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Veröffentlicht am 19.12.2016

Gefiel mir besser als der erste Band

Das Juwel - Die Weiße Rose
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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: FISCHER FJB (25. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841422439
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: The White Rose
Preis: 16,99€
auch ...

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: FISCHER FJB (25. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841422439
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: The White Rose
Preis: 16,99€
auch als E-Book erhältlich



Gefiel mir besser als der erste Band

Inhalt:

Violet flieht zusammen mit dem Gefährten Ash, in den sie sich verliebt hat, und ihrer Freundin Raven aus dem Juwel. Aber das ist gar nicht so einfach, denn überall lauern die Soldaten. Doch haben die drei unerwartete Unterstützer, mit deren Hilfe sie es schließlich in ein sicheres Haus schaffen. Hier lernt Violet, dass sich ihre Gabe nicht in dem erschöpft, was sie bisher bewirken kontte, sondern dass sie viel mächtiger ist, als sie es sich vorstellen konnte. Damit ist sie eine unverzichtbare Waffe der Rebellion gegen den Adel.

Meine Meinung:
Die Handlung geht nahtlos dort weiter, wo sie im 1. Band endete. Zwar werden hier und da noch mal kleine Erinnerungsfetzen aus dem Vorgängerband eingestreut, aber nicht so viel, dass man die größeren Zusammenhänge daraus herleiten könnte. Man sollte „Das Juwel. Die Gabe“ also unbedingt gelesen haben, um der Handlung folgen zu können.

Leider ist im 2. Band keine Landkarte enthalten, wie es im 1. der Fall war. Dabei hätte man diese gerade jetzt gut gebrauchen können, um die Flucht zu verfolgen. Aber natürlich geht es auch ohne.

Das Erzähltempo ist recht hoch – bedingt auch durch die einfachen, in der Regel kurzen Sätze. Viele spannende Szenen lassen einen Kapitel um Kapitel verschlingen. Mehr als ein Mal kommt Violet oder eine der anderen Personen in Bedrängnis und man muss um sie bangen. Dabei stellt sich immer mehr heraus, dass es bereits eine breite Bewegung gibt mit dem Ziel, den Adel zu stürzen. Doch wer gehört zur Rebellion, wem kann man vertrauen?

Während mich Violet im 1. Band ziemlich nervte, weil sie so stereotyp dargestellt war und ich viele ihrer Handlungen beim besten Willen nicht nachvollziehen konnte, weil sie einfach zu pubertär waren, merkt man nun, dass sie sich enorm weiterentwickelt hat. Sie wirkt viel erwachsener, obwohl sie erst 16 Jahre alt ist, und verhält sich reifer und verantwortungsbewusster. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Wie schon der 1. Band endet auch der 2. mit einem bösen Cliffhanger, der extrem neugierig auf die Fortsetzung macht, die voraussichtlich im Mai 2017 unter dem Titel „Der schwarze Schlüssel“ erscheinen wird.

Die Juwel-Reihe:
1. Die Gabe
2. Die weiße Rose
3. Der schwarze Schlüssel (ET voraussichtlich 24. Mai 2017)

★★★★★

Veröffentlicht am 18.12.2016

Ein beachtenswerter Familien- und Gesellschaftsroman

Geister
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Gebundene Ausgabe: 864 Seiten
Verlag: Piper (4. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492057370
Originaltitel: The Nix
Preis: 25,00€
auch als E-Book erhältlich

Ein beachtenswerter Familien- und ...

Gebundene Ausgabe: 864 Seiten
Verlag: Piper (4. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492057370
Originaltitel: The Nix
Preis: 25,00€
auch als E-Book erhältlich

Ein beachtenswerter Familien- und Gesellschaftsroman

Inhalt:

Samuel geht mehr schlecht als recht durchs Leben. Immer wieder trifft er Entscheidungen, die er später bereut. Als er für seine Mutter als Leumundszeuge einspringen soll, wird sein Leben auf den Kopf gestellt. Wie kann er Gutes über die Frau sagen, die ihn als Elfjährigen quasi über Nacht bei seinem Vater zurückgelassen hat und zu der er seit über zwanzig Jahren keinerlei Kontakt hatte?

Es bietet sich ihm hier die Chance, etwas über die Beweggründe seiner Mutter zu erfahren und mit ihr und auch mit sich selbst Frieden zu schließen. Je mehr er recherchiert, desto mehr Geheimnisse der Vergangenheit kommen ans Licht.

Meine Meinung:
„Geister“ ist der Debütroman des 38-jährigen US-Amerikaners Nathan Hill, der in St. Paul, Minnesota, an der University of St Thomas Englische Literatur unterrichtet. Er besticht durch eine gut verständliche, aber sehr schöne Sprache und einen ruhigen Erzählstil. Hill nimmt sich Zeit, um seine Charaktere aufzubauen, gibt allen den Raum, den sie brauchen, um zu einer plastischen, lebensechten Figur zu werden. Die Protagonisten treffen immer wieder schlechte Entscheidungen, doch der Autor schafft es, uns Lesern klarzumachen, wie es zu diesen falschen Entscheidungen kommt. Er zeichnet detaillierte Bilder dieser Personen und auch der amerikanischen Gesellschaft. Die Studentenbewegung von 1968, die Bestechlichkeit der Politiker, die Willkür der Polizei, aber auch norwegische Geistergeschichten sind seine Themen.

Der Roman ist in 10 Teile untergliedert, die 1968, 1988 oder 2011 spielen, aber nicht chronologisch angeordnet sind. So ergibt sich ganz allmählich durch die Ereignisse der Gegenwart und die Rückblicke in die Vergangenheit ein umfassendes Bild von Samuels Leben sowie das seiner Mutter und seines Großvaters. Nathan Hill beginnt viele Handlungsfäden, unterbricht sie wieder, führt sie später fort, führt sie zusammen und verknüpft sie schließlich zu einer großen Geschichte. Hierbei verlangt er dem Leser ein enormes Durchhaltevermögen und einen langen Atem ab. Diesen langen Atem hat er auch selbst bewiesen. Einige Szenen hätte ich mir weniger detailliert und langgezogen gewünscht. Doch auch wenn der Roman einige Längen aufweist, konnte er mich insgesamt wirklich fesseln. Ich habe durchweg alle Charaktere als interessant empfunden und wollte mehr über sie erfahren.

Der Schluss ist nicht unbedingt spektakulär, lässt mich aber doch sehr befriedigt zurück. Alle meine Fragen wurden beantwortet.

Fazit:
Ein lesenswerter Schmöker für Leser, die eine schöne Sprache zu schätzen wissen und das nötige Durchhaltevermögen mitbringen.

★★★★☆

Herzlichen Dank an den Piper Verlag und die buchflüsterer für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 15.12.2016

Lesenswert!

Echo Boy
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Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (9. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423717120
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Echo Boy
Preis: 11,95€
auch ...

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (9. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423717120
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Echo Boy
Preis: 11,95€
auch als E-Book erhältlich

Lesenswert!

Inhalt:

England im Jahr 2115. Echos sind künstliche menschenähnliche Wesen ohne eigenen Willen, dazu erschaffen, ihren Besitzern zu dienen. Da geschieht das Unmögliche: Die Echo Alissa ermordet ihre Besitzer. Nur die 15-jährige Tochter Audrey kann entkommen und schlüpft bei ihrem Onkel unter. Hier trifft sie auf Daniel, einen Echo, der etwas ganz Besonderes ist.

Meine Meinung:
Mich hat die Welt, die Matt Haig hier hundert Jahre in der Zukunft entworfen hat, ziemlich begeistert. Alles ist hoch technisiert, die Autos blitzschnell. Die niederen oder auch die nicht so niederen Arbeiten werden von Robotern und Echos verrichtet. Ein Szenario, von dem man sich gut vorstellen kann, dass es tatsächlich einmal eintreten könnte.

Ansonsten hat sich gegenüber unserer Zeit gar nicht so viel verändert. Die Menschen sind immer noch geld- und machtgierig, zerfressen von Neid und Hass. Natürlich nicht alle – nein, es gibt auch ein paar Gute, sonst wäre das ja auch langweilig.

In sogenannten „Gedankenbuch“-Einträgen lesen wir einmal die Sicht von Audrey, dann wieder die von Daniel, wobei Daniels Passagen im Vergleich zu Audreys sehr kurz sind. Der Schreibstil ist sehr eingängig, die Sätze relativ einfach und kurz. Dadurch ergibt sich automatisch ein höheres Erzähltempo, was ich ganz gut fand. Ab und zu werden ein paar philosophische Überlegungen eingestreut, die der Geschichte noch mehr Würze geben.

Man merkt aber schon, dass es sich bei diesem Buch um ein Jugendbuch handelt. Die Handlung ist relativ geradlinig und bietet – von den technischen Errungenschaften der zukünftigen Welt abgesehen – nicht viele Überraschungen. Als Leser kann man sich das meiste schon denken, bevor es dann tatsächlich eintritt.

Und dann ist da noch die Liebesgeschichte. Auf sie hätte ich sehr gerne verzichtet. Denn der Autor hat sich meiner Meinung nach zu wenig Zeit genommen, um diese Liebe zu entwickeln. Das ging mir einfach ein bisschen zu schnell und war für mich nicht wirklich nachzuvollziehen. Aber ich gehöre ja nicht mehr zur Zielgruppe und vielleicht mag die Jugend das etwas anders sehen.

Fazit:
Ein schönes Jugendbuch, das einige unterhaltsame Lesestunden verspricht, aber auch zu nachhaltigen Überlegungen anregt.

★★★★☆

Ich bedanke mich ganz herzlich beim dtv für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 11.12.2016

Wunderschön und nicht ganz so problembeladen, wie man es von Colleen Hoover kennt

Finding Cinderella
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Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (9. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423717144
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Finding Cinderella
Preis: ...

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (9. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423717144
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Finding Cinderella
Preis: 7,95€
auch als E-Book erhältlich


Wunderschön und nicht ganz so problembeladen, wie man es von Colleen Hoover kennt

Inhalt:
Durch Zufall treffen zwei junge Menschen in der Putzkammer ihrer Schule aufeinander. Es ist dunkel, sie kennen sich nicht, sie sehen sich nicht, sie hören, riechen und fühlen sich nur. Und doch spüren sie eine gewisse Verbindung. Als das Mädchen sich für immer verabschiedet, sucht Daniel nach ihr, seiner Cinderella.

Ein Jahr später trifft er bei seinen besten Freunden Holder und Sky auf Six, Skys Freundin, und verliebt sich Hals über Kopf. Und Six geht es nicht anders. Bis ein Geheimnis ans Tageslicht kommt …

Meine Meinung:
„Finding Cinderella“ ist ein Spin-off der Bände um Hope, die ich sehr gerne gelesen habe. Hier geht es vorrangig nicht um Sky und Holder, sondern um deren Freunde, Six und Daniel. Aber natürlich treffen wir hier auch wieder auf Sky und Holder und andere Bekannte. Ein bisschen ist es wie nach Hause zu kommen, wenn man die Geschichte von Sky und Holder kennt.

Nachdem dieser Kurzroman zuerst nur als E-Book erschienen ist, ist er nun endlich auch als Taschenbuch erhältlich, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Colleen Hoover hat mal wieder eine ganz wunderbare Liebesgeschichte geschrieben, bei der man einfach nur zerschmelzen möchte. Natürlich ist sie ein wenig kitschig und wirkt zuweilen sehr amerikanisch, aber was macht das schon, wenn man dabei ein bisschen von der großen Liebe träumen kann?

Ich mochte die Protagonisten, das Mädchen Six, das nicht über seine Vergangenheit sprechen will, und den Ich-Erzähler Daniel, der seine Angebetete am liebsten auf Händen tragen und ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen möchte. So habe ich ihr Kennenlernen, die intensive Verbindung zwischen ihnen, ihre riesengroße Zuneigung und Freundschaft sehr genossen und mich schon gewundert, dass entgegen meiner Erfahrungen mit Colleen Hoovers Romanen hier alles doch sehr harmonisch und relativ problemlos abläuft. Kurz vor dem Ende ließ sie dann doch noch eine Bombe platzen, die für Six und Daniel eine Zerreißprobe bedeutet. Ob sie diese überstehen, müsst ihr schon selbst lesen. Viel Spaß dabei ?

★★★★★

Ich bedanke mich ganz herzlich beim dtv für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 09.12.2016

Die 2. Vorgeschichte zur Maze Runner-Trilogie, sehr informativ

Die Auserwählten - Phase Null
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Gebundene Ausgabe: 440 Seiten
Verlag: Chicken House (25. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551520777
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Preis: 19,99€
auch als E-Book und als Hörbuch ...

Gebundene Ausgabe: 440 Seiten
Verlag: Chicken House (25. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551520777
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Preis: 19,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Die 2. Vorgeschichte zur Maze Runner-Trilogie, sehr informativ

Inhalt:

Als Kinder kommen Thomas, Teresa und die anderen „Lichter“ zu ANGST, einer Organisation, die ein Heilmittel gegen die tödliche Krankheit Der Brand sucht. Bei ANGST werden sie darauf vorbereitet, die Welt zu retten. Doch ist nicht alles so, wie es scheint. Alleingänge und Intrigen sind für viele Tote verantwortlich.

Meine Meinung:
Mit „Kill Order“ ist bereits ein Prequel erschienen. Darin wird aber eher beschrieben, wie es überhaupt zu der Krankheit gekommen ist. Viele Leser waren davon möglicherweise enttäuscht, weil sie die Vorgeschichte von Thomas, dem Protagonisten der Maze Runner-Trilogie, erwartet hatten. Diese erhalten sie nun endlich mit „Phase Null“. Damit ist die Lücke zwischen „Kill Order“ und der Trilogie komplett geschlossen.

Auch wenn „Phase Null“ die Zeit vor der Auserwählten-Trilogie beleuchtet, sollte man dieses Buch nicht davor lesen, denn es wird auf einige Dinge angespielt, die in der Trilogie noch unklar sind und dadurch für Spannung sorgen. Diese Spannung würde man sich durch vorgezogenes Lesen verderben. Hier wird nicht nur auf das Labyrinth angespielt, sondern auch auf die Brandwüste und die Todeszone. Damit schließt sich der Kreis perfekt. Für Fans der Trilogie ist dieser Band ein Muss, während man auf „Kill Order“ eventuell verzichten kann, da es wenig mit den geliebten Protagonisten zu tun hat.

Ich fand es sehr interessant zu verfolgen, wie Thomas sich bei ANGST entwickelt. Manchmal war er mir etwas zu einfach gestrickt und zu nachgiebig, dafür dass er so intelligent ist. Manchmal war mir der immer gleiche Tagesablauf zu ausführlich. Aber es war auf jeden Fall toll zu lesen, wie Thomas all die anderen kennenlernt, Teresa, Newt, Minho, Alby und wie sie alle heißen. Je weiter man liest, umso spannender wird die Handlung. Thomas will helfen, die Menschheit zu retten, muss aber bald erkennen, dass er immer wieder belogen wird. Wem kann er trauen?

Der Schreibstil ist, wie von James Dashner gewohnt, leicht zu lesen und sehr spannend. Die kurzen Kapitel, die große Schrift, die relativ einfache Sprache sind der Zielgruppe angemessen. Allerdings ist auch wieder sehr viel Gewalt in diesem Buch enthalten, wie schon in den Vorgängern, die ich für Dreizehnjährige nicht in Ordnung finde. Morde werden hier ohne großes Nachdenken begangen. Daher nur 4 Sterne, obwohl ich das Buch geradezu verschlungen habe.

Fazit:
Für Fans der Reihe ein absolutes Muss. Hier erfährt man endlich, wie Thomas zu ANGST kam und was er mit dem Labyrinth zu tun hat. Ein paar Stunden spannende Unterhaltung sind garantiert.

Die Reihe:
1. Im Labyrinth
2. In der Brandwüste
3. In der Todeszone
4. Prequel I: Kill Order
5. Prequel II: Phase Null

★★★★☆

Herzlichen Dank an Chicken House und vorablesen für das Rezensionsexemplar.