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Veröffentlicht am 18.12.2018

Ein sehr solider Krimi aus der Baumeister-Reihe

Die Eifel-Connection
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Taschenbuch: 350 Seiten
Verlag: KBV (1. Juni 2011)
ISBN-13: 978-3942446136
Preis: 10,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein sehr solider Krimi aus der Baumeister-Reihe

Inhalt:
Wieder einmal ...

Taschenbuch: 350 Seiten
Verlag: KBV (1. Juni 2011)
ISBN-13: 978-3942446136
Preis: 10,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein sehr solider Krimi aus der Baumeister-Reihe

Inhalt:
Wieder einmal wird der Journalist Siggi Baumeister zu einer Leiche gerufen. Ein Geologe ist abgestürzt und zu Tode gekommen. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Spätestens als kurze Zeit später zwei weitere Menschen sterben, werden Baumeister und Emma hellhörig und gehen der Sache nach.

Meine Meinung:
Jacques Berndorf schreibt einfach gute Unterhaltung und spart auch nebenbei nicht an Gesellschaftskritik. Wenn man seine Schreibweise mag, wird man auch diesen Band der Reihe genießen. Auch Neueinsteiger können sich hier ran wagen, denn der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, und was man über die beteiligten Personen unbedingt wissen muss, wird schnell klar.

Der Roman ist spannend aufgebaut, Berndorf legt einige falsche Spuren, denen Baumeister und Emma folgen. Rodenstock hat dieses Mal nur ein paar Gastauftritte, was aber nicht schlimm ist. Baumeister und Emma haben die Sache gut im Griff.

Ich habe nun ein paar Krimis dieser Reihe kurz hintereinander gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich manche Phrasen einfach von Band zu Band wiederholen, was ich etwas schade finde.

Die Siggi Baumeister-Reihe:
1. Eifel-Blues
2. Requiem für einen Henker
(Bonn-Thriller: Der General und das Mädchen - Vorlage für das spätere Eifel-Feuer)
3. Der letzte Agent
4. Eine Reise nach Genf
5. Eifel-Gold
6. Eifel-Filz
7. Eifel-Schnee
8. Eifel-Feuer
9. Eifel-Rallye
10. Eifel-Jagd
11. Der Bär
12. Eifel-Sturm
13. Eifel-Müll
14. Eifel-Wasser
15. Eifel-Liebe
16. Eifel-Träume
17. Eifel-Kreuz
18. Mond über der Eifel
19. Die Nürburg-Papiere
20. Die Eifel-Connection
21. Eifel-Bullen
22. Eifel-Krieg

★★★★☆

Veröffentlicht am 16.12.2018

Lesenswert

Troll
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Gebundene Ausgabe: 215 Seiten
Verlag: Tropen (4. November 2018)
ISBN-13: 978-3608504118
Originaltitel: Trol
Übersetzung: Mirko Kraetsch
Preis: 18,00 €
auch als E-Book erhältlich

Lesenswert

Inhalt:
Osteuropa ...

Gebundene Ausgabe: 215 Seiten
Verlag: Tropen (4. November 2018)
ISBN-13: 978-3608504118
Originaltitel: Trol
Übersetzung: Mirko Kraetsch
Preis: 18,00 €
auch als E-Book erhältlich

Lesenswert

Inhalt:
Osteuropa in nicht allzu ferner Zukunft. Ein namenloser Ich-Erzähler und seine Freundin Johanna beschließen, gegen die Fake News und Hasstiraden der Internettrolle vorgehen. Dazu schleusen sie sich selbst in eine Agentur ein, die im Auftrag von Firmen und Politikern durch Blogbeiträge und Forenpostings die öffentliche Meinung manipuliert. Sie wollen das System von innen heraus zerstören, doch die Gefahr ist größer, als ihnen bewusst ist.

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung dieses Romans hörte sich für mich total interessant an, aber Michal Hvorecky hat es mir nicht leicht gemacht. Im ersten Drittel lernen wir den Ich-Erzähler sowie sein Land kennen, erfahren etwas über seine Kindheit und Jugend, lesen über einen langen Krankenhausaufenthalt, bei dem er schließlich die Bekanntschaft von Johanna macht. Dieser Abschnitt ist nicht besonders fesselnd, eher ein bisschen wirr und auch nicht ganz schlüssig. Aber immerhin erklärt die Entwicklung, wie die beiden jungen Leute auf die Idee kommen, etwas gegen die Trolle zu unternehmen.

