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Kati1980

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2021

Ein ernstes Thema gelungen umgesetzt

Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen
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Anne Gröger hat ein sehr wichtiges und ernstes Thema in ihrem Kinderbuch „Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen“ aufgegriffen.
Samuel verbrachte sein bisheriges Leben aufgrund ...

Anne Gröger hat ein sehr wichtiges und ernstes Thema in ihrem Kinderbuch „Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen“ aufgegriffen.
Samuel verbrachte sein bisheriges Leben aufgrund einer angeborenen Autoimmunerkrankung im Krankenhaus. Nach seiner Entlassung trifft er auf die lebenshungrige Frida.
Das Cover passt gut zum Inhalt und hat meine beiden Töchter direkt angesprochen.
Der Schreibstil ist lustig, flüssig und gut verständlich für die empfohlene Altersgruppe. Aufgelockert wird der Text durch passende Illustrationen und kurze Tagebucheinträge.
Ich hatte vorher Befürchtungen, dass Teile des Buches meiner sensiblen Tochter zu nahe gehen würden. Aber Kinder kennen Gefühle von Abschiednehmen, Trauer und machen sich Gedanken über den Tod, haben Fragen dazu, man kann sie nicht vor diesen schmerzlichen Erfahrungen schützen.
Der Autorin ist es gelungen, die ernste Thematik humorvoll und kindgerecht umzusetzen und wichtige Botschaften zu vermitteln. Die Kinder lernen etwas über den Umgang mit kranken oder ehemals kranken Kindern und dass man die kleinen Augenblicke des Lebens genießen sollte.
Wir empfehlen dieses tiefgründige, hoffnungsvolle und berührende Buch gerne weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2021

Ungewöhnlicher und bildgewaltiger Reisebericht

Eis. Abenteuer. Einsamkeit
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Das leuchtende Titelbild ist sehr gut gelungen und weckt in einem die Lust, sich auf das Abenteuerbuch einzulassen. Der Titel passt perfekt zum Inhalt.
Auch die hochwertigen Fotos im Innenteil sind faszinierend ...

Das leuchtende Titelbild ist sehr gut gelungen und weckt in einem die Lust, sich auf das Abenteuerbuch einzulassen. Der Titel passt perfekt zum Inhalt.
Auch die hochwertigen Fotos im Innenteil sind faszinierend und beeindruckend. Man kann sie sich immer wieder anschauen.
Richard Löwenherz berichtet in seinem Buch "Eis. Abenteuer. Einsamkeit" von seiner Reise mit dem Fahrrad durch die sibirische Arktis. Es ist eine Art Tagebuch, das von seiner gefährlichen und einsamen Reise unter extremen Bedingungen, von wunderbaren Begegnungen mit Einheimischen und der einzigartigen Schönheit der Natur erzählt.
Das Buch ist gut strukturiert, hat angenehme Kapitellängen und es gibt eine Karte mit der beeindruckenden Route. Der Autor hat einen authentischen, unaufgeregten und flüssigen Schreibstil.
Durch die bildhafte Erzählweise, die Reiseroute und die vielen Fotografien konnte man sich richtig darauf einlassen und mitreisen, im wahren Leben wäre die Kälte und der Extremsport nichts für mich. Man erlebt die Reise mit all den Highlights, negativ wie positiv.
Wer gerne unterhaltsame, bildgewaltige und spannende Reiseberichte liest ist hier genau richtig!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2021

Revolution im Zeitalter der Dampfmaschinen

Florance Bell und die Melodie der Maschinen
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Florance Bell ist eine intelligente junge Frau, die in einer alternativen Vergangenheit im England des frühen 19. Jahrhunderts lebt.
Napoleons Frankfreich hat Großbritannien erobert und zu einem Kaiserreich ...

Florance Bell ist eine intelligente junge Frau, die in einer alternativen Vergangenheit im England des frühen 19. Jahrhunderts lebt.
Napoleons Frankfreich hat Großbritannien erobert und zu einem Kaiserreich vereint, wobei die englischstämmige Bevölkerung in ihrer Heimat nur als Bürger 2ter Klasse angesehen werden. Gegen diese Ungleichbehandlung hat sich ein geheimer Widerstand gebildet in Form von Guerilla-Rebellengruppen. Technologisch wird hier alles mit hochkomplexen Dampfmaschinen betrieben, vom Auto bis zum Luftschiff.

Florance verfügt über eine besondere technische Begabung, was auch ihre Rettung aus einem englischen Waisenhaus war. Die englische Adelsfamilie, bei der sie als Angestellte untergekommen ist, gerät aber zwischen die Fronten der Gendarmerie und der Rebellengruppen und so gerät auch Florance selbst völlig unerwartet auf die andere Seite der geltenden Gesetze. Dabei wird ihr ganzes technisches Geschick gefordert und auch ihr Gerechtigkeitssinn wird auf eine harte Probe gestellt.

