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Veröffentlicht am 04.11.2019

Ein Emons Wasenkrimi

Tod auf dem Wasen
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Martina Fiss Tod auf dem Wasen
2018, Emons

Als ich letztes Jahr kurz vor dem Wasen war, war ich auch in einer Buchhandlung wo ich mir 2 Stuttgart Krimis zum Wasenjubuläum gekauft hab, allerdings war die ...

Martina Fiss Tod auf dem Wasen
2018, Emons

Als ich letztes Jahr kurz vor dem Wasen war, war ich auch in einer Buchhandlung wo ich mir 2 Stuttgart Krimis zum Wasenjubuläum gekauft hab, allerdings war die Auswahl an Regionalkrimis sehr begrenzt. Ich mag einfach Regionalkrimis aus meiner alten Ba-Wü-Heimat und die von Emons. So ein Mal im Jahr kaufe ich spontan in einem Buchladen ein. Sonst ertausche ich sie mir oder kaufe meine Serien Online, da ich sie Offline nicht im Buchladen bekomme. Oder ich gewinne Bücher bei Vorablesen oder Lovelybooks.

2018 feiert der Cannstatter Wasen sein 200. Jubiläum, daher gab es zwei Wasenkrimis: Tod auf dem Wasen von Martina Fiess (Emons) und Wasenknaller von Michael Krug (Gmeiner).

Rezis bei Amazon (und LB):
Leider gibt’s nicht sehr viele und aussagekräftige Rezis dazu. Was ich schade finde. Hätte ich mich vorher informiert, wären mir diese Bücher erspart geblieben.

Seitenzahl:
Tod auf dem Wasen: 235 Seiten für 10,90 Euro.

Charaktere:
Die Protagonisten waren für mich alle schlüssig und ich konnte sie mir gut vorstellen. Natürlich waren Bea und Jeannette total sympathisch. Per Kopfkino konnte ich mir beide gut vorstellen.

Highlights:
Nun ja, es gab ein kurzes Highlight. Als Bea einbricht. Aber es war zu kurz spannend für meinen Geschmack, der Rest wurde dann auch nur ganz kurz abgehandelt.

Humor:
Gab es auch nicht so viel.

Lokalkolorit:
Ja, es gab Lokalkolorit. Die Straßen und so konnte ich gut nachvollziehen. Für meinen Geschmack, war das ok, aber irgendwie doch zu wenig. Wenn die Protas fast alle Hochdeutsch sprechen, vor allem die von der Agentur, die Hauptpersonen und der Kommissar, dann hab ich nicht so viel Spaß.

Schwäbische Namen:
Da war nix unauffällig und für meinen Geschmack passte es auch überwiegend. Allerdings warum die Hauptperson Bea Pelzer heißt, weiß ich nicht. Das könnt überall spielen. Vor allem der Vorname, da würde ich in ganz andere Gegenden tippen.

Schreibstil:
Der Leser erlebt den Krimi aus Beas Sicht. Ich war sofort im Geschehen. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut.

Schluss:
Zwar wäre ich nicht wirklich auf den Mörder gekommen, aber der Schluss war zu kurz und auch etwas seltsam. Zu wenig Spannung und eigentlich ist Bea schon Tod, bis vielleicht jemand mal eingreift. Denn mit dem Typ ist ja nicht wirklich zu spaßen.

Cover:
Es ist einfach schön mit dem Traditonssymbol der Fruchtsäule. Ich mein es ist doch ein Wasenkrimi. Der Emons Verlag hat das Cover einfach liebevoll und perfekt gestaltet. 1+

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Nun ja, der Brüller ist dieser Wasenkrimi nicht. Wenn ich ihn aber mit dem Gmeiner Krimi vergleiche von Michael Krug: Wasenknaller, dann lieber Tod auf dem Wasen von Martina Fiess. Daher 4 Sterne. Hätte ich Wasenknaller nicht gelesen, wären es 3 Sterne. Allerdings werde ich noch mehr Bücher von der Autorin lesen.

Veröffentlicht am 04.11.2019

Ein Gmeiner Wasenkrimi

Wasenknaller
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2018 feierte der Cannstatter Wasen sein 200. Jubiläum, daher gab es zwei Wasenkrimis (in der Buchhandlung): Tod auf dem Wasen von Martina Fiess aus dem Emon Verlag und Wasenknaller von Michael Krug aus ...

2018 feierte der Cannstatter Wasen sein 200. Jubiläum, daher gab es zwei Wasenkrimis (in der Buchhandlung): Tod auf dem Wasen von Martina Fiess aus dem Emon Verlag und Wasenknaller von Michael Krug aus dem hause Gmeiner. Hier möchte ich das Gmeiner Buch vorstellen.

Also falls sich jemand bei Amazon über dieses Buch informieren möchte, der hat etwas Pech, denn bisher gibt’s noch keine Rezi. Meine wird dann wahrscheinlich die erste sein.

Buchinhalt:

Es geht um einen auf der Fruchtsäule dekorierten Toten auf dem Wasen und die Bedrohung für den Ministerpräsidenten.

Seitenzahl:

277 Seiten für 12 Euro

Charaktere/Protagonisten:

Ich wurde nicht warm mit ihnen. Und ich fand vor allem Palm unsympathisch.

Highlights:

Also wenn, dann war es die Szene mit Palm auf der Toilette. Die fand ich weder lustig noch spannend.



Humor:

Gab es hier Humor? Also für meinen Geschmack nicht. Auch nicht, wenn man die handelnden Personen, wie zum Beispiel den Ministerpräsidenten Knarzmann (statt Kretschmann) oder den Reporter Palm (spielt sicher auf Palmer an).

Lokalkolorit:

Ja, es gab Lokalkolorit. Aber für meinen Geschmack, lieblos dahingeschrieben. Auch wenn sie durch die Straßen fahren. Mir sagt das irgendwie wenig.

Schwäbische Namen:

Da bin ich ständig darüber gestolpert. Knarzmann, Palm, Bolz, Angsterer…

Schreibstil:

Ich hatte bis zum Schluss damit ein Problem. Hätte ich das Buch nicht gekauft, hätte ich vorher aufgehört mit Lesen. Aber echt, ich hab gehofft, dass es besser wird.

Schluss:

Dieser Gemeiner war leider sehr gehaltlos und hätte ich nicht 12 Euro ausgegeben, hätte ich das Buch nicht gelesen. Es war für mich langweilig, unplausibel, verwirrend und mit eher weniger Lokalkolorit. Schon alleine der Schreibstil gefiel mir eher weniger und auch das Ende war jetzt kein Paukenschlag. Es war eigentlich schon vorher klar und für mich nicht wirklich ein Highlight.

Cover:

Ich mein es ist doch ein Wasenkrimi. Und das Gmeiner Bild ist halt so Messe, Kirmes könnt fast überall sein. Leute, die sich nicht wirklich auskennen, sehen da nur 2 Riesenräder und noch ne Attraktion drauf. Momentan bin ich sehr enttäuscht von Gmeiner. Da steht Spannung drauf und das ist schon mindestens das 3. Mal, wo das – für mich – nicht gestimmt hat.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:

Aus meiner Sicht leider ein Fehlgriff. Ich wurde nicht warm mit dem Schreibstil des Autors, dann kam – für mich – nur viel Langweiliges und ich hab mich echt gequält. Und dann so was wie ein Höhepunkt auf der Toilette ist für mich ein Griff ins Klo. Echt total schade. 2 Sterne. Und eigentlich auch mehr dafür, weil Gmeiner auch einen Wasenkrimi zum Jubiläum verlegt hat.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Ein sommerleichter Urlaubsroman

Ein Cottage für deinen Sommer
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Viola Shipman Ein Cottage für deinen Sommer
2019, Fischer-Krüger

Ein sommerleichter Urlaubsroman, der stürmische Herbsttage zu einem warmen und friedlichen Ort macht.

In ein Cottage für einen Sommer ...

Viola Shipman Ein Cottage für deinen Sommer
2019, Fischer-Krüger

Ein sommerleichter Urlaubsroman, der stürmische Herbsttage zu einem warmen und friedlichen Ort macht.

In ein Cottage für einen Sommer schildert Viola Shipman einen Neubeginn. Adie Lou hat ihren Job gekündigt und sich scheiden lassen. Sie möchte das Ferienhaus ihrer Großeltern am Michigansee in ein B&B umbauen. Das kostet natürlich viel Geld und verlangt viel Mitarbeit von ihrer Seite und ihren Freunden.

Warmherzig erzählt Viola Shipman von Adie Lou, die ich sofort in mein Herz geschlossen hab, nicht zuletzt, als sie dem Hund Asyl gewährt. Die neue Liebe darf auch nicht fehlen und auch die herzigen Beziehungen zu ihrem Sohn und ihrer besten Freundin, mitsamt den Dorfbewohnern, die ihre Großeltern als Original sahen.

Schön finde ich die Tradition mit den Regeln, die immer in den Sommerferien im Schein der Wunderkerzen zelebriert wurden. Die Regeln gibt’s dann auch immer wieder und für jedes Zimmer, das Adie Lou für Gäste renoviert hat. Ihr eigener Bereich bekommt auch eine Regel.

Mir gefiel das Buch von Miriam Covi Sommer unter Sternen sehr gut, und auch dieses Buch ist total schön. Eigentlich sind es sommerleichte Bücher, aber man kann das Buch auch im Winter vor der Heizung mit einem Glühwein lesen. Es gibt für alles eine Lösung und man kann sich in dem Buch verlieren und abschalten vom stressigen Alltag. Die Protagonisten konnte ich mir gut vorstellen und auch der Ort ist wunderschön, so dass er auch der Sehnsuchtsort der Leserin sein könnte.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein wunderschöner Anfang mit einem Neubeginn, der wirklich der Herzenswunsch der Protagonistin ist. Es gibt immer eine Lösung, auch wenn der Weg zum Ziel noch so schwer ist. Tolle Protas, herrliche Landschaft und ein wunderbarer Sommerroman für alle, die einfach mal gründlich abschalten wollen. Aber Achtung, man schmunzelt ab und zu, trotzdem sollte man das Buch nicht in der S-Bahn lesen, denn man kommt allzu leicht in Urlaubsstimmung und möchte die Lektüre nicht mehr unterbrechen. 5 Sterne.


Veröffentlicht am 03.11.2019

Geschmacksexplosion fürs Auge

Abenteuer Geschmack!
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Abenteuer Geschmack ist ein wunderbares Buch, mit vielen Erklärungen der Geschmacksrichtungen, welche durch hochwertige und schöne Fotografien von Vivi D`Angelo bereichert werden. Das Ganze wird mit 60 ...

Abenteuer Geschmack ist ein wunderbares Buch, mit vielen Erklärungen der Geschmacksrichtungen, welche durch hochwertige und schöne Fotografien von Vivi D`Angelo bereichert werden. Das Ganze wird mit 60 Rezepten abgerundet. Zu diesem Trio passt dann auch irgendwie der Verkaufspreis von 30 Euro.

Das ganze Buch ist gespickt mit vielen fabelhaften Zitaten um den Geschmack. Es wird alles so genial erklärt, dass bei mir keine Fragen mehr offen blieben. Vor allem die Erklärungen für die Kartoffel und die Karotte fand ich sehr interessant. Ich habe sehr viel gelernt.

Die Fotografien sind Kunstwerke für sich, so dass man erst mal meint, man hätte einen Bildband vor sich. Es gibt so viel fürs Auge und damit nimmt man ja schon vieles in sich auf, bevor es auf die Zunge trifft.

Die Rezepte gefallen mir auch sehr gut. Praktisch ist, dass man die meisten Zutaten normalerweise alle in einem gut sortieren Supermarkt bekommen kann. Mich beeindruckt, wie man bei Spargel – für mich – noch was Neues zufügen konnte. Spargel im Backofen, Backblech dem untersten Boden, das gibt die Maillard-Reaktion. Röststoffe, die besonders aromatisch sind.

Das Cover fand ich schon total faszinierend und ungewöhnlich. Der Klappentext ist auch sehr stimmig und passend. Aber besonders geil fand ich, wenn man das Buch aufklappt, da sind die ersten beiden Seiten erst mal in einem poppigen Pink. Genauso wie hinten im Buch. Die passende Farbe für das Abenteuer Geschmack, fand ich. 1*

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ich bin total begeistert von diesem farbenprächtigen, interessanten Buch. Mit dieser Ergänzung im Bücherregal wird es einem nicht langweilig. 5 Sterne für dieses geniale Werk.

Veröffentlicht am 02.11.2019

Dramatischer Thriller mit genialen Protagonisten

Nachtblau der See
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Fee erzählt von der Geschichte:
Der 5. Fall der Krimiserie mit Werner Meier und Zita Schnyder. Der Fall spielt hauptsächlich um das Schloss Greifensee, weil dort ein Freilicht-Festspiel stattfinden soll. ...

Fee erzählt von der Geschichte:
Der 5. Fall der Krimiserie mit Werner Meier und Zita Schnyder. Der Fall spielt hauptsächlich um das Schloss Greifensee, weil dort ein Freilicht-Festspiel stattfinden soll. Kurz bevor dieses beginnt, stirbt die Hauptdarstellerin, eine junge Influencerin. Meier und Schnyder ermitteln getrennt von einander.

Fee´s Meinung:
Das Cover finde ich wunderschön und ich finde es sehr passend für diesen Krimi. Auch der Rückseitentext samt dem Namen des Buches finde ich sehr gelungen. 1*

Ich kannte ja schon Quittengrab, daher waren mir einige der Charaktere nicht fremd. Aber dieses Buch könnte man auch ohne dass man die anderen Bände kennt lesen. Es gab weniger Figuren, wie beim Quittengrab. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so dass ich sie mir vorstellen konnte. Am liebsten mochte ich Hannah, die das ganze eingefädelt hat. Aber auch Rose und natürlich Zita und Beanie. Mit Hannah hatte ich sehr mitgebangt und freute mich dann über den Schluss.

Durch die vielen kleinen Handlungsstränge, wirkt der Krimi schon von Anfang an sehr bühnengerecht dramatisch und verworren, so dass man auch sehr gut mit raten konnte. Es gab mehrere Highlights und es war sehr aufregend, wer denn nun die Hauptrolle spielen würde oder ob das Ganze überhaupt stattfinden würde. Zwischendurch kam immer ein kleines kursiv geschriebenes Kapitel, weil Hannah vor Gericht stand. Es war also doppelt aufregend.

Natürlich gab es – wie schon im Quittengrab – einige aktuelle Themen wie Instagram und Mobbing im Internet. Die #Metoo Bewegung spielte eine große Rolle, außerdem kommen noch die ganzen Intrigen im Theaterwesen und nicht zuletzt Fehlspekulationen, bankrotte Firmen etc.

Zudem gab es auch noch die privaten Probleme zwischen Zita und Werner. Beide könnten beruflich weiterkommen und Zita hätte das tun können, was sie schon immer wollte, aber in London. Meier hätte als Chef aufsteigen können. Mit den Kindern müsste einer zurückstecken, aber keiner wollte dies. So gab es glaubhafte Diskussionen und Streits, aber natürlich auch Zitas Alleingänge in dem Fall. Das mit der Gleichstellung ist nicht so einfach, aber Gabriela Kasperski hat am Ende immer eine Lösung parat.

Mir gefiel der Krimi wieder ausgezeichnet. Der einzige Wehrmutstropfen, nach dem Lesen des Buches ist, dass ich wieder ein Jahr auf den nächsten Band warten muss. Ich finde es einfach genial, wie Gabriela Kasperski die ganzen aktuellen Themen miteinander verknüpft. Natürlich konnte ich auch wieder einiges über Instagram lernen. Es klingt auch alles sehr plausibel und man bekommt Eindrücke über die Theaterwelt, die man sich so gar nicht vorgestellt hat. Zu keiner Zeit wurde es mir langweilig, denn es ging Schlag auf Schlag, bis sich die Stränge und Charaktere verknüpften. Es gab auch einiges an Schweizer Lokalkolorit und so bereicherten die Orte, das Geschehen und Personen mein Kopfkino.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Nachdem dieser Krimi das Quittengrab an Qualität, Spannung, Aktualität der Themen und tollen Charakteren noch ein wenig übertroffen hat, habe ich eine neue Lieblingsautorin: Gabriela Kasperski. Agatha Christie wäre auch total begeistert! 10 Sterne für diesen rundum gelungenen Krimi aus der Schweiz.