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LauraT

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Unerwartet und für mich leider nicht überzeugend

Elf ist eine gerade Zahl
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Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und Leseprobe, Cover und auch die Inhaltsbeschreibung haben mich überzeugt. Leider konnte das Buch dann für mich meine Erwartungen nicht erfüllen. Es ...

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und Leseprobe, Cover und auch die Inhaltsbeschreibung haben mich überzeugt. Leider konnte das Buch dann für mich meine Erwartungen nicht erfüllen. Es gibt zwei Erzählstränge: Einmal die Geschichte rund um Paula, die erneut mit Krebs diagnostiziert wird und ihre Mutter Katja. Dieser Teil hat mich gut abgeholt. Die widersprüchlichen Emotionen, die Überforderung, die Ängste und die Schwierigkeiten in der Beziehung von Katja mit ihrer pubertierenden Tochter Paula, wurden für mich gut und greifbar dargestellt. Da konnte ich gut mitschwingen. Der zweite Erzählstrang ist eine Geschichte, die Katja ihrer Tochter im Krankenhaus erzählt, um diese abzulenken. In der Geschichte "Der Fuchs und das Mädchen" geht es um die Schatten im Leben und wie man diese loswird oder mit ihnen umgeht. Es ist eine Fantasygeschichte und ich hatte nicht damit gerechnet, dass diese einen so großen Raum einnimmt. Die Idee fand ich spannend, aber die Umsetzung hat bei mir eher dazu geführt, dass sich das Buch für mich brüchig und oberflächlich angefühlt hat. Keiner der beiden Stränge konnte ich so ganz entfalten.
Sehr schade, denn aus der Grundidee wäre einiges zu machen gewesen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2025

Übersichtlicher Einstieg ins Thema KI

Durchblick Künstliche Intelligenz
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An dem Thema KI kommt man kaum noch vorbei und auch ich habe schon Tools wie ChatGPT ausprobiert, doch was Künstliche Intelligenz eigentlich genau bedeutet? Keine Ahnung. Genau das war meine Motivation, ...

An dem Thema KI kommt man kaum noch vorbei und auch ich habe schon Tools wie ChatGPT ausprobiert, doch was Künstliche Intelligenz eigentlich genau bedeutet? Keine Ahnung. Genau das war meine Motivation, dieses Buch zu lesen und da ich bei solchen Themen eher etwas schwerfällig bin, haben mich die Ankündigung von einfachen Erklärungen und auch die schon beim Durchblättern ins Auge stechenden Übersichtsgrafiken sehr angesprochen.
Das Buch konnte auch im Großen und Ganzen das erfüllen, was ich mir erwartet hatte: Einen ersten und strukturierten Überblick über das Thema für Laien. Die Struktur fand ich nachvollziehbar und sinnvoll - von grundlegenden Begriffen wie Intelligenz und neuronalen Netzwerken, geht die Beschäftigung weiter zu spezialisierter, maschinell lernender und generativer KI. Spannend fand ich auch den Exkurs in konkrete Anwendungsgebiete wie Robotik und Autonomes Fahren und letztlich auch das letzte Kapitel zu "Schreckliche KI" wichtig für ein Einstiegsbuch zum Thema. Denn die Horrorszenarien von KI, die die Welt zerstört, habe auch ich immer mal wieder aufgeschnappt und stand da immer etwas ratlos und unwissend davor.
Ich weiß nach der Lektüre auf jeden Fall mehr über das Thema Künstliche Intelligenz. Geholfen hat dabei auf jeden Fall auch die ansprechende grafische Umsetzung, wobei mir die häufigen Farbwechsel an manchen Stellen zu viel wurden und ich eine etwas reduziertere Form besser gefunden hätte. Aber das ist wohl Geschmackssache.
Für Personen, die in das Thema einsteigen wollen, auf jeden Fall eine Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Ein berührender Roman mit viel Nachhall

Der brennende Garten
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Ich habe zum Lesen von "Der brennende Garten" sehr viel länger gebraucht als sonst üblich, da ich es teils schwer aushaltbar fand und Pausen gebraucht habe, um das Gelesene zu verarbeiten und ...

Ich habe zum Lesen von "Der brennende Garten" sehr viel länger gebraucht als sonst üblich, da ich es teils schwer aushaltbar fand und Pausen gebraucht habe, um das Gelesene zu verarbeiten und emotional mitzukommen.

