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Veröffentlicht am 09.01.2024

Fesselnd

Helle Tage, dunkle Schuld
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Carl Bruns, Kriminalbeamter der während der Nazizeit seinen Beruf nicht ausüben durfte, arbeitet wieder bei der Essener Polizei, Abteilung Gewaltverbrechen, also Mord. Hier erfährt er von einer grauenvollen ...

Carl Bruns, Kriminalbeamter der während der Nazizeit seinen Beruf nicht ausüben durfte, arbeitet wieder bei der Essener Polizei, Abteilung Gewaltverbrechen, also Mord. Hier erfährt er von einer grauenvollen Bluttat, die vor drei Jahren gegen Ende des Krieges begangen worden war. Es geschehen weitere Morde während er den Täter von damals nachspürt. Dann erkennt er, dass es ein tödliches Puzzle ist. Nicht nur er, sondern auch die frau, die er liebt, Krankenschwester Anne, geraten ins Fadenkreuz der mordenden Person. Anne hofft verzweifelt auf eine bessere Zukunft für sie und ihre Schwestern. Doch sie hütet ein Geheimnis, vom dem Carl nichts ahnt. Ein Roman, der Tatsachen mit Fiktivem verknüpft.

Meine Meinung
Dies ist der erst Kriminalroman von Eva Völler. Ein neues Genre für sie. Er spielt in den ersten Nachkriegsjahren nämlich 1948 und ist somit auch historisch. Im Nachwort erklärt die Autorin, dass er fiktiv ist, manche Textstücke jedoch auch auf Tatsachen beruhen. Aber es wird auch so noch einiges aus dieser Zeit erklärt, das mit dem Buch in Zusammenhang gebracht werden kann. Da ich gerne Krimis lese, egal ob real oder fiktiv, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Zumal ich Eva Völlers Schreibstil kenne der so ist, dass keine Unklarheiten im Text meinen Lesefluss zu stören vermochten. Ich hatte bei der mordenden Person ja eine Vermutung, die ich jedoch wieder verworfen habe. Wer es letztendlich war, ob diese Person es doch war, oder nicht, das erfährt der Leser beim Lesen des Buches. Es war von Anfang an spannend, hat mich gefesselt und gut unterhalten. Ich würde mich freuen, von diesem Ermittler, Carl Bruns, noch mehr zu lesen. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung sowie 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.01.2024

Schwer enttäuscht

Die Bibliothek im Nebel
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1917 in St. Petersburg: Arthur e, ein junger Bibliothekar flieht vor der Revolution. Er hat im Gepäck ein Manuskript. Es soll ihn retten, jedoch bedroht es das Leben anderer. Er will nach Leipzig, denn ...

1917 in St. Petersburg: Arthur e, ein junger Bibliothekar flieht vor der Revolution. Er hat im Gepäck ein Manuskript. Es soll ihn retten, jedoch bedroht es das Leben anderer. Er will nach Leipzig, denn dort will er seine große Liebe Mara wiedersehe, die jedoch einem reichen Verlegersohn versprochen ist.
1928 an der Cote d’Azur findet das Mädchen Liette auf dem Dachboden eines Hotels in vergessenen Koffern ein mit einem Schloss gesichertes altes Buch. Liette ist 30 Jahre später Direktorin des Hotels und beauftragt Thomas Jansen, einen Gentleman-Gauner, mehr über die ehemalige Besitzerin des Buches herauszufinden. Das ist Mara, eine Russin. Sie kommen zu einem Bibliothekar in Leipzig, zu einer Villa am Meer und einer Bibliothek im Nebel.

Meine Meinung
Dieses Buch hat mit sehr enttäuscht. Die Leseprobe las sich interessant, doch waren die Handlungsstränge so angeordnet, dass ein anderer anfing, wenn der eine versprach endlich mal etwas Spannung aufzubauen. So ist diese eben wieder verflogen. Für mich wurde dieses Buch erst nach etwas drei Vierteln etwas spannend. Ich habe schon oft Bücher mit mehreren Handlungssträngen gelesen, aber dieses hat mich wirklich nur noch genervt. Es was schlicht und einfach langweilig, hat sich gezogen wie Kaugummi. Ja, wie Kaugummi nicht wie ein Gummiband, denn das schnurrt ja wieder zusammen, was Kaugummi nicht tut. Erst als ich etwa drei Viertel des Buches gelesen hatte kam endlich etwas Spannung auf, wodurch ich ihm dann doch einen Stern mehr geben kann als vorgesehen. Ich habe schon einige Bücher von Kai Meyer gelesen die um Längen besser waren als das vorliegende. Es waren allerdings allesamt Fantasy-Romane. Vielleicht sollte er bei diesem Genre bleiben? Denn dieses Buch hat mir jedenfalls gar nicht gefallen bis eben auf das letzte Viertel. Auch sind einige Fragen nicht komplett beantwortet worden. Außerdem fehlte mir ein Glossar und eine Aufstellung der Personen mit der Angabe ob historisch oder fiktiv. Gerade bei solchen Büchern, die zum Teil ins Historische übergehen, finde ich so etwas selbstverständlich. Ich vergebe gerade noch drei von fünf Sternen und das nur, weil es gegen Ende, im letzten Viertel doch etwas spannender wurde. Eine Leseempfehlung spreche ich nicht aus.

Veröffentlicht am 01.01.2024

Wo ist Suzette?

Töchter des Aufbruchs
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Im mittelalterlichen Städtchen Diedenhofen an der Mosel leitet die Lehrerin Pauline Martin ein Pensionat für höhere Töchter. Diedenhofen liegt in Elsass-Lothringen und die Bevölkerung ist im Jahre 1910 ...

Im mittelalterlichen Städtchen Diedenhofen an der Mosel leitet die Lehrerin Pauline Martin ein Pensionat für höhere Töchter. Diedenhofen liegt in Elsass-Lothringen und die Bevölkerung ist im Jahre 1910 bunt gemischt. Da trifft sich ihr neuester Schützling heimlich mit einem Soldaten und verschwindet kurz darauf spurlos. Pauline bittet den preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz um Hilfe. Fast werden durch die enge Zusammenarbeit die strengen Konventionen der Kaiserzeit gesprengt. Und dann gibt es da auch noch den Gärtner Vincent, der ein dunkles Geheimnis hat. Wird Suzette gefunden und Pauline den guten Ruf ihres Pensionats bewahren können?

Meine Meinung
Marie Pierre hat hier ein Buch geschrieben, in welchem es um die Zeit kurz vor dem ersten Weltkrieg geht. Sie hat ihre Nichte Suzette in das Pensionat aufgenommen, weil ihre Eltern mit ihr nicht mehr zurechtkamen. Suzette ist reichlich aufmüpfig, tut was sie will, und schert sich nicht darum, was Pauline ihr sagt. Ich bin gut in diese Geschichte reingekommen und sie ist auch so geschrieben, dass keine Unklarheiten im Text meinen Lesefluss stören konnten. Es ist spannend und als Suzette verschwindet befürchtete ich Schlimmes. Weiteres dazu im Buch. Pauline gefiel mir gut, denn sie war nicht zu streng mit den Mädchen und man konnte sich ihr anvertrauen. Wie die Mädchen das handhabten, das wird der Leser beim Lesen des Buches erfahren. Die Autorin hat die Charaktere sehr gut beschrieben, auch was die Umgebung des Ortes betrifft und die Klassenfahrt, die sie mit ihren Schülerinnen unternommen hat. Man konnte meinen man sei dabei. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich habe mit den Mädchen gelitten, habe mich gefreut, wenn sie sich freuten. Es hat mich gefesselt und richtig in seinen Bann gezogen, außerdem auch sehr gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne

Veröffentlicht am 19.12.2023

Amalas Weg

Zauber des Neuen
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Die Hansens haben aufregende Zukunftspläne. Da es feststeht, dass sich Amala Hansen nie ganz von ihrem Unfall erholen wird, auch wenn sie auf einem guten Weg ist, wollen sie was Neues probieren. Indessen ...

Die Hansens haben aufregende Zukunftspläne. Da es feststeht, dass sich Amala Hansen nie ganz von ihrem Unfall erholen wird, auch wenn sie auf einem guten Weg ist, wollen sie was Neues probieren. Indessen zieht sie mit Eduard durch verschiedene Varietés in Berlin und ist von allem fasziniert, überhaupt von den Persönlichkeiten mit denen Eduard verkehrt. Aber sie merkt auch, dass dieses Milieu nicht das Richtige für sie ist.
Nachdem Georg Hansen und Therese sich einander angenähert haben fasst diese den Entschluss, Wien zu verlassen und nach Hamburg zu ziehen. Plötzlich entsteht die Idee, das alte Kontor der Hansens in ein Theater- und Lichtspielhaus mit Restaurant zu verwandeln. Der unternehmerische Geist verschiedener Familienmitglieder wird geweckt und sie ziehen an einem Strang. Kann dieses Projekt gelingen?

