Keeping 13 hat mich noch tiefer berührt als sein Vorgänger und gezeigt, wie groß und facettenreich diese Geschichte eigentlich ist. Was wie eine typische Highschool-Romance beginnt, entfaltet sich zu einem ...
Keeping 13 hat mich noch tiefer berührt als sein Vorgänger und gezeigt, wie groß und facettenreich diese Geschichte eigentlich ist. Was wie eine typische Highschool-Romance beginnt, entfaltet sich zu einem intensiven Epos über Familie, Freundschaft, Schmerz und Hoffnung. Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig Chloe Walsh die Dynamiken zwischen den Figuren zeichnet – nicht nur zwischen Johnny und Shannon, sondern auch innerhalb der Freundesgruppen und Familien. Die Liebesgeschichte ist zart, süß und voller Wärme, aber sie bleibt eingebettet in ein viel größeres Geflecht aus Emotionen, das jede Seite lebendig macht. Fast 900 Seiten wirken nicht überladen, sondern wie ein notwendiger Raum, um die Charaktere wirklich kennenzulernen. Es gibt Szenen, die so intensiv beschrieben sind, dass man Herzrasen bekommt und glaubt, selbst dabei zu sein. Dieses Buch ist für mich nicht einfach eine Fortsetzung, sondern eine Steigerung – und ein Beweis dafür, dass manche Geschichten so groß sind, dass man sie atmen muss, um sie zu begreifen.
Binding 13 ist ein 800-seitiger Sog, der mich komplett überrascht hat. Der Großteil des Buches ist ruhiger Aufbau – Schule, Freundschaften, erste Gefühle – aber durch die vielen Einblicke in die Charaktere ...
Binding 13 ist ein 800-seitiger Sog, der mich komplett überrascht hat. Der Großteil des Buches ist ruhiger Aufbau – Schule, Freundschaften, erste Gefühle – aber durch die vielen Einblicke in die Charaktere fühlt man sich, als würde man diese Menschen wirklich kennen. Besonders die Beziehung zwischen Shannon und Johnny ist voller Kribbeln, Unsicherheit und Wärme.
Und dann kommt das Finale: Johnnys Verletzung, Shannons Familie, die brutale Eskalation mit dem Vater – ich war sprachlos und körperlich angespannt beim Lesen. Es war gleichzeitig süß, lustig, schmerzhaft und zerstörerisch. Für mich ist Binding 13 kein typischer Liebesroman, sondern ein Coming-of-Age-Epos voller Trauma, Herz und Tiefe. Ich schwanke zwischen 4,5 und 5 Sternen – Tendenz: 5, einfach wegen der Intensität.
Ein Krankenhaus-Setting mit Grey’s Anatomy-Vibes, ein vielversprechender Anfang und ein solider Schreibstil – aber leider fehlte es an Plot, Tiefe und Chemie. Die Protagonistin Laura war ...
Kurzrezension
Ein Krankenhaus-Setting mit Grey’s Anatomy-Vibes, ein vielversprechender Anfang und ein solider Schreibstil – aber leider fehlte es an Plot, Tiefe und Chemie. Die Protagonistin Laura war mir zu melodramatisch (Meredith-Grey-Syndrom in der schlimmsten Form), und auch Nash blieb blass, ohne nachvollziehbare Motive für sein Verhalten. Die Freundesgruppe war nett angedeutet, aber nicht greifbar, und insgesamt wirkte es eher wie eine Abfolge von Szenen als wie eine stringente Handlung. Unterhaltsam, aber austauschbar. → 2–3 Sterne
📖 Ausführliche Rezension (Spoiler enthalten)
Der Einstieg hat mich wirklich überzeugt: Laura bekommt die Zusage für eine Assistenzarztstelle, ihr Freund betrügt sie – Neuanfang, neues Leben, neuer Ort. Dazu eine spannende Bustszene, die sofort Drama und Krankenhaus-Vibes brachte. Ich dachte: Das könnte richtig gut werden!
Auch die ersten Eindrücke im Krankenhaus, die Atmosphäre und der Schreibstil von Ava Reed haben mir gefallen. Die Erotik- und Romantik-Szenen waren schön geschrieben, ohne unangenehm oder plump zu wirken.
Leider verlor die Geschichte danach für mich immer mehr an Spannung. Es gab keinen wirklich klaren Plot – stattdessen bestand das Buch im Kern aus Lauras Liebesgeschichte mit Nash und ein paar Krankenhaus-Szenen. Der Ex-Freund tauchte ab und zu auf, um ein bisschen Drama zu streuen, aber das wirkte eher wie Nebengeräusche als wie ein echter Konflikt.
Die Nebenfiguren, die eigentlich das Potenzial für eine „Found Family“ à la Grey’s Anatomy gehabt hätten, blieben komplett blass. Ich konnte mir kaum Namen merken, weil sie so wenig greifbar und charakterlos wirkten. Gerade für eine Reihe, in der jeder Band anscheinend ein anderes Liebespaar in den Fokus rückt, war das enttäuschend.
Laura selbst war für mich das größte Problem: Jede Emotion wurde in einer Übertreibung inszeniert – sie konnte nie einfach traurig oder wütend sein, sondern sofort „zerbrach ihr Herz“ oder „ihr Gehirn hörte auf zu atmen“. Das war für mich schnell anstrengend und nahm den Situationen jede Glaubwürdigkeit.
Nash, der Love Interest, war ebenfalls sehr stereotyp: distanziert und mürrisch im Krankenhaus, zu Hause dann plötzlich der nette Typ. Aber ohne Grund oder Hintergrund. Warum er so war, wurde nie erklärt, und damit blieb er ziemlich flach.
Das Ende hatte immerhin nochmal etwas Spannung und einen Cliffhanger, der Lust auf mehr machen könnte – aber für mich reichte es nicht aus, um die Schwächen im Mittelteil auszugleichen.
✅ Pro
Flüssiger, angenehmer Schreibstil
Gute Atmosphäre im Krankenhaus (Grey’s Anatomy Feeling)
Schöne Erotik-/Romantik-Szenen
Starker Anfang und solides Ende
❌ Contra
Kein wirklicher Plot, mehr eine lose Abfolge von Szenen
Laura extrem melodramatisch und wenig greifbar
Nash als Love Interest ohne Tiefe oder nachvollziehbare Motivation
Nebenfiguren blass und austauschbar, Found-Family-Potenzial verschenkt
Tension zwischen den Protagonisten kaum spürbar
🎯 Fazit
Ein Roman, der als Grey’s Anatomy light startet, aber schnell ins melodramatische, klischeehafte New-Adult-Schema abrutscht. Unterhaltsam für zwischendurch, aber ohne bleibenden Eindruck.
Bewertung: 2–3 Sterne
Celaena ist eine coole, schlagfertige und badass Protagonistin.
Das Worldbuilding mit der verlorenen Magie und den eroberten Ländern ist spannend und vielseitig.
Die Nebenfiguren wie Nehemia und Chaol ...
Celaena ist eine coole, schlagfertige und badass Protagonistin.
Das Worldbuilding mit der verlorenen Magie und den eroberten Ländern ist spannend und vielseitig.
Die Nebenfiguren wie Nehemia und Chaol haben mir deutlich besser gefallen als die Romanze mit Dorian.
Besonders stark war die Mischung aus Wettkampf, Mordserie und geheimnisvollen, übernatürlichen Enthüllungen.
Alles in allem ein sehr guter Auftakt, der mich neugierig auf die nächsten Teile macht.
Schon mit dem ersten Abschnitt hat mich das Buch überrascht, weil es vielschichtiger war, als ich zunächst erwartet hatte. Man lernt A. J. als verschlossenen, mürrischen Buchhändler kennen, der nach dem ...
Schon mit dem ersten Abschnitt hat mich das Buch überrascht, weil es vielschichtiger war, als ich zunächst erwartet hatte. Man lernt A. J. als verschlossenen, mürrischen Buchhändler kennen, der nach dem Tod seiner Frau völlig aus der Bahn geworfen wurde. Szenen wie seine Alkoholabstürze oder die Vision seiner verstorbenen Frau verdeutlichen seine Zerrissenheit und Einsamkeit. Gleichzeitig mochte ich die bissigen, zwischen die Kapitel gestreuten Rezensionen, die A. Js zynischen, aber scharfsinnigen Blick auf Literatur zeigen – und die eigentlich für Maya bestimmt sind.
Mit Mayas Auftauchen verändert sich A. Js Leben grundlegend: vom grummeligen Einzelgänger entwickelt er sich Schritt für Schritt zu einem Menschen, der Verantwortung übernimmt und sich kümmert. Ich fand es bewegend zu sehen, wie schnell er eine Verbindung zu ihr aufbaut. Auch die Nebenfiguren bereichern die Geschichte – etwa Ismay mit ihrem Schmerz oder Lambiase, der Polizist, mit dem A. J. eine unerwartete Freundschaft knüpft. So wird die Insel lebendig und die Gemeinschaft greifbar. Besonders gelungen fand ich auch die neue Nähe zu Amy, die anfangs noch skeptisch wirkt, dann aber eine ganz besondere Rolle in A. Js Leben einnimmt.
Die schnellen Zeitsprünge waren für mich zwar gewöhnungsbedürftig, doch sie verleihen der Geschichte Dynamik. Beeindruckt hat mich, dass Gabrielle Zevin es auf relativ wenigen Seiten schafft, so viele Charaktere zum Leben zu erwecken, dass sie einem wirklich ans Herz wachsen. Sehr schön war auch, dass Lambiase und Ismay schließlich zusammenkommen und die Buchhandlung übernehmen – das wirkte stimmig, auch wenn es mir stellenweise zu zackig erzählt war.
Besonders schade fand ich, dass A. Js Beerdigung kaum erwähnt wurde. Gerade nach seiner Entwicklung und all den Beziehungen, die er aufgebaut hat, hätte eine ausführlichere, rührende Szene den Abschluss noch intensiver und emotionaler gemacht. Auch generell hätte das Buch an einigen Stellen ein paar Seiten mehr vertragen, um gewisse Entwicklungen natürlicher wirken zu lassen.
Sehr berührt hat mich wiederum, wie facettenreich die Liebe zu Büchern dargestellt wurde. Jeder Charakter drückt sie auf seine ganz eigene Weise aus – durch Leidenschaft, Skepsis oder persönliche Vorlieben. Genau das macht deutlich, wie individuell und bedeutsam Geschichten für Menschen sein können.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und teilweise ironisch – man fliegt nur so durch die Seiten. Ich habe das Buch sehr schnell gelesen und mochte es, wie viel Schönes, Trauriges, Überraschendes und Bewegendes auf so kurzer Strecke passiert.
Insgesamt ist Das erstaunliche Leben des A. J. Fikry für mich ein berührendes, vielschichtiges und zugleich leicht zu lesendes Buch, das von seiner besonderen Figurenzeichnung und der spürbaren Liebe zu Büchern lebt. Kleine Kritikpunkte bleiben, doch das Herz, die Wärme und die Botschaft der Geschichte überwiegen eindeutig.