Profilbild von Lesezeichenfee

Lesezeichenfee

Lesejury Star
offline

Lesezeichenfee ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesezeichenfee über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2018

Fee ist total enttäuscht.....

Der kleine Teeladen zum Glück
0

Fees Inhaltsangabe
Laurie hat einen kleinen Teeladen in der Valerie Lane in Oxford. Dort haben noch 4 weitere Freundinnen einen Laden und einer steht leer. Sie sind alle befreundet und treffen sich Mittwoch ...

Fees Inhaltsangabe
Laurie hat einen kleinen Teeladen in der Valerie Lane in Oxford. Dort haben noch 4 weitere Freundinnen einen Laden und einer steht leer. Sie sind alle befreundet und treffen sich Mittwoch abends in ihrem Laden zum Tee. Eine andere bringt Kekse mit. Laurie ist seit einem halben Jahr in ihren Teelieferanten verliebt. Die anderen wollen ihr helfen, damit es nun endlich klappt und die beiden ein Paar werden.

Fees Meinung

Schon nach den ersten Seiten, die ich gelesen habe, wusste ich: Ich möchte kein Buch mehr von dieser Autorin lesen! Der Schreibstil war arg gewöhnungsbedürftig und dazu jedes Mal „die Tea Corner“, das nervte total. Also wenn schon auf Englisch, dann ist es nach meinem Sprachgefühl DER Tea Corner. Es sagt schon alles, dass hinten auf dem Buch Laurie´s Tea Corner steht. Eigentlich verspricht dieses Buch schon sehr viel. Ohne die anderen Bücher zu kennen (es gibt schon mindestens 2 weitere, hab ich recherchiert), wusste ich, die Autorin wird über jede weitere Besitzerin ihres Ladens schreiben. Über den Antiquitätenladen, den Schokoladenladen, den Wollladen usw. Und ich mache jede Wette, dass in den leeren Laden ein Blumenladen einzieht, samt neuem Buch(titel).

Die Idee dazu finde ich sehr gut. Auch die Geschichte um Valerie Lane und was die Antiquitätenbesitzerin mit ihr zu tun hat, denn sie kennt sich da genau aus. Das Titelbild ist auch wunderschön.

Auch nachdem ich das ganze Buch gelesen habe, möchte ich kein weiteres Buch der Autorin lesen. Es ist so was von flach geschrieben, von vorhersehbar, mir fehlt auch die Romantik. Es ist auch nicht wirklich spannend, sondern total langweilig, irgendwie wusste ich schon von Anfang an, was passieren würde. Ein Klischee nach dem Anderen.

Die Charaktere sind auch nicht sonderlich ausgefeilt. Klar, die anderen sollen einem doch noch ein bisschen fremd bleiben, schließlich gibt es ein Buch über jede, aber trotzdem…. Sie bleiben einem alle fremd, sogar Laurie! Und auch Barry. Ich hatte den Eindruck die 265 Seiten wurden einfach nur so vollgeschrieben, oh schön, schon zu Ende. Ich hatte nicht wirklich ein Lesevergnügen! Für ein Buch, das 10 Euro bzw. 9,99 Euro kostet, habe ich wirklich ein größeres Erwarten. Und sowieso bei sooooooooo wenig Seiten! Dann folgen noch ein paar Teerezepte und was für eine Überraschung ;) eine Leseprobe für Band 2 Die Chocolaterie der Träume. Ich verstehe auch nicht, warum muss das auf Englisch sein? Die Bezeichnung dieser beiden Läden? Nur weil es angeblich in Oxford spielt? Aber WO bleibt dann der Lokalkolorit? Es könnte auch in Hamburg, wo die Autorin wohnt, oder in München spielen. Wenn ich ein Buch lese, von irgendwo, sollte der Flair so toll sein und der Lokalkolorit, dass sich einen Reisewunsch bzw. Fernweh verspüre. Aber leider fehlt hier das „Besondere“.

Ich bin total enttäuscht, wie man aus so einer tollen Idee so einen in meinen Augen- Mist vollbringen kann. Klar, wird das auch seine Leser finden, aber nicht mich!

Fees Meinung

Wie gesagt, die Idee selbst und auch der Name der Straße samt den Mythen um die ehemalige Bewohnerin Valerie finde ich wirklich toll. Aber die Umsetzung, Schreibstil usw. finde ich gar nicht gelungen. Es ist eigentlich ein „billiges“ Buch und als Ebook (NUR als Ebook, nicht als gedrucktes Buch) für 2,99 Euro hätte ich es sogar akzeptiert. Aber bei dem Überfluss an Autoren, möchte ich dann doch lieber andere Autoren lesen.

