Schwacher Auftakt
On Wings of Blood (Bloodwing Academy 1)Die Thematiken Vampire mit Drachen(-reitern) und sogar Fae als Wesen in einer Welt voller Krieg fand ich eine unheimlich spannende Idee, leider hielt das Buch für mich nicht viel von den Versprechen ein.
Äußerlich ...
Die Thematiken Vampire mit Drachen(-reitern) und sogar Fae als Wesen in einer Welt voller Krieg fand ich eine unheimlich spannende Idee, leider hielt das Buch für mich nicht viel von den Versprechen ein.
Äußerlich gefällt mir Cover und Farbschnitt gut, ich hätte nur einen größeren Schwerpunkt auf dem Drachenthema vermutet dem Cover nach.
Der Beginn der Story war sehr spannend, manches noch etwas unklar zur angeteaserten Vorgeschichte. Dann blieb es aber leider dabei und man bekam zunehmend das Gefühl, hier fehlt mir ein Band davor. Mittlerweile habe ich gesehen es scheint eine Art Spinoff einer anderen Reihe zu sein. Das gefiel mir hier leider gar nicht in der Umsetzung bei der Masse an Namen und Handlungen die angerissen wurden, zu denen dann aber einfach der Hintergrund fehlte, wenn man diese andere Reihe (?) nicht kennt.
Das Worldbuilding erschloss sich nach und nach immer mehr und wirkte recht gut. Vor allem die düstere, kriegerische Grundstimmung kam gut rüber.
Die Charaktere waren recht unterschiedlich und wirkten erst durchdacht, verhielten sich aber im Verlauf leider nicht immer passend, was mir nicht gefallen hat. Einige Nebenfiguren fand ich da eher sympathisch.
Als es zum Academy Setting kam in der Handlung, verlor die Story mich aber etwas. Hier passte vieles nicht mehr zusammen. Die Stimmung war noch irgendwie gefährlich, was die eigentlich starke Prota erst für sich scheinbar gut ignorieren konnte, dann bekam sie doch wieder Zweifel und an der Schule wechselten ihre Handlungen und Probleme leider für mich eher in Richtung Young Adult-Bücher. Auch die Schulgemeinschaft in der später tatsächlich Charaktere mit dem Tod rechnen mussten, wirkte viel weniger gefährlich durch die kindischen Spielchen und Mobbing-Aktivitäten einiger Charaktere.
Der Romance-Anteil konnte leider auch nicht überzeugen. Phasenweise deutete sich ein Love-Triangle an, was mich fast neugieriger machte als die eigentlichen Loveinterests. Blake handelt sehr viel im Verborgenen zwar für Medra, aber ihr gegenüber tritt er dann entweder kaum auf, oder wirkt toxisch besitzergreifend und benennt sie permanent als sein Eigentum. Sie macht mehrfach deutlich wie sehr sie ihn verabscheut und dass sie dieses Verhalten hasst. Somit sind aufkeimende Gefühle für mich überhaupt nicht verständlich gewesen.
Zudem hat das Buch nicht nur viele Themen sondern auch kleine Handlungsstränge die immer ein paar Kapitel lang viel Raum einnehmen, um danach lange Zeit keine Beachtung mehr zu bekommen, sei es Konkurrenz und Bedrohung durch eine Person, oder das Thema mit Medras Mutter oder auch ihre Albträume. Das wirkte dann einfach, als wurde hier mehr gewollt also umgesetzt werden konnte.
Alles in allem wirklich schade, dass es mich nicht überzeugen konnte, da das Ende wiederum wirklich noch einmal spannend wurde. Aber ich würde es nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.