Profilbild von Lilli33

Lilli33

Lesejury Star
online

Lilli33 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lilli33 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2018

Leider nicht mein Fall

Die Ballade von Max und Amelie
0

Inhalt:
Die einäugige Hündin Narbe lebt mit ihrem Rudel auf einer Müllkippe. Ihr Tag besteht aus dem ständigen Kampf ums Überleben. Bis eines Tages der schwarze Hund Max auf die Müllkippe kommt. Max ist ...

Inhalt:
Die einäugige Hündin Narbe lebt mit ihrem Rudel auf einer Müllkippe. Ihr Tag besteht aus dem ständigen Kampf ums Überleben. Bis eines Tages der schwarze Hund Max auf die Müllkippe kommt. Max ist ein Haustier, das seine Familie sucht. In freier Wildbahn könnte der sanfte Rüde wohl kaum überleben, und so nimmt sich Narbe seiner an. Zusammen machen sie sich auf eine abenteuerliche Reise zu Max’ Familie.

Meine Meinung:
Ich lese die Bücher von David Safier recht gerne, aber dieses hier war nicht so ganz mein Fall. Es ist eine ziemlich ernste Geschichte, die aus der Sicht einer wilden Hündin erzählt wird. Und obwohl ich diese Tierperspektive eigentlich mag, habe ich mich hier ab und zu damit quälen müssen. Manches kam mir einfach zu albern vor. Auch wurden Begriffe, die Narbe für Menschendinge benutzt, nicht immer konsequent verwendet. Da wurde dann plötzlich zwischendurch doch mal das normale Wort benutzt.

Die Hündin Narbe war mir anfangs nicht sonderlich sympathisch, doch das ist kein Wunder. Sie ist misstrauisch und aggressiv. Sie muss erst lernen zu vertrauen, lernen, dass sie liebenswert ist und geliebt wird. Im Lauf der Geschichte entwickelt sie sich in dieser Hinsicht enorm weiter. Ihre positive Veränderung lässt sich Seite für Seite erlesen. Auch Max bleibt während des Roadtrips der beiden nicht derselbe. Der Rüde, der sich zu Beginn nicht zu wehren weiß, entwickelt einen heldenhaften Mut, den er in manch spannender Szene beweisen kann.

Die Sprache wirkt zuweilen etwas poetisch und lädt zum Träumen ein, doch dafür muss man sich ganz auf diese tierische Geschichte einlassen können.

"Darauf sahen wir beide zum Himmel, zu den Sternen, bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter. Und angesichts der Unendlichkeit fiel es uns beiden nicht mehr schwer, an das Unmögliche zu glauben." (S. 211)

Reinkarnation ist bei Safier ja häufiger das Thema, aber hier war es mir zu viel. Die entsprechenden Einschübe zerhacken die eigentliche Handlung unnötig. Mir hätte es besser gefallen, der Autor hätte sich auf die Ereignisse in der Gegenwart beschränkt und diese noch interessanter ausgeführt.

Fazit:
„Die Ballade von Max und Amelie“ ist eine nette Geschichte über die Liebe zweier Hunde, eine Geschichte über Vertrauen und Freundschaft, die sich natürlich auch auf Menschen übertragen lässt, mich aber leider nicht wirklich erreichen konnte.

Veröffentlicht am 24.11.2018

Klasse aufgebauter Kriminalroman voller Spannung

Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
0

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover (19. November 2018)
ISBN-13: 978-3550081033
Preis: 22,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Klasse aufgebauter Kriminalroman voller Spannung

Inhalt:
Die ...

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover (19. November 2018)
ISBN-13: 978-3550081033
Preis: 22,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Klasse aufgebauter Kriminalroman voller Spannung

Inhalt:
Die Polizei wird zu einem Todesfall gerufen. Zufällig entdecken die Beamten auf dem Grundstück außerdem die sterblichen Überreste von drei Frauen, die dort vergraben waren. War der Tote etwa ein Serienmörder?

Pia Sander, Oliver von Bodenstein und ihr Team müssen weit in der Vergangenheit suchen, um das Rätsel um die Knochen zu lösen.

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 9. Band der Reihe um die Hofheimer Kommissare Oliver von Bodenstein und Pia Sander. Da der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist, kann man ihn aber auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Was im Privatleben der Ermittler von Bedeutung ist, wird hier noch einmal erwähnt.

Ich mag die Taunuskrimis von Nele Neuhaus sehr gerne, und der vorliegende Band ist für mich einer der besten. Die verschiedenen Handlungsstränge sind derart gekonnt miteinander verwoben, dass es der Autorin gelingt, die Lesenden lange Zeit über den Täter im Unklaren zu lassen, am Ende aber doch alles absolut schlüssig erscheint.

