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Veröffentlicht am 07.04.2026

Ehemalige Liebe

Du musst mich vergessen
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Carrie und Johan waren ein Tag lang verheiratet, dann wurde er in Thailand von der Polizei abgeführt. Carrie sah ihn nie wieder. Sie hat sich mittlerweile ein neues Leben aufgebaut, hat einen neuen Mann ...

Carrie und Johan waren ein Tag lang verheiratet, dann wurde er in Thailand von der Polizei abgeführt. Carrie sah ihn nie wieder. Sie hat sich mittlerweile ein neues Leben aufgebaut, hat einen neuen Mann und zwei Kinder. Beruflich will sie nun endlich auch wieder durchstarten. Doch dann stolpert sie im Internet über einen Beitrag, in dem sie Johan wiedererkennt. Er ist schon länger auf freiem Fuß, lebt in Schweden und hat sich bis heute nie bei ihr gemeldet. Das lässt ihr keine Ruhe, sie muss herausfinden, was damals wirklich passiert ist.

Bisher fand ich die Bücher der Autorin immer sehr fesselnd und sie hat ein Händchen dafür gehabt, Liebesgeschichten mit verworrenen Ausgangssituationen glaubhaft aufzuschlüsseln. Dieses Mal hat mich die Geschichte leider gar nicht packen können. Ich fand weder die Charaktere sonderlich sympathisch, noch fand ich die Geschichte glaubhaft. Auf mich wirkte das alles viel zu konstruiert. Wer da damals alles so seine Finger im Spiel gehabt haben soll, das war für mich überhaupt nicht glaubhaft dargestellt. Der extrem ausführliche Schreibstil hat mich zu Beginn schon gestört, da im Rückblick zu viele Einzelheiten erzählt werden, die nicht wichtig für den Verlauf sind. Ich empfand sie eher als unnötige Seitenfüller. Mich konnte Carrie als Person nicht überzeugen und auch ihre Liebesgeschichte hat mich leider nicht berührt. Vielleicht gefällt anderen die Geschichte besser.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Strandzeit

Summer Tides
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Scarlett flüchtet vor ihrem Freund von London nach Cornwall. In St. Ives will sie ein Strandkiosk betreiben und neu anfangen. Mir hat gut gefallen, wie nett Scarlett von den Menschen in St. Ives aufgenommen ...

Scarlett flüchtet vor ihrem Freund von London nach Cornwall. In St. Ives will sie ein Strandkiosk betreiben und neu anfangen. Mir hat gut gefallen, wie nett Scarlett von den Menschen in St. Ives aufgenommen wurde. Sie greifen ihr alle unter die Arme und unterstützen sie. Die Autorin beschreibt auch die Gegend toll, man kann sich die schönen Strände bildlich vorstellen. Diese Art von Geschichten sind teilweise recht vorhersehbar. Aber unterwegs passieren die unterschiedlichsten Dinge, so dass man gut unterhalten wird. Sehr lustig fand ich Jonahs Familie und die abgedruckten Auszüge aus dem Familienchat. Die Annäherung zwischen Scarlett und Jonah geht langsam vonstatten. Stellenweise war mir Scarlett etwas zu naiv dargestellt. Insgesamt ist es jedoch eine leicht zu lesende Sommergeschichte, die den Auftakt zu einer längeren Reihe bilden soll, in der es immer um einen anderen Bewohner aus St. Ives gehen wird. Da die Charaktere alle schon in diesem Band äußerst sympathisch waren, würde ich die Reihe gerne weiterlesen.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Neuer Blickwinkel

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Sophie ist beruflich und privat überfordert und flüchtet sich in die ostdeutsche Provinz. Dort hat sie aus einer Laune heraus eine Bauruine gekauft und meint, mit ein bisschen Do-it-yourself wird das schon. ...

Sophie ist beruflich und privat überfordert und flüchtet sich in die ostdeutsche Provinz. Dort hat sie aus einer Laune heraus eine Bauruine gekauft und meint, mit ein bisschen Do-it-yourself wird das schon. Vor Ort muss sie sich den Folgen ihres Kaufs stellen und das Beste aus der Situation machen. Mich hat sehr begeistert, wie sich Sophie entwickelt hat. Es war amüsant mitzuerleben, wie sich eine Städterin auf dem einsamen Land anfängt durchzuschlagen. Man kann mitverfolgen, wie sie sich nach dem ersten Schock aufrappelt, die Dinge in die Hand nimmt und kräftig anpackt. Die Autorin hat einen sehr einfühlsamen und beschreibenden Schreibstil, so dass man sich die Handlung gut vorstellen konnte. Die Geschichte ist ein gutes Beispiel, wie man aus dem Hamsterrad ausbrechen kann. Obwohl es kaum Charaktere in dem Buch gibt, war es nie langweilig weiterzulesen. Man kann sich in der Geschichte mit Sophie treiben lassen, einen tollen Sommer auf dem Land erleben und einem jungen Menschen dabei beobachten, wie er die Weichen für sein zukünftiges Leben neu stellt.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Schuldbekennung

Der Sommer, der uns blieb
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Britta, Pia und Martin waren einst ein unzertrennliches Trio, bis Pia plötzlich verschwand. Die Freundschaften brechen auseinander und die drei treffen sich Jahrzehnte später in ihrer Heimat wieder. Was ...

Britta, Pia und Martin waren einst ein unzertrennliches Trio, bis Pia plötzlich verschwand. Die Freundschaften brechen auseinander und die drei treffen sich Jahrzehnte später in ihrer Heimat wieder. Was ist damals geschehen.

Erst einmal muss ich die Buchgestaltung sehr loben. Ich habe selten ein so liebevoll gestaltetes Buch in der Hand gehabt. Die harmonischen Farben und das friedvolle Wiesenmuster ist wie Balsam für die Seele. Die Kapitel sind aus der Sicht der drei Protagonisten geschrieben, die im Wechsel ihre Gedanken mitteilen. Zwischendrin geht es in die Vergangenheit von ihnen, damit man den Zusammenhang versteht, was damals passiert ist. In der Gegenwart haben alle mit alltäglichen Sorgen und Problemen zu kämpfen. Daher kann man einen guten Bezug zu der Handlung aufbauen. Über jedem Kapitel wurde noch ein kurzer Denkanstoß platziert, was sehr zu Herzen geht. Die ganze Geschichte hat mich sehr berührt, so dass ich am Ende sogar ein paar Tränchen vergossen habe. Mir hat besonders die Entwicklung von Martin gut gefallen, denn er erfährt unglaubliche Dinge und muss irgendwie damit umgehen. Es wird auch das Thema Pflege und Demenz angesprochen, da Britta sich um ihren Vater kümmern muss. Leider muss man sich in der Geschichte auch mit dem Thema Krankheit und Tod auseinandersetzen, was aber sehr einfühlsam beschrieben wird. Mich hat das Buch trotz der teilweise schwierigen, sensiblen Themen sehr begeistert, einfach weil es so aus dem alltäglichen Leben herausgegriffen wurde. Das ist eine Geschichte, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird!

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Hilfskräfte

Moosland
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Katrin Zipse befasst sich in dem Buch Moosland mit historisch belegten Ereignissen, die sich nach dem 2. Weltkrieg zugetragen haben. Die isländische Bauernpartei hat einen Aufruf gestartet, um junge Arbeitskräfte ...

Katrin Zipse befasst sich in dem Buch Moosland mit historisch belegten Ereignissen, die sich nach dem 2. Weltkrieg zugetragen haben. Die isländische Bauernpartei hat einen Aufruf gestartet, um junge Arbeitskräfte und Heiratskandidatinnen für isländische Bauern zu bekommen. Die einheimischen Frauen sind zahlreich ausgewandert oder den Soldaten nach Amerika gefolgt. Unter ihnen ist Elsa, die kein Wort Isländisch spricht und sehr um ihre Freundin Sola trauert. Die Geschichte beschreibt, wie sie sich im neuen Land, unter fremden Menschen und einer ganz anderen Lebensweise, wie sie es gewohnt war, zurechtfinden muss. Erzählt wird komplett aus der Sicht von Elsa. Daher empfand ich eine gewisse Distanz zur Geschichte, weil so keine Dialoge zustande kamen. Außerdem wird immer von der Frau und dem Bauer gesprochen. Hier werden keine Namen genannt, obwohl es die Arbeitgeber von Elsa sind. Die Hörbuchsprecherin trägt die Geschichte eher melancholisch und sachlich vor. Ich fand es aber sehr interessant, wie sich Elsa unter den erschwerten Bedingungen entwickelt hat. Man kann mitverfolgen, wie sie sich zuerst gegen alles sperrt und dann aber Stück für Stück immer offener wird. Die Autorin hat gut die Lebensweise in Island eingefangen. Sie beschreibt, was es heißt, in diesem kargen Land zu arbeiten, dem Wetter zu trotzen und sich mit der Mentalität der Menschen zu beschäftigen. Mir hat der Einblick in das Leben sehr gefallen. Eine lesenswerte Geschichte!

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