Cover-Bild Pause
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 15.05.2026
  • ISBN: 9783423285421
Lena Kupke

Pause

Roman | »Das Buch ist von Lena Kupke! Wer nicht blind alles von ihr kauft, ist verrückt.« Till Reiners

Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.

Nach einem einschneidendem Erlebnis zieht Hanna Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90-cm-Gästebett. Doch wie soll das funktionieren: ein Familienalltag von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären? Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, sich selbst zu heilen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den hilflosesten Momenten findet …

Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über Momente am Boden und den langen Weg zur Verarbeitung von Schicksalsschlägen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

Mehr als eine Pause

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Hanna macht eine Pause, das stimmt, aber nicht wie man sich das vorstellt: Geplant, gewollt, gekonnt und danach gut erholt in den Alltag zurück. Stattdessen wird sie vom Schicksal dazu gezwungen, ...

Hanna macht eine Pause, das stimmt, aber nicht wie man sich das vorstellt: Geplant, gewollt, gekonnt und danach gut erholt in den Alltag zurück. Stattdessen wird sie vom Schicksal dazu gezwungen, das es ohnehin nicht besonders gut mit ihr meint.
Vielleicht ist diese erzwungene Unterbrechung am Ende gar nicht das Schlechteste, denn von sich aus hätte Hanna sie vermutlich nie eingeleitet. Auch wenn die Auszeit bei ihren Eltern alles andere als wohltuend wirkt.

Ein Buch, in dem viel aktuelle Welt und Alltäglichkeit einfach und ohne große Inszenierung erzählt wird. Menschen, die ständig sagen "Das ist mir jetzt aber zu viel", es nicht böse meinen, aber bei lauter Selfcare gar nicht merken, wer denn wirklich mal diese Grenze setzten sollte. Zum Beispiel Hannas Freund Paul, "Ne, Hanna, das kann ich jetzt wirklich nicht", Hannas Mutter "Also jetzt wirklich, das bringt mir zu viel Unruhe rein".
Überhaupt ist die Rückkehr ins Elternhaus ambivalent: einerseits vertraut, fast heimisch, und zugleich befremdlich, den alten Alltag noch einmal mitzuerleben.

Für mich schwingt in dem Buch die Frage mit, ob wir uns vor lauter Selfcare und „Me-Time“ nicht manchmal aus den Augen verlieren, wer uns gerade wirklich braucht, und ob wir uns durch ständige Abgrenzung nicht ein Stück Gemeinschaft verbauen.

Reden hilft, auch Hanna. (Auch wenn ich beim Lesen mehr als einmal stellvertretend für sie innerlich an die Decke gegangen bin.) Und Lesen hilft eben auch: zum Beispiel dieses Buch.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

alles auf Anfang

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"Pause" war ein Buch, das meine Erwartungen mehr als nur übertroffen hat und mental Health, sowie das Zusammenspiel von körperlicher und geistiger Gesundheit in ein nachvollziehbares und ergreifendes Licht ...

"Pause" war ein Buch, das meine Erwartungen mehr als nur übertroffen hat und mental Health, sowie das Zusammenspiel von körperlicher und geistiger Gesundheit in ein nachvollziehbares und ergreifendes Licht rückt. Ich fand das beklemmende Gefühl der Abhängigkeit, des vermeintlichen Scheiterns geradezu mit Händen greifbar. Wieso fällt es uns nur so schwer einzugestehen, dass wir Hilfe brauchen und diese auch aktiv einzufordern? Und wieso ist es überhaupt nötig, sie wortstark einzufordern?

Hanna tat mir richtig leid, gefangen zwischen der gleichgültigen Reaktion ihres Lebensgefährten, der vermutlich mit seinen eigenen Issues zu kämpfen hat, aber einfach auch keinen angemessenen Anteil an Hannas Lage nimmt, und der erdrückenden Stimmung zu Hause, wo sie mehr Eindringling als willkommen ist. Das Buch beleuchtet anschaulich, welch große Rolle auch unser Umfeld spielt, wenn es um Gesundheit und Wohlbefinden geht. Hanna hat keine verlässlichen Stützen in ihrem Leben, selbst ihre Freundin ist mehr auf Distanz als ein offenes Ohr. und irgendwie hat mich all das für Hanna betroffen und wütend gemacht. Denn Hanna geht es eben nicht gut. Hanna kann nicht mal eben mit ihrem Leben weitermachen und allen mal ein bisschen weniger zur Last fallen

Ich fand vor allem die Reaktion der Mutter unerwartet distanziert. Für mich ist generell die Beziehung zu den Eltern und zum Heimatort der Kindheit Schlüsselelement der Geschichte. Generell wirkt der Alltag der Familie sehr distanziert, Konflikte werden nicht ausgesprochen und ausgetragen und brodeln entsprechend unter Hannas Haut, die zunehmend zu entgleiten droht.

