Profilbild von LeosUniversum

LeosUniversum

Lesejury Star
offline

LeosUniversum ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LeosUniversum über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2023

Keine typische Liebesgeschichte und dennoch berührend

Orte, an denen ich geweint habe (wegen dir)
0

Inhalt:
Die sechzehnjährige Amelie beginnt langsam zu verstehen, dass Liebe nicht wehtun sollte. Viel zu oft hat sie geweint. Geweint wegen Reese. Amelie liebte Reese. Und sie dachte, er liebte sie auch. ...

Inhalt:
Die sechzehnjährige Amelie beginnt langsam zu verstehen, dass Liebe nicht wehtun sollte. Viel zu oft hat sie geweint. Geweint wegen Reese. Amelie liebte Reese. Und sie dachte, er liebte sie auch. Jetzt zeichnet sie ihre Geschichte nach und entwirrt, was passiert ist, indem sie alle Orte, an denen er sie zum Weinen gebracht hat, noch einmal besucht. Wenn sie nämlich herausfindet, was falsch gelaufen ist, kann sie vielleicht endlich lernen, über ihn hinwegzukommen.

Meinung:
Puh! Ich hatte anfangs echt zu kämpfen mit diesem Buch. Es waren nicht nur die Zeitsprünge, an die ich mich dann doch schnell gewöhnen konnte, sondern tatsächlich eher die Thematik dieses emotionalen Coming-of-Age-Romans, was mich hadern und zweifeln ließ und ich mich fragte, ob ich nicht doch lieber das Lesen sein lassen sollte. Ich brauchte wirklich eine ganze Weile, um zu erkennen, dass dieses Buch mehr als nur eine Liebesgeschichte einer Sechzehnjährigen ist. Die Triggerwarnung könnte man wahrscheinlich leicht überlesen, diesen Punkt finde ich bei bestimmten Themen einfach wichtig, denn für manche Menschen, die eventuell Ähnliches erlebt haben, könnten einige Szenen böse Erinnerungen wecken. Ich selbst mag ja eher die lustigen Liebesgeschichten oder aber romantische Wohlfühlbücher und deshalb hätte mich dieses Buch kaum angesprochen, wenn es nicht von Holly Bourne geschrieben worden wäre. Die Werke der Autorin begeistern mich jedes Mal aufs Neue, denn ihr meist jugendlich beschwingter und humorvoller Schreibstil reißt nahezu jeden mit, weil sie die Gabe hat, eine tiefgründige Story mit einer brillanten Leichtigkeit zu erzählen. Die Geschichte beginnt mit dem Umzug von Sheffield in den Süden Englands. Amelie ist sehr schüchtern und in sich gekehrt und deshalb froh, dass sie direkt am ersten Schultag in der neuen Schule neue Freunde findet. Hannah ist so ganz anders als Amelie und sie tut ihr gut. Doch als Hannah sie vor Reese warnt, versteht Amelie nicht, weshalb man Reese nicht mögen kann, da er doch so ein charmanter und gutaussehender Junge ist. Bereits nach einigen Tagen werden die beiden ein Paar. Aber die Romantik hält nicht lange an und Amelie erkennt leider viel zu spät, dass Liebe nicht immer schön ist. Manchmal kann Liebe auch Schmerzen verursachen, doch wir reden hier nicht von Liebeskummer und Herzschmerz. Nein! Liebe kann in der Realität tatsächlich auch toxisch sein – und genau aus diesem Grund finde ich dieses Buch so wichtig, dass ich es als unbedingt lesenswert empfehle. Der Roman ist keine leichte Kost und an manchen Stellen tut es richtig weh, zu lesen, was Amelie durchmachen musste. Aber zu wissen, dass es so viele junge Mädchen da draußen gibt, die vielleicht Ähnliches erlebt haben oder gerade erleben müssen, macht mich traurig. Wenn wir es schaffen, offener über bestimmte Themen zu reden, nehmen wir Menschen wie Reese die Macht, die sie von Mal zu Mal stärker werden lässt.