Der Roman spielt während des Bürgerkriegs in Sri Lanka und wir begleiten Sashi, eine junge Tamilin, die den Traum hat, Ärztin zu werden. Während sie die Schule abschließt und das Studium beginnt, bricht in Sri Lanka der Bürgerkrieg aus. Auch zwei ihrer Brüder schließen sich den tamilischen Separatisten an und kämpfen bei den Tamil Tigers.

Auch wenn es ein sehr schweres und brutales Thema ist, habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Eine der größten Stärken ist meiner Meinung nach, dass die Komplexität des Themas (soweit ich das beurteilen kann) gehalten wird, dass die Charaktere im Buch auch die Widersprüche in sich tragen, dass keine einfachen Antworten auf sehr komplexe Sachverhalten gestülpt werden und wir so mitten drin sind in dem emotionalen Chaos, das neben den Belastungen eines Alltags im Krieg, belastend wirkt.

Ich habe viel über den Bürgerkrieg in Sri Lanka gelernt, denn ich hatte mich davor gar nicht damit beschäftigt. Das Buch gibt definitiv einen vielschichtigen Einblick in die Brutalität und Lebenssituation während der Jahre des Bürgerkriegs.
Und es ist ein Buch, das nachhallt, das Fragen aufwirft, das das eigene Denken in Frage stellt. Daher eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Ein Roman über das Zurückbleiben und die Zurückgebliebenen nach einem Femizid

Da, wo ich dich sehen kann
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Ich kenne bisher alle Bücher von Jasmin Schreiber und habe mich umso mehr darauf gefreut, wieder etwas Neues von ihr zu lesen. Bei diesem Buch hatte ich aufgrund des Themas häusliche Gewalt und Femizid ...

Ich kenne bisher alle Bücher von Jasmin Schreiber und habe mich umso mehr darauf gefreut, wieder etwas Neues von ihr zu lesen. Bei diesem Buch hatte ich aufgrund des Themas häusliche Gewalt und Femizid auch eine gehörige Portion Respekt vor dem Lesen.
Die schwangere Emma wird nach Jahren von Unterdrückung und Gewalt von ihrem Ehemann getötet. Es bleiben die neunjährige Tochter Maja, die beste Freundin Liv und ihre Eltern Brigitte und Per in einem unbegreiflichen Zustand zwischen Wut, Trauer, Hilflosigkeit und Schuld zurück. Das Buch nimmt in die Zeit nach diesem unbegreiflichen Verlust mit. Dabei lernen wir beim Lesen aus den unterschiedlichen Perspektiven der Hinterbliebenen die Geschichte und das Weiterleben kennen. Das Unfassbare setzt sich nach und nach aus der Perspektive der Hinterbliebenen zusammen. Dass der Täter, Frank, in diesem Buch keinen Raum bekommt, fand ich eine unglaublich gute und wichtige Entscheidung.
Beim Schreibstil kam direkt etwas Vertrautes „Jasmin Schreiber“-haftes für mich auf. Nicht zuletzt auch dadurch, dass es in allen Büchern ein naturwissenschaftliches Thema gab, das sich durch das gesamte Buch gezogen hat. Hier war es die Astrophysik, denn die beste Freundin Liv ist Astrophysikerin und findet unter anderem über dieses Thema einen Zugang zu Maja. Ganz besonders und beeindruckend fand ich die Vielfalt der Erzählzugänge, so finden sich z.b. Kinderzeichnungen von Maja, Gerichtsdokumente, Briefwechsel, Obduktionsbericht, Zeitungsartikel über den Roman hinweg. Für mich hat das noch einmal deutlicher gemacht, wie real das Thema patriarchaler und häuslicher Gewalt und Femizide ist - auch wenn es eine fiktive Erzählung ist, sie könnte genau so passieren und passiert täglich so ähnlich. Und auch dieser Wechsel zwischen emotionalem und sachlichen Zugang, der all die brutalen Widersprüche irgendwie greifbar macht, war für mich sehr beeindrucken.
Das Buch hat mich emotional sehr mitgenommen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal beim Lesen so viel geweint habe. Die Wut, die Hilflosigkeit, die Trauer, das Nichtwahrhaben-Wollen, die Selbstvorwürfe und Schulfragen – all das habe ich so sehr gefühlt und war nicht nur einmal beim Lesen an einem Punkt, an dem ich dachte, dass ich es nicht mehr aushalte. Insbesondere die Trauer, die Schuldgefühle, die Ängste und Panik aus Kinderperspektive sind für mich unglaublich treffend und gut gelungen. Auch die endlosen Fragen, was gewesen wäre, wenn sie in einer Situation anders reagiert hätten, werden aufgegriffen.
Mein erster Eindruck, dass das Buch sehr gut recherchiert ist, hat sich bestätigt, als Jasmin Schreiber auf einer Lesung von den Schreib-und Rechercheprozessen berichtet hat – vom Austausch mit einem Anwalt, Gerichtsmediziner, Astrophysikern, dem Recherchieren in Interviews aus Forschungsprojekten mit Kindern und Jugendlichen, die ähnliches wie Maja erlebt haben.
Ich habe durchaus einige Kritikpunkte, unter anderem ging mir das Ende zu schnell, zu gradlinig und abrupt. Da konnte das hohe Level an Emotionalität und Komplexität aus den vorigen 2/3 des Buches für mich nicht gehalten werden. Ich fand es gut, dass auf Hilfsangebote hingewiesen wird, mir war da im Gesamten der Fokus etwas sehr stark auf psychotherapeutischer Hilfe als einzig angemessene Form. Und am Ende werden Hilfsangebote bei häuslicher Gewalt benannt: Unglaublich wichtig und passend, aber da wieder in der binären Aufteilung „Hilfsangebote für Frauen – Männer“. Mir ist das bei Jasmin Schreibers Büchern leider immer mal wieder unangenehm aufgefallen, dass ein sehr binäres Verständnis von Geschlecht vertreten wird.
Im Gesamten hat mich dieses Buch auf jeden Fall sehr beeindruckt. Es scheint erst einmal ein Thema, bei dem Worte fehlen und umso wichtiger ist es, sich nicht davor zu verstecken, sondern auf die Suche zu gehen und das hat Jasmin Schreiber getan.
Ich denke immer mal wieder an einzelne Passagen zurück und bin mir sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich dieses Buch gelesen habe. Vielen Dank für dieses unfassbar wichtige Buch!

