Profilbild von Lesezeichenfee

Lesezeichenfee

Lesejury Star
offline

Lesezeichenfee ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesezeichenfee über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2023

~~~ Fees Lieblingskatze ~~~

Die Weihnachtskatze
0

Eine ältere Ciao-Rezi von 2013.

Die Story
Harry Haristeen besucht kurz vor Weihnachten die Brüder der Barmherzigkeit, weil sie diese unterstützt, in dem sie dort einen Weihnachtsbaum kaufen möchte. Sie ...

Eine ältere Ciao-Rezi von 2013.

Die Story
Harry Haristeen besucht kurz vor Weihnachten die Brüder der Barmherzigkeit, weil sie diese unterstützt, in dem sie dort einen Weihnachtsbaum kaufen möchte. Sie hat ihn ausgewählt und möchte ihn abholen, aber leider sitzt ein toter Mönch davor. Alle sind entsetzt und Harry findet nun alle Mönche verdächtig. Kurz darauf wird ein zweiter Mönch ermordet und dann stirbt auch noch ein angesehenes Mitglied der Gemeinde. Zusammen mit ihren Tieren, allen voran Mrs. Murphy, macht sie sich daran, den Fall zu lösen. Harry wird von Mrs. Murphy und Tucker ihrem Hund geholt, als er und Mrs. Murphy was finden. Sie finden eine Kiste mit Geld und Harry wird niedergeschlagen. Tucker holt Hilfe und Pewter, der dicke Kater kommt mit, denn es liegt sehr hoher Schnee und ein Schneesturm hat sich angekündigt. Doch ob ihre Freundin Deputy Cynthia Cooper und ihr Mann Fair Haristeen sie retten können, nachdem bereits der Schneesturm tobt und sie ziemlich weit weg von zu Hause sind?

Meine Meinung
Ich mag die Krimis von Rita Mae Brown und Sneaky Pie der Co-Autorin. Die Tiere sind herrlich erfrischend und helfen Harry auch diese Mal, als diese mal wieder in die Klemme gerät. Inzwischen hat die Autorin schon einen ganzen Zoo eingebaut. Was mir sehr gefällt und einem jedes Mal ein herzliches Wiedersehen beschert.
Was natürlich auch sehr hilfreich ist, für Menschen, die sich in der Zoologie und der Charaktere von Rita Mae Brown nicht auskennen sind die Seiten vorne zur Einleitung: Personen der Handlung und die wirklich wichtigen Figuren, nämlich die Tiere. Jeder wird im Buch noch mal kurz gestreift, aber man weiß – wenn man vorne die 4 Seiten gelesen hat – wer wer ist. Von daher können auch Quereinsteiger die Bücher lesen, auch wenn sie die vorherigen Romane der Serie nicht kennen. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man diese gelesen hat, aber man muss nicht. Ich lese sie auch ab und zu durcheinander und nicht in der richtigen Reihenfolge, das macht hier gar nichts aus.
Einige Leute, wie ihre Freundin, die Tochter von Big Mim, kommen dafür in diesem Buch ein wenig zu kurz. Aber es gibt schon genügend Leute und die Autorin muss ja ein paar fremde Leute einbauen, damit sie einen „Mörder“ präsentieren kann und auch einige Leichen, denn die Hauptakteure dürfen nicht sterben, denn sonst wäre ja der Krimi zu Ende.
Es gab schon mal eine Mönchsgeschichte, damals war irgendwie glaube ich Susan mit dem Mönch verwandt. Susan ist Harrys beste Freundin. Das ist wohl auch der Grund, warum sie eine andere Buchserie angefangen hat, und mit dieser wohl die letzten Bücher geschrieben hat. Was ich persönlich schade finde. Die neue Serie gefällt mir nicht so gut. Ich hab ein Buch davon gelesen. Die Charaktere sind irgendwie ähnlich, die Gegend auch, aber sonst ist alles anders. Vielleicht auch, weil man die Leute nicht kennt und man sich in sie reinversetzen kann. Und mit Pferden und Fuchsjagden kann ich mich auch nicht anfreunden. Hier – bei der Serie um Mrs. Murphy - sind die Pferde nur Beiwerk, von daher ist das nicht so tragisch. Es ist nicht so, dass ich sie nicht mögen würde, aber ich kann mit Katzen und Hunden mehr anfangen, wie mit Pferden und Füchsen.
Die Autorin übt auch hier wieder heftig Kritik an der Politik. Es gibt einige Diskussionen und man merkt, dass die Autorin nicht sehr zufrieden ist, mit den Politikern in Amerika.
