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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2024

Gar nicht laut

Der Lärm des Lebens
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In seinem Buch „Der Lärm des Lebens“ erzählt Jörg Hartmann viel Biographisches, auch wenn die Namen seiner Partnerinnen geändert wurden.
Mit lebhafter Sprache und sehr humorvoll erzählt er von seinen Anfängen ...

In seinem Buch „Der Lärm des Lebens“ erzählt Jörg Hartmann viel Biographisches, auch wenn die Namen seiner Partnerinnen geändert wurden.
Mit lebhafter Sprache und sehr humorvoll erzählt er von seinen Anfängen beim Theater, vom erfolglosen Vorsprechen an der Schaubühne am Lehniner Platz bei Andrea Breth.
Hartmann springt im Laufe der Erzählung mit seinen Gedanken zwischen aktuellen Szenen und Erinnerungen hin und her, was aber keinesfalls als störend empfunden wird, man kann seinen Gedankengängen gut folgen.
Sehr menschlich und bodenständig schildert er die Beziehung zu seinem Vater, den Umgang mit dessen Demenzerkrankung und die Lücke, die dessen Tod in der Familie hinterlässt. Immer wieder weist er auf seine Kindheit hin, die er in einfachen Verhältnissen erlebt hat.
Auch bei der Kindergeburtstagsfeier, die im Buch erwähnt wird, merkt man wie sehr Hartmann durch seine eher schlichte Kindheit geprägt, eigentlich das protzige zur Schaustellen seines Reichtums verachtet.
Jörg Hartmann hat die Fähigkeit Charaktere sehr gut und authentisch zu beschreiben, was wohl auch seinem Beruf als Schauspieler geschuldet ist, der genau beobachten muss, um alle Eigenschaften bestmöglich herauszuarbeiten.
Eine Nebengeschichte, die seines Fans Wilfried, der tatsächlich als Statist in einem Krimi mitspielen durfte, berührt das Herz und sagt ganz viel über den Menschen Hartmann aus.
Ich kann dieses Buch guten Gewissens auch allen empfehlen, die nicht großartige Fans von Jörg Hartmann sind, man wird mit einer wunderbaren Lektüre belohnt!

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Veröffentlicht am 21.02.2024

Einfach nur wunderschön

Mühlensommer
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Das wunderschöne Cover des Buchs „Mühlensommer“, welches das Erstlingswerk von Martina Bogdahn darstellt, hat mich sofort angesprochen.
In kurzweiliger, bildhafter Sprache erzählt Bogdahn die Geschichte ...

Das wunderschöne Cover des Buchs „Mühlensommer“, welches das Erstlingswerk von Martina Bogdahn darstellt, hat mich sofort angesprochen.
In kurzweiliger, bildhafter Sprache erzählt Bogdahn die Geschichte von Maria, die von ihrem langersehnten Kurzurlaub in den Bergen plötzlich abberufen wird, weil ihr Vater nach einem Forstunfall im Krankenhaus liegt.
Weil beim Maschinenring kein Mitarbeiter aufzutreiben ist, muss Maria kurzerhand einspringen, um nach der dementen Großmutter zu sehen und die Tiere zu versorgen.
Als ihr Bruder Thomas mit seiner Frau heimkommt, kommen die Spannungen, die durch einen ungeschickten Versuch der Eltern, den Hof zu vererben, entstanden ist, voll zum Vorschein.
Die Erzählung läuft auf zwei Ebenen ab. Während Maria zurück am elterlichen Hof ist, erinnert sie sich immer in Rückblenden an ihre Kindheit und Jugendzeit.
Warmherzig und humorvoll wird das Leben am Bauernhof mit all seinen wunderschönen, tragischen und teils lustigen Momenten in Zwischensequenzen erzählt. Meine Lieblingsszene die die Episode mit dem Aal – da musste ich tatsächlich laut auflachen.
Die Charaktere werden sehr authentisch beschrieben, vor allem der schelmische Onkel Herbert war eine witzige Nebenfigur.
Ich konnte dieses Buch, das Gefühle so wahrhaftig vermittelt, dass man meint, förmlich das frische Brot, den Apfelkuchen oder sogar den Stallgeruch riechen zu können, kaum aus der Hand legen.
Unbedingt lesen! Man wird hier belohnt! – Freue mich auf mehr von Martina Bogdahn!

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Veröffentlicht am 14.02.2024

Eine wundersame Reise

Die Wundersammler
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Das Cover des Romans „Die Wundersammler“ von Hans Rath und Michaela Wiebusch finde ich wunderschön.
Das Buch erzählt die Geschichte von Paula, einer Soziologiestudentin, die nach Italien reist, um dort ...