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Lebensweisheiten in eine Geschichte verpackt

Drei Tage im Schnee
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Hannah, eine gestresste junge Frau, die in der Großstadt lebt und sich in einer Krise zwischen Unzufriedenheit und Überforderung befindet, zieht sich für ein Wochenende in eine kleine Hütte im Schnee zurück. ...

Hannah, eine gestresste junge Frau, die in der Großstadt lebt und sich in einer Krise zwischen Unzufriedenheit und Überforderung befindet, zieht sich für ein Wochenende in eine kleine Hütte im Schnee zurück. Dort trifft sie auf die kleine Sophie, hat mehrere Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse mit ihr und versteht so einiges über ihr Leben.


Aus dieser Grundgeschichte hätte meiner Meinung nach durchaus ein guter Roman werden können, doch mich hat dieses Buch leider sehr enttäuscht. Positiv kann ich auf jeden Fall hervorheben, dass es sich leicht liest, ich erst einmal gut in die Geschichte rein gekommen bin und es sich gut "weg liest".


An der Umsetzung der Geschichte habe ich viel Kritik: Für mich geht alles viel zu schnell und geradlinig. Erkenntnisse sind sofort da, Veränderungen schnell und alles in allem wurde die Geschichte für mich mit jedem Kapitel unglaubwürdiger. Dadurch sind leider für mich auch die Charaktere von Hannah und Sophie flach und austauschbar geblieben. Die Tiefe habe ich gänzlich vermisst, denn es werden zwar tiefgründige Themen angesprochen, aber letztlich eher kalenderspruchmäßig und klischeehaft beantwortet und dann als große Lebenserkenntnisse verkauft.


Alles in allem wohl eher ein Lebensratgeber, wobei ich auch da in Frage stellen würde, wie tiefgehend die vermittelten Weisheiten gehen.


Um ehrlich zu sein war ich von dem Buch schnell genervt und es ist für mich keine wirkliche Romandynamik entstanden, in der ich mit den Charakteren mit fiebere, es Konflikte und Wendungen gibt und ich mir selbst die ein oder andere Frage stelle. All das ist hier leider ausgeblieben, weswegen ich mich leider auch für diese geringe Bewertung entschieden habe. Vielleicht wäre es anders, wenn ich genau das erwartet hätte, aber einen Ratgeber habe ich wirklich nicht erwartet bei der Beschreibung des Buches.

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