Die Mönche hat sie sehr gut beschrieben und so taucht gleich die Frage auf, ob dort nicht der Mörder zu finden ist oder ob die Mönche was zu verbergen haben. Jeder Mönch hat in seinem früheren Leben Dinge getan, die gesetzeswidrig waren oder eben gesundheitlich bedenklich. Das hebt die Spannung und so ist die Geschichte bis zum Ende nicht langweilig. Bis zum Schluss weiß man nicht, wer der Mörder ist und tappt im Dunkeln. Auch so, tauchen Personen auf, die nichts damit zu tun haben und die Autorin führt den Leser nicht nur ein Mal in die Irre.
Die Geschichte ist auch nicht zu blutrünstig, man kann sie auch seinen Kindern zu lesen geben. Und sprechende Tiere sind auch sehr erheiternd, vor allem wenn sie sich mal wieder streiten und sich nicht einig sind oder wenn sie Streiche spielen. Ihr merkt schon, dass ich die Geschichte sehr genossen habe.
Auch die vorweihnachtliche Stimmung kommt nicht zu kurz. Es weihnachtet sehr in diesem Buch und am besten wäre es, dieses in der Adventszeit zu lesen, aber auch so, sind stimmungsvolle Kakaoabende am Kamin eine schöne Geschichte für kalte Winterabende, auch wenn Weihnachten schon vorbei ist.
Schön finde ich auch, dass die Autorin ein Thema aufgreift, das bei vielen noch ein Tabu-Thema ist: die Homosexualität. Sie beschreibt das, als wäre es normal, was es auch sein sollte. Damit zeigt Rita Mae Brown, wie aufgeschlossen sie gegenüber diesen Mitmenschen ist. Ich finde das schön, dass sie darüber schreibt und Menschen, wie du und ich, die ja auch „normal“ sind (bytheway, was ist normal? Das was die Mehrheit ist? Und warum ist die Mehrheit dann normal? Vielleicht sind Minderheiten normal? Indianer waren schließlich als erste in Amerika, nur mal so. Wie definiert man normal?). Wie beschreibt man nun als Rezentin dieses Buch und dieses Thema, ohne sich gründlich im Fettnäpfchen zu aalen? Auf jeden Fall schließt die Autorin niemand aus, ich glaube, sie hatte auch schon mal „Schwarze“ in ihre Romane eingebaut und das finde ich schön. Ich persönlich halte die Autorin für sehr aufgeschlossen und bei weitem intelligenter, als den Durchschnittsamerikaner, aber das ist wieder ein ganz anderes Thema!

Sonstiges
Wer etwas über die Autorin wissen will, der kann hier nachsehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/RitaMaeBrown
Da steht auch, welche Bücher schon auf deutsch veröffentlicht wurden. Die Geburtstagskatze kenne ich schon. Mausetot erschien 2012 und the big catnap auch. Nun, da kann man sich doch noch auf 2 weitere Bücher von Rita Mae Brown freuen. Allerdings habe ich mal gehört, sie hätte diese Serie eingestellt, weil sie die Sister Jane Serie begonnen hat.
Und mehr Details rund ums Buch findet man hier:
http://www.amazon.de/Die-Weihnachtskatze-Fall-Mrs-Murphy/dp/3548283896/ref=sr11?s=books&ie=UTF8&qid=1361187473&sr=1-1
Allerdings habe ich sie für 2 Tickets ertauscht und man kann das Buch für 1 Euro als Büchersendung verschicken.
Für alle Bierfans:
http://de.wikipedia.org/wiki/St.PauliGirl
Das ist das Lieblingsbier der Hauptakteurin und wer in Bremen oder HH wohnt, der kann das in ausgewählten Shops kaufen. Es wäre nett, wenn mir jemand eins schicken könnte. Ich würde das auch mal gerne probieren. Bis 2010 gabs das nur für Leute in den Vereinigten Staaten...Immerhin wissen die Amis, dass es bei uns gutes Bier gibt. Wie schon Magnum, der auf Düsseldorfer Alt stand.
Topsy-Turvy - Auf den Kopf gestellt ist ein Film über das Komponistenduo Gilbert und Sullivan. Dieser wird hier auch erwähnt und falls ich mir den besorgen kann, dann möchte ich den gerne schauen. Ich finde, die Autorin hat wirklich einen guten Geschmack.
Meine Empfehlung
5 Sterne und kaufen, ertauschen und lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.05.2023