Sowie es mit dem Trolling losgeht, nimmt die Handlung Fahrt auf. Das Erzähltempo ist hoch, was auch daran liegt, dass es nur wenige Beschreibungen gibt. Es wird eher berichtartig erzählt, was passiert, was ich allerdings als recht trocken empfand. Man muss sich schon ordentlich konzentrieren, um am Ball zu bleiben.

Ob das Szenario, das Michal Hvorecky entwickelt hat, Dystopie oder bereits Wirklichkeit ist, vermag ich nicht zu sagen. Wir sind auf jeden Fall nicht weit davon entfernt. Und eines sollte jedem Leser klar sein: Alles muss hinterfragt werden, jeder sollte seinen eigenen Verstand einschalten und nicht einfach Meinungen nachplappern.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 13.12.2018

Als Jugendbuch bei mir durchgefallen

Du wolltest es doch
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Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Carlsen (25. Juli 2018)
ISBN-13: 978-3551583864
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Asking For It
Übersetzung: Katarina Ganslandt
Preis: 18,00 €
auch als ...

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Carlsen (25. Juli 2018)
ISBN-13: 978-3551583864
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Asking For It
Übersetzung: Katarina Ganslandt
Preis: 18,00 €
auch als E-Book erhältlich

Als Jugendbuch bei mir durchgefallen

Inhalt:
Die 18-jährige Emma ist hübsch und bei den Jungs sehr beliebt. Und sie setzt ihre Reize ganz bewusst ein. Als auf einer Party alles aus dem Ruder läuft, steht Emma vor den Scherben ihres Lebens. Ist sie selbst schuld, dass sie vergewaltigt wurde?

Meine Meinung:
Louise O’Neill macht es dem Leser nicht leicht. Sie zeichnet Emma alles andere als sympathisch. Das Mädchen ist egoistisch, neidisch und schreckt nicht davor zurück, andere Menschen auszunutzen und zu hintergehen. Zu leicht kann man hier auf die Idee kommen, dass es ihr recht geschieht, was mit ihr passiert. Und das ist eine ganz schlechte Message! Die hat in einem Jugendbuch nichts zu suchen.

Louise O’Neill will aufrütteln, will Partei ergreifen für Vergewaltigungsopfer, will ein Umdenken in der Gesellschaft bewirken, wie sie im Nachwort sagt, und erreicht mit dieser Geschichte zumindest bei manchen Lesern doch das krasse Gegenteil. Emmas Verhalten nach der Vergewaltigung ist nicht das, was Opfer sich als Vorbild nehmen sollten.

Ja, natürlich wirkt es zumindest in Ansätzen realistisch. Sicher verhalten sich einige Vergewaltigungsopfer so oder ähnlich, aber gerade in einem Jugendbuch müsste das meiner Meinung nach anders kommuniziert werden, denn wenn die Opfer sich so verhalten, wird sich nie etwas ändern. Emmas Entwicklung zeigt keine Lösung auf, gibt keine Hoffnung, sondern zieht einen als Leser einfach nur runter und lässt alles hoffnungslos und sinnlos erscheinen. Was sollen jugendliche Leser daraus lernen?

Davon abgesehen, zieht sich die Geschichte ziemlich in die Länge, ohne dass über weite Strecken etwas Wesentliches passiert. Manchmal musste ich mich zum Weiterlesen direkt überwinden. Schade, ich hatte mir mehr von diesem Thema versprochen, aber die Autorin konnte mich nicht wirklich überzeugen.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 12.12.2018

Wenn man rätselhafte Bad Boys mag ...

Revenge. Sternensturm (Revenge 1)
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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Carlsen (30. November 2018)
ISBN-13: 978-3551584014
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Darkest Star (Origin 1)
Übersetzung: Anja Malich
Preis: 19,99 ...