Florance Bell und die Melodie der Maschinen ist ein Jugendroman, der sicher vor allem auf Mädchen abzielt, aber meiner Meinung nach auch bei Jungen sehr gut ankommen wird. Das Buch ist packend geschrieben und führt die Leser in eine fantastische Welt, die dennoch nah an der Wirklichkeit ist. Die detallierten Beschreibungen der Maschinen faszinieren und die Charaktere sind ausführlich und ausgewogen gezeichnet. Man muss kein Technik-Nerd sein um Gefallen an dem Buch zu finden, die Dampfmaschinen bilden den Hintergrund für eine komplexe Handlung mit vielen unterschiedlichen Charakteren. Vor allem die junge Protagonistin lernt man im Laufe der Geschichte von vielen verschiedenen Seiten kennen und es gibt immer wieder überraschende Wendungen.

Dieser wirklich fantasievolle und einfallsreiche Fantasy/Steampunk Roman bekommt von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.08.2021

Kann man lesen, …

Bis ans Ende aller Fragen
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„Bis ans Ende aller Fragen“ ist ein leichter Liebesroman für zwischendurch.
Die Protagonistin Maxi schrieb als Jugendliche in ihr Tagebuch, wie sie sich ihr Leben vorstellt – Karriere, Traumhaus, Traummann, ...

„Bis ans Ende aller Fragen“ ist ein leichter Liebesroman für zwischendurch.
Die Protagonistin Maxi schrieb als Jugendliche in ihr Tagebuch, wie sie sich ihr Leben vorstellt – Karriere, Traumhaus, Traummann, Kinder… Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Sie führt zwar ein eigenes, recht erfolgreiches Café, aber mit dem Rest hat es gar nicht geklappt. Ihre Nichte möchte sie verkuppeln und hat dafür „crazy Ideen“.

Der Klappentext und die Leseprobe hatten mir gut gefallen.
Der Schreibstil ließ sich flüssig lesen, ich hatte es in zwei Abenden durch. Dennoch haben mich weder die Handlung noch die Charaktere fesseln können. Die Handlung war teilweise langatmig, teils gab es unpassende Ereignisse. Sie hat sich nicht stimmig und rund angefühlt. Zum Schluss wurde die Story immer unglaubwürdiger.
Mit den Charakteren konnte ich nicht warm werden und mich nicht in sie einfühlen. Maxi war mir für ihr Alter zu leichtgläubig (ich bin genauso alt) und nicht authentisch.
Die Tagebucheinträge aus ihrer Schulzeit fand ich hingegen recht amüsant.

Alles in allem war das Buch zwar ganz gut geschrieben, traf aber nicht wirklich meinen Geschmack.
Wer gerne leichte Unterhaltung für zwischendurch sucht, ist hier gut aufgehoben. 2,5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2021

Sehr unterhaltsam

Ein Koffer voller Schönheit
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Der historische Liebesroman "Ein Koffer voller Schönheit" von Kristina Engel spielt in Lüneburg Ende der 50er Jahre, die von traditionellen Rollenbildern geprägt waren.
Annes‘ Mann Benno fängt im Möbelhandel ...

Der historische Liebesroman "Ein Koffer voller Schönheit" von Kristina Engel spielt in Lüneburg Ende der 50er Jahre, die von traditionellen Rollenbildern geprägt waren.
Annes‘ Mann Benno fängt im Möbelhandel an, während Anne Jensen sich emanzipiert und davon träumt, als erste Avon-Beraterin der BRD durchzustarten. Dies führt zu einer Ehekrise, unter der auch die gemeinsamen Zwillinge leiden müssen.
Der Schreibstil lässt sich angenehm und flüssig lesen. Die Autorin erzählt sehr bildhaft und man kann nahezu den damaligen Zeitgeist spüren. Man kann sich in die detailliert gezeichneten Protagonisten gut einfühlen. Anne ist eine auf Anhieb sympathische Figur, während man Bennos Ansichten aus heutiger Sicht nur noch schwer nachvollziehen kann.
Es wird abwechselnd aus den Perspektiven von Anne und Benno erzählt, dadurch kann man sich noch besser in beide Protagonisten hineinversetzen.
Durch den lebendig beschriebenen Zeitgeist und die facettenreichen Charaktere konnte man sich richtig fallenlassen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Teilweise wirkte der Roman aber leider etwas konstruiert und am Ende wäre noch Luft nach oben gewesen. Dennoch kann ich dieses unterhaltsame Buch guten Gewissens weiterempfehlen: 4 Sterne!

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