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Veröffentlicht am 19.12.2018

Die Katastrophe von Hoboken

Die Villa an der Elbe
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2017. Jonas Clausen hatte nach dem Ableben seines Vaters dessen Reederei übernommen und zu seinem Entsetzen festgestellt, dass sie kurz vor der Insolvenz stand. Die Chancen, sie zu retten waren gering, ...

2017. Jonas Clausen hatte nach dem Ableben seines Vaters dessen Reederei übernommen und zu seinem Entsetzen festgestellt, dass sie kurz vor der Insolvenz stand. Die Chancen, sie zu retten waren gering, als er plötzlich an Briefe aus einer lange zurückliegenden Zeit geriet. Damals hatte seine Vorfahrin, Anni Clausen, für eine Clara Hauser in Amerika ein Depot eingerichtet.
In Amerika hat Amely Thompson ebenfalls einen Hinweis auf ein Golddepot gefunden. Sie möchte sich selbstständig machen und könnte das Geld sehr gut gebrauchen. Doch der Identifizierungscode fehlt ihr.
Die Katastrophe geschah im Jahr 1900, als Helena van der Haard mit der ‚Kaiser Wilhelm der Große‘ nach Amerika reiste um auf dem Schiff ihre Verlobung zu feiern. Helena folgte damit dem Befehl ihrer Eltern. Doch im Hafen von Hoboken geschah dann das Unglück: Ein Feuer brach aus und vieles wurde ein Opfer der Flammen. Auch Helena gab es nach dem Feuer nicht mehr.
Würde Jonas es schaffen, an den zum Öffnen des Depots zu kommen? Oder würde Amely ihm zuvorkommen? Beide könnten das Geld gut gebrauchen. Was war mit Helena geschehen? War sie tot?

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die sich jedoch gut unterscheiden lassen. Denn jeder Strang wird mit der Überschrift über den Kapiteln gekennzeichnet. Zwei Stränge spielen in der Gegenwart: Der von Jonas Clausen in Hamburg und der von Amely Thompson in den USA. Dann gibt es noch einen dritten Strang, der von dem Unglück in Hoboken erzählt und wie die Familien es überlebt haben, deren weiteres Leben sich dann in Hamburg abspielt. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Jonas, der die Reederei vor dem Ruin retten möchte, in Amely, die gerne ihren Traum leben möchte, in Helena die ihren zukünftigen Ehemann bereits vor der Hochzeit verabscheute. Aber auch in Anni, der die Schwester sehr fehlte. Das Ende des Buches bleibt irgendwie offen, es wäre vorstellbar, dass die Autorin es als Mehrteiler geplant hat, auch wenn kein Hinweis darauf zu sehen ist. Das ist etwas, was mich ein bisschen stört. Dass ich nicht weiß, ob es einen weiteren Band gibt, oder doch eher nicht. Im Großen und Ganzen hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Es hat mich gefesselt und in seinen Bann gezogen, war spannend vom Anfang bis zum Ende und hat mich gut unterhalten. Von mir daher eine Weiterempfehlung sowie vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 18.12.2018

Gefährliche Intrigen

Flammen und Seide
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Rheinbach 1668. Madlen Thynen, Tochter eines Rheinbacher Tuchhändlers, war gut mit Peter von Werdt und auch mit Lukas Cuchenheim befreundet. Eines Tages wurde Lukas beschuldigt, eine junge Frau vergewaltigt ...