Fazit:
„Orte, an denen ich geweint habe (wegen dir)“ von Holly Bourne ist ein Coming-of-Age-Roman für Jugendliche ab 14 Jahren. Es handelt sich dabei um keine typische Liebesgeschichte und dennoch berührte mich der Roman sehr. Deshalb vergebe ich gerne 4,5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 10.02.2023

Die Magie steckt in dir!

Luna und Sunny
0

Inhalt:
Lunas Schüleraustausch steht scheinbar unter keinem guten Stern. Am Flughafen in England angekommen, muss sie feststellen, dass ihr Koffer weg ist. Dann lernt sie ihre Gastfamilie und deren Tochter ...

Inhalt:
Lunas Schüleraustausch steht scheinbar unter keinem guten Stern. Am Flughafen in England angekommen, muss sie feststellen, dass ihr Koffer weg ist. Dann lernt sie ihre Gastfamilie und deren Tochter Sunny kennen. Doch irgendetwas stimmt mit Sunny nicht, denn sie verhält sich ziemlich abweisend und seltsam. Als sich dann urplötzlich der kleine glitzernde Sperlingskauz Flum mit Luna unterhält und ihr eröffnet, er sei ihr Sternenschutztier und sie eine Mondmagierin, ist das erst der Beginn eines spannenden Abenteuers.

Meinung:
Ich habe tatsächlich schon einige Bücher der Autorin gelesen. Vor Jahren gehörte „Simsaladschinn” zu meinen Lieblingsreihen, aber auch die Jugendbuchromanze „Herzfunkeln und Winterträume” mag ich sehr. Vor allem bin ich auch ein Fan der Illustratorin. Das von Alexandra Helm gestaltete Cover ist einfach mega. Rein optisch ist das Buch daher eine glatte Eins für mich. Auch der Einstieg gefiel mir ganz gut, denn „Wer ein Problem findet, darf es gerne behalten” ist eine geniale Einleitung ins erste Kapitel und ein Spruch, den ich mir merken werde. Ich hatte echt die Hoffnung, dass sich diese witzigen Kapitelüberschriften durchs ganze Buch ziehen würden, aber dem war leider nicht so. Schade eigentlich! Im Grunde beginnt die Geschichte direkt mit der Ankunft in England und mit dem Verschwinden des Koffers. Ich kann mir nicht helfen, aber ich war ziemlich lange davon überzeugt, dass es irgendeine extrem wichtige Bewandtnis mit dem Koffer auf sich haben müsste. Habe ich da irgendetwas verpasst? Keine Ahnung! Bis zur Mitte war ich wirklich begeistert, denn es geht von Kapitel zu Kapitel sehr spannend und witzig voran. Doch dann – urplötzlich – kommt die Story ins Poltern. Zahlreiche Szenen ließen mich verzweifeln, weil sie einfach nicht näher ausgeführt oder zu Ende gedacht werden. Vieles ist einfach unlogisch und unnötig, die Ereignisse überschlagen sich zum Schluss dermaßen, dass man der Handlung kaum noch folgen kann. Vor allem hatte ich mich so auf das Setting in Oxford gefreut, aber da kam schlichtweg nichts dazu. Wäre ich vom Klappentext nicht irregeleitet worden, hätte die Story auch sonst wo auf der Welt spielen können. Ich weiß nicht, ob es in den Folgebänden zum Setting noch nähere Beschreibungen gibt, aber zumindest im Reihenauftakt hat die Stadt selbst gar keine Rolle gespielt. Schade – mal wieder! Oxford ist so eine schöne Stadt und ich hatte mich wahnsinnig darauf gefreut. Dieser erste Band endet außerdem mit einem gemeinen Cliffhanger und lässt mich mit ein paar offenen Fragen zurück, sodass ich nun verzweifelt auf die Fortsetzung warte.

