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My Dark RomeoAuf einem glanzvollen Debütantinnenball begegnet Dallas einem attraktiven Fremden. Was zunächst wie ein harmloser Kuss erscheint, entpuppt sich schnell als Auftakt zu einem gefährlichen Machtspiel. Der ...
Auf einem glanzvollen Debütantinnenball begegnet Dallas einem attraktiven Fremden. Was zunächst wie ein harmloser Kuss erscheint, entpuppt sich schnell als Auftakt zu einem gefährlichen Machtspiel. Der Fremde, der sich Romeo nennt, verfolgt keine romantischen Absichten – er ist auf Rache aus und sieht in Dallas lediglich ein Mittel zum Zweck: Als Verlobte seines Rivalen soll sie ihm dabei helfen, seinen Feind zu Fall zu bringen.
Der Roman sticht durch einen flüssigen und leicht zugänglichen Schreibstil hervor, der einen schnellen Einstieg in die Geschichte ermöglicht. Dennoch fiel es mir schwer, mit der Protagonistin warmzuwerden. Obwohl sie nach außen hin oft als stark dargestellt wird, wirken ihre Handlungen impulsiv und wenig durchdacht. Gerade bei einer 21-jährigen Figur hätte man mehr Reife und Reflexion erwartet.
Ein weiteres Manko ist das altmodische und problematische Frauenbild, das relativ sehr unreflektiert im Roman präsent bleibt. In manchen Abschnitten wird deutlich, dass die Protagonistin Dallas sich versucht dem Bild zu widersetzen. In den meisten Fällen, in denen sie sich mit Romeo unterhält, nimmt sie es jedoch hin. - Was ich schade fand. Zudem verliert die Handlung an Spannung durch das ständige Hin und Her der Racheaktionen zwischen Dallas und Romeo. Anstatt einer fesselnden Dynamik entsteht ein zähes Auf und Ab, das oft konstruiert wirkt. Trotz dessen fand ich Teile des Romans durchaus unterhaltsam. An den Spice-Szenen wurde in diesem Roman definitiv nicht gespart.
Der Roman bleibt trotz seines Potenzials hinter den Erwartungen zurück – weder die Figuren noch die Handlung konnten mich vollständig überzeugen.