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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2023

Liebenswertes Ermittlerduo

Florence Butterfield und die Nachtschwalbe
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Florence Butterfield, von allen nur Florrie genannt, beschließt ihren Lebensabend in einer Seniorenresidenz namens Babbington Hall zu verbringen. Sie sitzt im Rollstuhl, da sie nur noch ein Bein hat.
Wenige ...

Florence Butterfield, von allen nur Florrie genannt, beschließt ihren Lebensabend in einer Seniorenresidenz namens Babbington Hall zu verbringen. Sie sitzt im Rollstuhl, da sie nur noch ein Bein hat.
Wenige Tage nachdem ein Bewohner der Seniorenresidenz plötzlich zu Tode kommt, weil er unglücklich stürzt, stürzt sich auch die Heimleiterin Renata aus dem Fenster. Der Fall wird schnell zu einem versuchten Selbstmord deklariert, doch Florrie und ein weiterer Bewohner, Stanhope, glauben daran, dass da jemand seine Finger mit im Spiel hatte.
Die beiden beginnen bald auf eigene Faust zu ermitteln und kommen sich dabei auch persönlich näher. Es entwickelt sich eine Freundschaft und es werden auch immer mehr Indizien gefunden, die auf eine versuchte Tötung hinweisen.
Florrie ist eine liebenswerte Person, weit über 80 und während der Ermittlungen lässt sie den Leser an ihrem Leben teilhaben. In Rückblicken wird ihre Geschichte erzählt, ihre Liebschaften, ihre unkonventionelle Ehe und man erfährt von Pinky, ihrer besten Freundin.
Ich habe es genossen, Stanhope und Florrie bei ihren Ermittlungen zu begleiten und die Höhen und Tiefen von Florries Vergangenheit mitzuerleben, die trotz diverser Schicksalsschläge ein durch und durch positiver Mensch ist. Die Geschichte ist voller Emotionen und Mitgefühl ältere Menschen, die im Geiste ja immer noch junggeblieben sind.
Klare Leseempfehlung für dieses Buch!

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Veröffentlicht am 25.10.2023

Eine magische Verwandlung

Kaya Silberflügel – Das Geheimnis der magischen Federn
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Die Geschichte dreht sich um Kaya, die immer wieder dieses Kribbeln spürt und nicht weiß, was sie damit anfangen soll – erst eine ältere Dame, die plötzlich in ihrem Zimmer steht, klärt sie darüber auf, ...

Die Geschichte dreht sich um Kaya, die immer wieder dieses Kribbeln spürt und nicht weiß, was sie damit anfangen soll – erst eine ältere Dame, die plötzlich in ihrem Zimmer steht, klärt sie darüber auf, dass sie ein Avanost ist – ein Mensch, der sich in eine Vogelgestalt verwandeln kann.
Avanoste sind abhängig von ihren Medallions, die ihnen ermöglichen sich in einen Vogel zu verwandeln und sich in die Lüfte zu erheben.
Nach und nach erfährt Kaya, dass die Gemeinschaft der Avanoste in Gefahr ist, da ihr Oberhaupt, das die Macht gewaltsam an sich gerissen hat, sämtlichen Avanosten die Medallions abnehmen möchte, um sie ihrer Macht zu berauben. Ob dieser Bösewicht auch damit zu tun hat, dass Kaya ihren Vater niemals kennengerlernt hat?
Die Handlung ist sehr spannend und bildhaft beschrieben, man hebt quasi mit der Ich-Erzählerin Kaya ab, schwebt hoch und strauchelt bei der abrupten Landung.
Kaya macht im Laufe der Geschichte auch eine große Wandlung durch, aus dem schüchternen Mädchen wird eine mutige Kämpferin für das Gute, gemeinsam mit ihren Vogelfreunden kann sie einiges bewegen.
Dieses Buch ist magisch, sehr kurzweilig geschrieben und das sehr vage Ende lässt einen schon auf den zweiten Band hin fiebern.
Eine klare Leseempfehlung für alle Fans von magisch, spannenden Büchern!

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Veröffentlicht am 27.09.2023

Wundervolles Bilderbuch, nicht nur für Kinder wertvoll!

Die graue Stadt
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Dieses besondere Bilderbuch von Torben Kuhlmann macht Mut darauf, auch einmal gegen den Strom zu schwimmen.
Robin zieht mit ihren Eltern in eine Stadt, die ihr so gar nicht gefällt, es fehlen dort einfach ...

Dieses besondere Bilderbuch von Torben Kuhlmann macht Mut darauf, auch einmal gegen den Strom zu schwimmen.
Robin zieht mit ihren Eltern in eine Stadt, die ihr so gar nicht gefällt, es fehlen dort einfach die Farben.
Alle Menschen sind grau und angepasst, da fällt Robin mit ihrem knallgelben Regenmantel auf wie ein bunter Hund. Bald entdeckt Robin, dass es mehr Menschen in dieser Stadt gibt, die Farben lieben. Doch ob eine kleine Menge, die sich von den Massen abhebt, wohl etwas bewegen kann?
Das Buch ist wunderschön illustriert und vermittelt eine tolle Botschaft, nicht nur für Kinder.
Es hebt den Wert des Zusammenhalts hervor, mit dem richtigen Plan können auch ganz wenige, ganz kleine Menschen richtig große Dinge bewirken. Auch wenn man eingeschüchtert wird, darf man seiner Meinung und Anschauung nicht untreu werden.
Ich kann für dieses Buch nur eine klare Leseempfehlung aussprechen - wirklich ein wertvolles Buch!

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Veröffentlicht am 12.09.2023

Tolles Buch aber keine leichte Kost

Ich, Sperling
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James Hynes versetzt den Leser zurück ins alte römische Reich, ins spanische Carthago Nova im 4. Jahrhundert nach Christus.
Das Buch hat mich vom ersten Augenblick an voll gefesselt, obwohl die Handlung ...

James Hynes versetzt den Leser zurück ins alte römische Reich, ins spanische Carthago Nova im 4. Jahrhundert nach Christus.
Das Buch hat mich vom ersten Augenblick an voll gefesselt, obwohl die Handlung stark im Hintergrund steht.
Die Geschichte von Jakob, einem alten Mann – den Namen hat er sich selbst gegeben, der seine Lebensgeschichte erzählt, zieht den Leser in den Bann. Um dem Betreiber der Taverne und des Bordells, der ihn als Sklave gekauft hat, nützlich zu sein, muss er immer mehr Arbeiten verrichten.
Einzig bei den Huren, den sogenannten Wölfinnen, erhält er Ansprache. Der Wölfin Euterpe wächst der namenlose kleine Bursche am meisten ans Herz. Sie unterrichtet ihn und versucht, ihn so gut es in ihrer Macht steht, zu beschützen.
Sein Leben ist hart und geprägt durch starke Arbeit, Schmutz und Gestank.
Als eine Wölfin längere Zeit ausfällt, soll Jakob als Wölfin arbeiten, Audo, der Aufseher der Taverne übernimmt es selbst auf brutalste Weise, ihn in dieses Gewerbe einzuführen. Wenn der Schmerz zu groß ist, stellt er sich vor, als Sperling wegzufliegen und seinem Körper zu entfliehen.
Es waren immer wieder Stellen im Buch, bei denen ich mitgezittert habe und ich vor Mitleid fast zu Tränen gerührt war.
Dieses Buch ist keine leichte Kost, aber es entwickelt einen Sog, der einen das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen lassen will.
Unbedingt lesen!!

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Veröffentlicht am 01.09.2023

Alma im Ermittlungsfieber

Fräulein vom Amt – Spiel auf Leben und Tod
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Wie schon bei den ersten beiden Bänden, gefällt mir das Cover sehr gut und es passt perfekt in die Zeit, in der der Roman spielt – die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Baden-Baden 1925, alle sind im ...

Wie schon bei den ersten beiden Bänden, gefällt mir das Cover sehr gut und es passt perfekt in die Zeit, in der der Roman spielt – die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Baden-Baden 1925, alle sind im Schachfieber, wird doch das große internationale Schachturnier dort ausgetragen.
Ausgerechnet zu dieser Zeit häufen sich Diebstähle in der Kurstadt und die Cousine einer Kollegin von Alma kommt auf tragische Weise ums Leben. Da die Polizei den Fall als Selbstmord oder Unfall abtut, bleibt Alma nichts anderes übrig, als auf eigene Faust zu ermitteln.
Natürlich gerät sie dabei nicht nur einmal in eine äußerst gefährliche Lage.
Als auch noch ein zweiter Mord passiert, besteht für Alma kein Zweifel, dass dieser mit den Diebstählen und dem ersten Mord im Zusammenhang steht.
Natürlich wird Alma tatkräftig unterstützt durch ihre Freundin Emmi, die mittlerweile zur Filialleiterin eines Blumenladens aufgestiegen ist.
Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat, ist, dass man auch vom Zeitgeschehen einen guten Eindruck bekommt. Einerseits die technischen Geräte und der elektrische Strom, die Einzug halten, andererseits das Aufblühen des Nationalsozialismus – insgesamt eine gute Mischung für die perfekte Unterhaltung.
Wärmstens zu empfehlen!

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