Ich finde die Autorin schafft hier starke Bilder und spricht Themen an, die bestimmt viele Leserinnen betreffen, Situationen die sie selbst erlebt haben und Gefühle, die sie nachempfinden können. Zurück bleibt für mich die Botschaft, dass ich nicht immer stark sein und alles allein schaffen muss, Kommunikation aber der Schlüssel ist. Die Geschichte hat mich bewegt und zum Nachdenken angeregt und ich kann sie sehr empfehlen

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Pause nehmen!

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„Pause“ nehmen lohnt sich immer - und das hier im doppelten Sinne! Denn man sollte sich wirklich eine Pause nehmen, um Lena Kupkes Roman zu lesen und zu genießen. Es ist ein wunderbares Buch, ...

„Pause“ nehmen lohnt sich immer - und das hier im doppelten Sinne! Denn man sollte sich wirklich eine Pause nehmen, um Lena Kupkes Roman zu lesen und zu genießen. Es ist ein wunderbares Buch, das genau die richtige Balance zwischen ernsteren Themen und dabei einem gleichzeitig heiteren Ton findet, sodass man zwar zum Nachdenken gebracht aber nie runtergezogen wird.
Protagonistin und Ich-Erzählerin Hanna zieht nach einem Zusammenbruch wieder bei ihren Eltern ein und muss sich so nicht nur von einem Leben als selbstständige junge Frau zu dem einer umpflegten Tochter gewöhnen, sondern kämpft auch mit dem Kontrast zwischen ihrem aufregenden Berliner Großstadtleben und der eher biederen, dörflichen Atmosphäre ihres Heimatortes. Jetzt ist erst einmal „Pause“ vom gewohnten Alltag angesagt, womit Hanna hadert. Sie benimmt sich teilweise wieder wie ein trotziger Teenager und es ist ein großer Spaß zu lesen, wie sie aus ihrer Perspektive die familiären Strukturen und Personen lebhaft und ironisch beschreibt. Es wirkt wie aus dem wahren Leben gegriffen und Hanna ist dem Leser sehr nah; quasi wie eine gute Freundin, die mit einem plaudert.
Die Autorin hat aber nicht nur die Erzählstimme authentisch ausgearbeitet, sondern auch die Figuren überzeugend dargestellt. Die indirekte Charakterisierung durch ihre Taten, Worte und Hannas Beschreibungen sind eine große Stärke des Romans, denn die Figuren bekommen Profil, werden rund und schlüssig und wirken nicht wie bloße Schablonen. Jeder und jede ist individuell dargestellt mit ihren ganz persönlichen Macken und Gewohnheiten. Besonders die leicht esoterische, dauernd plappernde Mutter fand ich lustig, aber auch alle anderen sind echte „Typen“ mit Wiedererkennungswert.
Ebenso wie Hannas Erzählstimme wirken auch die Dialoge authentisch und alltagsnah. Das Buch ist in einem modernen Ton erzählt, wozu passt, dass die Autorin häufig Anglizismen verwendet und Markennamen/popkulturelle Elemente einbindet, die einem selbst im Alltag begegnen. So manches Mal musste ich schmunzeln, weil ich mich selbst in einigen Situationen wiedererkannt habe. Das Buch und die Personen kommen einem so jedenfalls sehr nah und es gelingt leicht, eine Beziehung zum Ganzen aufzubauen und das Buch „lieb zu haben“. Ähnlich ging es mir z.B. bei Büchern von Caroline Wahl.
Bindungen sind sowieso ein Thema des Romans, da Hanna sich damit auseinandersetzen muss, wer ihre wahren Freunde sind und wer nicht. Sind es die hippen, lauten Berliner mit denen sie sonst immer großen Spaß hat oder doch eher die stilleren Freunde in ihrem Heimtatort, die für Hanna in den letzten Jahren eher am Rande existierten und leicht in Vergessenheit geraten? Welche Beziehungen sind tiefer, nicht nur oberflächliche Bekanntschaften und wichtiger in Notsituationen? Stille Dinge oder Personen hört man im lauten Alltagsrauschen zwar oft nicht, aber sie sind da und bilden eine verlässliche Basis, weswegen man sie auch beachten sollte - sowohl als eigene Ressource als auch dann, wenn jemand wie Hanna im Stillen leidet und Hilfe braucht.
Eine Pause zum Durchatmen hilft dabei, sich darauf zurückzubesinnen und auch Lena Kupkes Roman „Pause“ erinnert uns daran! Das Finale des Buchs weist ganz besonders auf den eben erwähnten Kontrast hin und schließt einen Kreis zum Beginn, wo Hanna noch in eine stille Ohnmacht verfällt. Am Ende hat sich die Pause, das Innehalten und Rückbesinnen für sie gelohnt und ebenso lohnt es sich auf alle Fälle, sich selbst eine Pause für die Lektüre von „Pause“ zu nehmen. Uneingeschränkte Empfehlung!

