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Veröffentlicht am 26.02.2025

Fiktive Stadt

Ginsterburg
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Die fiktive Stadt Ginsterburg steht für viele Städte Deutschlands und wurde vom Autor erschaffen, um aufzuzeigen, was in der Bevölkerung vorging, als der 2. Weltkrieg stattfand. Die Geschichte ist in 3 ...

Die fiktive Stadt Ginsterburg steht für viele Städte Deutschlands und wurde vom Autor erschaffen, um aufzuzeigen, was in der Bevölkerung vorging, als der 2. Weltkrieg stattfand. Die Geschichte ist in 3 Zeitabschnitte aufgeteilt, 1935, 1940 und 1945. Es war interessant, wie sich die Einwohner von Ginsterburg entwickelt haben. Man kann ein paar der Bewohner bei ihrem Werdegang begleiten. Mir blieben die handelnden Charaktere aber viel zu blass und ich fand nicht wirklich den Zugang zu ihnen. Es gibt sehr häufige Szenenwechsel, sodass kaum ein Lesefluss entstehen konnte. Die Handlung wird Stück für Stück dramatischer. Die Szene zu Beginn mit dem Absturz des Piloten zieht sich durch das komplette Buch durch und ich muss leider sagen, das war die spannendste Szene. Ich finde den Grundgedanken sehr gut, denn gerade zur aktuellen politischen Situation passt der Roman sehr gut. Viele stellen sich die Frage, ob sowas nicht bald wieder geschehen könnte, was sich vor dem Krieg damals zugespitzt hat. Ich fand das Buch leider nicht sonderlich fesselnd geschrieben und die Charaktere blieben mir zu blass, so dass es nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Kindlicher Blick

Schwimmen im Glas
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Die Geschichte wird hauptsächlich aus der kindlichen Sicht der damals zehnjährigen Lore erzählt. Dazwischen kommen Einschübe aus ihrem erwachsenen Leben. Der Schreibstil ist sehr speziell, da die Sätze ...

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der kindlichen Sicht der damals zehnjährigen Lore erzählt. Dazwischen kommen Einschübe aus ihrem erwachsenen Leben. Der Schreibstil ist sehr speziell, da die Sätze meist sehr kurz sind und dadurch teilweise etwas abgehackt oder stichpunktartig wirken. Die Aussagekraft ist dennoch hoch. Mir hat sehr gut Lores Blickwinkel auf ihre Familie gefallen und es wird ihre Gefühlswelt sehr gut beschrieben. So würde sie gerne bei ihren Brüdern dabei sein, aber die wollen die Schwester nicht mitspielen lassen. Man begleitet Lore in der Geschichte beim Aufwachsen. Ihren Bezug zu den Großeltern und wie der Großvater über die ganze Familie wacht ist herausragend erzählt. Kinder haben einen anderen Blick auf Geschehnisse, was hier sehr deutlich wird. Am Ende fühlte ich mich gut abgeholt, weil dann die Zusammenhänge hergestellt werden, was es mit der Tante Ursula auf sich hatte und wie alle als Erwachsene auf die patriarchalische Familie geschaut haben.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Schwierige Familie

Die Garnett Girls
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Die Familiengeschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, so dass man etwas über Margo und ihre drei Töchter erfährt, die alle unterschiedliche Probleme haben. Margo wird als Mutter sehr herrschend ...

Die Familiengeschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, so dass man etwas über Margo und ihre drei Töchter erfährt, die alle unterschiedliche Probleme haben. Margo wird als Mutter sehr herrschend gezeichnet. Sie will immer alles wissen und mischt sich ständig in alles ein. Keine Mutter, die man unbedingt haben will. Während es in der Gegenwart um die normalen Probleme in einer Familie geht, wird aber auch die Vergangenheit mit eingeflochten. Man kann sich ein gutes Bild davon machen, wie die Geschwister aufgewachsen sind. Vor allem die Beziehung zwischen Margo und Vater Richard wird thematisiert. Nachdem der Vater ohne ein Wort verschwindet, versinkt Mutter Margo in einer tiefen Depression und die Kinder bleiben sich selbst überlassen. Mir war dieses Familiendrama zu langatmig erzählt. Es floss ständig Alkohol und als ich am Ende mir ein Bild machen konnte, wie es in dieser Familie zuging, fand ich vor allem Margo egoistisch unsympathisch. Die Charaktere bleiben an der Oberfläche. Ein Familiendrama das mich nicht sonderlich gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Dreiecksbeziehung

Rückkehr nach Budapest
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Márta wohnt und wächst in Budapest auf. Ihre Sommer verbringt sie mit ihrer Cousine Theresa, die sonst in Ost-Berlin wohnt. Als sie es nicht mehr zuhause aushält, flieht sie zu ihr nach Berlin und lernt ...

