Ein spannender Fall und ein sehr sympathischer Hobbydetektiv
Tod auf HohenzollernDer Einstieg in die Geschichte war sehr rätselhaft, denn der Prolog schildert eine Begebenheit aus dem 2. Weltkrieg auf der Burg Hohenzollern. Warum hat mich lange beschäftigt, bis es Sinn ergab.
Wolfgang ...
Der Einstieg in die Geschichte war sehr rätselhaft, denn der Prolog schildert eine Begebenheit aus dem 2. Weltkrieg auf der Burg Hohenzollern. Warum hat mich lange beschäftigt, bis es Sinn ergab.
Wolfgang Kramer, der Schlossmeister auf der Burg, bodenständiger Schwabe und Familienmensch, findet in der St. Michaeliskapelle einen toten Sicherheitsmann. Nicht irgendeinen, sondern Basti, ein enger Freund seit Kindertagen. Sofort tun es alle als Unfall ab, denn Basti hatte ein Alkoholproblem. Wolfgang will das nicht glauben und dank zahlreicher Erfahrungen aus gesehenen Krimis, beginnt er , nach - und zu hinterfragen. Damit stößt er nicht auf Gegenliebe und er selbst muss sich fragen, ob er seine alten Freunde wirklich kennt. Nur seine älteste Tochter Hannah unterstützt ihn, auch wenn sie öfters Bedenken äußert. Die Lösung des Falles offenbart eine Tragödie, die so nicht zu erwarten war.
Die Handlung war sehr fesselnd. Es gab viele Verdächtige und jeder schien ein Geheimnis zu haben. Ich konnte Wolfgangs wachsendes Misstrauen gut nachvollziehen. Er war mir mit samt seiner Familie von Herzen sympathisch. Die Familie ist mit ihren kleinen und großen Problemen ein wichtiger Bestandteil der Handlung, was ich ebenfalls unterhaltsam fand und passt in meinen Augen gut zu dem gelungenen , bodenständigen Cosy Crime. Was mir zudem sehr gut gefallen hat, die Autorin bindet historischen Begebenheiten und bauliche Besonderheiten der Hohenzollern gekonnt in den Krimi ein, so dass man einen guten Eindruck von der Burg bekommt.