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Carlsen (30. November 2018)
ISBN-13: 978-3551584014
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Darkest Star (Origin 1)
Übersetzung: Anja Malich
Preis: 19,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Wenn man rätselhafte Bad Boys mag …

Inhalt:
Vier Jahre nach der Lux-Invasion auf der Erde scheint sich alles einigermaßen normalisiert zu haben. Doch als die siebzehnjährige Evie einen verbotenen Club besucht und dort den überaus attraktiven Luc kennenlernt, bleibt in ihrem Leben kein Stein mehr auf dem anderen …

Meine Meinung:
Die Lux-Reihe habe ich sehr gerne gelesen, und auch der Auftakt dieser Spin-Off-Trilogie hat mir Spaß gemacht. Allerdings gibt es doch etliche Wiederholungen und auf Dauer konnte mich das dann nicht hundertprozentig begeistern. Die liebgewonnenen Charaktere aus „Obsidian“ und so weiter tauchen hier praktisch gar nicht auf, was ich etwas schade fand. Natürlich sind auch Evie und Luc interessante Figuren, aber ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass das alles schon mal dagewesen ist, zum Beispiel wie Luc Evie bei einem Spitznamen nennt, den sie nicht mag. Das hatten wir auch bei Daemon und Katy schon.

Insofern bietet sich diese Spin-Off-Trilogie vielleicht sogar vor allem für Neueinsteiger an. Es wird alles noch einmal erklärt, was in dieser Welt wichtig ist und die Wiederholungen stören dann nicht, wenn man sie nicht aus den anderen Büchern kennt.

Ich mochte die Geschichte von Anfang an gerne, aber hatte eben auch hier und da mal etwas auszusetzen. Die letzten hundert Seiten haben es dann aber in sich. Hier überschlagen sich die Ereignisse geradezu und die Spannung steigt auf ein Spitzenniveau. Die Entwicklungen sind zum Teil wirklich überraschend, zum Teil habe ich es aber schon vorhergeahnt, wie alles zusammenhängt.

Wer die Lux-Reihe mochte, wird auch „Revenge“ mögen. Band 2 erscheint voraussichtlich im Herbst 2019, Band 3 im Herbst 2020.

★★★★☆

Veröffentlicht am 09.12.2018

Ein fesselndes und tiefgründiges Jugendbuch

Das Ende ist erst der Anfang
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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag (17. Juli 2018)
ISBN-13: 978-3522202480
empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
Originaltitel: This is not the End
Übersetzung: Gerda Bean
Preis: 17,00 ...

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag (17. Juli 2018)
ISBN-13: 978-3522202480
empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
Originaltitel: This is not the End
Übersetzung: Gerda Bean
Preis: 17,00 €
auch als E-Book erhältlich

Ein fesselndes und tiefgründiges Jugendbuch

Inhalt:
Lake ist fast 18 Jahre alt. An ihrem nächsten Geburtstag wird sie die Gelegenheit haben, ihrem schwerstbehinderten Bruder Matt zu einem neuen Leben zu verhelfen. Doch dann geschieht ein Unglück und Lakes Freund Will sowie ihre beste Freundin Penny sterben bei einem Unfall. Lake kann nur einer Person ein neues Leben schenken. Für wen soll sie sich entscheiden?

Bei dem Versuch, herauszufinden, was ihre Freunde sich wünschen würden, muss Lake allmählich erkennen, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen aufgebaut war.

Meine Meinung:
Mich hat die Thematik sehr interessiert. Darf der Mensch über Leben und Tod bestimmen? Wie soll man hierbei gerecht vorgehen? Es steckt sehr viel Philosophie in diesem Roman, das hat mir gut gefallen.

Lake ist eine sehr tiefgründige Protagonistin, nicht immer ganz nett, auch mal egoistisch und eben keine Superheldin. Ich war sehr gern an ihrer Seite unterwegs, als sie in Rückblicken in die Vergangenheit versucht, mehr über Penny und Will zu erfahren, um Klarheit darüber zu bekommen, ob sie beide oder einer von ihnen überhaupt wiederauferweckt werden wollten. Denn nicht jeder ist von dieser Möglichkeit begeistert.

Nach und nach lernt Lake viel über ihre Freunde, über ihren Bruder und vor allem über sich selbst, und das ist für sie nicht immer leicht zu verdauen.

Dank des dynamischen Schreibstils von Chandler Baker fliegen die Seiten nur so dahin. Die Kapitel sind mit der Anzahl der Tage versehen, die noch bis zu Lakes 18. Geburtstag bleiben, bis sie eine Entscheidung treffen muss - ein spannender Countdown. Dabei schwankt das Mädchen immer wieder hin und her, und auch wenn ich schon bald meinte, Lakes endgültige Wahl erraten zu können, musste ich mich am Ende eines Besseren belehren lassen. Über den Ausgang des Romans war ich wirklich überrascht, und zwar positiv

★★★★★