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Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Verschwundenen - 5 Kurzgeschichten

Die Verschwundenen
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Inhaltsangabe

Fünf Menschen brechen plötzlich alle Kontakte und Zelte in ihrer Heimat ab und beginnen ein neues Leben, in Cambridge, Pompeji und Sri Lanka. Viele Jahre später tauchen sie wieder auf – ...

Inhaltsangabe

Fünf Menschen brechen plötzlich alle Kontakte und Zelte in ihrer Heimat ab und beginnen ein neues Leben, in Cambridge, Pompeji und Sri Lanka. Viele Jahre später tauchen sie wieder auf – während die einen zufällig gefunden werden, wenden sich die anderen an die, die sie einst zurückgelassen haben. Wolfgang Popp lässt fünf Erzähler von ihren Wiederbegegnungen mit diesen »Verschwundenen« berichten. Sie versuchen, hinter das Geheimnis ihres plötzlichen Verschwindens zu kommen und machen dabei erstaunliche Entdeckungen sowie die eine oder andere Reise in die Vergangenheit.



Der Klapptext des Buches Die Verschwundenen von Wolfgang Popp machte mich neugierig auf eine Reise in die Vergangenheit und Zukunft. Meine Erwartung an dieses Buch war, dass es sich hierbei um 5 Kurzgeschichten über Personen handelt, die in irgendeiner Weise miteinander zu tun hatten bzw. haben und am Ende wird diese Verbindung erklärt. Leider war dem nicht so und somit stehen alle Geschichten für sich. Wolfgang Popp hat zwar mit seinem unverwechselbaren und ungewöhnlichen Erzählstil versucht, diese Geschichte interessant klingen zu lassen, was auch bei der einen oder anderen Erzählung gelang, aber dennoch holte mich dieses Buch einfach nicht ab. Es war mir zu emotionslos und da hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht. Die Kulisse wurde teilweise recht schön eingefangen, aber auch hier fehlten mir die Mentalität der Einwohner und die Kultur, die fremde Länder so auszeichnet.



Schade, da hätte man mehr daraus machen können, aber wer Kurzgeschichten lieb, dem kann ich dieses Buch dennoch empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Blieb hinter meinen Erwartungen

Sei mir ein Vater
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Inhaltsangabe

In ihrem neuen Roman verwebt Anne Gesthuysen eine ungewöhnliche Familiengeschichte mit dem spektakulären Leben einer französischen Malerin. Eine Expedition auf den Spuren eines geheimnisvollen ...

Inhaltsangabe

In ihrem neuen Roman verwebt Anne Gesthuysen eine ungewöhnliche Familiengeschichte mit dem spektakulären Leben einer französischen Malerin. Eine Expedition auf den Spuren eines geheimnisvollen Gemäldes wird zur letzten Reise eines ungewöhnlichen Trios. Als Lilie erfährt, dass der Vater ihrer Freundin Hanna schwer erkrankt ist, will sie sich umgehend auf den Weg an den Niederrhein machen, zu den beiden Menschen, die sie bereits vor vielen Jahren zur Ersatzfamilie erkoren hat. Doch in ihrer Pariser Wohnung erwischt sie einen Einbrecher, der ausgerechnet ein altes Bild klauen will, das bislang höchstens sentimentalen Wert für sie besaß. Der Eindringling entkommt, und Lilie findet einen mysteriösen Brief einer Frau namens Georgette Agutte im Bilderrahmen. Da sie weiß, wie sehr Hannas Vater Geheimnisse liebt, nimmt sie das ramponierte Bild und den Brief kurzerhand mit nach Xanten. Als ein Restaurator weitere rätselhafte Entdeckungen macht, drängt Hannas Vater auf eine letzte gemeinsame Reise. Die drei begeben sich auf Spurensuche bis nach Frankreich und auf die Antillen und finden mehr über das faszinierende Leben der Malerin heraus, die Lilies Ururgroßtante war. Über ihre ungewöhnliche Kunstkarriere, ihre bedingungslose Liebe zum sozialistischen Minister Marcel Sembat, über ihre innige Freundschaft zu Matisse, den sie schon förderte, noch bevor er in der Kunstwelt anerkannt wurde, über ihre Abenteuer unter den Künstlern und Politikern im Paris der Belle Époque. Die Geschichte einer in Vergessenheit geratenen Malerin verbindet sich mit einer so anrührenden wie tröstlichen Reise des Abschieds. So witzig, traurig und verrückt wie das Leben selbst.