~~~Fees Mängelexemplar!!~~~

Mängelexemplar
0

Ciao Rezi von 2011

Der Inhalt

Karo Hartmann ist eine toughe, schnelllebige, flexible Frau. Sie ist intelligent, hat Humor, ist sympathisch und ironisch. Alles ist ok, bis sie falsche Freunde aussortiert, ...

Ciao Rezi von 2011

Der Inhalt

Karo Hartmann ist eine toughe, schnelllebige, flexible Frau. Sie ist intelligent, hat Humor, ist sympathisch und ironisch. Alles ist ok, bis sie falsche Freunde aussortiert, ihre „Beziehung“ beendet. Sie verliert den Boden unter ihren Füssen und beginnt mit einer Psychotherapie. Ihr innerstes wird nach außen gekehrt und alles in ihrem Leben wird beschrieben.
Die Meinung anderer

Meine Mama:“ Das Buch ist mir zu banal.“
Stern.de:“ Das richtige Buch zur richtigen Zeit.“
Dieter Moor, ARD, ttt:“Ich war von der ersten Seite an einfach begeistert. Ein Buch, nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer – jeden Alters.“
Mein Mann, nachdem er kurz reingesehen hat:“So was lese ich nicht, das ist doch bescheuert.“
Meine Freundin: “Das musst du Lesen, das tut dir sicher gut. Ich finde es interessant.“
Meine Meinung:

Nun weiß ich was alle meinen. Interessant, ja, das ist es. Mal ein Buch über Psychotherapie und so, ein mutiges Thema allemal, von daher interessant.
Banal? Ich glaube, sie meinte eher langweilig und auf nicht so tollem Niveau. Denn mit den Allgäu-Krimis von Kluftinger kann man das nicht vergleichen. Als Krimiliebhaberin und Anhängerin von
Maeve Haran und einer anderen lustigen Krimiautorin bin ich total enttäuscht von diesem Buch. ICH Fand ES NICHT HUMORVOLL. Dauernd habe ich mich gefragt, wo hat sie ihren Humor versteckt. Ich habe ihn nicht gefunden.
Gut tun? Also ich weiß nicht, wem dieses Buch gut tun soll. Ich weiß nicht, warum man so etwas freiwillig liest.
Bescheuert? Ich glaube, das trifft es am ehesten. Außerdem fand ich es auch langweilig, kein bisschen spannend. Oft habe ich mich gefragt, wenn ich die Akten eines Psychologen lesen würde, wäre es sicher spannender und interessanter, als dieses Buch.
Für wen ist denn dieses Buch? Diese Frage kann ich auch nicht beantworten. Vielleicht für junge Leute um die 20? Vielleicht sind meine Mutter und ich zu alt dafür?
Für mich war das Buch von Anfang bis Ende enttäuschend und langweilig. Ich konnte keinen tieferen Sinn entdecken, lustig war es auch nicht. Der Schreibstil war irgendwie eigenwillig und verkrampft. Ausgefallene Metaphern machen kein gutes Buch daraus.
Karo ist einem zwar sympathisch, aber sie wuchs mir nicht ans Herz, ich hab ständig Abstand gehalten und das fiel nicht mal schwer. Manchmal dachte ich, die ist total bescheuert und die Autorin gleich mit.
„Ich werde Antidepressiva nehmen....“ Da habe ich mich dann auch noch gefragt: “Gesponsert bei der Pharmaindustrie?“ Wer weiß, was Antidepressiva für Nebenwirkungen haben, der ahnt, dass ich das nicht für gut befinden kann. Manche, die vorher nicht an Selbstmord gedacht haben, tun es dann. Irgendwann gab es im Fernsehen mal eine Dokumentation darüber. Es gibt viele Wege eine Depression zu beenden, dazu gehören aber ein guter Arzt, eine gute Psychotherapeutin, eine Familie, die voll hinter einem steht, gute Freunde, viel Ablenkung und eine Zukunftsperspektive. Und das alles ist sehr schwierig zu bekommen. Ärzte gibt es viele, doch die meisten haben keine Zeit. Freunde wenden sich von einem ab, Familie erkennt nicht, dass man krank ist.... Und Zukunft? In einer Depression gibt’s keine Zukunft....
Natürlich ist eine Depression ein „fucking event“, was ich leider voll und ganz bestätigen kann. Aber ich finde dies so in ein Buch zu verarbeiten, das gefällt mir nicht. In mir wehrt sich alles. Das Buch ist so langweilig, dass ich es sicher kein zweites Mal lesen möchte und auch keinem mehr ausleihen werde.
Der Fee Schnellcheck

bezahlter Preis: 8,95 Euro
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Kaufort: überall wo es Bücher gibt
Seiten: 262
Veröffentlicht: Zuerst 2009, dieses Exemplar Oktober 2010
Das Fazit

Sterne? Dafür muss ich auch noch Sterne geben? Na ja, den Pflichtstern für das Thema, wenn es auch total unglücklich angefangen wurde und beschrieben wurde. Und sonst? Von mir gibt es keine Kaufempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.05.2023

~ BüFrüh 2014.17: Die zweihundertsechsundsiebzig Seiten Qual ~

Cannstatter Zuckerle
0

Eine alte Ciao Rezi

Fee erzählt die Geschichte
Die noch lebenden Hauptpersonen des letzten Buches feiern zusammen. Dabei beschließt Frau Ranberg, Irma Eichhorn als Begleitung mit nach Ägypten zu nehmen. ...

