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Veröffentlicht am 04.02.2025

Plötzlich Witwe

Von hier aus weiter
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Marlene ist plötzlich Witwe. Ihr Mann hat nach 30 Jahren Ehe Suizid begangen, weil er unheilbar krank war. Benebelt von Beruhigungsmitteln lässt sie die Beerdigung über sich ergehen und fällt dann in ein ...

Marlene ist plötzlich Witwe. Ihr Mann hat nach 30 Jahren Ehe Suizid begangen, weil er unheilbar krank war. Benebelt von Beruhigungsmitteln lässt sie die Beerdigung über sich ergehen und fällt dann in ein tiefes Loch. Nichts und niemand kommt an sie heran und sie lässt sich total gehen. Bis Klempner Jack in ihr Leben tritt. Ehemaliger Schüler von Marlene und selbst hilfsbedürftig. Er hat nämlich keine Wohnung. Kurzentschlossen bietet Marlene ihm an, bei ihr einzuziehen. Das verändert so einiges.

Obwohl das Thema mehr als traurig ist, schafft es die Autorin, dass man durchgehend ein positives Gefühl hat. Die Begegnungen mit der Familie fand ich durchaus amüsant. Ich fand gut dargestellt, welche Gefühle Marlene durchmacht. Sie gehen von einer enormen, aufgestauten Wut in Schuldgefühle, Trauer und Loslassen über. Wie sie das geschafft hat, wird in diesem schönen Buch erzählt. Der Schreibstil ist lebendig, voller Emotionen und leicht verständlich. Die Charaktere sind sehr liebenswert gezeichnet. Sie sind glaubhaft und lebensnah gewählt, was die ganze Geschichte authentisch macht. Fazit: eine Geschichte die tragisch ist, aber Hoffnung und Mut vermittelt.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Archäologische Ermittlung

Die Brandung – Leichenfischer
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Bei archäologischen Arbeiten werden zwei tote Frauen gefunden, die nach Wikingerritualen begraben wurden. Die Archäologin Fria wird dazu gerufen und schon fängt die Recherche an. Auf der Flensburger Seite ...

Bei archäologischen Arbeiten werden zwei tote Frauen gefunden, die nach Wikingerritualen begraben wurden. Die Archäologin Fria wird dazu gerufen und schon fängt die Recherche an. Auf der Flensburger Seite steht Kommissar Ohlsen bereit. Da ich den ersten Band nicht kenne, habe ich mir etwas schwer getan mit den privaten Verbindungen der Protagonisten. Fria war wohl früher Polizistin und ihre Brüder sind es in Dänemark noch. Ich denke aber, wer nur Wert auf den aktuellen Fall legt, kann das Buch unabhängig lesen, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Es geht zu Beginn gleich los mit vielen verschiedenen, sehr kurz beschriebenen Handlungsstränge, die mich immer wieder aus dem Lesefluss rissen. Ich konnte lange keinen Bezug zum Hauptthema herstellen. Ich wurde weder mit Ohlsen noch mit Fria so richtig warm. Insgesamt fand ich den Schreibstil etwas sperrig. Obwohl ich es mag, wenn immer wechselnde Perspektiven eingeflochten werden, haben sie mich hier sehr gestört. Die Spannung hielt sich sehr in Grenzen. Die Polizeiermittlungen waren glaubhaft dargestellt und das Ende war dann auch schlüssig und die einzelnen Handlungsstränge ergaben Sinn. Mich hat der Krimi nicht so wirklich packen können.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Familienfest

Verlassen
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Die schwerreiche Familie Snaeberg trifft sich zu einem großen Familienfest und hat ein komplettes Hotel dafür angemietet, das einsam und verlassen liegt. Das Buch beschreibt den kompletten Verlauf, von ...