Einmal angefangen, will man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es lässt sich aber auch sehr leicht lesen, ist fesselnd und die Personen wirken absolut authentisch. Amüsiert habe ich mich darüber, dass Neuhaus sich und ihre Leser mit kleinen Seitenhieben ein wenig auf die Schippe nimmt. Beklagten sich beim Vorgängerband „Im Wald“ viele Leser über zu viele Personen, so hat Neuhaus sich diesmal ein wenig zurückgenommen. Zwar nehmen auch hier wieder etliche Personen - tot oder lebendig - an der Handlung teil, durch ihre gute Charakterisierung behält man als Leser aber recht leicht den Überblick, wer wer ist. Auch das Personenverzeichnis zu Beginn des Romans hilft dabei.

Kleine Einschübe aus Sicht des Täters geben einen Einblick in dessen kranke Psyche, ohne zu viel von seiner Identität zu verraten. So hat der Leser ausreichend Gelegenheit, mit zu raten und schließlich herauszufinden, welcher der möglichen Verdächtigen hier sein Unwesen treibt.

Ein kleiner Wermutstropfen sind einige Logikfehler, die zwar keinen Einfluss auf die Handlung haben, mich aber trotzdem störten. Daher „nur“ 4,5 Sterne

Die Reihe:
1. Eine unbeliebte Frau
2. Mordsfreunde
3. Tiefe Wunden
4. Schneewittchen muss sterben
5. Wer Wind sät
6. Böser Wolf
7. Die Lebenden und die Toten Im Wald
8. Im Wald
9. Muttertag

★★★★☆

Veröffentlicht am 19.11.2018

Es ist Zeit, sich von Menduria zu verabschieden

Menduria (Band 4)
0

Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: KRAL (5. September 2017)
ISBN-13: 978-3990246993
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,50 €

Es ist Zeit, sich von Menduria zu verabschieden

„Der Wille der Gezeiten“ ...

Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: KRAL (5. September 2017)
ISBN-13: 978-3990246993
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 17,50 €

Es ist Zeit, sich von Menduria zu verabschieden

„Der Wille der Gezeiten“ ist der 4. Band der Menduria-Reihe. Ich halte es für unbedingt notwendig, die Vorgängerbände zu kennen, sonst wird man mit der Handlung nicht viel anfangen können.

Ich muss vorausschicken, dass mich schon die drei vorherigen Bände nicht restlos begeistern konnten. Und auch der Abschlussband hat dies leider nicht geschafft. Offensichtlich liegt mir Ela Mangs Schreibstil einfach nicht so richtig. Für meinen Geschmack wird vieles zu trocken erzählt, irgendwie aus der Distanz. Ich konnte mich nur selten mit den Charakteren identifizieren, habe kaum mit ihnen gebangt und gehofft. Zuweilen habe ich mich richtig gequält, wollte das Buch immer wieder mal zur Seite legen. Auf der anderen Seite war ich aber doch neugierig, wie die Geschichte weitergeht bzw. endet.

In „Der Wille der Gezeiten“ spielt Aljana, die Tochter von Lina und Darian, fast die größte Rolle, was mir gut gefiel, denn ich mag die erfrischende Art des Mädchens sehr. Und mit ihren vierzehn Blutmondjahren ist sie ja praktisch schon eine junge Erwachsene, die sich nun auch verliebt, wobei die Gefühle aber doch eher im Hintergrund bleiben. Auch Aljanas bester Freund, der junge Drache Ark-Dragon, hat sich in mein Herz geschlichen. Die beiden sind ein tolles Team, und die Szenen mit ihnen oder auch die mit Aljana und Finrod haben mir am besten gefallen.

Fazit:
Inhaltlich hat mich Menduria mit allen vier Bänden zufriedengestellt, nur der Schreibstil war nicht wirklich nach meinem Geschmack. Gerade im letzten Band hätte ich mir viel mehr Gefühl und mehr Spannung gewünscht.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 18.11.2018

Ein brutaler und hochspannender Thriller

Flucht in die Schären
0

Broschiert: 464 Seiten
Verlag: KiWi-Paperback (8. November 2018)
ISBN-13: 978-3462051971
Originaltitel: I fell sällskap
Übersetzung: Dagmar Lendt
Preis: 15,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein ...

Broschiert: 464 Seiten
Verlag: KiWi-Paperback (8. November 2018)
ISBN-13: 978-3462051971
Originaltitel: I fell sällskap
Übersetzung: Dagmar Lendt
Preis: 15,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein brutaler und hochspannender Thriller

Inhalt:
Mina Kovač wird von ihrem Mann Andreis fast zu Tode geprügelt - nicht zum ersten Mal. Sie lässt sich von Nora Linde überreden, in ein Frauenhaus im Schärengarten zu fliehen und gegen ihren Mann auszusagen.

Nora will Andreis wegen Steuerhinterziehung anklagen. Für die wesentlich schlimmeren Delikte wie Drogenhandel und Geldwäsche fehlen ihr leider die Beweise.

Doch Andreis Kovač ist notfalls bereit, über Leichen zu gehen, bevor er Mina und das Baby aufgibt.

Meine Meinung:
Ich liebe die Kriminalromane von Viveca Sten sehr. Ich fand es zu Beginn der Reihe toll, dass sie nicht so düster und brutal sind wie skandinavische Krimis sonst. Die ersten Bände verbreiteten immer so eine leicht heitere Stimmung trotz der Verbrechen, die geschahen.

