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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2026

Gemütlicher Cosy Crime mit Charme – 4 Sterne

Mord & Breakfast
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Mord und Breakfast von Anne Gordon

Zunächst hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden, da der Anfang eher ruhig und stellenweise etwas langweilig wirkt. Statt eines klassischen ...


Mord und Breakfast von Anne Gordon

Zunächst hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden, da der Anfang eher ruhig und stellenweise etwas langweilig wirkt. Statt eines klassischen Krimis steht zunächst die Atmosphäre im Vordergrund, wodurch das Buch mehr wie ein unterhaltsamer Roman als wie ein spannender Kriminalfall wirkt.

Mit der Zeit entfaltet sich jedoch der besondere Charme der Geschichte. Vor allem die liebevoll gestalteten Charaktere aus dem schottischen Küstenort Seagull Bay machen das Buch sehr lesenswert. Besonders Cheddar, der lustige Hund, sorgt immer wieder für humorvolle Momente. Auch die Idee, die Figuren gleich zu Beginn übersichtlich vorzustellen, gefällt mir sehr gut und erleichtert den Einstieg.

Insgesamt ist Mord und Breakfast ein vergnüglicher, atmosphärisch gut geschriebener Roman, der weniger durch Spannung als durch Humor, Charme und lebendige Figuren überzeugt. Wer einen gemütlichen Cosy Crime mit Wohlfühlfaktor sucht, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Charmanter Elsass-Krimi mit vorhersehbarer Wendung

Elsässer Intrigen
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„Elsässer Intrigen“ von Jean Jacques Laurent überzeugt schon beim ersten Blick: Das farbenfrohe Cover mit den typischen Fachwerkhäusern ist ein echter Hingucker und fängt die Atmosphäre der Region wunderbar ...


„Elsässer Intrigen“ von Jean Jacques Laurent überzeugt schon beim ersten Blick: Das farbenfrohe Cover mit den typischen Fachwerkhäusern ist ein echter Hingucker und fängt die Atmosphäre der Region wunderbar ein. Allein dadurch sammelt das Buch für mich direkt Pluspunkte.

Inhaltlich geht es dieses Mal für Jules Gabin nach Colmar – befördert und mit neuen Kollegen konfrontiert, die fast spannender sind als der Kriminalfall selbst. Denn einer von ihnen ist in die Ereignisse verwickelt … nur welcher? Leider war mir das recht schnell klar, was der Spannung ein wenig den Wind aus den Segeln genommen hat. Zudem war es dann ein ziemliches hin und her. Vielleicht denke ich einfach ähnlich wie der Autor, denn die Auflösung lag für mich früh auf der Hand.

Trotzdem hat mich der Roman gut unterhalten. Die Serie hat für mich einen besonderen Charme: das Essen, die Atmosphäre, die Figuren und das ganze Drumherum machen einfach Spaß. Auch wenn der Fall selbst nicht der stärkste war, bleibt das Gesamtpaket stimmig und lesenswert.

4 Feensternchen

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Spannender Elsass-Krimi mit kleinen Schwächen

Elsässer Verfehlungen
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„Elsässer Verfehlungen“ aus dem Piper Verlag punktet schon optisch: Das bunte Cover mit den farbenfrohen Fachwerkhäusern am Fluss ist ein echter Hingucker und vermittelt sofort die richtige Stimmung für ...


„Elsässer Verfehlungen“ aus dem Piper Verlag punktet schon optisch: Das bunte Cover mit den farbenfrohen Fachwerkhäusern am Fluss ist ein echter Hingucker und vermittelt sofort die richtige Stimmung für einen Regionalkrimi.

Der Einstieg hingegen wirkt etwas holprig. Die beiden Frauenfiguren – die Ex und die aktuelle Partnerin des Protagonisten – fand ich eher seltsam und unnötig kompliziert, was den Lesefluss zu Beginn etwas bremst.

Sobald der eigentliche Kriminalfall an Fahrt gewinnt, zeigt das Buch jedoch seine Stärken. Die Ermittler sind sympathisch, die Atmosphäre stimmig, und der Flammkuchenwettbewerb bringt eine charmante, regionale Note ins Geschehen. Die Spannung ist solide, allerdings habe ich recht früh durchschaut, worauf die Handlung hinausläuft. Dadurch wirkte das Ende für mich leider wenig überraschend und etwas enttäuschend.