Die schwerreiche Familie Snaeberg trifft sich zu einem großen Familienfest und hat ein komplettes Hotel dafür angemietet, das einsam und verlassen liegt. Das Buch beschreibt den kompletten Verlauf, von der Anreise der einzelnen Familienmitgliedern bis hin zum Verschwinden einer Person. Dazwischen erfährt man ein bisschen was über die Ermittlungen der Polizei und deren Befragungen im Hotel. Es kommen auch Hotelmitarbeiter zu Wort. Zu Beginn hatte ich etwas Probleme mit den zahlreichen Personen, die nacheinander vorgestellt werden. Doch durch die klare Kennzeichnung zu Beginn der Kapitel und auch wenn mittendrin die Perspektive gewechselt wurde, war es nicht schwer, dem Geschehen zu folgen. Von Anfang an hat man beim Lesen ein unheimliches Gefühl und merkt, dass hier alle was zu verheimlichen haben. Eine Großfamilie, bei der es mehr Schein als Sein gibt. Ich fand die Geschichte schon sehr fesselnd und spannend, ich habe aber die Ermittlungsarbeit vermisst und vor allem die Ermittlerin Elma. Sie wird nur am Ende erwähnt, woraus klar wird, dass es ein Fall ist, der vor ihrer Ankunft im neuen Team stattfand. Das ist etwas seltsam, da es der 4. Band der Reihe ist. Insgesamt ist dieses Buch kein klassischer Ermittlungsthriller, sondern geht eher in Richtung psychologischer Krimi. Am Ende wird alles schlüssig aufgeklärt.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Geheimer See

Kummersee
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Lena kehrt nach 30 Jahren zurück nach Hause, an den Ort, wo ihr Bruder sterben musste. Als Polizistin begleitet sie ein Vermesserteam, die prüfen sollen, ob sich der Kummersee als Endlager eignen würde. ...

Lena kehrt nach 30 Jahren zurück nach Hause, an den Ort, wo ihr Bruder sterben musste. Als Polizistin begleitet sie ein Vermesserteam, die prüfen sollen, ob sich der Kummersee als Endlager eignen würde. Als am See mehrere Morde geschehen, entwickelt Lena den Ehrgeiz, endlich aufzuklären, warum ihr Bruder gestorben ist und legt sich mit den Unbekannten an.

Dem neuen Autor am Thrillerhimmel ist ein spannendes Debüt gelungen. Es wird ein aktuelles Thema mit aufgegriffen, nämlich die Suche nach einem Endlager und ich fand es interessant, dass hierfür sogar der See untersucht wurde. Iver Niklas Schwarz schreibt sehr klar, bildhaft, leicht lesbar und versteht es Spannung zu erzeugen. Man weiß die ganze Geschichte hindurch nicht, wo sie hinführen wird. Es gibt immer wieder Wendungen im Geschehen, so dass es nie langweilig wurde. Die Figuren sind charakterstark gezeichnet und jeder hat was geheimnisvolles an sich und man will wissen, was sie zu verbergen haben. Die seltsame Atmosphäre am Kummersee kann man regelrecht spüren. Gut haben mir auch die Rückblenden in Lenas Vergangenheit gefallen. Zumal es auch um die damalige Trennung Deutschlands geht und dargestellt wird, wie das Leben in einem Zonenrandgebiet ablief. Zum Ende hin wird mir Lena etwas zu heldenhaft dargestellt, wie sie plötzlich im See zu Dingen fähig ist, die man normalerweise erst längere Zeit üben muss. Mein Fazit: ein sehr spannender und fesselnder Thriller, dem hoffentlich noch weitere Bücher folgen werden.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Besessen

Something Old, Someone New
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Shea Anderson ist sehr abergläubisch. Ihre Oma hat ihr eingetrichtert, dass sie niemals ein Erbstück als Verlobungsring annehmen darf. Obwohl ihr Freund John das weiß, macht er ihr mit einem Vintage-Ring ...

Shea Anderson ist sehr abergläubisch. Ihre Oma hat ihr eingetrichtert, dass sie niemals ein Erbstück als Verlobungsring annehmen darf. Obwohl ihr Freund John das weiß, macht er ihr mit einem Vintage-Ring einen Antrag. Das stürzt Shea in eine Sinnkrise und sie macht sich auf die Suche, nach den Vorbesitzerinnen des Rings.

Im Verlauf der Geschichte macht man sich mit der Protagonistin auf einen regelrechten Roadtrip, den Spuren des Rings hinterher. Shea ist besessen davon, den Ursprüngen des Rings auf die Schliche zu kommen, was mir fast schon unheimlich war. Der Schreibstil ist einfach gehalten, so dass man dem Verlauf gut folgen kann. Anfangs fand ich die Sinnhaftigkeit des Ganzen etwas übertrieben, da auch niemand in ihrem Umfeld darauf angesprungen ist. Die Geschichte wurde dann aber doch ganz unterhaltsam, mit schönen Dialogen und humorvollen Szenen. Ich fand die Schwester von Shea sehr erfrischend. Insgesamt hätte man das ganze etwas straffen können, aber als unterhaltsame, romantische Geschichte für zwischendurch ist das Buch bestens geeignet.

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