Fazit:
„Wenn die Magie des Mondes erwacht” ist der magische Auftakt der „Luna und Sunny”-Reihe aus der Feder von Corinna Wieja für Kinder ab 10 Jahren. Auch wenn ich einiges zu kritisieren hatte, fand ich die Grundidee ganz gut, weshalb ich auf jeden Fall den zweiten Band lesen werde. Von mir gibt es leider nur 3,5 von 5 Sternchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 09.02.2023

Nur auf dem Eis werden sie eins.

Like Ice We Break
0

Inhalt:
Als Gwen erfährt, dass die renommierte Eislaufschule iSkate ihr kündigt und ihr nur noch der Ausweg bleibt, Paarläuferin zu werden, bricht für sie eine Welt zusammen. Mit Oscar bekommt sie die ...

Inhalt:
Als Gwen erfährt, dass die renommierte Eislaufschule iSkate ihr kündigt und ihr nur noch der Ausweg bleibt, Paarläuferin zu werden, bricht für sie eine Welt zusammen. Mit Oscar bekommt sie die größte Herausforderung ihres Lebens vorgesetzt. Doch auch wenn sich alles in ihr sträubt, ihm die Kontrolle zu überlassen, ergreift Gwen diese letzte Chance auf ihren großen Traum.

Meinung:
Erneut begeben wir uns ins Wintersportparadies Aspen und erleben ein Feuerwerk der Gefühle. Das Cover ist wie auch bei den vorangegangenen beiden Bänden einfach traumhaft schön und der Titel passt so unglaublich gut zur Story. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr flüssig und angenehm zu lesen, sodass man einfach von der einen zur nächsten Seite fliegt. „Like Ice We Break“ ist der dritte Band der „Winter-Dreams“-Reihe von Ayla Dade, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der einundzwanzigjährigen Gwendolyn Pierce und des ein Jahr älteren Oscar Addington erzählt wird. Man spürt die Spannung und das Knistern zwischen Gwen und Oscar und man fiebert und fühlt jederzeit mit den beiden mit – als wäre man hautnah dabei, wenn die Funken zwischen den Protagonisten alles in Flammen setzen und das Eis zum Schmelzen bringen. Das Setting und all die liebenswerten und sympathischen Charaktere machen das Buch zu einem kurzweiligen Leseerlebnis.

Fazit:
„Like Ice We Break“ ist der dritte Band der „Winter-Dreams“-Reihe von Ayla Dade. Diese emotionale Lovestory mit starken Charakteren erhält 3,5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 05.02.2023

„Ich mag Paris, aber ich bin mir nicht sicher, ob Paris mich mag.“

Emily in Paris
0

Inhalt:
Ein Traum wird wahr! Nachdem Emily Cooper einen Job bei der Marketingagentur Savoir erhält, kann sie ihr Glück kaum fassen. Spontan zieht sie tatsächlich von Chicago nach Paris. Es könnte so schön ...

Inhalt:
Ein Traum wird wahr! Nachdem Emily Cooper einen Job bei der Marketingagentur Savoir erhält, kann sie ihr Glück kaum fassen. Spontan zieht sie tatsächlich von Chicago nach Paris. Es könnte so schön sein, wären da nicht die immensen Sprachprobleme sowie ihre neue Chefin und die Kollegen. Und dann ist da noch Emilys charmanter Nachbar Gabriel, der leider eine ganz bezaubernde Freundin hat. Aber so leicht lässt sich Emily nicht unterkriegen…

Meinung:
Dieser Roman ist der Auftakt zum NETFLIX-Sensationserfolg „Emily in Paris“. Die Serie fand ich so erfrischend und unterhaltsam, dass ich unbedingt auch das Buch dazu lesen wollte. Aber es ist nicht das, was ich erwartet habe… Ein guter Tipp an alle Neueinsteiger: schaut zuerst die Serie, denn das ist dringend notwendig. Die einzelnen Szenen und Kapitel sind nämlich nicht nur stark gekürzt, sondern tatsächlich auch einfach aus dem Kontext gerissen. Die Schriftgröße und der Zeilenabstand sind extrem groß gewählt, sodass das Leseniveau eher etwas weiter unten anzusiedeln wäre – also keine anspruchsvolle Lektüre. Der Roman dient wie auch die Serie selbst der Unterhaltung und in dieser Hinsicht ist es ein Highlight. Vor allem bin ich von den unzähligen Fotos in der Buchmitte begeistert.