Insgesamt ein unterhaltsamer Krimi mit schönem Setting und guten Figuren, aber erzählerischen Schwächen am Anfang und einem vorhersehbaren Finale. 4 Feensternchen

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Eine Autorin, die ich sehr schätze – doch dieser Roman hat mich überrascht

Das letzte Kind hat Fell
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Ich lese Tessa Hennig seit vielen Jahren mit großer Freude, weil ihre Bücher warmherzig, humorvoll und voller Urlaubsflair sind. Umso schwerer fällt mir diese Rezension, denn Das letzte Kind hat Fell fühlte ...

Ich lese Tessa Hennig seit vielen Jahren mit großer Freude, weil ihre Bücher warmherzig, humorvoll und voller Urlaubsflair sind. Umso schwerer fällt mir diese Rezension, denn Das letzte Kind hat Fell fühlte sich für mich ungewohnt anders an. Der Schreibstil wirkt deutlich flapsiger als sonst, mit vielen Halbsätzen und jugendlicher Sprache, die für mich nicht zu ihrem üblichen Ton passt. Auch die zahlreichen sexuellen Anspielungen empfand ich als untypisch und etwas zu viel.

Das E‑Book selbst machte das Lesen zusätzlich mühsam: Rechtschreibfehler, eingeblendete Zahlen auf fast jeder Seite und fett unterstrichene Abkürzungen störten meinen Lesefluss erheblich. Auch die vielen englischen Passagen irritierten mich – in einem Portugal‑Roman hätte ich eher portugiesische Begriffe erwartet.

Inhaltlich zog sich der Anfang für mich sehr in die Länge, bis Sandra und ihr Sohn endlich in Portugal ankommen. Danach überschlägt sich die Handlung plötzlich, fast zu rasant, sodass ich kaum Zeit hatte, in der Geschichte anzukommen. Der Portugal‑Flair blieb für meinen Geschmack zu blass; vieles wirkte eher aufgezählt als atmosphärisch. Die Figuren – besonders Sandra und ihr Sohn – konnten mich diesmal nicht überzeugen, und das moderne Thema rund um den Enkel fühlte sich für mich bemüht und nicht besonders glücklich umgesetzt an.

Humor und liebevolle Charakterzeichnung, sonst ein Markenzeichen der Autorin, kamen für mich deutlich zu kurz. Es gab nur wenige Szenen zum Schmunzeln, und echte Highlights fehlten mir. Das Cover hingegen ist sehr schön und passt optisch zu ihren anderen Büchern – inhaltlich konnte mich dieser Roman jedoch leider nicht erreichen.

Nach vielen Jahren als treue Leserin gebe ich selten so niedrige Bewertungen, doch hier bleiben für mich nur zwei Sterne – mit großem Respekt für eine Autorin, deren frühere Werke ich weiterhin sehr schätze.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Solider Band, aber für mich einer der schwächeren

Treibholz
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Treibholz bietet vertraute Figuren und einen unblutigen, gut nachvollziehbaren Kriminalfall, doch für mich fehlte diesmal der besondere Funke. Die Atmosphäre wirkt zwar vorhanden, aber eher routiniert: ...

Treibholz bietet vertraute Figuren und einen unblutigen, gut nachvollziehbaren Kriminalfall, doch für mich fehlte diesmal der besondere Funke. Die Atmosphäre wirkt zwar vorhanden, aber eher routiniert: viel Aufzählung von Straßen und Geschäften, wenig echtes Sylt‑Gefühl. Stellenweise erinnerte mich das eher an Werbung als an lebendigen Insel‑Flair.

Der zweite Mord fühlte sich unnötig an und traf eine Figur, deren Schicksal für mich eher ungerecht als spannend wirkte. Auch der Humor blieb deutlich hinter früheren Bänden zurück. Violetta konnte mich nicht überzeugen – ihre Darstellung schwankt so stark, dass ich als Leserin nicht mitgehen konnte. Der Running Gag mit der Haustür und der Katze ist inzwischen etwas überstrapaziert, und Mamma Carlotta hätte für meinen Geschmack öfter bei der Nachbarin auftauchen dürfen.

Das Cover passt für mich ebenfalls nicht: niedliche Robben, aber kein Bezug zur Geschichte und kaum Sylt‑Atmosphäre. Es könnte jede x‑beliebige Nord- oder Ostseeinsel sein.

Positiv hervorheben möchte ich die Rezepte am Ende – die gefallen mir sehr gut, und einige davon möchte ich unbedingt ausprobieren.

Insgesamt ein Band, der Fans der Reihe sicher unterhält, für mich aber nicht an die stärkeren Teile heranreicht.

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