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LauraT

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2026

Wenn keine andere Wahl als Pause bleibt

Pause
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Ich bin durch das wirklich wunderschön gestaltete Cover an dem Buch hängen geblieben und habe der Geschichte dann eine Chance gegeben.
Hanna, Mitte 30, zieht nach einem heftigen Zusammenbruch ...

Ich bin durch das wirklich wunderschön gestaltete Cover an dem Buch hängen geblieben und habe der Geschichte dann eine Chance gegeben.
Hanna, Mitte 30, zieht nach einem heftigen Zusammenbruch wieder bei ihren Eltern ein - eine Zwangspause mit offener Dauer.
Das Buch nimmt uns mit durch die Krise der Protagonistin und wir tauchen tief in die Familiendynamiken von Schweigen und Unverständnis in der Familie ein. Gleichzeitig schwingt da immer auch etwas feines und liebevolles mit und ich finde diese differenzierte Darstellung ist der Autorin sehr gut gelungen. Bei vielem konnte ich mitfühlen, wie z.B. in ganz spezielle Dynamiken zu rutschen, sobald man wieder im Elternhaus ist. Und neben all dem begleiten wir Hanna dabei, wie sie für sich sortiert, wie es eigentlich weitergehen kann und soll. Das Elternhaus scheint wie ein schwebender Ort zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen alten und aktuellen Träumen.
Alles in allem fand ich das Buch sehr rund und sehr emotional - ohne ins Dramatische zu rutschen.

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Veröffentlicht am 25.06.2026

Wunderbar berührend

Pina fällt aus
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Ich bin mehr zufällig über das Buch gestolpert und war mir unsicher, ob ich es lesen soll, da ich das erste Buch von Vera Zischke leider gar nicht mochte.
Jetzt bin ich sehr dankbar, dass ich ...

Ich bin mehr zufällig über das Buch gestolpert und war mir unsicher, ob ich es lesen soll, da ich das erste Buch von Vera Zischke leider gar nicht mochte.
Jetzt bin ich sehr dankbar, dass ich der Geschichte eine Chance gegeben habe, denn sie hat mich total in ihren Bann gezogen und sehr bewegt. Auch noch in den Tagen nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, kamen immer wieder Szenen aus "Pina fällt aus" hoch und das ist für mich ein sehr gutes Zeichen, wenn ein Buch es schafft, so viel Nachhall zu haben, dass dieser auch im Alltag spürbar ist.
Die Handlung ist eigentlich gar nicht so komplex, wird aber sehr vielschichtig durch die Charaktere und deren jeweiligen Geschichten. Pina pflegt ihren 20-jährigen autistischen Sohn Leo und versucht alles, ihm etwas Teilhabe zu ermöglichen und seinen Alltag so zu strukturieren, dass er damit umgehen kann. Doch eines Tages bricht sie zusammen, landet im Krankenhaus und Leo ist alleine zu Hause. Wer ist jetzt zuständig?
Die drei Hausbewohner*innen Inge, Woijtek und Zola, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten, nehmen sich in ganz individueller Art und Weise Leo an.
Daraus entsteht zum Glück keine stereotype und klischeehafte oder romantisierte Story, sondern ein wunderbar bewegender Roman über Menschlichkeit, Zusammenhalt, Care-Arbeit, gesellschaftliche Verantwortung und das scheinbare "Anderssein".
Eine riesige Lese-Empfehlung!

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Veröffentlicht am 25.06.2026

Ein leiser, plätschernder Roman über das Aussteigen in die Landidylle

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Ich habe das Buch geliebt und bin so sehr abgetaucht in die Stimmung und Geschichte und gleichzeitig hat mich das Buch an vielen Stellen nicht überzeugt.
Aber von vorne: Sophie steckt mitten ...