Veröffentlicht am 28.02.2018

Fee findet Schwedenkrimis toll

Die Eishexe
0

Fees Meinung samt Einblicke in die Geschichte (Vorsicht Spoiler!)

In Fjällbaka wird ein kleines Mädchen vermisst. Man findet sie. Tot. Dasselbe ist schon mal passiert und die Mädchen, die dafür verantwortlich ...

Fees Meinung samt Einblicke in die Geschichte (Vorsicht Spoiler!)

In Fjällbaka wird ein kleines Mädchen vermisst. Man findet sie. Tot. Dasselbe ist schon mal passiert und die Mädchen, die dafür verantwortlich gemacht wurden, Helen und Marie sind beide wieder in der Stadt.

Camilla Läckberg hat einige Brennpunkte in ihrem Buch untergebracht, wie Flüchtlinge, Integration, Schwule, Lesben, Mord an kleinen Kindern, Amoklauf (wobei das ja geplant ist, wenn man eine Waffe bei sich hat) usw. Das Buch ist so vielseitig und zeigt Einblicke in die Gesellschaft, die man sich so nicht wünscht, die aber wohl überwiegend genauso zutreffen. Und nicht nur in Schweden, sondern genauso in Deutschland.

Dass sie die Geschichte von Elin Jonsdotter, die im Jahr 1672 als Hexe verurteilt und hingerichtet wurde, gibt dem Buch noch eine zusätzliche Würze. Sie hatte damals die „Schuldigen“ verflucht.

Zuerst war es – wie immer – ein bisschen verwirrend, da man immer bei anderen Charakteren zu Gast war, die dann alle zusammengefunden haben.

Das faszinierende an diesem Buch ist, dass eigentlich alle Opfer sind. Opfer ihrer Kindheit, Opfer des Nichtwissens, was wirklich war, Opfer von Erwachsenen, Opfer von Verwandten Opfern. Irgendwie ist das ganze total beklemmend. Dass dann ein Flüchtling – obwohl nun hätte alles gut werden können – weiterzieht und flieht, verwundert einen dann nicht mehr wirklich.

Diese – grausame - Geschichte ist irgendwie total stimmig und könnte sich tatsächlich irgendwie so zugetragen haben. Auch das mit der Hexenverbrennung kann ich mir so vorstellen. Da so viele Seiten beleuchtet wurden und dass man so viel über die wichtigen Charaktere erfahren hat, bleibt man als Leser mit einer gehörigen Portion Mitleid – für alle – zurück.

Es bauscht sich alles zum großen Finale auf, was vor 30 Jahren angefangen hat. Es kommt zu einigen „Generalproben“ bis dann das furiose Finale zu viele Todesopfer fordert. Dabei gab es viele Sachen, die nicht beabsichtigt waren, wie dass die beiden Kleinen starben. Das letzte kleine Mädchen war ein Unfall, leider haben die Beteiligten nicht richtig reagiert. Beim ersten Mädchen war es ja auch zuerst ein Unfall, bis ein anderer Erwachsener den „Mord“ vollzogen hat.

So viele unglückliche Menschen, die man alle zum Psychiater hätte schicken müssen, um ihr Leben aufzuarbeiten und nicht wiederum ihre Kinder unglücklich zu machen, sind mir schon lange nicht mehr in einem Buch vorgekommen. Eigentlich war nur Helens Mann wirklich Böse. Allerdings würde man Homosexualität in der Gesellschaft anerkennen, wäre es wohl nicht so weit gekommen. Also ist auch er irgendwie ein Opfer. Die zwei Jugendlichen, die den dritten mitgezogen haben, waren nicht wirklich Böse, nur einfach dumm und blöde. Aber sie waren auch unglücklich, durch die Ereignisse vor 30 Jahren.

Wer hat Schuld? Alle und K(E)iner! Hätte die Polizei vor 30 Jahren nicht gleich aufgehört zu ermitteln, und hätte sie Helens Mann überführt, wäre wohl das super spannende Buch zu Ende gewesen, bevor es angefangen hat. Man kann die einzelnen Charaktere sehr gut verstehen. In anderen Büchern ist es einfacher, zu sagen, das ist der Böse und alle anderen sind die Guten.

Irgendwie ist das ganze ein Abklatsch aus dem realen Leben, was fast jedem zustoßen könnte. Hier kommt nur gaaaaaaaaaaaanz viel zusammen.