Das Cover des Romans „Die Wundersammler“ von Hans Rath und Michaela Wiebusch finde ich wunderschön.
Das Buch erzählt die Geschichte von Paula, einer Soziologiestudentin, die nach Italien reist, um dort ihre Dissertation zum Thema Wunder fertigzustellen. Leider will ihr das so gar nicht gelingen. Gerade als sie dabei ist, eine Schaffenspause einzulegen, wird sie von Benedikt heimgesucht, einem Priester, der auch gerade eine Sinneskrise durchlebt. Er ist auf der Suche nach einem Wunder und hofft, von Paula Antworten zu bekommen.
Gemeinsam machen sie sich in einem alten Volvo und mit Franca, der zwölfjährigen Sommerfreundin von Paula per Videocall im Schlepptau, auf eine Reise. Sie wollen die Experten und Expertinnen, die Paula in ihrer Dissertation erwähnt, persönlich besuchen, um vielleicht doch das eine oder andere Wunder zu finden.
Ich habe mich gerne mit Paula und Betto (der Kosename, den Franca Benedikt gegeben hat) auf die Reise begeben. Es wurden viele interessante Gedanken und Sichtweisen aufgeworfen, die mich auch nach der Lektüre noch beschäftigt haben. Teilweise witzig und auflockernd waren die gar nicht mehr so kindlichen Beiträge von Franca, die ein vor Lebenslust und Freude sprühendes Mädchen ist. Die Charaktere wurden sehr sympathisch und authentisch dargestellt. Sowohl Paula, als auch Benedikt haben eine Last zu tragen, die an ihnen zehrt.
Ich finde das Buch wunderbar, und auch wie sich am Ende einiges völlig unerwartet fügt ohne dabei kitschig zu wirken – eigentlich ein unerwartetes, plausibles Ende.
Dieses Buch kann ich wärmstens jedem empfehlen, der eine Lektüre sucht, die einen sanft eintauchen und den Alltagsstress vergessen lässt.

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Veröffentlicht am 06.02.2024

Spannend bis zum Ende – unbedingt lesenswert!

Gestehe
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Das Buch „Gestehe“ von Henri Faber ist der erste Thriller, den ich von ihm gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht der letzte!
Das tolle Cover mit dieser einzigartigen Haptik ist unter anderem ein Grund, ...

Das Buch „Gestehe“ von Henri Faber ist der erste Thriller, den ich von ihm gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht der letzte!
Das tolle Cover mit dieser einzigartigen Haptik ist unter anderem ein Grund, warum ich niemals auf einen E-Reader umsteigen würde.
Der Thriller ist von Anfang an spannend und auf jeden Fall unvorhersehbar. Besonders gut gefällt mir die Erzählweise, die nicht nur von einem Ich-Erzähler ausgeht, sondern die Kapitel sind jeweils aus der Sicht von Jackett, Mo oder dem Täter geschrieben, dadurch kann man besonders gut den Gedankengängen der jeweiligen Personen folgen.
Der Ermittler Jackett wurde bei seinem letzten großen Fall als Geisel genommen. Nachdem er die Geschichte als Buch verfasst hatte und dieses auch verfilmt wurde, wird er unter den Kollegen als Showbulle abgestempelt. Er ist nicht nur bei den Kollegen unbeliebt, auch mir war dieser Mann anfangs alles anderer als sympathisch, das hat sich aber im Laufe des Buchs geändert.
Als Jackett zufällig an einen Mordschauplatz in seiner Nachbarschaft kommt, kommt ihm die Szenerie sehr bekannt und vertraut vor – genauso ist sein neues Buch aufgebaut, das aber seines Wissens nach noch niemand kennen kann.
Sein Co-Ermittler wird Mo, der zwar ein waschechter Niederösterreicher ist, aber durch seine Wurzeln und sein Aussehen immer wieder mit rassistischen Vorurteilen innerhalb des Teams konfrontiert wird. Er hat sich bisher nur um den Papierkram der Kollegen kümmern dürfen.
Gemeinsam stürzen sich die beiden auf einen Fall der spannend, unvorhersehbar und einfach genial inszeniert ist.
Absolute Leseempfehlung von mir!!

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Veröffentlicht am 01.02.2024

Ein absolutes Wohlfühlbuch

Nothing Like You
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„Nothing Like You“ ist der erste Roman, den ich von Julia Pelzer gelesen habe. Das wunderschöne Cover in pastell-türkis Tönen mit Goldakzenten ist ein absoluter Eyecatcher!
Die Kapitel im Roman werden ...

„Nothing Like You“ ist der erste Roman, den ich von Julia Pelzer gelesen habe. Das wunderschöne Cover in pastell-türkis Tönen mit Goldakzenten ist ein absoluter Eyecatcher!
Die Kapitel im Roman werden abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere, Ally und Jax erzählt. Dies gibt einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der Personen und man erfährt, dass Jax, den Ally für einen verwöhnten Sohn von reichen Eltern hält, eigentlich ein sehr ehrgeiziger Student ist, der zudem viel mehr leisten muss als seine Kommilitonen, da er an Legasthenie leidet. Ally hingegen hat früh ihre Mutter verloren und ist schwer traumatisiert. Sobald sie auch nur Alkohol riecht, bekommt sie Angstzustände.
Obwohl das erste Zusammentreffen der beiden unter keinem guten Stern steht, kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder. Nicht zuletzt dadurch, dass ein Brief, auf den Ally wartet im Briefkasten von Jax landet. Ally, die zu ihrem Stipendium unbedingt ein Nebeneinkommen braucht, lässt sich Ally dazu überreden, für Jax zu arbeiten und ihm zu helfen, seinen Abschluss zu schaffen.
Für mich ist „Nothing like you“ ein absolutes Wohlfühlbuch, das ich gerne und schnell gelesen habe.
Definitive Empfehlung von mir!

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