Lale Akgün hat die Geschichten ihrer türkisch-deutschen Familie niedergeschrieben. Mit 9 Jahren kam sie nach Deutschland und nachdem sie über 45 Jahre hier wohnte, hat sie ein Buch geschrieben.
Tante ...
Lale Akgün hat die Geschichten ihrer türkisch-deutschen Familie niedergeschrieben. Mit 9 Jahren kam sie nach Deutschland und nachdem sie über 45 Jahre hier wohnte, hat sie ein Buch geschrieben.
Tante Semra im Leberkäseland ist ein nettes Buch, mit dem man nichts kaputt machen kann. Sehr sympathisch, unterhaltsam geschrieben. Ich hab es an einem Tag, an dem ich eh krank war gelesen und hab mich köstlich amüsiert. Es ist witzig und gut zu lesen. Der Schreibstil ist aus ihrer Sicht in Ich-Form geschrieben.
Allerdings wurden nur die Sachen aufgeschrieben, die krass vom „normalen“ abweichen und amüsant waren. So richtige Probleme gab es gar nicht. Es sind nur die guten Erinnerungen. Und da werden ganz schön verrückte Deutsche porträtiert, allerdings kenn ich keine, die SO sind. Es sah nach Klischees aus.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Wenn man keine Ansprüche stellt, eh krank ist, macht man mit diesem Buch nix kaputt und hat ein paar unterhaltsame Stunden. Falls man es noch kaufen kann, finde ich aber 14,90 Euro zu viel. Mehr als 10 Euro sollte so ein Softcover mit 255 Seiten nicht kosten, finde ich. 3 bis 4 Sterne für das Buch.
In dem Buch wird dargestellt, dass es einige Untersuchungen von Arnulf Hartl gibt und dass die Alpen gut sind für die Gesundheit. Vor allem gilt dies bei Depressionen. Es gibt wohl einige Ergebnisse, ...
In dem Buch wird dargestellt, dass es einige Untersuchungen von Arnulf Hartl gibt und dass die Alpen gut sind für die Gesundheit. Vor allem gilt dies bei Depressionen. Es gibt wohl einige Ergebnisse, in denen Bergsteiger weniger depressionsgefährdet sind als andere Menschen. Mehrfach wird auf die Asthma Heilwirkung der Krimmler Wasserfälle hingewiesen.
Das ganze wird teilweise bebildert (Skifahrer, ein süßes Kind mit ein bisschen Wiesenhintergrund etc.) und dazu gibt es noch einige Tabellen.
Insgesamt gesehen klingt es nach einer cleveren Werbeveranstaltung mit dem Titel: „macht Urlaub in Österreich. Nachdem der „Lockdown“ zum größten Teil vorbei ist und die Grenzen wieder offen sind, wäre das passend. Klappt halt nur nicht, wenn da ein Herr Kurz ist, der ganz NRW zum Corona-Hotspot erklärt. Leute die clever sind, meiden dann Österreich! Was ja dann auch wieder ungerecht ist.
Das Buch ist zwar ganz interessant, aber es gibt einige Wiederholungen und irgendwann wird es dann langatmig und uninteressant. Irgendwie ist es ein Sachbuch, das versucht auf unterhaltsam zu machen und auf mehr Seiten zu getrimmt wurde als nötig. Das Hardcover Exemplar ist insgesamt toll und sieht hochwertig aus. Die Bilder sind auch wunderschön, aber so Bilder von niedlichen Kindern und grünen Wiesenhintergrund finde ich eher bedenklich in einem Buch. Wenn deutlich erkennbare Menschen kommen, wie das Paar oder das Kind, dann könnte auch dabei stehen, wer das ist. So denk ich einfach, das ist nur ein schönes Werbebild und das finde ich echt schade.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Wie bewertet man denn so ein Buch? Der Grundgedanke, Heilkraft der Alpen ist schon toll. Aber dass es dann den Eindruck als Werbebroschüre, mit teilweise seltsamen Bildereindrücken macht, finde ich jetzt nicht so gut. Auch die Wiederholungen müssten nicht wirklich sein und dass es auf Dauer dann etwas langweilig und langatmig wird, finde ich nicht so ansprechend. 3 Sterne für die „Heilkraft der Alpen“.
Zum Buchinhalt:
Gleich zu Beginn gibt es zwei Tote bei AarePharm, wo Samantha arbeitet. Es handelt sich um die Teilhaber der Firma und es stellt sich heraus, dass der Kuchen vergiftet war. Der Kreis wird ...
Zum Buchinhalt:
Gleich zu Beginn gibt es zwei Tote bei AarePharm, wo Samantha arbeitet. Es handelt sich um die Teilhaber der Firma und es stellt sich heraus, dass der Kuchen vergiftet war. Der Kreis wird immer enger und Sammy weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Immer wenn es verdächtige gibt, dann sterben die oder sie sind verschwunden. Zumal sich Joel, ihr Freund und Chef, auch seltsam verhält, da er Familienprobleme hat.
