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Veröffentlicht am 29.12.2025

Klassiker zur Weihnachtszeit

Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)
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Auch wenn J. K. Rowling mittlerweile sehr kritisch gesehen werden muss, habe ich zur Weihnachtszeit nochmal Harry Potter gelesen (die Bände hatte ich sowieso schon Zuhause).

Der Schreibstil und der Aufbau ...

Auch wenn J. K. Rowling mittlerweile sehr kritisch gesehen werden muss, habe ich zur Weihnachtszeit nochmal Harry Potter gelesen (die Bände hatte ich sowieso schon Zuhause).

Der Schreibstil und der Aufbau der gesamten Welt um Harry Potter ist einfach grandios, das kann ich nicht abstreiten. Im ersten Band begleiten wir Harry, wie er herausfindet, ein Zauberer zu sein, endlich seinen fiesen Verwandten entkommt, neue Freunde findet und endlich seiner wahren Bestimmung näherkommt.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Ein Krimi für Zwischendurch

Todesflut
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Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen. Der Krimi beginnt mit einem Auftrag: Die Privatdetektivin Emma Klar soll im Auftrag einer Staatsanwältin eine aus dem Gefängnis geflohene Frau finden, ...

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen. Der Krimi beginnt mit einem Auftrag: Die Privatdetektivin Emma Klar soll im Auftrag einer Staatsanwältin eine aus dem Gefängnis geflohene Frau finden, die dafür verurteilt wurde, ihren Ex-Freund auf offener Straße erstochen zu haben. Recht schnell schwant ihr jedoch, dass sehr viel mehr dahintersteckt.

Die Thematik, die sich dann entfaltet, ist eigentlich äußerst interessant: Obdachlose Frauen, eine vulnerabelsten Gruppen überhaupt, verschwinden in vielen Städten an der Küste. Die Taten scheinen zusammenzuhängen und wie steckte der ermordete Ex-Freund mit drin? Für mich war das Erzähltempo aber leider viel zu langsam.

Insgesamt hatte mir das Buch zu viele Längen. Emma – oder eigentlich viel eher ihr Mitarbeiter Padorn, der IT-Spezialist und eine Art Hacker ist – finden durch dessen „Programme“ und Hackereien immer wieder neue Spuren, denen dann nachgegangen wird. Etwas schade fand ich, dass einem als Leser:in die Erkenntnisse immer als gegeben präsentiert wurden, wie die „Programme“ die meisten Sachen gefunden haben, kann man nicht nachvollziehen. Denn ohne diese Unterstützung hätte Emma rein gar nichts aufgeklärt. Und ich frage mich, ob das alles vor Gericht überhaupt Bestand hat.

Am Ende ging mir dann aber alles viel zu schnell. Ratz fatz wurden die Hintergründe grob aufgeschlüsselt, meiner Meinung nach blieben aber viele Fragen ungeklärt. Bzw. war das Ende dafür, dass sich der gesamte Rest des Buches teilweise sehr zieht und jede Spur ausführlich behandelt, zu oberflächlich und vor allem hat mir gefehlt, wer wie mit drinsteckte und welche Strafen die Täter bekommen haben.
Somit fand ich das Ende etwas „wenig“. Also nicht in dem Sinne, dass kein großes Verbrechen aufgeklärt wurde, sondern WIE alles zusammengebracht wurde. Mir hat es im gesamten Buch schon an Spannung gefehlt, ich hätte mir darum zum Schluss nochmal etwas Action gewünscht.

Und ich habe wirklich lange kein Buch mehr gelesen, in dem SO viele Rechtschreibfehler waren! Das würde ich dringend für eine weitere Auflage korrigieren.

Sehr gut fand ich allerdings den Fokus auf Männer, die sich allein wegen ihres Geschlechts überlegen fühlen und auf Frauen – besonders sozial schwache – herabblicken bzw. sie verachten. Das ist ein sehr wichtiges Thema und ich finde es gut, dass es hier so viel Aufmerksamkeit bekommen hat!

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Anders als gedacht

Gym
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Ich hatte so viel Positives von dem Buch gehört, dass ich es unbedingt auch lesen wollte. Leider konnten meine (vielleicht zu hohen) Erwartungen nicht erfüllt werden. Laut Beschreibung ist es "clever, ...

Ich hatte so viel Positives von dem Buch gehört, dass ich es unbedingt auch lesen wollte. Leider konnten meine (vielleicht zu hohen) Erwartungen nicht erfüllt werden. Laut Beschreibung ist es "clever, witzig und wild", alle drei Adjektive konnte ich aber nur bedingt feststellen.

Der Schreibstil hat mir gefallen, ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen (was bei unter 200 Seiten, kurzen Kapiteln und einige Leerseiten dazwischen aber auch nicht schwer war). Teilweise waren auch witzige Momente dabei - bspw. als die Protagonistin realisiert, wo sie sich da eigentlich reingeritten hat, als sie, um den Job im Mega Gym zu bekommen, fälschlicherweise behauptet hat, kürzlich ein Kind bekommen zu haben und deshalb so außer Form zu sein - und dann alles tut, um diese Lüge aufrecht zu erhalten.