Eine alte Ciao Rezi

Fee erzählt die Geschichte
Die noch lebenden Hauptpersonen des letzten Buches feiern zusammen. Dabei beschließt Frau Ranberg, Irma Eichhorn als Begleitung mit nach Ägypten zu nehmen. Da aber erst mal ein Stuttgarter Zahnarzt vom Riesling-Steg in den Tod stürzt, muss das schwäbische Team mit der norddeutschen Ermittlerin versuchen herauszufinden, wer der Mörder ist. Irgendwann scheint es so, als hätten sie den Mörder und da das „Cannstatter Zuckerle“ eh unauffindbar ist, darf Irma Eichhorn endlich nach Ägypten fahren. Dort erlebt sie so allerlei.
Fee ist sauer
Also der letzte Krimi war grad noch so empfehlenswert, aber jetzt reicht es mir ehrlich. Noch 2 so Silberburg-Krimis und ich meide den Verlag, wenn ich ein Buch lesen will.
Es gibt hier so viele Ungereimtheiten, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll! Erst mal bekommen Frau Ranberg und die Ermittlerin noch kurzfristig Mitte Dezember eine 1-wöchige Reise nach Ägypten gebucht. Dann klingt das ganze wie recherchiert, und nicht wie erlebt. Die Autorin versucht ständig Bilder zu zeichnen und sie bleiben verschlossen, wie hinter einer Tür. Nach meiner Meinung versucht sie ständig alles auszuschmücken und bildlich darzustellen, aber das ist einfach zu viel. Sie serviert dem Leser Sachen, da graust es einem.
Schlimm genug, dass es am heiligen Abend Kartoffelsalat mit Mayo und weiteren gruseligen Zutaten gibt, aber dann gibt’s an Weihnachten noch Grünkohl. Wer bitte isst in Norddeutschland Grünkohl an Weihnachten? Also die Autorin hat mich so irritiert, dass ich eine geschlagene Woche zum Lesen gebraucht habe und mich geärgert habe.
Wieder schickt sie die schwäbische Mann-Truppe auf die falsche Spur und Superwoman Eichhörnchen bringt die Beweise und kann alles aufdecken. Im ersten Krimi scheint sie Gefallen an ihrem Kollegen zu finden und im zweiten Krimi scheint sich eine Romanze mit dem ehemals Hauptverdächtigen anzubahnen. Es irritiert einfach, während der Kollege mit der Sprechstundenhilfe des Zahnarztes ausgeht. Lauter Romanzen. Denn der junge Ermittler, der neu zugeteilt wurde, findet gefallen an der Schwester des ehemals Hauptverdächtigen. Was ist das? Ein Krimi oder eine Verlängerung des ohnehin schon langweilig und langgezogenen Krimis, damit man dann doch noch ein paar mehr Seiten befüllen kann?
Der Krimi ließ mich so verzweifeln, dass ich stellenweise das Buch nicht mehr weiterlesen wollte. Es war so langweilig und auch so konstruiert und so verrückt alles. Ich kam mir vor, als ob Frau Ramge eine Ägyptenreise aus dem Prospekt oder von Beschreibungen beschrieben hat. So aus 2. Hand oder so. Es klang für mich, die wirklich schon mal eine Nilkreuzfahrt gemacht hat, teilweise so unglaubwürdig und verrückt. Es gab auch kein Ägyptenflair, kein Wiedererkennen für mich, sondern einfach ein Überlegen, ob ich tatsächlich in Ägypten war, aber ich hab Filme gemacht und hab 2 Fotoalben voll mit Bildern geklebt. Also ich war da, war Frau Ramge in ihren Fantasien dort?
Sie scheint zumindest Stuttgart zu kennen, aber wie schon im ersten Buch war vieles merkwürdig zusammen konstruiert. Warum sollte Superwoman Irma denn alleine in die Wohnung gehen um den oder die Mörderin zu stellen? (Ich sag jetzt nicht wer oder ob weiblich oder männlich, vielleicht gibt’s ja tatsächlich noch mutige Leute, die sich auf den Krimi einlassen wollen!) Wo sie doch alles sonst so genau weiß? Also hirnrissig. Statt abends um 11 mit ihrem Kollegen und Nutella (ein Hund) dahinzugehen, geht sie alleine, ohne Waffe, ohne alles. Wie blöd ist das denn? Sonst weiß Irma Eichhorn alles, ist viel, viel intelligenter als ihre als „blöde und dumme Schwaben“ dargestellten Kollegen und dann begeht sie selbst die größten und gefährlichsten Dummheiten? Das passt einfach nicht zusammen. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Auch so, ich bleibe dabei, ein Schwabenkrimi, der die schwäbischen Ermittler als dumm und borniert darstellt, ist einfach ein No-Go! Das geht einfach nicht! Die Schwaben sind vielleicht ein wenig stur, aber hier finde ich, werden sie als dumm dargestellt und das ist doch ein himmelweiter Unterschied.