Meine Meinung:
Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, mit der Kirschblüte und so weiter passt auch der Titel sehr gut dazu. Eine 1. Vor allem passt die Serie mit Band 1 sehr gut zusammen. Besonders gut gefallen mir auch die beiden Rezepte hinten im Buch.
Charaktere:
Ich kannte Samantha und Joel schon von Rüebliland. Dazu einige andere Charaktere, die ich auch mochte und so waren es nicht zu viele Protagonisten auf ein Mal. Allerdings gab’s massig Mitarbeiter der Firma AarePharm und Joels Familie. Von daher hagelte es Verdächtige ohne Ende. Sammy ist eindeutlich mein Lieblingscharakter, sie spielt in diesem Krimi die zentrale Rolle. Da sie Inderin ist, hat sie oft gegen Fremdenhass zu kämpfen.
Krimi und Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr gut getroffen, so dass ich mich gleich in dem Buch zuhause fühlte. Es war von Anfang an sehr spannend und ich hätte nie mit diesem Ausgang gerechnet. Ein sehr bühnengerechtes, dramatisches Finale. Es fiel mir schwer, die Leseabschnitte einzuhalten. Am liebsten hätte ich diesen Krimi von Anfang bis Ende ohne Pause gelesen.
Lokalkolorit:
Mir gefallen die Schweizer „Helvetismen“ im Buch sehr gut. Hinten werden sie dann noch übersetzt. Wobei ich ja als Schwäbin viele ähnliche oder gleiche Wörter benütze. Auch sonst gab es viele Schweizer Eigenheiten, was mir überaus gut gefiel.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Chriesimord ist spannend von Anfang an bis zum Ende. Mit vielen tollen Helvetismen, super ausgefeilten Charakteren, spannend von Seite 1 bis zum Ende mit vielen Highlights. 10 Feensterne für diesen dramatisch-interessanten Krimi.
Die Sozialpädagogin Daniela Leinweber wog 142 kg, als sie den Entschluss fasste Weitwanderin zu werden und den 1.014 km langen Weg entlang des South West Coast Path zu wandern. Sie übt in Österreich auf ...
Die Sozialpädagogin Daniela Leinweber wog 142 kg, als sie den Entschluss fasste Weitwanderin zu werden und den 1.014 km langen Weg entlang des South West Coast Path zu wandern. Sie übt in Österreich auf ihrem Hausberg und tastet sich langsam vor, bis sie schon einige kg weniger hat und relativ gut trainiert ist, für den langen und schweren Weg. Sie läuft mit ihrem Ehemann und sammelt Geld für einen guten Zweck. Dass sie Österreicherin ist, merkt man auch, wie sie das Buch schreibt. Sie geht durch Höhen, Tiefen, Krisen, Treffen mit Freunden, viel Regen, aber auch Hitze an der wunderschönen Küste entlang.
Meine Meinung:
Erst einmal möchte ich die Autorin zur Gewichtsabnahme und zum Durchbeißen des langen, schwierigen Weges beglückwünschen. Momentan weiß ich nicht, was schwieriger ist. Ich weiß selber, dass Abnehmen sehr schwer ist und laufen lernen ist auch sehr schwer, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Und auch ich bin schon verzweifelt, im Allgäu wenn es matschige, starkregnerische km gab, bergauf oder eben und wir dort für Tageswanderungen ja nicht so tolle Kleidung wie die Autorin. Es klingt alles sehr authentisch. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat, ihren Mann zu überreden, dass er mitwandert. Ich kann mir nicht so gut vorstellen, dass das freiwillig war. Zwischendurch hatten sie auch beschlossen, das nie wieder zu tun.
Besonders schön fand ich, dass die Tagesstrecken und Höhenmeter aufgeführt waren, dass die Hotels erwähnt wurden und ob sie gut waren. Neben der Strecke fand ich das am interessantesten. Ich war auch schon „Testerin“ und ich finde das immer noch sehr spannend. Aber ich war regelrecht entsetzt über die Preise und wie schlecht die meisten der Unterkünfte waren. Mausefallen, Dreck, „ab 22 Haaren im Bett nicht mehr gezählt…“, „halbe Packung Desinfektionstücher verbraucht“ und vieles andere haben bei mir größtes Entsetzen hervorgerufen. Allerdings als das erste Mal erwähnt wurde, wie schlecht englischer Kaffee ist und man dort eher Tee oder wie die Autorin eine heiße Schokolade trinkt, war mir schon klar, den Weg wandere ich garantiert niemals. Da können die Engländer teilweise noch so nett sein und auch witzige Begegnungen wie nackte Engländer oder schwimmen bei fast jedem Wetter locken mich da nicht mehr.