Fazit:
„Emily in Paris“ von Catherine Kalengula ist der Auftakt der Romanreihe zur Netflix-Serie. Für Fans der Serie ist dieses Buch ein Must-have, Neueinsteigern rate ich allerdings ab – man sollte die Serie tatsächlich gesehen haben, um den Unterhaltungsfaktor dieses Buches zu erkennen. Von mir gibt es lieb gemeinte 3,5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 05.02.2023

Meine vertauschten Welten

Zimt − Zwischen den Welten geküsst
0

Inhalt:
Nach ihrem letzten Abenteuer sind Vicky und Konstantin froh, endlich in eine neue Parallelwelt zu springen. Doch dort geht es besonders für Vicky genauso spannend weiter. Sie war immer ein Einzelkind, ...

Inhalt:
Nach ihrem letzten Abenteuer sind Vicky und Konstantin froh, endlich in eine neue Parallelwelt zu springen. Doch dort geht es besonders für Vicky genauso spannend weiter. Sie war immer ein Einzelkind, allerdings hat sie nun in dieser Parallelwelt plötzlich eine große Schwester namens Charlie! Es geht mal wieder alles drunter und drüber. Dabei hat Vicky doch auch in ihrer eigenen Welt alle Hände voll zu tun, denn seit der ehemalige Bürgermeister ihres kleinen Städtchens weg ist, braucht es einen Nachfolger – oder eine Nachfolgerin: ausgerechnet Vickys Mutter möchte die neue Bürgermeisterin werden, dabei ist sie mit dem B&B doch sowieso schon genug gestresst. Und dann ist da ja auch noch Pauline, Vickys beste Freundin, die sich total komisch benimmt, plötzlich für niemanden mehr Zeit hat und sich mit einem alten Rätsel beschäftigt. Was steckt dahinter?

Meinung:
Ich freue mich über jedes neue Abenteuer von Vicky und ihrem Freund Konstantin und deshalb war ich auch sehr gespannt auf die Fortsetzung. Nachdem der erste Band der zweiten Staffel so spannend und actiongeladen war, konnte ich es kaum erwarten, zu erfahren, wie es weitergeht. Denn neben ihren Sprüngen muss sich Vicky besonders in ihrer Welt auch mit vielen anderen Problemen herumschlagen. Dennoch wirkt Vicky viel reifer als noch in der ersten Staffel und sie versucht auch tatsächlich, alles souverän anzugehen. Ich fand die Vorstellung sehr schön, dass Vickys Leben in den Parallelwelten so unterschiedlich sind. Ist sie sonst ein Einzelkind, darf sie nun die Erfahrung machen, wie es ist, eine große Schwester zu haben. Die Beziehung zwischen Vicky und Konstantin kommt natürlich auch nicht zu kurz. Besonders das Ende finde ich wirklich sehr, sehr spannend und aufregend und deshalb freue ich mich schon sehr auf das Finale der zweiten Staffel, wenn es dann heißt „Für immer von Magie berührt“.

Fazit:
Mit „Zwischen den Welten geküsst“ ist Dagmar Bach eine spannende Fortsetzung gelungen. Dieser zauberhafte zweite Band der zweiten „Zimt“-Staffel enthält eine ganz große Portion Humor und eine kleine Prise Magie. Mädchen ab 11 Jahren, die an Herzenswünsche und an die große Liebe glauben, werden begeistert sein. Von mir gibt es verdientermaßen 5 von 5 Sternchen.