An ihr Spezialschwäbisch habe ich mich ja schon gewöhnt, auch daran, dass sie manchmal die Kollegen miteinander Hochdeutsch sprechen lässt auch, aber das macht das ganze noch unglaubwürdiger für mich und das ist einfach schade. Genau das ist der Flair, der mir bei Brezeltango und Co (3 sehr empfehlenswerte Bücher von Elisabeth Kabatek) gefallen hat. Und dann bin ich schon bei einem weiteren Punkt: Wie kommt es, dass hier eine Frau Aline, also Line genannt wird? Also ehrlich, ich habe massenhaft Bücher gelesen und nie wurde jemand Line genannt. Warum also ist hier der Name genau so, wie bei Elisabeth Kabateks Hauptperson? Gehen beim Silberburg-Verlag die Namen aus? Will man bewusst an Kabateks Erfolg anknüpfen? Ehrlich, also bei Elisabeth Kabateks 3 Büchern hab ich alles genossen und diese Bücher sind auch Behaltis, aber die von Sigrid Ramge, die möchte ich so schnell wie möglich wieder loswerden!
Es war so vieles, was mir in dem Krimis negativ aufgefallen ist, schon nach den ersten Seiten hätte ich mich über x-Seiten auslassen können. Nur gut, dass ich mir nicht alles merken konnte. Ich hatte einfach des öfteren den Eindruck, dass schwäbische Weine (Trollinger, Cannstatter Zuckerle) der Autorin nicht so gut getan haben. Bei manch einem Lied habe ich mich schon gefragt, was hat der Schreiber getrunken, dass ihm so ein Text einfiel. Nein, das möchte ich hier jetzt nicht weiter ausführen, aber ich hatte den Eindruck, dass die Autorin für einen guten Umsatz des Weines mitverantwortlich ist. Zumindest hier scheint sie den Umsatz anzukurbeln, das alleine wäre dann schon den Stern, den Pflichtstern, den man bei Ciao geben muss wert.
Es gab einige Fehler in dem Buch, was mich enttäuscht hat. Dazu fand ich – meinen Eindruck bestätigt - vor allem durch die Paarfindung am Schluss, dass das ganze doch sehr seicht war und ich mich gefragt habe, ist das ein billiger Heftchen-Liebesroman? Von einem Krimi und sowieso von einem Regionalkrimi erwarte ich deutlich mehr Niveau! Ich kann gar nicht sagen, wie enttäuscht mich dieses Buch vom Silberburg-Verlag hat. Wie kann man so etwas veröffentlichen?
Dieses Buch ist dermaßen lieblos geschrieben, in meinen Augen. Die Charaktere sind einfach nicht gut genug ausgearbeitet und widersprechen sich selbst. Sie bewegen sich auf keiner einheitlichen Linie und enttäuschen dermaßen. Dazu ist Stuttgart und wie man wohin kommt, dermaßen ausführlich geschrieben, wie wenn die Stadt Stuttgart sie persönlich dazu eingestellt hat, damit hier Werbung für die Stadt gezielt eingearbeitet wird. Gewiss Stuttgart ist wirklich eine schöne Stadt, aber so lockt man keine Touristen an und so empfinde ich das schon als eine Beleidigung für meine alte Heimat! Ist Stuttgart 21 genauso ein Milliarden-Grab wie der Berliner Flughafen und versucht man jetzt Touristen in die Stadt zu locken, nachdem irgendwie Bienzle „in Rente“ ging?
Dieses Buch hat meine Erwartungen enttäuscht und ich empfinde es als Zeitverschwendung, dieses Buch gelesen zu haben. Nichts in dem Buch passt so wirklich zusammen. Es wirkt so konstruiert, langweilig und dazu noch in die Länge gezogen. Dazu ist das Buch total humorlos in meinen Augen. Und ständig Superwoman Eichhörnchen, irgendwann habe ich diese Person einfach nicht mehr leiden können. Dazu macht sie einen Riesenfehler, was alles noch unglaubwürdiger macht. Also wenn man wirklich in Ägypten war, lernt man die Ägypter kennen und dann passiert einem als Schreiber für die Hauptakteurin kein solcher Fauxpas.
Fees Fazit
Als geborene Schwäbin hat mich dieses Buch persönlich beleidigt. Der Silberburgverlag sollte sich Autoren suchen, die Schwaben mögen und verstehen. Außerdem sollten sie schauen, dass sie Krimis nicht mit dem Niveau von billigen Heftchenromanen drucken. Eigentlich fällt ein Buch mit Schwaben, Stuttgart, Ägyptenreise total in mein Fee-Beuteschema, wenn es aber dann so lieblos geschrieben und unglaubwürdig rüber kommt, dann ist das Lesen eine Qual. Sehr schade, aus diesem Krimi hätte man viel mehr machen können und müssen. Eigentlich sagt eine Woche Lesezeit für etwas, das ich eher für mit wenig Niveau einstufe alles. Der Pflichtstern ist eigentlich noch zu viel für dieses Buch. Ich kann dafür KEINE Empfehlung aussprechen. Schade.
PS: übrigens ist mindestens ein Mal ein Artikel falsch und ein Mal wird von Bäumle als Bäumler geschrieben.... Und das fällt mir auf, die normalerweise nie nach Rechtschreibung guckt und mir das normalerweise nicht auffällt, aber wenn mir das schon auffällt, dann denke ich immer, dass da noch viiiiiiiiiiiel mehr Fehler drin sind...