Ich hatte (mal wieder) den Eindruck, wenn man zu zweit wandert hat man weniger Begegnungen und Gespräche mit anderen Menschen. Eine ihrer Bekannten hat sie dann auf dem Weg zum Wandern oder beim Essen getroffen, was mir sehr gefiel. Das ganze Buch war sehr spannend und interessant. Der Weg ist mörderisch und da ich nicht selbstmörderisch veranlagt bin, werde ich den Weg nicht wandern. Zudem fand ich die Autorin sehr mutig (andere würden sagen leichtsinnig), bei so stürmisch-regnerischen Verhältnissen gegen Ende zu wandern. Sie hat nur die Fähre genommen, wenn sie Teil des Wegs war oder ein Taxi zum Hotel, weil der Bus nicht fuhr, aber den Weg hat sie und ihr Ehemann beide zu Fuß gemacht. Ich finde zu viel Disziplin ist nicht gut. Andererseits, wenn sie meine Freundin wäre, könnte ich sie genau einschätzen und würde sie wegen ihrer Zuverlässigkeit schätzen.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Sehr unterhaltsame, aufschlussreiche, reizvolle, außergewöhnliche, lehrreiche, fesselnde Begebenheiten und Erlebnisse haben mich sehr gut unterhalten. 5 Sterne für diese kurzweilige und total interessante Wander- und Abnehmerfahrungen.
Krimiinhalt:
Tereza Berger ist geschieden und grad nicht so gut drauf, als sie ein Haus in der Bretagne erbt. Eine totale Bruchbude mit Meerblick an einer absolut tollen Stelle, wo der Markt ist. Ihr gefällt ...
Krimiinhalt:
Tereza Berger ist geschieden und grad nicht so gut drauf, als sie ein Haus in der Bretagne erbt. Eine totale Bruchbude mit Meerblick an einer absolut tollen Stelle, wo der Markt ist. Ihr gefällt es in Camaret-sur-Mer. Ein Deutscher, der ihr Haus kaufen wollte, wird tot am Strand gefunden. Zuvor gab es schon zwei weitere Tote. Und dazu gibt es noch einen brummigen, gut aussehenden Kommissar, der Tereza nicht gerade freundlich gesonnen ist. Zumindest tut er so.
Lokalkolorit:
Der Lokalkolorit war umwerfend schön. Ich hatte eine wunderschöne Zeit auf der Halbinsel Crozon. Die Schokolade hat mich glatt ein paar kg mehr auf der Waage gekostet. Das Meer, der Wind, und die Eigenheiten der Menschen waren gut vorstellbar.
Cover:
Das Cover ist sehr hübsch. Ich mag ja Leuchttürme total und tosendes Meer ebenso. Die Atmosphäre ist hier sehr gut gelungen und eingefangen. Nicht zu düster für einen Cosy Crime. Eine 1.
Schreibstil:
Sofort fiel mir auf, dass der Schreibstil total anders war, wie in Nachtblau der See und Quittengrab. Er war lockerer, leichter, humorvoller und mit viel Lokalkolorit. Das einzige was gleich war, waren die vielen, vielen Menschen, bei denen ich genauso durcheinander gekommen bin wie beim Quittengrab.
Krimi:
Der Krimi war durch die vielen Menschen total undurchdringlich und ich wäre nie auf den Mörder gekommen. Es war sehr spannend, die ganze Zeit. Gabriela Kasperski hat die Spannung bis zur Auflösung sehr schön aufrecht gehalten und es gab dann auch danach noch ein „Ausleitungskapitel“ wie ich das nenne, so dass man noch mehr erfährt und der Krimi nicht sofort zu Ende ist.
Charaktere:
Die Charaktere waren wunderbar skizziert und ich hoffe, dass es viele Fortsetzungen gibt. Wenn man mal ein Buch einer Serie von Gabriela Kasperski gelesen hat, wird man süchtig nach mehr. Besonders hat mir Terezas Charakter gefallen, der ihrer verstorbenen Tante Annie, die Nonne fand ich absolut cool und natürlich der Kommissar. Da könnte noch was gehen mit Tereza, bei diesem stürmisch-bösen Duell. Aber auch Ayala ist ein Lieblingscharakter von mir.
Sonstiges:
Das einzige, was mir nicht so gefallen hat, war, dass der Krimi zu schnell aus und aufgelöst war, das hätte noch länger dauern können und ausführlicher sein können. Der Beginn war so vielversprechend, da waren die zwei Toten erst mal Nebensache, der Krimi sprühte vor Witz (es ging auch so weiter) und dann dieser etwas schnelle Schluss, das fand ich etwas schade. Das hätte noch mehr beschrieben werden können. Und irgendwie war auch nicht alles so richtig aufgelöst. Am Schluss hatte ich dann den Eindruck, da blieben, noch ein paar offene Fragen.
Mein Mann fand, da steht zu viel französisches drin. Ich finde das super. Denn so kann ich mir mein Schulfranzösisch immer ein bisschen auffrischen.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein Cosy Crime, der es in sich hat. Es ist ein Urlaubskrimi in dem man sich wohlfühlen kann und „zuhause“ ist. Per Kopfkino war ich mit Tereza am Strand und in ihrem (zum Schluss) renovierten und wunderschönen Haus samt Bücherei. Locker leicht geschrieben, der Krimi hat gesprüht vor Witz, und dann dieses Highlight, gefiel mir sehr gut. 8 von 10 Feensterne.