Rheinbach 1668. Madlen Thynen, Tochter eines Rheinbacher Tuchhändlers, war gut mit Peter von Werdt und auch mit Lukas Cuchenheim befreundet. Eines Tages wurde Lukas beschuldigt, eine junge Frau vergewaltigt und geschwängert zu haben. Angeblich gab es Zeugen…
Doch Madlen konnte die Beschuldigungen nicht glauben und Lukas bestritt auch alles. Madlen glaubte ihm und half ihm…
Rheinbach 1673. Peter von Werdt war aus der Armee ausgeschieden und nach Hause zurückgekehrt. Nun wollte er einen eigenen Hausstand gründen und die Hausfrau sollte Madlen sein….
Aber auch Lukas, der noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen war, war wieder in seiner Heimat. Von Werdt und Lukas mochten sich nicht besonders. Es war bis heute nicht klar, wer damals wirklich der Schuldige gewesen war. Madlen hatte sich inzwischen gut in den Tuchhandel eingearbeitet und war ihrem Vater eine große Hilfe. Doch Lukas hatte auch noch einen bestimmten Grund in seine Heimatstadt zurückzukehren: Er suchte einen Verräter. Von seinem Vorgesetzten war er beauftragt, diesen zu suchen. Und er wurde fündig…
Doch dann wurde Lukas erneut eingekerkert und selbst des Verrats bezichtigt. Doch nur er und von Werdt wussten von seinem Auftrag…
Außerdem marschierten die Truppen des Prinzen von Oranien, Wilhelm III. auf Rheinbach zu. Ihnen war etwas versprochen worden, das nicht gehalten werden konnte…. Denn der Stadtrat hatte überwiegend Lukas und Peters Vorschlag abgelehnt…
Und Madlen Thynen ist hin- und hergerissen zwischen zwei Männern…
Wie ein roter Faden zieht sich die Geschichte der Beschuldigungen von 1668 durch das Buch, bis zu Lukas Verschwinden…
Wer waren diese Zeugen, die aussagten, sie hätten Lukas und auch die junge Frau gesehen? War Madlens Vertrauen in Lukas gerechtfertigt? Inwiefern half sie ihm? Hatte Madlen Peters Antrag zugestimmt? Wen verdächtigte Lukas als Verräter? War er sich sicher? Was würde er tun? Wieso wurde Lukas wieder eingekerkert? Wer hatte noch von seinem Auftrag gewusst? Wer hatte ihn des Verrats bezichtigt? Was war den Truppen des Prinzen von Oranien versprochen worden? Und warum Lukas und Peters Vorschlag abgelehnt worden? Wen liebt Madlen – Peter oder doch Lukas? Wie wird sie sich entscheiden? Was erfahren wird durch den bewussten roten Faden? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich, wie erwartet, sehr gut lesen. Wenn ich Petras Bücher lese, weiß ich, dass ich mich auf das, was da steht, verlassen kann. Außerdem gibt es ein Personenverzeichnis gleich am Anfang des Buches. Man weiß also gleich, wer wohin gehört. Das Nachwort und auch das Glossar am Ende des Buches ergänzen es. Ich muss somit nicht wegen irgendwelcher Ort, Personen oder eben nur Worte den Lesefluss unterbrechen und googlen. Das gefällt mir sehr. In der Geschichte war ich auch schnell drinnen, konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Lukas tat mir leid, als er der genannten Tat beschuldigt worden war, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass er sowas getan hatte. Später bei der erneuten Beschuldigung wusste ich ja, dass er es nicht gewesen war. Was Peter von Werdt betrifft, mir war er nicht so supersympathisch. Irgendwie so geleckt etwas arrogant. Halt ein Sohn aus reichem Haus. Die Auflösung überraschte mich doch ziemlich, das hatte ich nicht so erwartet. Dieses Buch hatte mit von Anfang an in seinen Bann gezogen, ich mochte mit dem Lesen gar nicht aufhören. Es hat mich gefesselt, super unterhalten und mir sehr gut gefallen. Daher von mir eine Weiterempfehlung sowie volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 17.12.2018

Kann Mathilda verzeihen?

Die Frauen vom Löwenhof - Mathildas Geheimnis (Die Löwenhof-Saga 2)
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Mathilda hat gerade ihre Mutter begraben als sie bei einem Notartermin erfährt, dass eine Gräfin Lejongard auf Wunsch ihrer Mutter zu ihren Vormund bestimmt ist. Leider muss sie daher ihr geliebtes Stockholm ...