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.05.2023

Gib mir mein Geld zurück

Germany, oh Germany
0

Alte Ciao Rezi

Lesezeichenfee erzählt, was sie auf dem Buchrücken las
Die Rückseite des Buches las sich optimistisch. Deutschland macht Spaß und es gibt amüsante Einsichten ist lehrreich und unterhaltsam. ...

Alte Ciao Rezi

Lesezeichenfee erzählt, was sie auf dem Buchrücken las
Die Rückseite des Buches las sich optimistisch. Deutschland macht Spaß und es gibt amüsante Einsichten ist lehrreich und unterhaltsam. Er stopft Bildungslücken, von denen man nicht wusste, das man sie hatte und es gibt eine Reise durch „unsere“ Vergangenheit.
Lesezeichenfees Meinung
Ehrlich, das las sich so lustig und ich dachte, das ist ein Buch für mich. Geschichte an sich ist schon nicht so mein Fall, jederzeit zog ich Gemeinschaftskunde vor und Erdkunde sowieso.
Dann fing ich an, das Buch zu lesen. Ich langweilte mich von der ersten Seite und wünschte mir mein Geschichtsbuch von der Schule zurück, DAS nämlich wurde wenigstens durch meist farbige Bilder aufgelockert. Die 14 Bilder hier in schwarz-weiß, sind nicht so mein Fall. Hier erzählt der Autor – meiner Meinung nach – stupide und ohne Witz, wie ER unsere Geschichte sieht. Teilweise fällt sogar mir auf, dass einiges nicht stimmen kann und einfach so irgendwie zusammengeschustert ist. Kein einziges Mal konnte ich lachen oder schmunzeln. Ich fand's einfach noch schlimmer, als Geschichte in der Schule. Und ehrlich, irgendwann las ich drüber und nicht mehr Wort für Wort. Mein Problem ist, dass ich von 100 % Büchern die ich anfange zu lesen auch 99,9 % auslese! Ich kann einfach nicht davon lassen, selbst wenn es Tage, Wochen, Monate, Jahre dauert, ICH muss es lesen, es könnte ja besser werden. So eigensinnig wie der Autor schrieb, so verzweifelt wurde ich und um so glücklicher war ich, als ich endlich beim Ende ankam. Es war eins der schlimmsten Bücher, durch die ich mich gequält hatte. Ich kann mich nur an 2 Bücher erinnern, die ich nicht ganz gelesen habe, und die ich danach entsorgt habe, eins davon war ein „Katzen-Sex-Roman“, der mich tödlich bei meiner Schwester und meinen Kollegen blamiert hatte. Ich hatte ihn in der Buchhandlung meines – damaligen – Vertrauens gekauft und die Verkäuferin sagte, das wäre ein Katzenroman und die seien alle toll. Selber hätte sie es jetzt nicht gelesen…. Na ja, es war ein Geschenk für meine Schwester. Blöderweise sagte ich ihr, ich möchte das Buch auch noch lesen und als sie es mir gab, lieh ich es erst meiner Kollegin aus. Nach dem Tempo das beide beim Lesen anschlugen, dachte ich, Mensch, das Buch muss doch gut sein. Ich las es bis zur Hälfte und wusste warum mich meine Schwester und meine Kollegin blöd ansahen. Meine Kollegin wollte kein Buch mehr von mir geliehen und meine Schwester verzichtete auf Buchgeschenke….
Ja, das war es, was mir wieder einfiel, als ich mich durch das Buch quälte, ich machte mir viiiiiiiiiiiiiele Gedanken. Und warum? Weil es für mich eine sehr, sehr, staubtrockene Lektüre ohne Witz, Sinn und Verstand hatte. Der Autor beschreibt seine Meinung und seine Art des „Sehens“ oder wie man das nennt. Seine eigene Meinung? Allerdings kann ich doch auch nicht schreiben, wie MEINER Meinung nach die deutsche Geschichte war. Glücklicherweise vergesse ich Sachen, die mich nicht interessieren schnell. An Hermann konnte ich mich nicht mehr erinnern, an die Schlacht im Teutoburger Wald nur noch ganz dunkel, aber das Hermannsdenkmal ist schön und beeindruckend war vor allem der Bau und das ganze anzugucken. Ich glaube, ich hab das nun schon 10 mal gesehen und gehe wieder hin um zu gucken. Die Externsteine gefallen mir auch sehr gut, landschaftlich wirklich toll, zum Wandern, mit dem Wald drumherum. Warum stehen die noch mal da rum? Erdkunde? Ist schon so lang her. Aber Hermann, der war wenigstens Geschichte und man weiß nicht mal sicher, obs ihn gab, genau so wenig wie bei Tell.
