher von mir leider nur vier von fünf SternenIch

Veröffentlicht am 24.12.2021

Keiner hat etwas gesehen

Die Ungerächten
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Inhalt übernommen:

Frankfurt am Main, 1947. In den Trümmern der Stadt fahndet die junge Hannah Bloch, eine Überlebende der Aktion T4, im Auftrag der Amerikaner nach Kriegsverbrechern. Ihre Aufgabe führt ...

Inhalt übernommen:

Frankfurt am Main, 1947. In den Trümmern der Stadt fahndet die junge Hannah Bloch, eine Überlebende der Aktion T4, im Auftrag der Amerikaner nach Kriegsverbrechern. Ihre Aufgabe führt sie nach England, wo sie dem Mörder ihres Geliebten auf die Spur kommt. Sie verfolgt ihn quer durch Europa. Auf ihrem Weg lernt sie den ehemaligen KZ-Häftling Pawel kennen, der nur einen Gedanken kennt: Rache. In ihm findet sie einen Gleichgesinnten, doch Pawel hütet ein dunkles Geheimnis. Sein Hass droht nicht nur ihn zu vergiften, sondern auch Hannah …

Meine Meinung:

Der Autor hat sich dieses schwierigen Themas auf eine sehr sensible Weise angenommen, die mich durchgehend begeistert hat.

Die Entwicklung, der im Mittelpunkt stehenden Protagonisten, wird äußerst präzise dargestellt. Hannah und Pawel haben eine unterschiedliche Herangehensweise ,um ihre schweren Erlebnisse zu verarbeiten,die zu Anfang einige Gleichheiten aufweist,jedoch mehr und mehr auseinanderdriftet.Es war sehr erschreckend zu beobachten, was der Wunsch nach Rache in einem Menschen bewirken kann und wie er ihn nachhaltig verändert.

Was außerdem sehr interessant war, ist der geschichtliche Hintergrund. Die legalen und illegalen Tricks, die es den einstigen Nazigrößen ermöglichten, unbehelligt weiterzuleben(Persilschein),machten mich sehr betroffen.Schonungslos wurde auch dargestellt, welche Rolle die Kirche in dieser Angelegenheit gespielt hat, da gab es für mich einiges Neues zu erfahren.

Fazit:

Ein äußerst genau recherchierter geschichtlicher Roman,den ich sehr gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 22.12.2021

Viel Lokalkolorit, aber kein Krimi

Betongold
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Als der Immobilienhai „Schani“ tot in einer Baugrube gefunden wird, fühlt sich der ehemalige Polizist, der aufgrund seiner Bechterew Erkrankung den Dienst quittieren musste, verpflichtet den Tod seines ...

Als der Immobilienhai „Schani“ tot in einer Baugrube gefunden wird, fühlt sich der ehemalige Polizist, der aufgrund seiner Bechterew Erkrankung den Dienst quittieren musste, verpflichtet den Tod seines Freundes aufzuklären. Er führt zahlreiche Gespräche, welche bevorzugt immer in seiner Stammkneipe stattfinden, um der Sache auf den Grund zu gehen. Obwohl ich Krimis mit Lokalkolorit mag und auch durchaus bereit bin,einer langwierigen Ermittlung zu folgen,war es mir hier eindeutig zuviel des Guten. Zwar gab es einige interessante Ausblicke in die bayerische Gesellschaft und die legalen und illegalen Geschäfte der Baubranche, allerdings blieb der Krimi, jedenfalls für meinen Geschmack, völlig auf der Strecke.
Außerdem gab es zu viele Wiederholungen, sei es die Krebserkrankung von Monique oder der Bechterew ,sowie die Schmerztherapie mitCannabis,irgendwann nervte es nur noch.
Die Auflösung als solches war zwar schlüssig und nachvollziehbar, für einen Krimi gab es aber deutlich zu wenig Spannung. Von mir daher keine Lese Empfehlung.