Mathilda hat gerade ihre Mutter begraben als sie bei einem Notartermin erfährt, dass eine Gräfin Lejongard auf Wunsch ihrer Mutter zu ihren Vormund bestimmt ist. Leider muss sie daher ihr geliebtes Stockholm und ihren geliebten Freund Paul verlassen um auf dem Löwenhof zu leben. Dort wird sie von den Söhnen der Gräfin schief angesehen überhaupt als man erfährt, dass sie auch noch die Tochter eines Dienstmädchens ist, dem die Gräfin seinerzeit geholfen hat. Überhaupt der eine Sohn der Gräfin ist schlecht auf sie zu sprechen. Zweimal flieht sie nach Stockholm, beim ersten Mal wird sie zurückgeholt. Doch als sie, inzwischen seit kurzem volljährig, wieder nach Stockholm geht, kann die Gräfin nichts mehr machen. Denn sie hat das Vertrauen Mathildas verloren, weil sie ihr nicht von vornherein die Wahrheit gesagt hat. Die Wahrheit, wer ihr Vater ist. Und doch hofft die Gräfin, dass sie ihr eines Tages verzeiht.
Doch auch die Gräfin hat mindestens einen dunklen Punkt: Denn auch sie hat ihren Söhnen etwas verschwiegen, was diese veranlasst, ebenfalls den Löwenhof zu verlassen.
Warum hat wohl Mathildas Mutter ausgerechnet die Gräfin zum Vormund ihrer Tochter ernannt? Wird Paul auf Mathilda warten? Wieso wird sie von Agnetas Söhnen schief angesehen? Weshalb hatte die Gräfin dem Dienstmädchen geholfen? Welcher der Söhne hasst Mathilda regelrecht? Was hat Mathilda erfahren, was ihr die Gräfin lange vorenthalten hat? Weshalb kann sie ihr nicht verzeihen? Wer ist Mathildas Vater? Und welchen dunklen Punkt hat die Gräfin? Warum verlassen auch ihre Söhne den Löwenhof? Einige dieser Fragen wurden bereits im Vorgängerband beantwortet, andere werden es in diesem.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Der Sprachstil der Autorin gefällt mir sehr gut, zumal ich ja auch schon mehrere Bücher von ihr gelesen habe. Bisher hat mich keines enttäuscht, so auch hier nicht. Ich war gespannt, wie es mit Susannas Tochter – Mathilda – weitergehen würde. Dass sie auf irgendeine Art auf dem Löwenhof landen würde, war mir klar, denn schließlich geht es in dieser Trilogie um die Frauen vom Löwenhof. Auch war mir schon irgendwie klar, dass diese Entfernung ihrer Beziehung zu Paul nicht guttun würde. Ich war sehr schnell wieder in der Geschichte drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Natürlich in Mathilda, die alles, was sie hatte, in Stockholm zurücklassen musste um auf dem Löwenhof zu leben. Die sich gegen die Söhne von Agneta behaupten musste. Auch wenn Agneta ihr beistand, wenn einer der beiden sie schikanierte. Diesen mochte ich gar nicht. Für Agneta war Mathilda nach ihrer Schulausbildung eine große Hilfe. Was ich nicht verstand war, warum Mathilda sich Agnetas Entschuldigung nicht komplett angehört hatte. Warum sie ihr nicht verzeihen konnte. Ja, Agneta hätte ihr gleich am Anfang alles erzählen sollen, aber sie hatte es nicht getan und später traute sie sich nicht so richtig. Den Entschluss, den die Gräfin gegen Ende des Buches gefasst hat, fand ich schön und richtig. Der nächste Band. Solveigs Versprechen handelt von Mathildas Tochter und ich bin darauf schon sehr gespannt. Von mir bekommt dieses Buch eine Weiterempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 13.12.2018

Wo sind Rascha und Julika?

Commissaris van Leeuwen und der Mann mit dem eisigen Herzen
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Sofia ging zu einem Kunden und stellte sich als Gianna vor. Doch dieser Mann war nicht nur ein Kunde, er war ihr brutaler Mörder…
Ein alter Schulkamerad, Sander Frankenhuis, bat van Leeuwen um einen ...

