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Veröffentlicht am 15.01.2026

Fesselnd, erschrecken, aufwühelnd

Der Kissenmörder (Bajetzky & Kuper - Thriller 6)
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Erneut haben es die Kommissare Emma Bajetzky und Alex Kuper mit einem brutalen Serienmörder zu tun. Er erstickt Frauen mit einem Kissen, nachdem sie mehrere Stunden in seiner Gewalt waren. Für die beiden ...

Erneut haben es die Kommissare Emma Bajetzky und Alex Kuper mit einem brutalen Serienmörder zu tun. Er erstickt Frauen mit einem Kissen, nachdem sie mehrere Stunden in seiner Gewalt waren. Für die beiden Kommissare kaum auszuhalten, den Familien der Opfer gegenüberzutreten, darunter auch Kinder. Trotz allem Schrecken die normale Ermittlungsarbeit läuft an. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Opfern ? Wo liegt das Motiv ? Das ist spannend beschrieben und gibt Einblicke in die polizeiliche Routinearbeit . Was die Ermittler dann herausfinden , hat viele verschiedene Emotionen bei mir ausgelöst. Da war das Entsetzen über die brutale Vorgehensweise , die kein Mitleid erkennen lässt.

Da die beiden Beamten ein mögliches Motiv in der Jugend des Täters vermuten, werden Nachforschungen beim Jugendamt und anderen einschlägigen Stellen notwendig. Was Emma und Alex hier über das Leid mancher Kinder erfahren, hat mich traurig gestimmt. Gleichzeitig war da Wut über das Versagen, aber auch die Hilflosigkeit der Behörden. Ich habe die zwei Kommissare für diesen Teil der Ermittlungen nicht beneidet. Dennoch darf man nicht vergessen, dass die beiden einen sadistischen Mörder suchen, der weiter morden wird.

Gegen Ende des Thrillers nimmt die Spannung weiter zu. Viele konkurrierende Aspekte stürmen auf Emma und Alex ein. Wie damit umgehen ? Das Ende hat mich kalt erwischt und war für mich, so seltsam es klingen mag, erleichternd. Der Thriller war wie immer packend, unterhaltsam und stellenweise auch informativ.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Geschichte fesselnd wie ein Krimi

Das Amulett der Sekhmet
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Das Triumvirat, zu dem sich Marcus Antonius , Octavius und Lepidus zusammen gefunden haben, um die Mörder Caesars zu bestrafen, hat die vereinbarte Bestandsdauer von fünf Jahren fast erreicht. Mittlerweile ...

Das Triumvirat, zu dem sich Marcus Antonius , Octavius und Lepidus zusammen gefunden haben, um die Mörder Caesars zu bestrafen, hat die vereinbarte Bestandsdauer von fünf Jahren fast erreicht. Mittlerweile ist ein Machtkampf zwischen Octavius und Antonius entbrannt, die beide die alleinige Macht im Römischen Reich anstreben. Zu diesem Zweck versuchen sie ihre Einfluss, in den ihnen zugedachten Gebieten zu festigen.

In diesem Teil der Geschichte sind Mara und Brutus zu ihrem Bedauern gezwungen, getrennte Wege zu gehen, was mir aber ein spannendes Lesevergnügen beschert. So bin ich Augenzeuge des Kampfes zwischen Pompeius Sextus und Octavius vor Sicilia und begleite mit Brutus Antonius auf seinem Feldzug gegen die Parther.

Der überwiegende Teil des Buches beschäftigt sich mit Octavius, was mir persönlich gut gefallen hat, da ich das Geschehen hier packender fand. Octavius Krieg gegen Sextus spielt überwiegend auf See ab. Zu Beginn scheinen sich alle Götter gegen Octavius verschworen zu haben, denn er muss einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen. Ich vermute jedoch, es lag daran, dass er einfach den Seekrieg nicht beherrschte. Die Lage ändert sich, als sich der Pirat Menodoros auf seine Seite schlägt. Mit seinem nautischen Wissen und seinem Hang zu ungewöhnlichen Manövern hat er mich sehr an den Seehelden Horatio Nelson erinnert. Sextus und seine Kumpane fand ich nur verabscheuungswürdig. Die Seeschlachten werden lebendig und anschaulich geschildert und manches technisches Detail hat mich wirklich überrascht.