Dann entfalten sich aber nach und nach Hintergründe, die gar nicht mal so witzig sind. Und statt einer humorvollen Geschichte über die Fitnessindustrie oder das ständige Streben nach körperlicher Optimierung entfalten sich Abgründe und Obsessionen, die ich nicht habe kommen sehen und mir (vor allem am Ende) zu viel und irgendwie unglaubwürdig wurden. Das kann man vielleicht "wild" nennen, irgendwie fand ich es aber hauptsächlich traurig.

Ich fand die Protagonistin insgesamt auch einfach unsympathisch (das war vielleicht gewollt) und fand es schwer, sie zu greifen - zumal sie den gesamten Roman lang namenlos blieb.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Viel Atmosphäre, wenig Inhalt

Knochenkälte
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Das Buch hinterlässt bei mir einen gemischten Eindruck. Besonders im letzten Abschnitt kommt zwar endlich Spannung auf, doch insgesamt kann das Tempo die langen, oft zähen Passagen zuvor nicht ausgleichen. ...

Das Buch hinterlässt bei mir einen gemischten Eindruck. Besonders im letzten Abschnitt kommt zwar endlich Spannung auf, doch insgesamt kann das Tempo die langen, oft zähen Passagen zuvor nicht ausgleichen. Für einen Thriller war es mir oft zu langatmig geschrieben, zu viele Naturbeschreibungen und zu wenig forensische Anthropologie (die David Hunter-Thriller ja eigentlich ausmacht).

Meiner Meinung nach wurde aus einem an sich recht klischeehaften aber durchaus vielversprechenden Setting (ein von der Außenwelt abgeschnittenes Dorf, Schneesturm, rivalisierende Männer) einfach nichts gemacht, Beckett schöpft hier das Potenzial nicht aus. Statt messerscharfer Analysen stapft unser „Profi“ mehr oder weniger kopflos durch den Schnee und folgt einer spontanen Eingebung nach der nächsten, statt analytisch zu ermitteln. Durch ausgedehnte Beschreibungen und weite Wege, wird die Spannung zusätzlich ausgebremst.

Auch die Figurenzeichnung war eher oberflächlich. Viele Charaktere bleiben zu eindimensional, ihre Motivationen und Hintergründe werden kaum vertieft.

Die losen Fäden werden alle erst ganz am Ende sehr ausführlich zusammengeführt, hier hätte ich mir vorab schon mehr wie zufällig eingestreute Informationen gewünscht, so war es am Schluss sehr viel auf einmal.

Positiv bleibt, dass einige sympathische Figuren am Ende zu ihrem Recht kommen und die Atmosphäre des abgeschiedenen Schauplatzes durchaus stimmig eingefangen wird. Wer jedoch auf tiefgründige Charaktere, starke Wendungen und ausgeprägte forensische Elemente hofft, wird hier eher enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Viel Lärm um Likes – und keine Entwicklung

Vielleicht hatten all die Therapeuten ja recht
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Eigentlich besteht das Buch nur aus lose verknüpften Episoden aus Jennys Leben, und oft brauchte ich erst die Hälfte eines Kapitels, um zu verstehen, in welcher Zeitebene wir gerade sind – Gegenwart, vergangene ...

Eigentlich besteht das Buch nur aus lose verknüpften Episoden aus Jennys Leben, und oft brauchte ich erst die Hälfte eines Kapitels, um zu verstehen, in welcher Zeitebene wir gerade sind – Gegenwart, vergangene Beziehung oder irgendwelche Party-Erinnerungen. Ein Lesefluss entsteht dadurch kaum.

Jenny selbst ist für mich eine der unsympathischsten Figuren überhaupt: neidisch, jammernd, like-fixiert, unsicher, abwertend und extrem egoistisch. Sie scheint niemanden wirklich zu mögen, weder Freundinnen noch Kolleginnen, und kreist ständig nur um die Meinung anderer, sogar wildfremder Menschen im Internet. Der Großteil des Buches dreht sich ohnehin um Social-Media-Interaktionen und ihre ungesunde Fixierung auf Suzy Brambles’ Online-Präsenz.

Obwohl Jenny Mitte 30 sein soll, wirkt sie eher wie eine überforderte Anfang-20-Jährige – teilweise sogar wie eine Teenagerin: bedürftig, abhängig von externer Bestätigung und völlig unreflektiert. Der Tiefpunkt war für mich die Szene, in der sie den Sohn ihrer Freundin auf der Straße stehen lässt, weil sie sich wegen eines Social-Media-Posts aufregt. Und sie begreift nicht einmal, warum ihre Freundin wütend ist.

Ständig greift sie zu Alkohol oder Drogen, anstatt irgendetwas in ihrem Leben anzugehen – erstaunlich, wenn sie angeblich seit Jahren in Therapie ist. Ich dachte mir beim Lesen nur: Bitte tu irgendetwas, das nichts mit Männern oder Alkohol zu tun hat.

Und das Ende? Für mich keinerlei Entwicklung. Jenny lernt nichts; am Ende dreht sich weiterhin alles um Likes. Auch den Humor habe ich nicht verstanden – die meisten „Witze“ wirkten völlig sinnfrei.

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