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Wie das Leben so spielt

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Nachdem Hannas Leben so arg aus den Fugen geraten ist, dass plötzlich nichts mehr geht und sie sich schließlich im Krankenhaus wiederfindet, muss sie, mit ihren 36 Jahren, zurück ins Haus ihrer Eltern ...

Nachdem Hannas Leben so arg aus den Fugen geraten ist, dass plötzlich nichts mehr geht und sie sich schließlich im Krankenhaus wiederfindet, muss sie, mit ihren 36 Jahren, zurück ins Haus ihrer Eltern ziehen. Von Berlin nach Lüneburg und dann auch noch mitten hinein ins elterliche Familienleben - für Hanna nicht nur eine Niederlage, sondern der reinste Alptraum. Lena Kupke erzählt in ihrem Roman „Pause“ die Geschichte vom langen und schmerzhaften Weg der Selbstfindung. Sie erzählt von Familie, von Verlust, Liebe und der Verarbeitung von Schicksalsschlägen, sowie von Zusammenbruch und Neubeginn.

Vielleicht war ich im ersten Moment vom schonungslos offenen Schreibstil und der, teils überaus humorvollen, Ehrlichkeit der Autorin etwas „schockiert“. Allerdings habe ich diese dann auch ebenso schnell lieben gelernt. Rückblickend betrachtet würde ich sagen, macht genau diese das Buch nicht nur aus, sondern trägt auch dazu bei, dass die Passagen nicht langatmig erscheinen. Auch die Charaktere finde ich großartig gezeichnet und dargestellt. Manchmal vielleicht etwas „drüber“, doch genau deshalb fühlen sie sich auch so ECHT an.
Ja, im Buch werden allerhand Klischees bedient, allerdings möchte ich mich nicht davon freisprechen, dass ich diese, genauso wie Hannas gelegentlich doch recht „unpassenden“ Gedanken, nicht manchmal auch genau so in meinem Kopf habe. Auch kenne ich das Gefühl der Hauptprotagonistin nur allzu gut, wenn das Leben plötzlich über einem zusammenbricht, man Schicksalsschläge erleidet, ohne Plan dasteht, das Umfeld mit Schweigen reagiert und man als logische Konsequenz Panikattacken entwickelt. Sich nur noch nach einer PAUSE sehnt. Daher ist die Erzählung aus meiner Sicht absolut authentisch, nachvollziehbar und dabei auch noch herrlich ehrlich, teilweise „rotzig“ und ebenso mutig. Mich hat das Buch jedenfalls komplett abgeholt und auch sehr berührt.

Ich habe übrigens das Hörbuch gehört und war bei der Auswahl zunächst etwas skeptisch, da es sich um eine Autorenlesung handeln sollte. Völlig unbegründet, denn wie sich schnell herausstellte, lag ich mit meinen Befürchtungen völlig falsch! Ich glaube sogar, dass erst das gesprochene, eigene Wort von Lena Kupke der Geschichte so richtig Leben und Tiefgang eingehaucht hat. Durch ihren lebhaften, akzentuierten Vortrag hat sie nicht nur die jeweils vorherrschenden Stimmungen lebensecht transportiert, sondern auch die Einzigartigkeit der jeweiligen Charaktere. Insbesondere die Darstellung der Mutter - ich kenne diese Art von Menschen und konnte sie 1:1 wiedererkennen - ist grandios!

Fazit: Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht diesem Hörbuch zu lauschen! Es hat mich sowohl zum Lachen und Erröten, als auch zum Nachdenken und Weinen gebracht. Aufgrund eigener, ähnlicher Erfahrungen hat es mich darüber hinaus auch sehr berührt, ja, vielleicht sogar Trost und Hoffnung gespendet. Für mich auf jeden Fall ein nachhallendes Jahreshighlight, das ich wärmstens empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Kurzweilig

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In „Pause“ von Lena Kupke geht es um eine 36-jährige Frau, die nach einem psychischen Zusammenbruch vorübergehend zu ihren Eltern ins Büro des Vaters zieht. Sie hatte vier Fehlgeburten erlitten, was man ...

In „Pause“ von Lena Kupke geht es um eine 36-jährige Frau, die nach einem psychischen Zusammenbruch vorübergehend zu ihren Eltern ins Büro des Vaters zieht. Sie hatte vier Fehlgeburten erlitten, was man nur oberflächlich mitbekommt, und ihre Beziehung kriselt ebenfalls. Bei ihren Eltern fällt sie wieder in alte Muster und ist stellenweise überfordert. Man erfährt viele Gedanken, die ihr durch den Kopf schießen, zum Teil auch Dinge, die man gar nicht hören wollte. Dass man sich zu Hause sofort wieder wie ein Kind fühlt und sich teils auch so verhält, konnte ich total gut nachempfinden. Die tiefe Gefühlsebene bekommt man nur am Rande mit, kann sie sich aber trotzdem gut vorstellen. Die Mischung aus den ernsten Themen und dem Humor der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Das Hörbuch wurde von der Autorin selbst sehr unterhaltsam vorgetragen.

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