Sofia ging zu einem Kunden und stellte sich als Gianna vor. Doch dieser Mann war nicht nur ein Kunde, er war ihr brutaler Mörder…
Ein alter Schulkamerad, Sander Frankenhuis, bat van Leeuwen um einen Besuch. Er musste unbedingt mit ihm reden.
Doch jetzt brauchte er erst mal frische Luft und so konnte es geschehen, dass er von zwei Jugendlichen überfallen und niedergeschlagen wurde. Die Tat geschah ziemlich plötzlich…
Es wurde eine verbrannte Leiche gefunden. Bei der Untersuchung dieser Leiche wurde festgestellt, dass sie verdrahtet war… Obwohl van Leeuwen Urlaub hatte, wurde auch er informiert, musste jedoch nicht zurückkommen. Er war gerade auf dem Weg zu seinem Freund. Von diesem erfuhr er schließlich, dass dessen Tochter ausgerissen war, schon länger und er hatte keine Vermisstenanzeige erstattet…
Die Spuren führten den Commissaris und seine Kollegin nach Mailand… Julika war zuerst dort, verbotenerweise, und verschwand. der Commissaris reiste ihr, ebenfalls ohne öffentlichen Auftrag nach und machte Bekanntschaft mit dem Freund seiner verstorbenen Frau…
Doch Mailand ist noch nicht die Endstation….
War dieser Mord geplant gewesen? Warum wollte Sander Frankenhuis unbedingt mit seinem Schulfreund reden? Und das nach 40 Jahren? Weshalb musste van Leeuwen unbedingt an die frische Luft? Konnte er Weihnachten nicht ertragen ohne seine Frau? Warum hatten die beiden Jugendlichen ihn ´überfallen, was hatten sie vor? Warum war die Tote verdrahtet? War sie eine Spionin? Warum hatte van Leeuwens Freund ihn erst so spät über das Verschwinden seiner Tochter informiert? Und dann auch jetzt noch keine Vermisstenanzeige erstattet? Was Tat van Leeuwen in Mailand, dort hatte er doch gar keine Befugnisse? Wieso traf er dort den Geliebten seiner verstorbenen Frau? Weshalb ist Julika verschwunden? Und wie weit ging die Reise noch, wenn Mailand nicht die Endstation war?

Meine Meinung
Das ist der zweite Roman, den ich von diesem Autor gelesen habe. Wie ich bereits bei der Rezi zu Band zwei geschrieben habe, habe ich den ersten Band um den niederländischen Commissaris Bruno van Leeuwen leider nicht gelesen. Den zweiten, also ersten von mir gelesen Band fand ich etwas langatmig, er hätte definitiv Längen, warum steht in der Rezi. Auch in diesem Buch gab es noch Längen, doch fand ich es um einen Tick besser als den Vorgänger. Es war nicht mehr ganz so langatmig. Auch wenn mich die Detailverliebtheit des Autors schon noch irgendwie stört. Womit ich nicht die Ermittlungen selbst meine. Doch wie gesagt, besser als Band zwei. Ich war recht schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Julika, die Schlimmes in ihrer Kindheit und Jugend erlebt hatte und auch in den Commissaris bei dem auch nicht nur eitel Sonnenschein geherrscht hatte. Julika die ohne Auftrag, ja sogar verbotenerweise nach Mailand gereist war und dort einfach verschwand. In van Leeuwen, der das nicht so hinnehmen konnte und, ebenfalls verbotenerweise und ohne öffentlichen Auftrag seiner Untergebenen nachreiste und dort versuchte Rascha und Julika zu finden, Was natürlich der Mailänder Polizei nicht gefiel. Und dann lernte er auch noch Sandro, den Liebhaber seiner verstorbenen Frau kennen. Doch was weiter passiert ist, sollte der geneigte Leser selbst lesen. Und auch wie es soweit kam. Das Buch ist recht spannend geschrieben, leidet jedoch etwas unter den Längen. Am Schluss jedoch wurde etwas geschrieben, das mich neugierig machte. Etwas, das für mich dann unaufgeklärt blieb. Vielleicht im nächsten Band? Vielleicht werde Ich es herausfinden. Denn soeben habe ich gerade festgestellt, dass ich den vierten Band vor dem dritten gelesen habe. Ich bin sehr gespannt, ob mir Band drei auch gefällt. Von mir für dieses Buch eine Weiterempfehlung – trotz der Längen – und vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 08.12.2018

Ein interessanter Historischer Roman

Um Reich und Krone
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Im Frühjahr 1550 ließ sich Jane Grey von der Rechtmäßigkeit ihrer Thronfolge überzeugen…
Sie wurde Königin von England, aber die Krönung fand nicht statt…
Nach Jane wurde Mary für ein paar Jahre neue Königin…
Mary ...