Und der Lokalkolorit? Gabs den hier? Mal von der Gesellschaft und den Schweden abgesehen, war ich so fasziniert, entsetzt, mitleidig dass ich keine Ahnung habe, ob die Autorin über die schöne schwedische Landschaft geschrieben hat. Ich denke schon. Aber es ging wohl unter.


Fees Fazit

Camilla Läckberg hat sich mit ihrem Buch „Die Eishexe“ mal wieder selbst übertroffen! Sie hat viele Themen eingebaut, die Charaktere wunderbar beschrieben, so dass man verstand, warum sie so gehandelt haben. Man konnte sich in die meisten rein versetzen. Es sind so viele brillante Charaktere, dass ich keinen Lieblingscharakter haben. Super spannend und empfehlenswert, für alle, die Krimis mögen.

Veröffentlicht am 14.01.2018

History in Münster ;-)

Die Sichel des Todes
0

Fee erzählt von der Geschichte
Kommissar Heinrich Maler und sein Gehilfe müssen nach Berlin. Dort wird Ihnen von der preußischen Geheimpolizei der Auftrag gegeben, sich um John Rodman, einen deutschstämmigen ...

Fee erzählt von der Geschichte
Kommissar Heinrich Maler und sein Gehilfe müssen nach Berlin. Dort wird Ihnen von der preußischen Geheimpolizei der Auftrag gegeben, sich um John Rodman, einen deutschstämmigen Millionär aus den USA, zu beschützen. Der Millionär möchte in Deutschland investieren, bekommt aber einige Drohbriefe, weil er "das Urevangelium" sucht. Dabei weiß niemand, ob es das gibt oder nicht und wenn, wäre es die Katastrophe für die Kirche. Das ganze spielt 1877 in Münster. Es gibt immer Rückblenden ins Mittelalter. Es geschehen ein paar Morde und der Kommissar kommt selber in die Mühlen der Justiz.


Fees Meinung
Ich hab ja nichts mit Geschichte am Hut, nichtsdestotrotz liebe ich Münster wie meine Geburtsstadt und finde die Geschichte der Wiedertäufer total interessant. Das Buch war so faszinierend, wenn auch der "Ekel der sanitären Anlagen" nicht wirklich beschrieben wurde (daher positiv light), und absolut spannend. Die Charaktere waren so brillant beschrieben, dass ich mir alles vorstellen konnte. Die Geschichte fand ich auch super erzählt (nein, als mit Evangelisch als Konfession, kann man die Urgeschichte nicht super finden, auch so) und ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass es sich so abspielen könnte. Die Charaktere haben ihre Schwächen und Stärken und man kann sich nicht entscheiden, welcher Charakter nun der Beste ist. Es waren ein paar Sachen absehbar, wie zum Beispiel die Klassenunterschiede, aber nichtsdestotrotz tat dies dem Krimi keinen Abbruch.


Fees Fazit
Wenn jeder historische Krimi so spannend, toll und light wäre, wäre es ein Vergnügen, historische Bücher zu lesen. Es ist ein "Behaltebuch", ich werde es noch mal lesen und werde Band 1 auf jeden Fall auch besorgen und lesen.

Veröffentlicht am 14.01.2018

Kein Buch für die Fee

Das kalte Licht der fernen Sterne
0

Fees Schnellcheck

Anna Galkina Das kalte Licht der fernen Sterne
Frankfurter Verlagsanstalt, 2016
und ich seh immer noch nicht das sinnlose Abtippseln als gut an, daher seht die Bilder an...

Fee erzählt ...

Fees Schnellcheck

Anna Galkina Das kalte Licht der fernen Sterne
Frankfurter Verlagsanstalt, 2016
und ich seh immer noch nicht das sinnlose Abtippseln als gut an, daher seht die Bilder an...

Fee erzählt vom Inhalt
Nastija wächst, mit ihrer Mutter und Großmutter, nicht weit von Moskau auf. Sie sind arm und auch die meisten Menschen in ihrem Ort sind arm.


Fees Meinung
Das Buch besteht aus vielen kleinen Geschichten, die zuerst völlig unzusammenhängend und langweilig sind. Erst als Nastija ungefähr 16 ist, kommt das Buch in Fahrt. Zunächst erzählt sie unnahbar und dann ist sie inmitten des Geschehens und der Leser mit ihr. Ab der Hälfte des Buches kam ich mit dem Schreibstil klar und dann ging es fortlaufende weiter, als Geschichte. Der Inhalt gefiel mir auch nicht. Man kann es zusammenfassen mit Sex und Alkohol. Was alles einklammert, was da so dazugehört: Erste Liebe, aber vor allem negatives wie Kater, Übergeben, Vergewaltigung, Abtreibung usw.

Ich finde das Buch gruselig-schrecklich-eklig und ich mag mir gar nicht alles vorstellen, was da erzählt wird. Für jemand, der fast keinen Alkohol trinkt und der nicht gerne betrunken ist, für den ist das alles schrecklich und man hat nicht wirklich Verständnis oder Mitgefühl.
Die Sprache ist derb und ich mag keinen der geschilderten Charaktere und das will was heißen. Sonst muss ich mir immer überlegen, wer ist mein Lieblingscharakter? Hier weiß ich, dass ich niemanden mag und einfach nur froh war, als ich das Buch ausgelesen habe. 217 Seiten die erst langweilig sind, dann in Fahrt kommen, aber widerlich und eklig sind.

Fees Fazit
Am Ende bleibt man zurück und denkt, am besten man hält sich fern von Russland, von diesem Buch und der Autorin.

Veröffentlicht am 14.01.2018

Fee ist gedanklich beschäftigt mit dem Inhalt

Stadt der Lügen
0

Fee zum Inhalt

Die Autorin stellt einige Menschen aus Teheran vor. Ihren Lebensweg und bei manchen bis zu ihrem Tod. Man bekommt Einblick in die Stadt, auch die geschichtlichen Hintergründe. Viele Geschichten ...

Fee zum Inhalt

Die Autorin stellt einige Menschen aus Teheran vor. Ihren Lebensweg und bei manchen bis zu ihrem Tod. Man bekommt Einblick in die Stadt, auch die geschichtlichen Hintergründe. Viele Geschichten sind wahr, manche aus verschiedenen echten Charakteren zusammengesetzt, aber so, dass die Überlebenden keine Angst haben müssen, dass irgend jemand bemerkt, dass sie es sind. Natürlich sind auch die echten Namen durch andere ersetzt worden.
Fees Meinung

Als Westlerin bin ich total geschockt und denke, das ist ja noch schlimmer als bei uns. Nur dass dort vieles verboten ist und es noch die Todesstrafe für viele Sachen gibt. Am Anfang war es sehr schwierig zu lesen, vor allem leidet man mit manchen Charakteren und dann werden sie gehängt. Besonders das Beispiel von Leyla hat mich das geschockt. Froh war ich dann im Anhang, dass ich erfahren habe, dass die echte „Leyla“ nicht gehängt wurde. Todesstrafe, nur weil Frauen dazu gezwungen sind, Prostituierte zu sein, das finde ich nicht richtig. Vor allem, da sie sich eine Ehe mit Kindern wünscht. Was stinknormales also, aber da wo sie hineingeboren wird, hat sie von Anfang an keine Chance.
Ich hatte so viel Mitleid mit den Menschen und es fiel mir sehr schwer, das Buch zu lesen.

Ab der Mitte ging es dann wieder, es gab dann auch sogenannte „Happy Ends“, die man aber nie so vorhergesehen hätte. Vor allem wie oft „Sex“ und Prostitution im Spiel war, fand ich schrecklich.
Und ja, in dieser Stadt würde ich auch zur Lügnerin, weil man anders keine Chance hat zu überleben! Wieder einmal zeigt sich, dass man auf keinen Fall als Frau geboren werden sollte! Trotzdem kann ich verstehen, dass manche Leute dort nicht wegwollen, weil sie es einfach so gewöhnt sind und ihnen dann z. B. London mit denn doch etwas steifen und weniger herzlichen Engländern auf Dauer nicht gefällt.

Wobei das natürlich auch bei Menschen aus Teheran manchmal so und manchmal so ist. Ich hätte nie gedacht, dass dieses Buch so „spannend“ und „wirklich schockierend“ in vielerlei Hinsicht ist. Fasziniert hat mich Pari. Ihren Charakter mochte ich am Liebsten, aber um nichts in der Welt hätte ich mit ihr tauschen wollen!

Fees Fazit

Zum 1. Mal in meinem Leben bin ich froh, dass ich in Deutschland geboren wurde, als Christin, auch wenn ich jetzt nicht wirklich fromm bin. Ich kann hier nur eine Leseemfehlung geben und keinerlei Kritik äußern, weil ich einfach sprachlos und geschockt bin.