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Veröffentlicht am 27.11.2017

Eine humorvolle Reise zum wahren Ich!!!

Manche mögen's steil
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Viktoria, Vicky, Elsässer ist eine erfolgreiche Software- Expertin und liebt ihren Job über alles. Ihre Freizeit widmet sie ihrem geliebten Smartphone. Damit pflegt sie ihre Internetfreundschaften bei ...

Viktoria, Vicky, Elsässer ist eine erfolgreiche Software- Expertin und liebt ihren Job über alles. Ihre Freizeit widmet sie ihrem geliebten Smartphone. Damit pflegt sie ihre Internetfreundschaften bei Facebook und Co, die sie im wahren Leben nicht hat. Was Schöneres kann Vicky sich nicht vorstellen. Bis zu dem Tag als sie mit ihren Kollegen zu einem Teamtraining in die Berge geschickt werden soll. In die Berge? Alleine? Nur mit den Kollegen? Für Vicky kaum vorstellbar, aber sie muss dort hin. Schließlich geht es hier auch noch um einen guten Job und den möchte sie unbedingt haben. Dieses Topangebot möchte nicht nur sie haben, sondern auch ihr Kollege Konstantin. Jetzt heißt es für Vicky hopp oder top. Wenn das nur alles wäre, denn da gibt es auch noch den smarten Bergführer Johannes, Joe, Beck. Für Vicky beginnt jetzt eine spannende Reise ins wahre Leben….und in die Gefühlswelt namens Liebe.


Manche mögen´s steil ist der neuste Roman von Ellen Berg. Wer die Bücher der Autorin kennt, weiß, dass ihre Romane für aktuelles Zeitgeschehen stehen, die mit einer gehörigen Portion Humor angereichert worden sind. So ist es auch in ihrem aktuellen Werk, denn hier geht es um die digitale Welt. Ein Leben ohne Internet ist für uns undenkbar geworden und das merkt man schon an alltäglichen Dingen wie z.B. online Shoppen oder Kontakte auf sozialen Plattformen pflegen. Für manche Mitmenschen ist die digitale Welt ein regelrechter Zufluchtsort geworden, in der man nur so viel preisgibt wie man möchte und das ganz ohne Blickkontakt oder gar Gefühle zeigen zu müssen. Ein Versteckspiel vor dem eigenen Ich. So ergeht es auch Vicky, denn sie hat, bis auf ihre Kollegin Catherine, keine reellen Freunde. Das merkt man auch, denn gegen ihre Kollegen kann sie sich kaum behaupten. Nur mit ihrem Wissen und Können punktet sie. Als es für Vicky auf die Bergtour geht, gibt es kein Smartphone oder ein digitales Netz, in das sie flüchten oder gar abtauchen kann. Sie muss sich dem Leben mit all seinen Facetten stellen und das bedeutet für sie, dass sie den direkten sozialen Kontakt suchen und ihr Gefühle zulassen muss. Schwerstarbeit, aber es lohnt sich, denn nach und nach entdeckt Vicky wie schön das Leben sein kann und zudem findet sie, wenn auch mit Hindernissen, ihre wahre Liebe.


Dieser Roman ist mehr als nur eine fiktive Geschichte, denn sie lehrt uns, dass wir trotz des Internets das wahre Leben nicht aufgeben sollen. Es ist viel schöner da draußen, Freunde zu treffen oder die Natur zu erkunden als in seinen Räumlichkeiten vor sich hinzuchatten. Eine humorvolle Reise zum wahren Ich!!!

Veröffentlicht am 20.11.2017

Ein Wiedersehen mit Happy End

Wir sehen uns beim Happy End
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In ihrem neuen Roman Wir sehen uns beim Happy End erzählt die Autorin Charlotte Lucas die Geschichte von Ella Kaltenbach und Oscar de Witt. Ella Kaltenbach ist glücklich, sie und ihr Verlobter Philip möchten ...

In ihrem neuen Roman Wir sehen uns beim Happy End erzählt die Autorin Charlotte Lucas die Geschichte von Ella Kaltenbach und Oscar de Witt. Ella Kaltenbach ist glücklich, sie und ihr Verlobter Philip möchten demnächst heiraten. Doch es kommt anders als geplant, denn durch einen puren Zufall erfährt Ella, dass Philip eine Affäre mit einer gewissen C. hat. Mit einem Schlag sind all ihre Träume wie Seifenblasen zerplatzt. Es kommt zum Streit und sie verlässt fluchtartig ihr gemeinsames Haus. Dabei stößt sie mit Oscar de Witt zusammen. Als sie noch seine Jacke und Schuhe entdeckt, aber nicht ihn, fährt sie zu ihm nach Hause. Was sie dort vorfindet verschlägt ihr die Sprache. Ein Haus, dass voller Müll ist und auch sonst einen verwahrlosten Eindruck hinterlässt. Als sie Oscars Haus wieder verlassen möchte, stößt sie erneut mit Oscar zusammen. Der Sturz hat seine Folgen, denn er hat sein Gedächtnis verloren. Ella beschließt sich um ihn zu kümmern und eine turbulente und emotionale Zeit beginnt. Diese Geschichte hat mich komplett in ihren Bann gezogen und das lag nicht nur an dem bildhaften und schönen Erzählstil. Charlotte Lucas schreibt Roman über das Leben und all ihren Facetten. In der Handlung geht es nicht nur um Untreue oder Verletztbarkeit, sondern auch um Vaterliebe, Freundschaft, Vertrauen und Hilfsbereitschaft. Wer steht zu einem, wenn das Leben nicht mehr so läuft wie gehabt? Welchen Stellenwert haben Freundschaften? Kann man sich auf wahre Freunde verlassen? Das sind die Fragen, mit denen sich das Buch auseinandersetzt. Die Charaktere haben ihre Rolle sehr gut gespielt und sind dabei authentisch geblieben. Obwohl mich Ella zeitweise extrem genervt hat und ihr Verhalten war auch nicht immer von logischer Natur. Manchmal war sie auch sehr naiv, denn immer nur an das Gute und Schöne im Leben zu glauben, ist nicht der beste Weg durchs Leben zu laufen.

Für mich war dieser Roman eine sehr emotionale Geschichte, die mich auch sehr nachdenklich gestimmt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Gefühl
  • Handlung
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 07.11.2017

Ein Wiedersehen mit Frederike auf Sobotka

Die Jahre der Schwalben
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Frederike (Freddy) von Weidenfels hat Alexander (Ax) von Stieglitz geheiratet, doch die Ehe steht unter keinem guten Stern. Ax ist schwer krank und keiner weiß, ob er je wiedergesund wird. Freddy muss ...

Frederike (Freddy) von Weidenfels hat Alexander (Ax) von Stieglitz geheiratet, doch die Ehe steht unter keinem guten Stern. Ax ist schwer krank und keiner weiß, ob er je wiedergesund wird. Freddy muss sich deshalb allein um das Gut von Ax kümmern, aber auch das ist nicht gerade einfach. Das Personal auf Sobotka nimmt sie nicht ernst, bis ihr Stiefvater Erik von Fennhausen und Tante Edeltraut ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ein neuer Gutsverwalter wird eingestellt und schon bald kann das Gut wieder wirtschaftliche Erfolge verzeichnen. Doch neue Schatten ziehen über Sobotka, denn Freddy Ehemann Ax stirbt. Was wird jetzt aus Freddy und dem Gut? Wird sie noch einmal die große Liebe finden? Oder sogar Kinder bekommen?

Die Jahre der Schwalben von Ulrike Renk ist der zweite Teil der Ostpreußensaga. Das Lied der Störche (erster Teil) habe ich mit großer Begeisterung gelesen und ich freute mich schon auf den zweiten Band, der jetzt erschienen ist. Die Geschichte um Frederike von Weidenfels geht endlich weiter…

Wie auch schon im vorherigen Teil basiert die Geschichte auf wahre Begebenheiten oder Personen, derer Namen natürlich geändert worden sind. Der reelle Teil ist so brillant in die fiktive Geschichte eingeflossen, dass dadurch der Eindruck entsteht kann, diese Geschichte habe sich genauso abgespielt. Wieder einmal mehr schafft Ulrike Renk es, mit ihrem leichte und bildhafte Schreibstil denn Leser auf die Reise in das Gutsleben von Frederike von Stieglitz geb. Weidenfels mitzunehmen und zu fesseln. Dieses Buch kann man nicht so einfach aus der Hand legen, es zieht einen magisch in seinen Bann. Es gibt ein Wiedersehen mit Familie Fennhausen oder dem Gutspersonal wie z.B. Lore oder Meta Schneider, die beiden Köchinnen. Ich habe beide schon in mein Herz geschlossen. Hinzu kommen auch neue Gesichter und um diese besser einzuordnen, gibt es gleich zu Beginn dieses Buches ein Personenregister. Danke dafür! Die Charaktere sind erneut brillant ausgearbeitet und wiedergespiegelt worden, dadurch konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen und deren Leben nachvollziehen. Hier merkt man in aller Deutlichkeit, dass die Autorin sich mit Zeitzeugen intensiv auseinandergesetzt hat. So authentisch und lebensnah kann man dieses Leben kaum schildern bzw. wiedergeben. In diesem Band befinden wir uns in den Jahren 1930 bis 1944 und Frederike ist mittlerweile verheiratet. Ax von Stieglitz den Gutsbesitzer von Sobotka. Leider ist es mit dieser Ehe nicht gut bestellt, denn Ax ist krank. Von jetzt auf gleich muss sich Frederike all ihren Sorgen und Ängsten stellen und um das Gut allein kümmern. Aber nicht nur das Gutsleben spielt hier eine große Rolle und wird genaustens beschrieben, sondern auch die problematische politische Situation und deren Unruhen, die daraus entstanden sind. Während des Lesens spürt man die Emotionen und Sorgen, die die jeweiligen Menschen durch ihr Handeln und Tun mitrüberbringen. Es ist immer noch unvollstellbar und entsetzlich welche Macht Hitler hatte. Gerade in den Zeiten um 1938/39 spürt man wie die Angst der Menschen zum Greifen nah ist und, wie sie sich um ihr Leben und ihrer Angehörigen sorgen und um die Zukunft bangen.

Dieser Roman endet wieder einmal mit einem (miesen) Cliffhanger, der den Leser voller Vorfreude und Spannung zurücklässt.

Ein Familienroman mit einem authentischen Hintergrund, die einen sehr nachdenklich zurücklassen. Emotionale und spannende Lesemomente zugleich. Freue mich auf den dritten und leider letzten Teil (Die Zeit der Kraniche) dieser Reihe. Bis Juni 2018 und bis dahin alles Gute Ulrike Renk!

Veröffentlicht am 26.10.2017

Das verschwundene Manuskript

Preiselbeertage
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Ariane lebt seit einigen Jahren in Leipzig, wo sie auch arbeitet. Eines Tages erhält sie einen Anruf aus Schweden, dass ihr Vater Jörg verstorben sei. Sie beschließt hinzufahren um an seiner Beerdigung ...

Ariane lebt seit einigen Jahren in Leipzig, wo sie auch arbeitet. Eines Tages erhält sie einen Anruf aus Schweden, dass ihr Vater Jörg verstorben sei. Sie beschließt hinzufahren um an seiner Beerdigung teilzunehmen. Dort trifft sie auf ihre Mutter Ina und ihrer Schwester Jolante. Da die drei kein sehr gutes Verhältnis miteinander haben läuft das Wiedersehen auch dementsprechend ab. Bei der Testamentseröffnung sollen Ariane und Jolante Jörgs Manuskript erben, aber keiner der beiden kennt dieses. Mutter Ina hüllt sich in Schweigen. Daraufhin beschließt Ariane nach Schweden zu kommen um nach diesem Manuskript zu suchen. Was sie bei den Nachforschungen alles über ihre Familie erfährt, lässt ihre Welt zusammenbrechen

Die Preiselbeertage ist der erste Roman von Stina Lund. In einem wunderschönen und sehr einfühlsamen Schreibstil erzählt die Autorin die Geschichte von Ariane und ihrer Familie, der in Schweden und in Leipzig spielt. Ab den ersten Zeilen zieht er den Leser in seinen Bann. Die Charaktere sind authentisch und sehr vielseitig gezeichnet worden und durch erhält sie eine Lebendigkeit, die einen mitfühlen lässt. Die Handlung ist ein gekonnter Wechsel aus der Jetztzeit (welche in Schweden und Leipzig spielt) und der Vergangenheit (DDR – Zeit 1986 -1990). Die heutige Zeit erzählt von der unüberwindbaren Distanz, die sich zwischen den einzelnen Familienmitgliedern abspielt. Mutter Ina, die sich ihre Vergangenheit nicht stellen möchte. Tochter Ariane, die nie richtige Gefühle für ihre Mutter entwickelt konnte. Tochter Jolante, die ihre Schwester Ariane nie als diese angesehen hat und Vater Jörg, der ein Manuskript hinterließ, dass anscheinend ein großes Geheimnis beinhaltet und unauffindbar zu sein scheint. In den Rückblicken gibt Stina Lund einen Einblick in das DDR Regime und deren Grausamkeiten. Sie lässt uns daran teilhaben, wie mit Republikflüchtlingen und deren Angehörigen umgegangen wird. Es ist immer noch erschreckend, welchen Einfluss die Stasi hatte und mit welcher brachialen Macht sie diese ausübten. Während des Lesens merkt der Leser, wie beide Teile sich harmonisch ergänzen. Dadurch, dass immer wieder neue Details ans Tageslicht kommen erschließt sich die Problematik, mit die sich die Familie auseinandersetzen muss. Bis zum Schluss fiebert man mit, ob es für sie noch eine gemeinsame Zukunft geben wird oder nicht.

Preiselbeertage ist für mich ein emotionaler, nachdenklicher, aber dennoch sehr schöner Roman, der einen geschichtlichen Hintergrund besitzt. Wer Familiengeschichten liebt und zudem etwas über die deutsch - deutschen Beziehung erfahren möchte, ist hier bestens aufgehoben.

Veröffentlicht am 21.10.2017

Einfach mal abschalten

Schnee ist auch nur hübschgemachtes Wasser
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Schnee ist auch nur hübsch gemachtes Wasser ist das neuste Buch von Dora Heldt, dass ich zufälliger Weise am Stand der dtv auf der FBM gefunden habe. Da ich ihre Geschichte sehr gerne lesen, habe ich es ...

Schnee ist auch nur hübsch gemachtes Wasser ist das neuste Buch von Dora Heldt, dass ich zufälliger Weise am Stand der dtv auf der FBM gefunden habe. Da ich ihre Geschichte sehr gerne lesen, habe ich es sofort mitgenommen und bin restlos begeistert. Auf 190 Seiten hat es Dora Heldt wieder geschafft, den Leser mit ihrem gefühlvollen Schreib- und Erzählstil in ihren Bann zu ziehen. Jeder dieser 10 einzelnen Kurzgeschichte strahlen so viel Wärme und Gefühle aus, dass einem richtig warm ums Herz wird. Gerade die erste Geschichte fand ich sehr bewegend und berührte mich zu tiefst. In diesem Roman geht es um Freundschaft, Tod, Familie, Emotionen, Winter und Weihnachtserlebnisse.

Genau das Richtige für die dunkle Jahreszeit, um den Alltag mal hinter sich zu lassen und abzuschalten..

Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung oben drauf.