Nach Wir sind doch Schwestern liefert Anne Gesthuysen mit Sei mir ein Vater ihren zweiten Roman ab. Da ich den ersten Roman gelesen hatte, war ich auf ihr neustes Werk sehr gespannt. Der Schreibstil ist leicht und flüssig geschrieben und man findet sehr gut in die Handlung rein. Die Autorin hat hier eine Geschichte geschrieben, die aus zwei Handlungssträngen besteht. Der eine spielt in der Gegenwart, wo es um Lilie, Hanna und Hermann geht. Zum anderen gibt es denn historischen Part, der sich um Georgette Aguette, Marcel Sembat und die Kunstszene von 1875- 1922 dreht. Klingt eigentlich recht spannend, aber leider wurde aus der erwarteten Spannung eine langatmige Langeweile. Mir erschienen die Charaktere sehr blass und die Handlung war mehr als vorhersehbar. Teilweise erschien es mir auch so, dass man die Spannung erzwingen wollte, aber das misslang. Vielleicht hätte man sich nur auf den historischen Teil konzentrieren sollen, denn den hat die Autorin (auch wenn es mich jetzt nicht sonderlich interessiert) sehr gut eingefangen und erzählt. Hier erfährt man sehr viel interessante und geschichtliche Aspekte, die auf wahre Begebenheiten beruhen.

Auch nach Beendigung dieses Buches frage ich mich immer noch, warum dieses Buch Sei mir ein Vater heißt. Denn dieser Teil wurde, für mich, nur angekratzt und nicht tiefgründig erklärt. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Emotionen zwischen Hermann und Lilie gewünscht.

Schade, aus diesem Thema hätte man sehr viel mehr machen können.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein wunderschöner und emotionaler Liebesroman

Auch morgen werden Rosen blühen
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Inhaltsangabe

Was würdest du tun, wenn dir das Leben eine zweite Chance gibt? Alma geht es eigentlich gut: eine wunderbare beste Freundin, ein großer Garten, und sie ist frisch verliebt. Dann wacht sie ...

Inhaltsangabe

Was würdest du tun, wenn dir das Leben eine zweite Chance gibt? Alma geht es eigentlich gut: eine wunderbare beste Freundin, ein großer Garten, und sie ist frisch verliebt. Dann wacht sie auf der Intensivstation auf: Ihr Herz ist stehen geblieben – und ihr Leben gerät aus dem Gleichgewicht. Ist sie wirklich glücklich? Was ist aus ihren Träumen geworden? Hat sie die Liebe ihres Lebens aufgegeben? Gut, dass ihre Freundin sie bei der Suche nach Antworten begleitet, denn man braucht Mut, wenn man die Möglichkeit hat, verpasste Chancen doch noch zu nutzen … Eine mitreißende Geschichte über Liebe, vergessene Wünsche und die zweite Chance im Leben

Mit ihrem Roman Auch morgen werden Rosen blühen hat Clara Sternberg einen wunderschönen und sehr emotionalen Liebesroman geschaffen, der nicht perfekter hätte sein können. Der Schreibstil von ihr ist so leicht, dass man in dieses Buch hineinschwebt und man sich regelrecht in die Welt von Alma wieder findet. Die Protagonisten sind so perfekt gezeichnet worden, so dass man meint, sie jahrelang zu kennen. Hier findet man die Liebe zum Detail und diese spiegelt sich auch in der Handlung wieder. Die Geschichte, die von Liebe, Trauer, Freundschaft, Hoffnung und der Frage nach der richtigen Entscheidung im Leben handelt, wurde hier so realitätsnah wieder gegeben, so dass man wirklich denken kann, so spielt ist das wahre Leben. Auch wenn sie an einigen wenigen Ecken kitschig klingen sollte, schadet es der Geschichte überhaupt nicht. Eher im Gegenteil. Die Kulisse, die in Berlin spielt, wurde auch hier detailliert und naturgetreu wieder gegeben, so dass man sich alles bildlich sehr gut vorstellen konnte. Es macht sehr viel Spaß diesen Roman zu lesen und in Almas Leben abzutauchen und kennen zu lernen. Mit all seinen Höhen und Tiefen die das Leben für einen bereithält.



Ein emotionaler und sehr lebensnaher Liebensroman der den Leser auf 303 Seiten verzaubert. Die perfekte Unterhaltung für schöne Lesemomente.

5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Bleib dir treu

Liebe hat kein Gewicht
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Seit Romy Alex kennt, beginnt sie ihr Leben umzukrempeln. Das einstige Pummelchen setzt auf gesunde Ernährung und Sport und verliert so knapp 20kg. Allerdings missfällt das Alex, denn der will seine „alte ...