Antonius macht sich siegessicher auf, dem Partherkönig Phraates IV zu bezwingen. Dabei hat jener bereits seine Intrigen gesponnen und seine Fallen gestellt. Antonius erkennt das nicht und führt seine Legionen ins Verderben. Vielleicht war er abgelenkt, da er seine Zukunft mit Kleopatra plant. Obwohl Antonius der Angreifer ist, hätte ich ihm den Sieg gegönnt. Allzu grausam und arrogant erschien mir der Partherkönig. Bei Antonius Rückzug werden Erinnerungen an Napoleons Russlandfeldzug wach. Ich wurde in meiner Meinung bestärkt, dass Kriege nichts heroisches anhaftet, sondern nur Leid bringen.

Durch eingestreute Anekdoten und viel direkter Rede zeichnet die Autorin ein lebhaftes Bild der damaligen Zeit. Nun warte ich gespannt auf die Fortsetzung, denn Brutus und Mara sind immer noch getrennt, der Machtkampf nicht entschieden.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Kampf gegen einen übermächtigen Gegner

Maggie Yellow Cloud
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Es sind mehr als 2 Jahre vergangen, seit ich den letzten packenden Fall an der Seite der Lakota Maggie, Ärztin am Krankenhaus im Pine-Ridge Reservat gelöst habe. Mittlerweile ist sie stolze Mutter von ...

Es sind mehr als 2 Jahre vergangen, seit ich den letzten packenden Fall an der Seite der Lakota Maggie, Ärztin am Krankenhaus im Pine-Ridge Reservat gelöst habe. Mittlerweile ist sie stolze Mutter von Zwillingen und Adoptivsohn Antonio ist auf dem besten Weg, der neue Medizinmann zu werden. Doch die Idylle trügt, denn eine Jugendgang terrorisiert das Reservat und es häufen sich Todesfälle, bei denen Maggie einen Zusammenhang mit einem bestimmten Medikament vermutet. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf den Hinweis zu einer Dokumentation, die ihren Verdacht untermauern könnte. Der Zugang ist jedoch gesperrt, die Verfasserin verschwunden. Mittlerweile werden Maggie und ihre Familie bedroht und ihr Kollege Simon entführt .Wie eine Hydra erhebt das Böse sein Haupt und scheint nicht besiegbar. Aber Maggie und ihr Umfeld sind fest entschlossen , genau dies zu tun .

Ich liebe die Reihe um Maggie Yellow Cloud. Da sie Ärztin ist, haben ihre Fälle einen medizinischen Hintergrund. Was sie aber aus dem Meer der Medizinkrimis heraushebt, sind ihre Persönlichkeit und der Ort der Geschehnisse - das Reservat. Gerade in diesem Fall spielt die mystische Welt der Lakota eine große Rolle und ich fand die Einblicke faszinierend. Auch in die Erzählweise finden die poetischen Bilder der Native Americans Eingang und tragen zu einem besonderen Leseerlebnis bei.

Sehr sympathisch finde ich Maggies neuen Chef, den Mediziner Seth Thomson und seine Frau Ruth. Die beiden sind mit ihrem Optimismus und zugewandten Art eine echte Bereicherung. Viel zur Spannung beigetragen, hat meiner Meinung nach Antonio. Zum einen war ich unsicher, was für eine Rolle er spielt. Er ist der Gegenspieler des Anführers der Jugendgang. Mir war aber nicht klar mit welchem Ziel. Da er zum Medizinmann ausgebildet wird , ist er für die spirituellen Momente verantwortlich.

Das Ende des Buches fand ich sehr passend und habe es entsprechend bejubelt. Der Krimi ist in meinen Augen wieder rundum gelungen. Er greift brisante Themen auf, die nicht nur in einem Reservat von Bedeutung sind und unterhält dabei sehr gut. Und nicht zu vergessen die sehr sympathischen Akteure.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Wenn Legenden zum Leben erwachen

Die Gesichter des Mithras
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Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 190 nach Christi Geburt lerne ich den Sklaven Lucius kennen , der die Adlige Livia liebt. Als sein Herr stirbt, erhält Lucius seine Freiheit. Zwar ...

Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 190 nach Christi Geburt lerne ich den Sklaven Lucius kennen , der die Adlige Livia liebt. Als sein Herr stirbt, erhält Lucius seine Freiheit. Zwar kann er nun Livia heiraten, doch seine wirtschaftliche Situation verschlechtert sich zusehend. Als ihm ein blinder Sohn geboren wird, was als schlechtes Omen gedeutet wird, bleibt der Familie nur die Flucht nach Triportae. Während sich Livia weiter dem Christentum zuwendet, gerät Lucius immer mehr in den Bann des Mithraskults.

Diesen Handlungsstrang fand ich spannend und sehr lebendig erzählt. Ich konnte Lucius gut leiden und fand sein Schicksal , besonders aus heutiger Sicht, mehr als ungerecht. Es machte mich regelrecht wütend. Auch konnte ich die Anziehungskraft des Mithrasglaubens gut nachvollziehen, obwohl ich die Rituale seltsam fand.

In der Gegenwart dreht sich alles um die Archäologin Nora, die ich im Jahr 2018 bei Ausgrabungen in Triportae treffe. Durch Zufall entdeckt sie ein Heiligtum des Mithras, das sich in einem ausgezeichneten Zustand befindet. Das löst einen medialen Wirbel aus und beschert Nora das Angebot einer Professur in Chicago.

Ich mochte Nora nicht wirklich. Sie ist ehrgeizig und will unbedingt Karriere machen, was ich grundsätzlich begrüße. Ich hatte nur den Eindruck, dass sie alles so interpretiert, dass dies der einzige Weg ist. Als sie feststellt, dass sie ein Kind erwartet, wird ihre Welt durcheinander gewirbelt und sich muss ihre Lebenssituation neu überdenken.. Doch das Arbeitsangebot ist zu verlockend. Es gibt auch warnende Stimmen, die Stelle nicht anzunehmen. Nora hält es für Neid und misstraut zunehmend ihrem persönlichen Umfeld.

Hatte ich mit Lucius Mitgefühl und habe sein sein Schicksal betrauert, war ich auf Nora nur wütend. Sie hatte das Hintergrundwissen, das Lucius fehlte. Sie hatte immer die Wahl.

Ich fand die Geschichte ungewöhnlich und dabei geschichtlich interessant. Für mich war die Verknüpfung der beiden Zeitebenen sehr gut gemacht . Zu meiner Freude gibt es ein interessantes und informatives Nachwort des Autors, das weitere Wissenslücken schließt.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Robert Surcouf - erfolgreicher Korsar und Mann von Ehre

Robert Surcouf. Der Tiger des Indischen Ozeans
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Bisher kannte ich - auch dank der anderen fesselnden Bücher des Autors - nur Seehelden, die der großen Seefahrernation England entstammen. Ein guter Grund auch einmal einen Franzosen näher kennenzulernen.

Robert ...

Bisher kannte ich - auch dank der anderen fesselnden Bücher des Autors - nur Seehelden, die der großen Seefahrernation England entstammen. Ein guter Grund auch einmal einen Franzosen näher kennenzulernen.

Robert ist der Spross einer Familie , die bereits einen erfolgreiche Korsaren hervorgebracht hatte und der den jetzigen Reichtum der Familie begründete. Mir war Robert von Anfang an sympathisch. Er will zur See fahren und flieht aus dem Kolleg, wo er zum Priester ausgebildet werden sollte. Er schleicht sich als blinder Passagier auf ein Schiff, lernt das Seefahrerhandwerk von der Pike auf und steigt rasch in der Hierarchie auf. Nie verliert er sein Ziel, einen Kaperbrief zu erhalten, aus den Augen. Seine Heimkehr nach Sant Malo fällt in die Anfangszeit der Französischen Revolution, deren Ziele er teilt. Freigeist, der er ist, will er nicht in die Armee gezwungen werden und sticht sofort wieder in See. Nun beginnt sein Aufstieg zum gefürchteten "Tiger des Indischen Ozeans "

Für mich hat Surcouf die Eigenschaften, die es braucht, um als Held und Vorbild zu dienen. Seine Kaperfahrten waren erfolgreich und sein Ruf legendär. Sein Erfolg gründet sich in meinen Augen auf sein nautisches Wissen, seinen Mut und die Bereitschaft neues und damit unerwartetes zu wagen.. Er hat seine Mannschaft nicht drangsaliert und seine Gegner ehrenhaft behandelt.

Schön fand ich , dass Robert sowohl Nelson als auch Napoleon getroffen hat und das in Situationen, die ich bereits aus anderen Büchern kannte. Besonders seine Treffen mit Napoleon fand ich faszinierend . Ich habe mir dabei oft Sorgen gemacht, da er auch gegenüber dem Kaiser nicht mit seiner Meinung hinter dem Berg hält. Die Szene , die mich am meisten bewegt hat und die in meinen Augen sehr viel über Surcoufs Charakter verrät, ist sein Abschiedssalut für den gefangenen Napoleon. Und dies obwohl Robert Napoleon mittlerweile für seine Kriege verachtet.

Ungewöhnlich fand ich , dass Surcouf nicht im Kampf auf See stirbt, sondern nach vielen ruhigen Jahren an Land im Kreise seiner Familie . Der Autor beschreibt das Leben dieses außergewöhnlichen Mannes gewohnt anschaulich und lebendig, dass ich immer mittendrin war und beim Lesen nie Langeweile aufkam.

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