Der neue Band ist da ganz anders. Hier gibt es absolut nichts Heiteres. Der Täter ist äußerst brutal, die Opfer total verängstigt. Thomas Andreasson und Nora Linde sind ständig überarbeitet und im Privatleben gestresst. So gibt es hier keinen Ruhepunkt, an dem man als Leser*in einmal verschnaufen könnte. Wobei man das auch gar nicht unbedingt will, denn die Story ist durchgehend hochspannend und dramatisch.

Thomas Andreasson spielt in diesem Fall gar keine allzu große Rolle. Den Hauptteil trägt Nora, die als Staatsanwältin gegen Andreis Kovač ermittelt und den Fall sehr persönlich nimmt. Erst als es später zu einem Mord kommt, tritt auch Thomas auf den Plan. Zuerst fand ich das etwas schade, aber da mir Noras clevere Partnerin Leila ausgesprochen gut gefiel, war es dann doch gut so.

Wie gewohnt gibt es auch einen Handlungsstrang, der in der Vergangenheit spielt. Allerdings wurde mir bis zum Schluss nicht klar, wie er mit der Haupthandlung zusammenhängt. Will die Autorin Andreis’ Brutalität damit entschuldigen, dass er als Kind schlimme Dinge gesehen hat? Das wäre mir doch zu einfach.

Fazit:
Trotz kleiner Kritikpunkte ein hochspannender Thriller, den man durchaus auch ohne Vorkenntnisse der Reihe lesen kann.

Die Fälle von Thomas Andreasson:
1. Tödlicher Mittsommer
2. Tod im Schärengarten
3. Die Toten von Sandhamn
4 .Mörderische Schärennächte
5. Beim ersten Schärenlicht
6. Tod in stiller Nacht
7. Tödliche Nachbarschaft
8. Mörderisches Ufer
9. Flucht in die Schären

★★★★☆

Veröffentlicht am 17.11.2018

Ein perfides Verbrechen

Das Blut der Hirsche
0

Broschiert: 397 Seiten
Verlag: Tropen (27. Oktober 2018)
ISBN-13: 978-3608503647
Originaltitel: Bambi
Übersetzung: Ulrike Brauns
Preis: 14,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein perfides ...

Broschiert: 397 Seiten
Verlag: Tropen (27. Oktober 2018)
ISBN-13: 978-3608503647
Originaltitel: Bambi
Übersetzung: Ulrike Brauns
Preis: 14,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein perfides Verbrechen

Inhalt:
Eigentlich wollten die Jugendlichen fröhlich Mittsommer feiern, doch dann sind sie plötzlich alle tot. Die Polizei findet auf einer kleinen Schäreninsel das Ergebnis eines regelrechten Massakers vor und kann sich keinen Reim darauf machen. Kurze Zeit später erwischt es drei weitere Jugendliche. Alle haben einen neuartigen Stoff im Blut. Die Polizei muss unbedingt herausfinden, woher die Drogen stammen, bevor es weitere Tote gibt - ein Wettlauf mit der Zeit …

Meine Meinung:
Mons Kallentoft und Markus Lutteman haben wieder einen äußerst fesselnden Thriller verfasst, der einen von der ersten bis zur letzten Seite in Spannung versetzt und einfach nicht loslässt. Es ist zwar schon der 3. Band der Reihe um Zack Herry, man kann ihn aber gut ohne Vorkenntnisse lesen. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen. Lediglich die Rahmenhandlung wird immer weiter fortgeführt - das Wichtigste wird hier aber noch einmal am Rande erwähnt.

Für den Stockholmer Polizisten Zack Herry ist dieser Fall besonders brisant. Er, der gerade den Kampf gegen seine Drogensucht gewonnen hat, wird nun wieder mit Drogen konfrontiert. Schnell wird deutlich, dass man eine solche Sucht nicht einfach ad acta legen kann. Die Dämonen quälen einen weiter. Aber Zack setzt sich voll ein in den Ermittlungen und kann sogar seine Kontakte zur Szene nutzen.

Privat ist Zack auf dem aufsteigenden Ast. Mit Mera an seiner Seite geht es ihm gut. Sie gibt ihm Halt und Sicherheit. Aber warum fühlt er sich trotzdem zu der schönen Hebe hingezogen?

Sämtliche Charaktere sind hier sehr gut ausgearbeitet. Ich hatte von allen ein klares Bild. Es gefiel mir auch wirklich gut, dass alle Unikate sind. Jeder hat seine speziellen Macken und Probleme - das lässt sie sehr menschlich und authentisch wirken.

Fazit:
Ein sehr spannender und fesselnder Thriller, der uns in die Abgründe der menschlichen Seele schauen lässt.

Die Reihe:
1. Die Fährte des Wolfes
2. In den Fängen des Löwen
3. Das Blut der Hirsche
4. Der Schrei des Engels (voraussichtlicher Erscheinungstermin: April 2019)