Im Frühjahr 1550 ließ sich Jane Grey von der Rechtmäßigkeit ihrer Thronfolge überzeugen…
Sie wurde Königin von England, aber die Krönung fand nicht statt…
Nach Jane wurde Mary für ein paar Jahre neue Königin…
Mary bestimmte Elisabeth zu ihrer Nachfolgerin…
Elisabeth, die auch die jungfräuliche Königin genannt wurde, hatte nie geheiratet und auch keine Kinder… In geheimen ließ sie verlauten, dass Katherine Grey, Janes jüngere Schwester, ihre Nachfolgerin werden sollte…
Doch es kam alles ganz anders, als Katherine etwas tat, was Elisabeth sehr missfiel…. Und ohne die Königin zu fragen, ob sie durfte… Und das hatte Folgen….
Auch die nächste in der Thronfolge, Mary, Janes jüngste Schwester, machte den gleichen ‚Fehler‘ und musste auch die Folgen ertragen…
Immer wieder wird davon berichtet, dass Robert Dudley der gute Freund der Königin sei…. Auch schon, als er noch verheiratet gewesen war….
Wir konnten sie Jane von der Rechtmäßigkeit ihrer Thronfolge überzeugen? Jane wollte doch gar nicht Königin sein? Und doch wurde sie es, doch warum wurde sie nicht gekrönt? Kam ihre Absetzung und Inhaftierung dem zuvor? Wer war Mary, die Jane den Thron streitig gemacht hatte? Und wer war Elisabeth, die Mary nachfolgte? Warum hatte Elisabeth nie geheiratet? Weshalb hatte sie Katherine nicht als Thronfolgerin benannt? Was tat Katherine, das Elisabeth so sehr missfiel? War es die Tat an sich, oder weil sie nicht gefragt hatte? Welche Folgen hatte dies für Katherine? Mary machte den gleichen Fehler? Welche Folgen hatte sie zu tragen? War Robert Dudley ‚nur‘ ein guter Freund von Elisabeth? Oder war er etwa mehr? Sogar schon, als er noch verheiratet gewesen war? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.
Meine Meinung
Es handelt sich hier um ein Buch über die drei Schwestern Grey, die nach dem Willen von Edward VI. ihm in der Thronfolge nachfolgen sollten, denn er bestimmte Jane Grey zu seiner Thronerbin. Doch da sein Vater vorher anders verfügt hatte, gab es um die Thronerben Streitigkeiten, welche letztendlich im Tod von Jane mündete. Dies ist in diesem Buch sehr anschaulich erzählt. Das Buch teilt sich in drei Bücher: Im ersten erzählt praktisch Jane von ihrem Leben seit ihr der Thron angetragen worden ist. Im zweiten ist es Katherine, die von ihrer Zeit als Hofdame Elisabeth I. berichtet und von der Hoffnung, von ihr als Thronerbin benannt zu werden. Doch sie hat sich dies durch ihre Liebe selbst zunichte gemacht. Im dritten Buch kommt Mary, die jüngste der Grey-Schwestern zu Wort. Auch sie gibt der Liebe den Vorzug. Den beiden Letztgenannten wird dies zum Verhängnis, wobei Mary die Stärkere ist. Ich habe sie wirklich bewundert. Allerdings hatte das Buch auch einige Längen. Jedoch immer nur kurzfristig, denn es gab immer wieder Ereignisse, die das Buch spannend machten. Trotzdem haben mich die Längen gestört. Ein Ereignis hatte ich eigentlich noch erwartet, doch geschah dies erst später, nach dem Ende dieses Buches und hatte mit den Grey-Schwestern nichts zu tun. Im Großen und Ganzen war es ein gut recherchierter historischer Roman. Daher von mir vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten und eine Weiterempfehlung.
Noch etwas: Obwohl ich kein Coverkäufer bin, und mir ein Cover daher vollkommen egal ist, muss ich bemängeln, dass die Titelschrift sich löst, das Gold abblättert. Dies ist als Hinweis zu verstehen, dass man es für die zweite Auflage vielleicht verbessern sollte.