Ich glaube, meine Abschweifungen zeigen euch, was ich über das Buch denke und wie schwierig ich es fand, das Buch zu lesen. Dieser Engländer versetzt die Geschichte dahin in Deutschland, wo es ihm grad gefällt oder auch von anderen Ländern, was halt grad so „reinspielt“. Ich kam weder mit ihm, noch mit seiner Art klar. Ich fand das Buch so tödlich langweilig, dass ich froh bin, wenn es wieder „außer Haus“ ist. Wahrscheinlich stopfe ich es in den nächsten Bücherschrank oder Tauschbörsen? Aber dann müsste ich es fotografieren, beschreiben etc. Es ist einfacher es im Bücherschrank zu „entsorgen“. Vielleicht gibt’s ja einen Liebhaber dafür.
Ich kenne Engländer mit Humor und auch Autoren, aber dieses Buch hat mich gelangweilt, enttäuscht und ich fand's einfach gruselig. Vielleicht hat der Autor deutsche Schlösser besucht, allerdings ohne Führung, denn deutsch kann er nicht und englische Führungen scheint es nicht überall zu geben. Ich habe schon einige deutsche Schlösser und Burgen besichtigt, aber ich habe eine andere Erinnerung daran, als er. Vor allem frage ich mich, woher hat er seine Geschichtskenntnisse? Ich (ja ich, die Geschichte hasst) kenne mich teilweise besser aus, um zu erkennen, dass etwas nicht stimmt.
Wahrscheinlich stellt er sich auch unsere „alten“ Vorfahren vor, denn normale Menschen kommen in seinem Buch nicht vor. Und für unsere Vorfahren hat er kein „Verständnis“. Ich hatte den Eindruck, wir heutigen Deutschen werden als unsere Vorfahren angesehen, als schlimmeres als Krauts. Ich mag kein Kraut, hab ich das schon mal gesagt?
Er springt auch immer hin und her und hält sich an keine Linie. 1800, 1955, 1765… Was weiß ich, alles ist so durcheinander. Und Bildungslücken, ich? Also ich glaube, ich könnte einige von seinen noch stopfen. Und das finde ich schlimm!! Da habe ich mir was anderes erwartet! Sogar „Die scheußlichsten Länder der Welt - Mrs. Mortimers übellauniger Reiseführer“ war dagegen beste Literatur und sehr lustig!!
Jedenfalls ist das ein Buch, wo ich gerne mein Geld zurück haben möchte. Da kann ich ja echt selber noch ein Buch schreiben. Bei dem, was ich in den letzten Monaten alles an „schlechten“ Büchern gelesen habe, sollte ich es so langsam (wieder) mal versuchen, statt mich mit solchen Büchern herumzuquälen. Aber so Lektoren sind echt teuer und einen Verlag zu finden ist nicht so einfach. Und wenn man mal Autoren bei Ciao kennen lernt, dann melden die sich ab und gehen auf und davon, wie meine Namensvetterin.
Lesezeichenfees Fazit
Fee rät allen, dass sie die Finger von dem Buch lassen. Das Leben ist zu kurz für solche Bücher. Leider muss ich einen Stern geben, was in diesem Fall furchtbar traurig ist!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.05.2023

~~~ BüFrü 2015.01 - Schneckle oder Schneggle ~~~

Schneckle im Elchtest
0

Alte Ciao Rezi

Stefanie Rühle
Wurde 1971 in Stuttgart geboren. In Frankfurt studierte sie Romanistik, Germanistik und Anglistik. Sie lebt als Redakteurin und freue Autorin, mit Ehemann und 2 Söhnen, in ...

Alte Ciao Rezi

Stefanie Rühle
Wurde 1971 in Stuttgart geboren. In Frankfurt studierte sie Romanistik, Germanistik und Anglistik. Sie lebt als Redakteurin und freue Autorin, mit Ehemann und 2 Söhnen, in der Nähe von Stuttgart.
Fee erzählt von der Geschichte
Sabine Schneck ist etwas chaotisch und wird von ihren Freunden liebevoll Schneggle genannt. Sie ist 33 und sollte längst unter der Haube sein, wenn es nach ihrer Mutter ginge. Sie arbeitet bei einem Stuttgarter Verlag, wo sie nur noch kurz ist. Da muss sie mit dem „neuen“ Fotograf Steve einen Weltrekordversuch, von älteren Menschen, im Cancan-Tanzen besuchen, um darüber zu berichten. Dieser ist total langweilig und auch der Bezirksvorsteher kann sich nur mit viel Alkohol darüber hinwegretten. Steve und Sabine verlieben sich ineinander und Schneggles Freundinnen sind total entsetzt und gegen ihn. Schließlich will Steve Schneggle seinen Verwandten vorstellen und dies bei einem Besuch in deren Ferienhaus. Das „Häusle“ ist ein Bruchbude und völlig überfüllt, so dass sie in der Küche schlafen müssen. Seine Verwandten mögen keine Schwaben und Schneggle schon gar nicht. Es gibt auch nette Teile der Verwandtschaft, die aus Schwaben kommen und sich dort durchgesetzt haben. Trotzdem, die meisten sind unmöglich und Steve lügt was das Zeug hält, zudem steht er auf Seitensprünge mit minderjährigen Verwandten. Schneggle reicht es dann irgendwann, packt die Koffer und wandert auf Schwedens regnerischer, einsamer Landstraße Richtung Deutschland. Irgendwann scheint sie dann Glück zu haben und ein Bus mit Touristen hält an und nimmt sie mit. Reiseleiter Volker erzählt sie ihre ganze Geschichte. Er nimmt sie mit nach Lübeck und Schneggle verliebt sich zu ihrem Entsetzen. Wieder reißt sie aus und fährt zurück nach Stuttgart. Doch irgendwann steht Volker vor ihrer Tür und möchte eine Beziehung mit ihr.