Meine Meinung
Das Buch schließt fast direkt an den Vorgänger an. Etwas Zeit ist vergangen, es wird, bzw. es gibt einen Prozeß gegen Belle Dubois, doch wie wird der enden. Hat sie doch einen glaubwürdigen Zeugen, der Belles Aussage, es sei ein Unfall gewesen, bestätigt. Wem wird der Richter glauben? Ich bin wieder schnell in die Geschichte hineingekommen und kann nur bestätigen, dass es keine Unklarheiten im Text gab, die meinen Lesefluss stören gekonnt hätten. Amala tat mir sehr leid, ist doch ihr größter Traum, eine große Filmschauspielering zu werden geplatzt. Eduards Geschäfte für Berlin gefallen mir gar nicht so recht, und jeder der die Bücher gelesen hat, wird wissen was ich meine. Denn seine Ausrede dafür ist nur eine faule Ausrede. Auch diese Ausrede kann man im Buch nachlesen. Dann hat Eduard am Ende des Buches etwas gemacht, was natürlich auch nicht richtig war, was ich aber durchaus verstehen konnte. Der Leser wird wissen was ich meine. Helene wartet mit Ihrem Lebensgefährten Bernhard auf dessen Scheidung, doch es will einfach nicht vorangehen. So, ich denke, das war das Einzige, was nicht im Klappentext stand. Doch er die Bücher gelesen hat, weiß von dieser Scheidung. Ich habe mich für Amala gefreut, dass sie sich doch etwas gefangen hat, und auch für Therese, dass sie sich entschieden hat, zu Georg nach Hamburg zu ziehen, wie ja bereits im Klappentext zu lesen ist. Auch hören wir in diesem Buch etwas von Amalas Bruder, Robert. Das Buch war wieder spannend vom Anfang bis zum Ende und ich bin wirklich sehr gespannt, wie es weitergeht. Es hat mir sehr gut gefallen, mich gefesselt und auch sehr gut unterhalten. Eine Empfehlung und fünf Sterne von mir.

Veröffentlicht am 10.12.2023

Wo ist Ju?

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen (Hafenärztin 4)
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1911 In Hamburg. Anne Fitzpatrick, die Hafenärztin, wird zunehmend bei ihrer Arbeit mit Süchtigen mit Süchtigen konfrontiert. Sie sucht nach den Hintermännern, als plötzlich ihre Freundin Ju entführt ...

1911 In Hamburg. Anne Fitzpatrick, die Hafenärztin, wird zunehmend bei ihrer Arbeit mit Süchtigen mit Süchtigen konfrontiert. Sie sucht nach den Hintermännern, als plötzlich ihre Freundin Ju entführt und Anne erpresst wird. Es beginn ein Rennen gegen die Zeit und es geht um Jus Leben. Kommissar Rheydt hat eigene Probleme, denn er glaubt seine eigentlich verstorbene Ehefrau Elisabeth gesehen zu haben. Helene und er wollten heiraten, doch nun platzt der Hochzeitstermin. Helene merkt jetzt, dass sie ununterbrochen beobachtet wird. Wer will ihr schaden? Und wer hat es auf Anne abgesehen?

Meine Meinung
Dies ist der vierte Band um die Hafenärztin Anne Fitzpatrick. Er ist wie immer leicht und flüssig zu lesen, denn es gab keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss gestört hätten. Ich war in der Geschichte wieder schnell drinnen und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Anne gefällt es gar nicht, dass ihre Freundin Ju für Sun Bo, den Chinesen, der auf der Dschunke wohnt, kocht. Heute würden wir sagen, sie macht für ihn das Catering. Ist doch Sun Bo verdächtigt worden, mit Annes Vater gemeinsame Sache gemacht zu haben. Und Anne hat Angst, dass er Ju etwas antut um ihr zu schaden. Als Ju dann plötzlich verschwindet und Anne sie sucht, gerät sie selbst in Mordverdacht. Mehr will ich dazu nicht schreiben, will ja nicht spoilern. Dass Kommissar Rheydt immer mal wieder glaubt, seine Frau gesehen zu haben, wissen wir ja alle schon. Doch dieses Mal scheint die Sache ernster zu sein. Wie ernst, das erfährt der Leser beim Lesen dieses Buches. Auch von Annes Mutter Dorothy werden wird in diesem Buch etwas überrascht. Doch mehr davon auch hier nicht. Es war wieder spannend vom Anfang bis zum Ende. Es hat mir sehr gut gefallen, mich gefesselt und mit Anne mitleiden lassen, als sie Angst um ihre Freundin hatte. Doch ich habe mich auch über Annes Zukunftsaussichten gefreut, über die der Leser auch im Buch etwas erfährt. Von mir bekommt es eine Weiterempfehlung sowie fünf Sterne.