Seit Romy Alex kennt, beginnt sie ihr Leben umzukrempeln. Das einstige Pummelchen setzt auf gesunde Ernährung und Sport und verliert so knapp 20kg. Allerdings missfällt das Alex, denn der will seine „alte übergewichtige“ Freundin zurück. Dass das Differenzen zwischen Romy und Alex gibt, ist schon vorprogrammiert und es kommt wie es kommen muss: Die beiden trennen sich! Irgendwie versuchen beide ihren Weg zu finden, aber so ganz mag das nicht klappen. Wird die Liebe zwischen Romy und Alex noch einmal aufflammen und wird sie dann Bestand haben?



Nach „Unser sechzehntes Jahr“ ist „Liebe hat kein Gewicht“ mein zweiter Roman von Nancy Salchow. Ich mag ihren sehr leichten und lockeren Schreibstil, der mich immer wieder begeistert und das Lesen zu einem wahren Genuss macht. Die liebevoll gestalteten Charaktere waren mir allesamt ans Herz gewachsen. Auch der unsympathische Alex, denn ohne seine Art und Weise wäre diese Geschichte nur halb so schön geworden und ein Ekel muss drin sein. Die Geschichte fand ich sehr gut erzählt. Obwohl es ein Liebesroman ist, geht es hier um etwas mehr: sich selbst zu finden und zu mögen. Vor allen Dingen sich nicht für andere ändern oder gar zu verbiegen zu lassen.

Das Ende dieser Geschichte war für mich sehr überraschend und damit hätte ich gar nicht gerechnet, aber das war so rund und schön. Perfekt! Leider war dieser Roman viel zu kurz, da hätte ich mir ein paar Seiten noch gewünscht.



Fazit:

Ein kurzweiliger aber dennoch wunderschöner Roman über die Liebe und Selbstfindung. Mit hat das Thema sehr gut gefallen und wie heißt es so schön: Bleibt dir selber treu und nur du weißt, was das Besten für dich ist!

Höchstnoten und hier gibt eine absolute Leseempfehlung!!!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Niemals den Mut verlieren

Gelähmt ist nicht gestorben
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Klappentext:

Neue Schuhe braucht Tom Gschwandtner nicht mehr - außer um Modetrends zu folgen. Im September 1995 bricht er sich, damals rastlose 26 Jahre alt, bei einem Autounfall den Hals. Der Wagen landet ...

Klappentext:

Neue Schuhe braucht Tom Gschwandtner nicht mehr - außer um Modetrends zu folgen. Im September 1995 bricht er sich, damals rastlose 26 Jahre alt, bei einem Autounfall den Hals. Der Wagen landet in einem Waldstück auf dem Dach und Tom auf der Intensivstation, dann in der Reha und schließlich im Rollstuhl. Doch er holt sich sein neues Leben. Schritt für Schritt, was schwierig ist, wenn man nicht gehen kann.

Und irgendwann steht er plötzlich wieder mitten im Leben, obwohl er sitzt. Ein Jahr nach dem Unfall heiratet er seine Freundin Gabi, die bei dem Unfall ebenfalls schwer verletzt wurde, nun aber wieder ganz gesund ist. Sie beziehen ihr neues, barrierefreies Haus, gründen eine Firma, bekommen zwei wundervolle Kinder und lachen und streiten so wie alle anderen Menschen auch.

Sein Fazit: es ist ein gutes Leben. Trotz Rollstuhl. Von einer Nachahmung rät er dennoch dringend ab.



In seiner Biografie „Gelähmt ist nicht gestorben“ erzählt Tom Gschwandter wie der Unfall sein Leben veränderte und wie er es dennoch schaffte, nicht aufzugeben.

Offen und ehrlich erzählt der Autor von seinem Leben nach dem Unfall und das Ganze wurde gepaart mit Humor und mit Hang zur Selbstironie. Was das Lesen sehr emotional, aber auch angenehm machte. Toms Erzählungen und die tiefen Einblicke in seine Gefühlwelt werden durch diverse Arztberichten und Tagebucheinträge von seiner Freundin Gaby angereichert. Hier finde ich es sehr schön, dass Gaby Gefühle einen Platz gefunden haben und somit lernte ich auch einen Teil ihrer Sichtweise kennen.

Auch wenn dieses Buch mit seinen 23 Kapiteln auf 200 Seiten relativ kurz ist, hat es mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen und ich habe mitgefiebert bzw. mitgelitten.



Dieses Buch ist einfach beeindruckend und sehr emotional und dennoch humorvoll gehalten worden. Respekt Tom Gschwandter und ich hoffe, dieses Buch kann nicht nur berühren, sondern auch Mut machen. Nie den Mut und den Lebenswillen verlieren!

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!