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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2017

Warren und Bridgette als heißes Paar

Maybe not
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Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (7. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423717250
empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Originaltitel: Maybe not
Preis: 7,95€
auch als E-Book erhältlich

Warren ...

Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (7. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423717250
empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Originaltitel: Maybe not
Preis: 7,95€
auch als E-Book erhältlich

Warren und Bridgette als heißes Paar

Inhalt:
Warren lebt mit seinen Freunden Ridge und Brennan in einer WG. Von der neuen Mitbewohnerin Bridgette ist er zuerst gar nicht begeistert, ist sie doch sehr abweisend und aggressiv – und das ist noch eine Untertreibung. Doch es dauert nicht lange, bis Warren sich unwiderstehlich zu der Kratzbürste Bridgette hingezogen fühlt. Doch die entpuppt sich als harte Nuss …

Meine Meinung:
Wer „Maybe Someday“ kennt, hat Warren und Bridgette als die außergewöhnlichen Mitbewohner von Ridge und Sydney kennengelernt. Dort spielten sie nur eine Nebenrolle, trugen aber schon lebhaft zur Atmosphäre des Romans bei. Das Spin-Off „Maybe Not“ war bisher nur als E-Book erschienen, nun ist es endlich auch als Taschenbuch zu haben.

Wie eigentlich fast Geschichten von Colleen Hoover habe ich auch diese mit Begeisterung verschlungen. Die Autorin schreibt einfach so lebendig und gefühlvoll, dass man tief eintauchen kann und das Gefühl hat, mittendrin dabei zu sein. Wir lernen nun Bridgette und Warren besser kennen, erfahren, warum sie so seltsam und aggressiv sind, wie man sie schon in „Maybe Someday“ erlebt hat. Wie sich die Beziehung zwischen Bridgette und Warren entwickelt, hat mir dabei ausgesprochen gut gefallen. Es ist etwas Besonderes und anders als andere Liebesgeschichten, aber sehr gut nachvollziehbar.

Es gibt auch ein paar heiße Sexszenen, die wirklich gut geschrieben sind, nicht kitschig und klischeehaft, sondern einfühlsam und authentisch.

Wem „Maybe Someday“ gefallen hat, dem wird auch „Maybe Not“ gefallen, und wer das Erste noch nicht kennt, kann das Zweite auch ohne Vorkenntnisse lesen. In einigen Szenen überschneiden sich die beiden Bücher, einmal hier aus Warrens Perspektive, bei „Maybe Someday“ aus der Sicht von Ridge und Sydney. Doch im Großen und Ganzen schaut man eher hinter die Tür von Bridgettes Schlafzimmer. ?

★★★★★

Der dtv hat mir ein Rezensionsexemplar zugeschickt. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Veröffentlicht am 09.04.2017

Tolle Fortsetzung des Tagebuchs eines Seniors

Tanztee
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Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Piper (20. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492058278
Originaltitel: Zolang er leven is
Preis: 22,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Tolle ...

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Piper (20. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492058278
Originaltitel: Zolang er leven is
Preis: 22,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Tolle Fortsetzung des Tagebuchs eines Seniors

Nachdem seine Freundin Eefje Ende 2013 gestorben war, hatte Hendrik Groen 2014 keine Lust zum Tagebuchschreiben. Nun hat er sich aber besonnen und 2015 wieder fast jeden Tag des Jahres mit einem Tagebucheintrag gewürdigt.

Der Alanito-Club (Alt, aber nicht tot) macht wieder schöne Ausflüge der unterschiedlichsten Art. Außerdem rufen die rüstigen Rentner wieder die Bewohnerkommission ihres Altenheims in Amsterdam-Nord ins Leben, um gegen die Heimdirektorin Stelwagen besser gewappnet zu sein.

Mit viel (Selbst-) Ironie, Sarkasmus und Humor nimmt Hendrik Groen die Eigenheiten alter Menschen, die Politik im In- und Ausland, die Königsfamilie und vieles mehr aufs Korn. Dabei beweist er eine sehr gute Beobachtungsgabe.

Wir lachen viel über unser Elend. Das macht das Leben mit den Einschränkungen, die der körperlicher Verfall so mit sich bringt, ein bisschen einfacher. (S. 21)

Vieles was Hendrik im Altenheim und auf den Ausflügen erlebt, ist witzig, anderes aber auch traurig. Zum Beispiel wenn er seine an Alzheimer erkrankte Freundin Grietje in der geschlossenen Abteilung besucht.

Bei jedem Besuch denke ich mir: Vergiss bloß nicht, dich darum zu kümmern, dein eigenes Lebensende würdevoll zu gestalten. (S. 110)

Doch das sagt sich so leicht und verschiebt sich noch leichter auf später. Denn eigentlich denkt niemand gerne an den eigenen Tod. Und solange Hendrik noch so rüstig ist, lebt er lieber, als seinen Tod zu planen.

Es ist nicht sehr angenehm, sich tatsächlich mit dem eigenen Tod zu befassen, um so wenig wie möglich dem Zufall zu überlassen. (S. 112)

Ich hatte wieder sehr viel Spaß mit Hendrik und seinen Freunden. Etliche der Charaktere kennt man schon aus „Eierlikörtage“, andere kommen in diesem Band neu dazu. Besonders gefallen mir die vielen Lebensweisheiten, die Hendrik in seinem Tagebuch verewigt.

Obwohl es die Fortsetzung von „Eierlikörtage“ ist, kann man „Tanztee“ auch gut lesen, ohne den Vorgänger zu kennen.

Die Reihe:
1. Eierlikörtage
2. Tanztee

★★★★★

Herzlichen Dank an den Piper Verlag, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat.

Veröffentlicht am 03.04.2017

Wunderbar interpretiert von Iris Berben

Und jetzt lass uns tanzen
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Medium: 4 CDs
Länge: Ungekürzte Lesung, Laufzeit 4h 50min
Sprecher: Iris Berben
Verlag: Random House Audio (6. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3837138283
Originaltitel: Eh bien, dansons maintenant!

Wunderbar ...

Medium: 4 CDs
Länge: Ungekürzte Lesung, Laufzeit 4h 50min
Sprecher: Iris Berben
Verlag: Random House Audio (6. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3837138283
Originaltitel: Eh bien, dansons maintenant!


Wunderbar interpretiert von Iris Berben

Nachdem ich diese warmherzige Liebesgeschichte vor Kurzem selbst gelesen und sie sehr genossen habe, habe ich sie mir nun noch einmal von Iris Berben vorlesen lassen. Auch beim zweiten Mal wird die Geschichte kein bisschen langweilig. Im Gegenteil, durch Berbens tolle Interpretation erwachen die Figuren der Maguerite und des Marcel direkt zum Leben. Dabei ist die Stimme der Sprecherin sehr angenehm und dem Alter der Protagonisten angepasst, obwohl sie um einiges jünger ist als die von ihr verkörperten Personen. Das hat Iris Berben wirklich klasse hingekriegt. Zum Beispiel lässt sie Maguerite mit etwas zittriger Stimme sprechen, und alles wird recht ruhig und gemächlich gelesen, aber eben nicht so, dass man dabei einschläft.

Zum Inhalt und Schreibstil will ich mich hier nicht wiederholen. Das könnt ihr gerne in meiner Rezension zum Buch nachlesen

Ich kann also beides, Buch und Hörbuch, wärmstens empfehlen.

★★★★★

Ich bedanke mich bei LovelyBooks für das Rezensionsexemplar, das ich im Rahmen von „Sound der Bücher“ gewonnen habe.

Veröffentlicht am 03.04.2017

Ein Tag voller Liebe

The Sun Is Also a Star
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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Dressler (20. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3791500324
empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre
Originaltitel: The Sun is also a star
Preis: 19,99€
auch als E-Book ...

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Dressler (20. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3791500324
empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre
Originaltitel: The Sun is also a star
Preis: 19,99€
auch als E-Book erhältlich



Ein Tag voller Liebe

Inhalt:
Natasha soll am Abend dieses Tages abgeschoben werden. Sie versucht bis zu letzten Minute, dies zu verhindern. Daniel hat ein Vorstellungsgespräch für die Uni. Als Folge vieler kleiner Zufälle laufen die beiden sich mitten in New York über den Weg. Daniel ist schnell fasziniert von dem hübschen Mädchen und setzt alles daran, ihr näher zu kommen. Natasha ist dagegen erst mal ziemlich abweisend. Es wird ein intensiver Tag für die beiden mit nachhaltigen Gesprächen über die Liebe, über das Leben und über ihre Träume. Ein Tag voller Gefühle und voller Hoffnungen.

Meine Meinung:
Nicola Yoon hat mich mit ihrem neuen Jugendroman absolut gefesselt. Der Schreibstil ist jugendlich leicht und sehr lebendig. Die kurzen Kapitel spiegeln abwechselnd Daniels und Natashas Perspektive wider, ergänzt von anderen Personen und auch mal informativen Einschüben. Die Handlung ist durchzogen von einem Auf und Ab der unterschiedlichsten Gefühlen – eine wahre Achterbahn. Mir ging die Geschichte von Natasha und Daniel unter die Haut, und ich war so manches Mal nah dran zu heulen.

Eigentlich mag ich Liebe-auf-den-ersten-Blick-Geschichten nicht so sehr. Aber hier ist es ja nicht so, dass die beiden sich sehen und sich sofort restlos verfallen sind. Sie verbringen an diesem Tag einfach sehr viel Zeit miteinander und lernen sich dabei nach und nach immer besser kennen. Das hat auch ein bisschen Magisches an sich, wirkt aber absolut nicht aus der Luft gegriffen, sondern lässt sich sehr gut nachvollziehen.

Als Leser lernt man die beiden Jugendlichen und ihren Hintergrund auch immer besser kennen. Natasha ist illegal in den USA. Sie stammt aus Jamaika, während Daniels Eltern aus Korea eingewandert sind. Die Probleme von Einwanderern spielen daher auch eine Rolle in diesem Buch. Man setzt sich automatisch mit den fremden Kulturen auseinander und erhält ein buntes Bild vom Big Apple.

Mir waren sowohl Natasha als auch Daniel auf Anhieb sehr sympathisch. Es fiel mir leicht, mich in diese Charaktere hineinzuversetzen und ihre Handlungsweisen zu verstehen. Dabei sind beide sehr unterschiedlich. Daniel ist mehr der Träumer, der Gedichte schreibt, während Natasha sich für Naturwissenschaften begeistert und recht pragmatisch veranlagt ist. Ich fand es toll, wie die beiden sich im Lauf des Tages auf den jeweils anderen einlassen und von den fremden Ansichten profitieren können.

Fazit:
Ein lesenswertes Jugendbuch, das einerseits um Toleranz für Angehörige fremder Kulturen wirbt, andererseits dazu auffordert, seinen eigenen Weg im Leben zu finden und seine Träume nicht aufzugeben. Dies alles ist wunderbar verpackt in eine Liebesgeschichte, die mich wirklich berührt hat.

★★★★★

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Dressler Verlag für das Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise zugeschickt wurde.

Veröffentlicht am 02.04.2017

Kein Thriller, aber trotzdem eine gute Geschichte

Good as Gone
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Format: 1 MP3 CD
Länge: Gekürzte Lesung, Laufzeit 7h 31min
Sprecher: Nellie Thalbach und Anna Thalbach
Verlag: der Hörverlag (27. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3844525403
auch als broschiertes ...

Format: 1 MP3 CD
Länge: Gekürzte Lesung, Laufzeit 7h 31min
Sprecher: Nellie Thalbach und Anna Thalbach
Verlag: der Hörverlag (27. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3844525403
auch als broschiertes Taschenbuch und als E-Book erhältlich



Kein Thriller, aber trotzdem eine gute Geschichte

Inhalt:
Die 13-jährige Julie wird aus ihrem Elternhaus entführt. Ihre jüngere Schwester Jane ist die einzige Zeugin. Acht Jahre später steht eine junge Frau vor der Haustür und behauptet, Julie zu sein. Doch bald ergeben sich Zweifel daran …

Meine Meinung:
Gleich zu Anfang ist die Spannung sehr hoch. Wir erleben Julies Entführung und Janes Ängste hautnah mit. Leider flacht die Spannungskurve dann bald ab, um erst gegen Ende wieder anzusteigen. Der Mittelteil ist doch ein klein wenig langatmig und auch verwirrend, bis man kapiert hat, wer die vielen Frauen sind, die hier zu Wort kommen und was sie miteinander zu tun haben.

Ein Großteil der Handlung wird aus Annas Sicht erzählt, und zwar in der Ich-Form. Anna ist Julies und Janes Mutter. Dieser Part wird im Hörbuch genial interpretiert von Anna Thalbach. Ich finde zwar ihre Stimme ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber sie kann mich locker bei der Stange halten, ohne dass ich einschlafe oder mit den Gedanken abschweife. Sie liest sehr energisch, legt ganz viel Gefühl in den Charakter, rasante Stellen werden im Turbotempo, aber doch gut verständlich gelesen, sodass man als Zuhörer einfach mitgerissen wird.

Julie und die anderen Frauen/Mädchen werden von Nellie Thalbach gesprochen. Sie liest nicht schlecht, aber ein wenig mehr Pathos könnte nicht schaden. Außerdem nervte es mich auf Dauer, dass sie oft „ü“ statt „i“ sagt, also zum Beispiel „ürgendwann“, „Pfürsich“, „Tüsch“ oder „würkte“. Ich gebe aber zu, dass ich in dieser Hinsicht etwas überempfindlich bin.

Während Annas und Julies Kapitel in der Gegenwart spielen, beleuchten die anderen die Geschehnisse während der vergangenen acht Jahre. Anna versucht in der Gegenwart mehr über die angebliche Julie herauszufinden, als Leser erfahren wir vieles aus den Erzählungen von Violet, Esther und Co. So nähert sich die Geschichte von zwei Seiten ihrem Knackpunkt. Und der hat es wirklich in sich. Die Auflösung ist ziemlich haarsträubend und berührend, nicht unbedingt wahrscheinlich, aber doch in sich logisch und nachvollziehbar.

Fazit:
Das Hörbuch „Good as Gone“ hat mir ein paar schöne Stunden beschert. Teilweise spannend, teilweise berührend, wird die Geschichte einer Kindesentführung aufgedeckt. Besonders Anna Thalbach hat mir dabei als Sprecherin der Mutterrolle imponiert.

★★★★☆

Herzlichen Dank an den Hörverlag und das Bloggerportal, die mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten.