Profilbild von Lesebienchen

Lesebienchen

Lesejury Star
offline

Lesebienchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesebienchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Deadline - lag hinter meinen Erwartungen

Deadline
0

Deadline - Klappentext

So schockierend und spannend, dass es einem den Atem nimmt. Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis ...

Deadline - Klappentext

So schockierend und spannend, dass es einem den Atem nimmt. Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug …



Deadline von Renee Knight durfte ich dank einer Leserunde mitlesen. Der oben aufgeführte Klapptext versprach ein spannendes Buch mit einem brisanten Hintergrund zu werden. Leider blieb dieses Buch weit hinter den Erwartungen und ich habe es vorzeitig beendet. Zu keinem Zeitpunkt fand ich in die Geschichte hinein, die Protagonisten waren mir unsympathisch und es war mir zu langatmig. Was die Spannung betraf: Fehlanzeige! Ich habe sie wirklich vergebens gesucht und schmerzlich vermisst.

Die Idee zu dieser Geschichte fand ich es sehr gut, aber leider scheiterte es an der Umsetzung. Schade, denn daraus hätte meiner Meinung nach mehr machen können.



Wer nicht mit allzu großen Erwartungen an dieses Buch ran geht und auch auf Spannung verzichten kann, ist hier gut aufgehoben.

Von mir gibt es nur zwei Sterne: Einen für die Grundidee und den anderen für dieses tolle Cover.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein spannendes Krimidebüt

Goldener Schuss
0

Inhaltsangabe:

Privatdetektiv Enzo Denz erhält von dem türkischen Unternehmer Mehmet Gül den Auftrag, dessen untergetauchte Tochter zu suchen. Er findet Canan in der Ravensburger Szenekneipe ›Räuberpistole‹. ...

Inhaltsangabe:

Privatdetektiv Enzo Denz erhält von dem türkischen Unternehmer Mehmet Gül den Auftrag, dessen untergetauchte Tochter zu suchen. Er findet Canan in der Ravensburger Szenekneipe ›Räuberpistole‹. Aber sie ist tot! Gestorben an einem 'Goldenen Schuss'. Für Denz weisen alle Indizien auf Mord hin. Ein Abgrund aus Drogen- und Menschenhandel tut sich auf.



Goldener Schuss ist der erste Fall von Enzo Denz und wurde geschrieben von Stefan Schweizer.

Der Schreibstil ist angenehm und packend zugleich. Der Hauptprotagonist Enzo Denz ist ein Mann, der mit Ecken und Kanten versehen worden ist. Dadurch dass er auch mal über sein eigenes Ziel hinaus schießt und damit aneckt, macht ihn so menschlich und sympathisch zu gleich. Hier hat sich der Autor es sich nicht nehmen lassen, dass die Geschichte aus der Sicht von Enzo erzählt wird und dadurch wird der Leser sofort in alle seine Handlungen und Gedanken miteinbezogen. Sehr interessant ist, die Gedankengänge mitverfolgen zu dürfen und wie ich finde, macht es den Fall ein wenig spannender. Die Charaktere und auch die Kulisse des Oberschwabenlandes sind sehr detailliert und bildlich wieder gegeben worden, so dass man das Gefühl hatte man wäre vor Ort. Auch der schwäbische Dialekt und der Humor wurden sehr gut eingestreut und kommen nicht zu kurz. Einfach eine perfekte Mischung!

Die Geschichte an sich besteht aus mehreren kleinen Fällen, die aber so toll miteinander verstrickt worden sind, dass dadurch der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten blieb. Die Kontraste zwischen verwirrend, humorvoll und knallhart konnten nicht perfekter sein. Auch das Ende fand ich sehr stimmig und rundet den Fall ab.



Es gibt auch Minuspunkte:

An manchen Stellen wurde Enzo ein wenig sehr überzogen dargestellt und das hat mich an einen Actionfilm erinnert. Störte mich ein wenig und ich finde, dass es hier fehl am Platz ist.

Auch einige Abkürzung wie z.B. GBS (Ganz schön beschissen) oder D. k. m. m. (Du kannst mich mal) störte meinen Lesefluss. Leider wieder so ein Trend, denn jetzt viele mitmachen und ich bin der Meinung, dass es auch nicht der deutschen Sprache gut tut.


Fazit:

Für mich war ein gelungener und spannender Debütauftritt von Privatdetektiv Enzo Denz, der aber hier und da ein paar Verbesserungen vertragen könnte. Freue mich auf einen neuen Fall mit und um Enzo Denz….

4 von 5 Sternen und ein lesenswerter Krimi!!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schuldfrei - ein spannender zweiter Fall für Nick Stein

Schuldfrei
0

Inhaltsangabe

Nick Stein, Wiens charmantester Ermittler, steht vor einem grausigen Tatort. Eine Gruppe Rentner wurde über längere Zeit gefangen gehalten, gefoltert und schließlich ermordet. Was verbindet ...

Inhaltsangabe

Nick Stein, Wiens charmantester Ermittler, steht vor einem grausigen Tatort. Eine Gruppe Rentner wurde über längere Zeit gefangen gehalten, gefoltert und schließlich ermordet. Was verbindet die Opfer? Nick muss tief in die Vergangenheit der Toten eintauchen, um ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Bald ist er mit einem Fall konfrontiert, der ihn vor die Entscheidung stellt, seinem Gewissen zu folgen oder seinem Berufsethos.



Schuldfrei von Gerlinde Friewald ist bereits der zweite Fall für Nick Stein.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, aber auch zugleich sehr spannend und packend. Ich konnte dieses Buch kaum aus den Händen legen, so sehr zog es mich immer mehr in seinem Bann. Auch wer den ersten Teil Faltenfrei nicht gelesen hat, kommt sehr gut mit den Charakteren klar. Zu keinem Zeitpunkt habe ich irgendwelche Hintergrundinformationen über sie vermisst, denn diese wurden sehr gut und authentisch beschrieben.

Die Handlung war brillant durchdacht und verstrickt und hier gefielen mir die Ermittlungsarbeiten des Teams von Nick & Co sehr gut, die detailliert beschrieben sind. Die Handlungs- und Gedankengänge konnte man zu jedem Zeitpunkt sehr gut nachvollziehen. Wer während des Lesens Lust am Ermitteln hat, wird feststellen müssen, dass seine eigenen Theorien schnell verworfen werden und man zu keinem Zeitpunkt auf den oder die Täter kommt. Langweilig oder langatmig wurde es nie, eher das Gegenteil war der Fall. Die Autorin konnte mit ihrem Erzählstil den Spannungsbogen von der ersten bis letzten Seite aufrechterhalten und so sollte ein guter Krimi auch sein. Das Ende des Buches war schlüssig und perfekt und hätte nicht besser sein können.



Einen Minuspunkt für:

Schuldfrei – Ein Wien-Krimi so steht es zumindest auf dem Buch. Leider hat es hier die Autorin nicht geschafft hat, die Kulisse und das besondere Flair dieser Stadt einzufangen. Was eigentlich so typisch für einen Regionalkrimi sein sollte, wurde hier gar nicht umgesetzt bzw. wieder gespiegelt. Schade, hier hatte ich mehr erwartet und wurde enttäuscht. Somit konnte der Schauplatz für dieses grausame Verbrechen überall stattfinden, was er im Endeffekt auch tut.

Mir fehlt auch der Wiener Dialekt und Humor (Schmäh) ein wenig.


Fazit:

Abgesehen von der fehlenden und typischen Wiener Kulisse, die einen Regionalkrimi auszeichnen sollte, ist Schuldfrei ein gut durchdachter Krimi mit einem hohen Spannungsbogen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein solider Ruhrpott - Krimi

Ruhrkälte
0

Inhaltsangabe

Kurz vor einem Fußballderby findet der Platzwart der Glückauf-Kampfbahn einen grausam zugerichteten Toten auf der roten Asche. Der Mörder entfernte dem Sänger der Metal-Band Steelhart das ...

Inhaltsangabe

Kurz vor einem Fußballderby findet der Platzwart der Glückauf-Kampfbahn einen grausam zugerichteten Toten auf der roten Asche. Der Mörder entfernte dem Sänger der Metal-Band Steelhart das Herz und ein Tattoo. Wenig später stirbt ein Taucher bei einer Unterwasser-Hochzeit im TauchRevier Gasometer Duisburg. Was haben ein führerloses Boot, ein Foto und ein vermisster Schüler mit den Morden zu tun? Kommissar Marius Pérez, Halbspanier und Metal-Fan, bringen die Ermittlungen an die Grenze seiner Belastbarkeit.



Ruhrkälte ist der Debütkrimi von Birgit Salutzki und für mich war es auch ein Autorendebüt, denn ich hatte bislang noch keins ihrer Bücher gelesen. Somit war ich von dem leichten, aber auch spannenden Schreibstil angenehm überrascht und er ließ mich sehr gut in die Geschichte rein finden. Die Charaktere wurden zwar gut beschrieben, aber ich hätte mir mehr Hintergrundinformationen bzw. Privates über sie gewünscht. Dadurch wirkten sie mir ein wenig farblos und ich konnte mich nicht so gut in sie hinein versetzten, wie ich gerne gewollt hätte. Hier müsste man einiges ausarbeiten. Am Anfang hatte ich auch Schwierigkeiten, die vielen Protagonisten auseinander zu halten bzw. zu zuordnen, was sich aber beim Weiterlesen legte.

Die Handlung fand ich spannend und gut durchdacht und sie wurde teilweise durch die Gedankengänge des Täters unterbrochen bzw. angereichert. Die Autorin hat hier mehrere Handlungsstränge zu einem guten Fall verknüpft, so dass man zu keinem Zeitpunkt ersehen konnte wer der/die Täter sind. Dadurch blieb der Spannungsbogen bis zum Schluss erhalten. Was ich immer sehr gut finde. Das Ende war sehr überraschend.

Die einzelnen Kapitel wurden mit Songtext und Zeitangaben versehen und somit hatte man beim Lesen immer einen chronologischen Überblick. Die Musikstücke sagten mir überhaupt nichts, da ich auch kein Fan dieser Metal -Musik bin. Dennoch fand ich die Idee nicht schlecht und sehr gut in dem Fall integriert. Passte auch perfekt zu dem Harley –Fan Marius Perez.


Fazit:

Ein guter solider Ruhrpott-Krimi, dessen Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft wurde. Auf eine Fortsetzung würde ich mich freuen, denn zu gern möchte ich wissen, wie es mit diesem Team um Marius Perez weiter geht.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Und Gott sprach....das Ende der Trilogie des Jakob Jakobi

Und Gott sprach: Du musst mir helfen!
0

Inhaltsangabe

'Du sollst den Menschen die frohe Botschaft verkünden.' 'Vergiss es Abel. Sie werden mir nicht zuhören.' 'Sag ihnen, wenn sie dir blöd kommen, komme ich mit der Apokalypse.' Die Welt ist ...

Inhaltsangabe

'Du sollst den Menschen die frohe Botschaft verkünden.' 'Vergiss es Abel. Sie werden mir nicht zuhören.' 'Sag ihnen, wenn sie dir blöd kommen, komme ich mit der Apokalypse.' Die Welt ist schlecht. Das muss Jakob Jakobi am eigenen Leib erfahren, als er ausgerechnet auf dem Weihnachtsmarkt von zwei Typen in Nikolausverkleidung bestohlen wird. Aber nicht nur im Kleinen, auch im Großen muss dringend was passieren auf der Erde. Sagt wer? Ein alter Bekannter Jakobs: Gott persönlich. Der taucht in Gestalt des Lebenskünstlers Abel Baumann auf und wirft erst mal Jakobs Winterurlaubspläne über den Haufen. Und nicht nur das: Diesmal ernennt Gott seinen Ex-Therapeuten kurzerhand zum neuen Messias. Eine kleine Schar etwas zwielichtiger Apostel gesellt sich auch bald dazu - doch Jakob zweifelt sehr daran, dass das mit der Weltrettung so funktioniert. Und wo soll man überhaupt anfangen?



Mit „Und Gott sprach: Du musst mir helfen“ geht die Trilogie mit Jakob Jakobi zu Ende. Schade, denn Hans Rath versteht es nicht nur, den Leser zu unterhalten. Nein, er schreibt auch Geschichten über die man nachdenken kann.

Auch wer die ersten beiden Teile nicht gelesen hat, würde sehr gut in die Geschichte rein finden und mit den Charakteren klar kommen.

In diesem Teil geht es um Tierversuche, Arbeitslosigkeit, Altersarmut und Reichtum, allesamt wurden sie in eine ernsthafte, aber auch humorvolle Geschichte verpackt. Zudem wurden noch einigen Weisheiten eingestreut, die das Gesamtbild sehr gut abrunden. Der Hauptprotagonist Jakob Jakobi ist ein symphytischer, aber manchmal auch naiver Gutmensch. Was ich allerdings sehr gut finde, denn für mich ist er die Idealbesetzung. Manche seiner Handlungen konnte ich teilweise nicht nachvollziehen und dadurch wirkten sie auf mich sehr unrealistisch.

Die anderen Charaktere wurden sehr authentisch gezeichnet und ihr Handeln und Tun war sehr gut nachvollziehbar. Auch wenn es an manchen Stellen ein wenig überzogen rüber kam, aber genau das ist es, was die Geschichten von Hans Rath ausmachen: Ironisch und aber auch nachdenklich.

Was mich ein wenig störte, war, dass am Ende dieser Geschichte zu viele Fragen offen blieben. Zu gerne hätte ich gewusst, wie es mit Jannika und Chris oder Conny weiter geht?


Fazit:

Ein Buch, das unterhält aber auch nachdenklich stimmt. Ich würde mich freuen, wenn es ein Wiedersehen mit Jakob Jakobi geben wird.

4 von 5 Sternen plus Leseempfehlung!