Fees Meinung
Ein schwäbisch-schwedisch-hochdeutscher äh Hochdeutschland sprich Hamburg-Roman, das fand ich total toll und habe mir das Buch für 2 Tickets ertauscht. Ich habe es dann auch innerhalb knapp einer Woche durchgelesen gehabt. Zwischendurch habe ich was anderes gelesen, weil mir so langweilig wurde. Insgesamt habe ich 3 Abende daran gelesen, aber ich fand das Buch so gruselig. Es gab zu viel Liebe und zu wenig Spannung. Alles war absehbar und irgendwie gabs dann auch noch zu viele Klischees. Ich bin total enttäuscht von diesem Buch und finde es total schade, wie man so eine verheißungsvolle Story so verhunzen kann. Dabei ist das Titelbild so liebevoll gestaltet. Es ist einfach schade.
Das ganze Dilemma mit Steve war absehbar. Dann kommt so ein „netter“ Volker und da will Schneggle dann nicht. Diese ganzen Wirrungen und so, und das lange sinnlose Aushalten in Schweden, waren so was von langweilig für mich. Irgendwie bin ich nicht für Liebesromane, das ist einfach nicht mein Genre. Trotzdem gibt es Autoren, wie Janet Evanovich, die mich gerade bei meinem Nicht-Genre mit Humor und Spannung unterhalten können.
Stefanie Rühle hat mich absolut nicht überzeugt mit ihrem Debüt-Roman (zumindest hoffe ich, dass es ihr erster Roman war). Das Schneckle stolpert von einem Bett ins andere und die Frauen saufen sich halb tot, bei jeder Gelegenheit. Schlimmer fand ich, die ganzen Beleidigungen gegen Hamburger und das sage ich als Schwäbin. Nach Stefanie Rühle sind alle Hamburger arm wie Kirchenmäuse und griesgrämig, humorlos. Die Schwaben sind jedoch alle mit gutem Verdienst und zudem den Hamburgern an Kultur und Bildung überlegen. Was soll das? Und in Schweden regnet es immer und immer und immer. Schweden ist nicht schön, die Schweden selber sind auch nicht gerade toll, aber das Schwabenland und die Schwaben sind umso toller. Ich frage mich, was haben die schwedische Landschaft, die Schweden und die Hamburger der Autorin getan? Es klingt alles so verbittert und bösartig, ohne die Leichtigkeit und den Humor, den z. B. Frau Kabatek an den Tag legt. Aus dieser Geschichte hätte man viel mehr machen können, ja müssen. Mit so viel Hamburger-Schwedisch-Schwäbisch wäre viel, viel mehr drin gewesen. So bin ich aber total enttäuscht.
Was die Charaktere anbelangt, so bin ich sehr unzufrieden. Das Schneckle mag ich nicht, auch alle anderen, die da mitmischen mag ich nicht. Keinen einziger Schwäbischer Charakter finde ich toll, die anderen Klischeeberucksackten noch weniger. Der Professor aus dem Schwabenland ist Alkoholiker. Und warum? Weil ihn die Hamburger Verwandten dazu getrieben haben. Da fällt mir nichts mehr dazu ein. Oder doch: Wenn es negativ ist, dann sind die anderen Schuld und in dem Buch wird deutlich zu viel getrunken. Hier werden Schwaben als Suffköpfe dargestellt. Was das Schwäbische betrifft, fand ich es zu viel. Und das sage ich als Schwäbin, die alles verstanden hat. Aber mir war das ganze zu verkrampft. Es kam einfach nicht locker rüber zum Leser.
Bloß keine Maul… äh keine Fortsetzung vom Schneggle wünsche ich mir. Denn das wäre nicht auszuhalten. Zumal ich die Bücher vom Silberburg-Verlag zu teuer finde, für das, was ich hier lesen musste.
Und zu den Amazon Rezensionen kann ich nur den Kopf schütteln. Die 2 Sterne Rezension ist in Ordnung, aber der Rest? Ehrlich, also da frage ich mich, was haben die gesoffen oder was wurde denen bezahlt, vor allem die lieblos hingeklatschen: Alles ist toll-Rezensionen sind für mich absolut nicht nachvollziehbar.
Fees Fazit
Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so unzufrieden sein werde, mit einer Schwäbischen Autorin, aber ich möchte kein Buch mehr von ihr lesen. Mir war dieses schon zu viel. Keine Empfehlung von Lesezeichenfee der Schwäbin und den 1 Pflichtstern.
PS: Schneckle oder Schneggle? Im Buch steht Schneggle, aber ich finde Schneckle richtiger und passender.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere