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Veröffentlicht am 05.09.2019

Wiedersehen mit Freunden Gran Canaria Teil 4

Abgehackt
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Drea Summer Abgehackt Team Gran Canaria
2019, Ebook


Fee zum Buchinhalt:
Ein neuer Roman aus Gran Canaria. Eine schreckliche Mordserie beginnt. Am Strand wird eine Leiche gefunden. Sarah und Carlos ermitteln. ...

Drea Summer Abgehackt Team Gran Canaria
2019, Ebook


Fee zum Buchinhalt:
Ein neuer Roman aus Gran Canaria. Eine schreckliche Mordserie beginnt. Am Strand wird eine Leiche gefunden. Sarah und Carlos ermitteln. Dr. Cecilia Sanchez Pérez, eine Psychologin, unterstützt sie. Sie kannte die beiden anderen Opfer. Die Privatdetektive Sven und Jenny ermitteln ebenfalls im Auftrag eines mysteriösen Mannes.

Fees Meinung:
Sarah und Carlos kannte ich ja schon von der Trilogie, die auch auf Gran Canaria spielte. Sven und Jenny haben in Teil drei mitgemacht. Sofern kannte ich diese Charaktere schon und ich fand sie ja sympathisch. Dieses Mal kamen sie für meinen Geschmack ein wenig zu kurz. Dafür kam nun auch noch eine Psychologin samt Familie dazu. Irgendwie finde ich, ist nun das Ermittlerteam komplett. Die Charaktere konnte ich mir gut vorstellen, zumal ich die meisten ja schon kannte. Das Cover ist Aussagekräftig und spricht für sich.

Der Thriller selbst war sehr, sehr spannend. Ein Highlight folgte dem Nächsten. Man konnte das Buch locker auf ein Mal auslesen, da man es einfach nicht weglegen wollte. Es war spannend und fast unvorhersehbar. Vor allem auch, dass der Mörder Katz und Maus mit den Detektiven spielte und die Psychologin involviert wurde.

Die Schauplätze des Krimis wurden mit Lokalkolorit aufgepept. Dazu die spanischen Ausdrücke, die hinten im Ebook erklärt werden und die man so anklicken kann und auch schnell wieder im Krimis ist, machen das ganze sehr schön. Das habe ich so toll gelöst noch in keinem anderen Ebook vorgefunden. Das ganze könnte man noch perfektionieren, in dem man - da hier doch schon ein „festes“ Ermittlerteam mitspielt - eine kleine „Legende“ bzw. Verzeichnis zu den Charakteren erstellt.

Zunächst war ich erleichtert, dass der Thriller nicht ganz so gruselig war, wie Teil 1 und 3 der Trilogie. Zweitens fand ich ihn total spannend, so dass er schnell ausgelesen war. Aber drittens muss ich sagen, das ging ein bisschen auf Kosten der – nun doch schon recht stattlichen „Ermittlermannschaft“ – denn diese Charaktere kamen zu kurz, vor allem, wenn man noch nicht Teil 1 bis 3 kannte. Man kann diesen Teil lesen, ohne die anderen zu kennen, aber man sollte es nicht wirklich tun. Denn dann fragt man sich, wer sind denn die Leute wirklich, wie kamen sie zusammen usw. Lieber ein paar Seiten mehr und mehr Infos zu den Charakteren. Deshalb fand ich dieses Buch am schwächsten, im Vergleich zu den anderen Büchern. Da die aber eigentlich alle über 5 Sterne bekamen, bleibt es bei 5 Sternen.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
5 Sterne und eine Leseempfehlung, allerdings sollte man die anderen drei Teile der Trilogie gelesen haben, wenn man sich für die Charaktere interessiert. Sonst ist so viel Spannung und es gibt einige Highlights, daher ein super Thriller.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Die kleine Bäckerei in Brooklyn (Romantic Escapes, Band 2)

Die kleine Bäckerei in Brooklyn
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Julie Caplin Die kleine Bäckerei in Brooklyn
2019, rororo

Fee zum Buchinhalt:
Sophie arbeitet als Food-Journalistin in London. Als ihr die Ehefrau ihres Freundes mitteilt, dass dieser ein kleines Kind ...

Julie Caplin Die kleine Bäckerei in Brooklyn
2019, rororo

Fee zum Buchinhalt:
Sophie arbeitet als Food-Journalistin in London. Als ihr die Ehefrau ihres Freundes mitteilt, dass dieser ein kleines Kind hat und verheiratet ist, nimmt sie den Auftrag an, ein halbes Jahr nach New-York zu gehen. Dort wohnt sie in einem Apartment in Brooklyn, wo es eine Bäckerei im Untergeschoß gibt. Rasch freundet sie sich mit Bella an und hilft ihr Cupcakes zu backen und zu verzieren.

Fees Meinung:
Das Buch hätte man wesentlich kürzer schreiben können, dann wäre es weniger „langweilig“ geworden. Teilweise hat das Buch solche „Längen“, dass ich zum Auslesen, fast 2 Wochen benötigt habe.

Außerdem gibt es Zeitsprünge in New York. Plötzlich sind einige Wochen oder Tage vergangen und das hat mich dann doch etwas überrascht. Schon gleich zu Anfang, wo sie nichts unternommen hat und dann war sie plötzlich schon ein paar Wochen in New York.

Was ich aber am schlimmsten fand in diesem Buch:
Wenn ich einen Porno gucken oder lesen möchte, dann tu ich das. Aber in ein Buch gehören keine Wörter wie Eichel oder Hoden. Das gibt’s in den billigen Heftchenromanen, die ich in meiner Jugend gelesen habe, aber in einem Buch möchte ich so was nicht lesen. Es sei denn, es ist wie z. B. bei den Emons mit Erotik oder so gekennzeichnet. Aber bei „Romantik“ hab ich eine andere Erwartungshaltung. Zudem war das ganze nicht romantisch, sondern ein hin- und her nur um das Buch mit 460 Seiten voll zu bekommen.

Auch war die Handlung total unglaubwürdig und einige Charaktere waren so unglaublich, dass sie nicht einschätzbar waren. Wenn man dachte, man kennt jemanden, dann hat er sich doch wieder ganz anders verhalten.

Und dann kam der Schluss, wenig überraschend sondern doch sehr hastig und wenig einfühlsam. Plötzlich war alles in Butter und unabhängig voneinander war alles perfekt. Sophie bleibt in New York (das wusste ich schon am Anfang des Buches!!!) und Todd ist plötzlich ein ganz anderer, hatte aber noch denselben Namen. Das ganze Buch war sehr vorhersehbar.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Für mich war das ganze zu seicht und zu vorhersehbar. Ich fühlte mich nicht gut unterhalten und hab mich 2 Wochen lang durch das Buch gequält. Daher ist ein Stern die logische Folge von verschwendeten Lebensstunden!

Veröffentlicht am 05.09.2019

viel blau und Sachbuchcharakter

Ein neues Blau
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Fee zum Buchinhalt:
Anja, die ein etwas problematisches Elternhaus und Leben hat, mit der Schule nicht mehr so klar kommt, trifft auf Lili. Lili ist schon etwas älter und benötigt eine „Gesellschafterin“, ...

Fee zum Buchinhalt:
Anja, die ein etwas problematisches Elternhaus und Leben hat, mit der Schule nicht mehr so klar kommt, trifft auf Lili. Lili ist schon etwas älter und benötigt eine „Gesellschafterin“, allerdings würde sie das keinesfalls zugeben.

Fees Meinung:
Anja und Lili kommen überraschend gut miteinander aus. Lili erzählt Anja aus ihrem Leben und so erfährt man sehr viel.

Die Geschichte spielt zunächst in den 80ern, dann vor dem Krieg (Lilis Kindheit und dass sie dort Kindermädchen war) während des Krieges und dann wieder in den 80ern. Diese ganzen Zeitsprünge waren leider etwas verwirrend und so hatte das Hörbuch einfach Längen, das auch die Sprecherinnen Eva Meckbach und Nina Lilith nicht mehr ausbügeln konnten, auch wenn sie ihre Sache gut gemacht haben. Man musste sich wirklich sehr konzentrieren und konnte sich dadurch leider nicht in die Geschichte fallen lassen. Es ist keinesfalls leichte und einfache Literatur. Es gibt zwei Sprecherinnen, wegen den zwei Erzählsträngen. Das Leben von Lili und das von Anja.

Zeitweise fiel es mir sehr schwer weiter zu hören, es war ja auch ein sehr langes ungekürztes Hörbuch mit 8 CDs und somit über 10 Stunden Dauer. Als Buch hätte ich es längst zur Seite gelegt und aufgegeben.

Der Autor schreibt leider so, dass mir Lili und Anja zuweilen recht fremd blieben. Ich konnte kaum Emotionen aufbauen, was ich sehr schade fand. Dazu wurde die Geschichte ziemlich sachlich erzählt. Dabei ist Lilis Geschichte eigentlich interessant und nicht langweilig. Aber ich finde, der Autor hätte sie spannender und unterhaltsamer schreiben können. Das Ganze wurde dann des Öfteren langatmig und dann gab es wieder einige Stellen, die mich faszinierten. Ich habe zum Beispiel sehr viel über den jüdischen Glauben und über Tee gelernt. Das blaue Porzellan zieht sich wie ein Faden durch die ganze Geschichte. Da Lilis Mutter früh stirbt und sich ihr Vater Jakob um sie kümmern muss. Sie lernt dann den Geschäftsführer der Königlichen Porzellanmanufaktur kennen und so hat sie einen neuen Lebensinhalt. Auch da habe ich viel gelernt, vor allem über das „neue blau“. Allerdings hat es einige (viele) Stellen, da dachte ich, das ist ein Sachbuch.

Lilis Geschichte könnte man verfilmen, so umfangreich ist sie. Wahnsinnig viel hat sie erlebt und viele interessante Leute kennen gelernt. Allerdings gibt’s auch viele Klischees. Anja, kam mir nicht so authentisch rüber wie Lili. Lili stammt aus einem „guten Hause“, Anjas Eltern sind „High Society“, beide haben ihre Mutter verloren. Anja lernt auch viel von Lili. Auch spielt die Geschichte hauptsächlich in Berlin und wurde meiner Meinung bzw. Schulerinnerung nach gut recherchiert.

Man liest/hört also mehr von der „guten, nicht gerade armen“ Gesellschaft, somit spiegelt es nur einen Teil ab und ist auch nicht wirklich ein historischer Roman, auch wenn einige Teile in historischen Zeiten spielen.

Teilweise gefielen mir die Charaktere sehr gut. Teilweise wurde ich nicht warm damit. Das Cover passt auch sehr schön zum Buch.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Alles in allem ein Hörbuch das eindeutige Längen aufweist und auch Sachbuchcharakter. Mit Höhen und Tiefen, tollen Charakteren und teilweise Charaktere mit denen ich nicht warm wurde. Ich möchte dem Hörbuch 2,9 Sterne geben, also aufgerundet 3. Ich denke auch, dass man sich den Autor Tom Saller merken sollte.

Veröffentlicht am 27.08.2019

Schade, Harry Hole ganz unten

Messer (Ein Harry-Hole-Krimi 12)
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Fee zum Buch:
Nachdem Harry Hole von seiner Frau Rakel rausgeworfen wurde, säuft er wieder und arbeitet als einfachster Ermittler. Da holt ihn die Vergangenheit wieder ein und es gibt einige Vorfälle ...

Fee zum Buch:
Nachdem Harry Hole von seiner Frau Rakel rausgeworfen wurde, säuft er wieder und arbeitet als einfachster Ermittler. Da holt ihn die Vergangenheit wieder ein und es gibt einige Vorfälle und Morde, die Harry Hole lösen will. Den ersten Fall hat er, obwohl er abgeschlossen wurde noch einmal aufgerollt und zu seiner Zufriedenheit gelöst. Durch seinen Alleingang bringt er eine Frau in Gefahr.

Fees Meinung:
Ich weiß, ich weiß, ich hab schon beim letzten Mal gesagt, dass ich die neuen Bücher von Jo Nesbo nicht mehr lesen bzw. das Hörbuch hören möchte und auch dieses Mal bin ich so weit, das zu beschwören. Aber irgendwie ist es eine Hassliebe, die mich mit den Werken verbindet.

Zum einen schreibt der Autor – Jo Nesbo – EIGENTLICH sehr toll, aber auf der anderen Seite will ich nicht mehr mit Harry Hole mitleiden. Das ist so nervenaufreibend und dieses Mal war es sooooo lange. Harry Hole stirbt nicht durchs „saufen“, sondern wegen seines Selbstmitleids. Und inzwischen mag ich ihn auch nicht mehr. Manchmal hab ich – während des Hörens – überlegt, ob es nicht besser gewesen wäre, der Mörder hätte Harry Hole gekillt, damit es wieder eine neue Serie gibt.

Vielleicht sind Elizabeth George und Jo Nesbo verwandt, verschwägert, verheiratet, eine Person oder einfach nur gleich „verrückt“. Hier wird alles getan um Inspektor Lynley und Harry Hole zu quälen, ihnen alles wegzunehmen was sie lieben und für den Hörer bzw. Leser hassenswert gemacht. Ich weiß es nicht. Die Buchseiten werden immer mehr und mehr und bekommen immer mehr Längen, Langeweile und sadistische Qualen!

Uve Teschner kann das Ganze auch nicht mehr rausreisen. Ein Sprecher, der ich sehr schätze und ohne ihn hätte ich mir auch dieses Hörbuch nicht mehr angehört, aber irgendwann hatte ich Mühe nicht einzuschlafen.

Fast 15 Stunden geht das Hörbuch und ehrlich, ich kann mir wirklich nicht vorstellen, wie man das auf ein Mal durchhören möchte bzw. kann. Beim ersten Mal habe ich fast 5 Stunden geschafft, danach war ich völlig fertig und ich konnte sehr gut schlafen. Beim 2. Mal wäre ich nach ca. 2 Stunden schon fast eingeschlafen. Nicht wegen des Sprechers, sondern wegen des Stumpfsinns, den ich mir anhören musste.

Irgendwie hatte ich den Eindruck, es dreht sich alles im Kreis. Das Buch könnte schon längst zu Ende sein, denn ich fand es nicht mehr wirklich spannend. Aber dann wird’s so zäh und der Kaugummi wird länger und länger.

Und Katherine, nee, die ist auch echt doof geworden. Sie mag Harry Hole immer noch, hat aber einen Ehemann (der nicht wirklich zu ihr passt!) und ein Kind.

Also ich hab wohl inzwischen alle Harry Holes gelesen und gehört, aber ich will nicht mehr. Da ist ja Stephen King fast ein Waisenkind dagegen geworden! Dabei hab ich nach Shining aufgehört seine neuesten Werke zu lesen.

Ach so, was ich vergessen habe, ich kenne ja die anderen Teile, aber inzwischen denkt der Autor alle seine Leser haben Alzheimer. Es wird nicht mehr nur kurz angerissen, nein, es wird aufs ausführlichste beschrieben und erzählt, was ich schon wusste. Für neue Leser vielleicht interessant, aber ich sehe keinen Sinn mehr darin! Vielleicht sollte man das Buch als „Die verrückte, selbstquälerische Welt des Harry Hole nennen!“ Das würde es treffen.

Sonst finde ich es ja immer sehr schade, wenn die Hörbücher verkürzt wurden. (Danke an Vorablesen, dass ich dieses Hörbuch gewonnen habe.) Aber hier denke ich, hätte man um die Hälfte kürzen können, um ein Hörvergnügen zu haben. In 7,5 Stunden hätte man das Hörbuch locker abhandeln können. Diese Serie verlässt inzwischen alle Realität und könnte locker ins Science-Fiction-Land untertauchen. Schade. Sehr schade.

Das Cover? Och ja. Passend zum Hörbuch. Es ist nicht schlecht und auch nicht gut. Es ist „nett“.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Bye, bye Harry Hole und bitte, bitte lieber Jo Nesbo mach eine neue Serie, in der der Ermittler wieder glücklicher ist und uns nicht die Realität eines schrecklichen Selbstmitleidslebens, das fast zur Hälfte in der Vergangenheit stattfindet, zu einem erschreckenden und fassungslosen Leser/Hörer hinterlässt. Ich hab kein Mitleid mehr übrig. Es reicht einfach.



Veröffentlicht am 27.08.2019

Endlich mal wieder ein Hamburgkrimi

Der Tote vom Elbhang
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Fee zum Buchinhalt:
Svea Kopetzki ist Ermittlerin in Hamburg. Es gibt einen Fall, der sehr gruselig ist, mit sorgsam gesäuberten Menschenknochen. Dazu ist das Grundstück zwangsversteigert worden, aber ...

Fee zum Buchinhalt:
Svea Kopetzki ist Ermittlerin in Hamburg. Es gibt einen Fall, der sehr gruselig ist, mit sorgsam gesäuberten Menschenknochen. Dazu ist das Grundstück zwangsversteigert worden, aber der Eigentümer möchte die Schulden bezahlen, um es zu behalten. Doch plötzlich ist er verschwunden.

Fees Meinung:
Der Krimi selbst gefiel mir nicht so wirklich. Er war ok, aber nicht so wirklich herausragend. Vor allem gab es einfach zu viele Nebenschauplätze. Aber ich denke, die Autorin wollte einfach mal was anderes schreiben, als Kinderbücher. Stellenweise wirkte das Buch etwas langweilig und langatmig auf mich. Es dauert ein Weilchen, bis ich so richtig im Buch war. Obwohl der Schreibstil wirklich gut ist. Wäre es eine Erzählung, wäre meine Bewertung wohl um einen Stern besser ausgefallen. Es gab viele Spuren, die ins Nichts führten. Und dazu war der Showdown, als der Mörder und sein Chef festgenommen wurden, einfach zu flach. Ich finde einfach, der hätte besser ausgearbeitet sein sollen.

Dagegen gefiel mir die Szene als Tamme in seinem „alten Viertel“ ermittelte sehr gut. So bildlich und auch so lebensecht. Auch die Szene bis sie beim Currywurstessen waren und während des Essens gefiel mir auch. Das Ganze war am Anfang gut ausgearbeitet, aber es wird halt nicht wirklich zu Ende geführt und es gibt dann immer wieder nur Rückblenden. Wie bei Svea als die Kusine in ihre Wohnung einquartiert wurde, diese Szene hätte ich gerne besser beschrieben gehabt. Nicht nur in einer Rückblende. Irgendwie fühlte ich mich bei der Autorin um die besten Szenen „betrogen“.

Als Svea in der Wohnung der Künstlerin war, haben mir die Beschreibungen der Autorin völlig gereicht. Mein Kopfkino hatte das Bild genauestens vor sich, auch als Svea später wieder kam. Also bei den „Gruselteilen“ war genug beschrieben, um sich alles vorstellen zu können.

Was ich aber toll fand, waren die Charaktere, die waren sehr gut herausgearbeitet. Vor allem die hochnäsigen Hamburger, die drei Ermittler und dann auch die Leute, die mit den Morden zu tun hatten. Aber auch Bigi konnte ich mir wirklich gut vorstellen. Zu den drei Ermittlern blieb leider einiges offen, wodurch viele Leute sich Band Zwei herbeisehnen, auf den wir aber alle noch ein Jahr warten müssen.

Am Allerbesten gefiel mir Hamburg, einige Beschreibungen waren echt toll und ich habe wieder neue Lokalitäten kennen gelernt. Und das mit der besten Currywurst musste ja sein, schließlich kommt die Autorin aus dem „Pott“. Das ist ausbaufähig und gefällt mir wirklich sehr gut.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Anke Küppers ist eine Autorin, die man sich merken sollte. Ihr Krimi-Debüt gefiel mir gut und ist vielversprechend. Toller Lokalkolorit, interessante Gruselszenen, menschliche Ermittler und ein unterhaltsamer Schreibstil. Für den ersten Krimi 3 gute Sterne.