Márta wohnt und wächst in Budapest auf. Ihre Sommer verbringt sie mit ihrer Cousine Theresa, die sonst in Ost-Berlin wohnt. Als sie es nicht mehr zuhause aushält, flieht sie zu ihr nach Berlin und lernt das dortige Leben kennen und macht Bekanntschaft mit ihren Freunden. Von Konstantin ist sie sehr fasziniert, obwohl er mit Theresa liiert ist. Regimekritik in dieser Zeitepoche war gefährlich und die Freunde geraten immer mehr ins Visier.

Erzählt wird in Gegenwart und Vergangenheit. Die Autorin hat einen sehr detaillierten, bildhaften Schreibstil, sodass man sich das Geschehen gut vorstellen konnte. Sie beschreibt sehr gut, wie es damals war, als die Grenzen geschlossen waren, wie vorsichtig alle Kritiker sich bewegt haben. In der Gegenwart blickt Márta auf dem Weg zu Theresas Beerdigung auf die damalige Zeit zurück und trifft auf einige Weggefährten. Ich bin etwas hin- und hergerissen von der Geschichte. Einerseits ist sie gut erzählt. Andererseits hat mir die Handlung der Protagonisten nicht zugesagt, weil da gefühlt jeder mit jedem was hatte. Mir blieben die Figuren sehr fern, da sie alle ziemlich egoistisch in ihren Handlungen wirkten. Jedoch hat auch niemand mal mit dem anderen Klartext gesprochen. Es gibt viele Heimlichkeiten, die nie ans Licht kamen. Da die Geschichte jedoch sehr gut erzählt wird und das vielleicht nur mein persönliches Empfinden den Charakteren gegenüber ist, empfehle ich das Buch trotzdem gerne. Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr wendungsreich und bleibt bis zum Ende interessant.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Echokammer

Echokammer
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Der Thriller beginnt mit zwei Handlungssträngen, die sich dann aber miteinander verweben. Zum einen ist da der Wahlkampf, den Jens Meidell begleitet und im Fokus der Öffentlichkeit steht und zum anderen ...

Der Thriller beginnt mit zwei Handlungssträngen, die sich dann aber miteinander verweben. Zum einen ist da der Wahlkampf, den Jens Meidell begleitet und im Fokus der Öffentlichkeit steht und zum anderen sind die beiden Ermittler Benjamin und Tong, die im Hintergrund einen Anschlag von rechtsnationaler Extremisten vereiteln sollen. Die beiden Ermittler kennen sich zu Beginn noch gar nicht und müssen erst zusammenfinden. Natürlich ist das Thema Wahlkampf und Rechtsextremismus gerade hochaktuell und spricht bestimmt viele Leser an. Ich fand den Einblick in die politische Arbeit und deren Machenschaft sehr realistisch dargestellt. Die Kapitel sind durchweg mit Zeit und Ort gekennzeichnet, so dass man immer wusste, wo man sich gerade befindet. Ich habe mir mit diesem Buch jedoch sehr schwer getan. Ich kam einfach in keinen Lesefluss rein. Teilweise war es sehr langatmig, dann kamen wieder spannende Elemente, wo ich dachte, jetzt geht es los. Dann flachte das wieder ganz ab. Es gibt ein paar Wendungen und zum Ende fand ich die Spannung super, aber über die ganze Geschichte hinweg war mir das zu wenig für einen Thriller. Ganz am Ende geschieht jedoch etwas, wo ich schon gerne wissen würde, wie das weitergeht. Mal sehen, ob ich dem nächsten Band eine Chance geben werde.

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