Ich habe das Buch geliebt und bin so sehr abgetaucht in die Stimmung und Geschichte und gleichzeitig hat mich das Buch an vielen Stellen nicht überzeugt.
Aber von vorne: Sophie steckt mitten in einem Praktikum, alle Türen scheinen offen zu stehen, doch es nagt eine große Unzufriedenheit und Langeweile an ihr. So hatte sie sich das alles nicht vorgestellt und dann ist da diese Anzeige auf Kleinanzeigen, die sie von heute auf morgen zur Besitzerin eines Hauses auf dem Land macht. Für 3000€ erwartbar, ist das Haus eher eine Ruine, als ein bewohnbares Haus und sowieso hat Sophie eigentlich keinerlei Voraussetzungen, die das ganze Projekt zu etwas Vernünftigem machen würden - doch genau das ist vielleicht der ganze Punkt. Sie packt ihren Rucksack und findet sich in der Ruine wieder.
Wir begleiten sie dann in Prozessen des Verzweifelns, Anpackens, des Genießens und Aufgeben-Wollens und nach und nach wird das Haus zu einem besonderen Ort.
Mein großer Kritikpunkt: Die Geschichte ist an so vielen Stellen einfach sehr unglaubwürdig und unrealistisch und wirkt dann etwas klischeebeladen. An anderen Stellen wird das wieder wett gemacht und wie schon anfangs geschrieben, habe ich es trotzdem sehr genossen, dieses Buch zu lesen. Es ist sehr humorvoll geschrieben und ich habe an vielen Stellen schmunzeln müssen und habe mich mehr als einmal ertappt gefühlt in solchen Traumvorstellungen von der Landidylle. Es werden zwar auch negative und schwierige Aspekte benannt, aber für mich löst sich das alles viel zu gradlinig auf - daher auf jeden Fall ein kleiner Abzug, aber ich würde es jederzeit wieder lesen.

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Eine vielfältige Geschichte, komplexe Charaktere und spannender Schreibstil

Trag das Feuer weiter
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Ich habe von diesem Buch definitiv etwas anderes erwartet, denn die Erkrankung von Mia hat letztlich gar keine so große Rolle in diesem Buch, wie ich erwartet hätte.
Bisher kannte ich kein Buch ...

Ich habe von diesem Buch definitiv etwas anderes erwartet, denn die Erkrankung von Mia hat letztlich gar keine so große Rolle in diesem Buch, wie ich erwartet hätte.
Bisher kannte ich kein Buch von der Autorin und war sehr gespannt. Ich kam zunächst sehr gut ins Lesen, habe dann aber zunehmend Schwierigkeiten bekommen, in der Komplexität der wechselnden Perspektiven und Charaktere noch mitzukommen. Vielleicht wäre es einfacher, wenn ich die ersten zwei Bücher der Trilogie auch gelesen hätte.
Die vielfältigen und teils heftigen Familienverstrickungen und -geschichten werden sehr vielschichtig erzählt und werden dadurch sehr greifbar. Das empfinde ich eindeutig als große Stärke des Buchs: Die Charaktere sind vielschichtig, es gibt keine "klaren" Erklärungen und Narrative und das hat mich gut in die Familiengeschichte hineingezogen. Insgesamt hat mich das Buch auf jeden Fall beeindruckt. Vor allen Dingen, zu sehen, wie unterschiedlich die zwei Schwestern rebellieren und kompensieren. Das "Puzzle" setzt sich mehr und mehr zusammen, doch am Ende stand ich mit vielen Fragen da, als ich das Buch zugeschlagen habe. Alles in allem aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Hat mich nicht überzeugt

Hazel sagt Nein
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Ich fand die Story und die Leseprobe großartig und war voller Vorfreude auf diesen Roman. Leider wurden diese dann letzten Endes nicht erfüllt.
Eine Familie muss nach dem Umzug in eine Kleinstadt mit ...

Ich fand die Story und die Leseprobe großartig und war voller Vorfreude auf diesen Roman. Leider wurden diese dann letzten Endes nicht erfüllt.
Eine Familie muss nach dem Umzug in eine Kleinstadt mit verschiedensten Herausforderungen kämpfen und diese werden aus den Perspektiven der verschiedenen Familienmitglieder erzählt. Dreh- und Angelpunkt ist das Erleben von Hazel, deren Direktor ihr am ersten Schultag mitteilt, dass er sich jedes Schuljahr eine Schülerin aussucht, mit der er Sex hat und sie das dieses Jahr sei. Wie der Titel schon erahnen lässt, sagt Hazel Nein, was verschiedenstes lostritt.
Für mich war einiges nicht wirklich authentisch und z.B. viele der Dialoge habe ich als recht flach erlebt. Insgesamt waren es vielleicht einfach zu viele Themen auf einmal für dieses Buch, sodass irgendwie alles etwas farblos und eindimensional geblieben ist - auch wenn die Grundbotschaft des Nein-Sagens und der Kraft der eigenen Entscheidungen und Selbstbestimmung eine so zentrale ist.

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