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Veröffentlicht am 17.02.2025

Spannende Einblicke ins Tier- und Pflanzenreich

True Crime in Nature
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Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Kosmos (17. Februar 2025)
ISBN-13: 978-3440180235
Preis: 20,00 €
auch als E-Book erhältlich

Spannende Einblicke ins Tier- und Pflanzenreich

Dass der Kuckuck seine Eier ...

Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Kosmos (17. Februar 2025)
ISBN-13: 978-3440180235
Preis: 20,00 €
auch als E-Book erhältlich

Spannende Einblicke ins Tier- und Pflanzenreich

Dass der Kuckuck seine Eier in fremde Nester legt, hat wohl jede*r schon mal gehört. Dass dadurch aber die Nachkommenschaft des Nestbesitzers gefährdet ist, war zumindest mir nicht klar. Warum dies so ist, berichtet Farina Graßmann in „True Crime in Nature“. Doch das ist nur ein Beispiel von vielen. Die Autorin hat sich kreuz und quer im Tier- und Pflanzenreich umgesehen und skurrile „Verbrechen“ zusammengetragen.

Von Mord (sogar Serienkillern), Vergiftung, Täuschung und Betrug, Raub und Erschleichung von Dienstleistungen ist hier alles vertreten, was man sich nur vorstellen kann. Und die Tiere und Pflanzen beweisen einen ungeahnten Einfallsreichtum, wenn es um ihr Überleben bzw. das ihrer Art geht.

Ich fand das Buch sehr spannend zu lesen. Es ist leicht verständlich und mit einer Prise Humor geschrieben, wobei ich auf einige Wiederholungen gerne hätte verzichten können. Illustrationen von Cornelis Jettke im Stil des Covers runden diese fesselnde und unterhaltsame Lektüre ab.

★★★★☆

Veröffentlicht am 16.02.2025

Geniale Story mit leichten Längen

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Tropen (15. Februar 2025)
ISBN-13: 978-3608502619
Originaltitel: The Last Murder at the End of the World
Übersetzung: Dorothee Merkel
Preis: 25,00 €
auch als E-Book ...

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Tropen (15. Februar 2025)
ISBN-13: 978-3608502619
Originaltitel: The Last Murder at the End of the World
Übersetzung: Dorothee Merkel
Preis: 25,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Geniale Story mit leichten Längen

Inhalt:
Irgendwo im griechischen Mittelmeer befindet sich die letzte bewohnte Insel der Welt. Alles andere Leben wurde durch einen ominösen Nebel ausgelöscht. Hier auf der Insel haben es drei Wissenschaftlerinnen geschafft, eine Barriere gegen den Nebel hochzuziehen. Doch dann geschieht ein Mord, und die Barriere fällt. In 107 Stunden wird auch diese Insel verschlungen werden und die Menschheit endgültig aussterben - es sei denn, der Mörder wird gefunden. Dann wird Abi, eine künstliche Intelligenz, die das Leben der Dorfbewohnerinnen steuert, die Barriere wieder hochziehen.

Meine Meinung:
Die Bücher von Stuart Turton sind immer etwas ganz Besonderes und lassen sich nicht einfach in eine Schublade stecken. Auch mit „Der letzte Mord am Ende der Welt“ berührt er diverse Genres. Am ehesten würde ich den Roman als dystopischen Krimi mit viel Gesellschaftskritik bezeichnen.

Die Handlung beginnt langsam, und zunächst waren mir viele Hintergründe absolut unklar. Ich kam mir beim Lesen vor, als würde ich im Nebel stochern. Das ist aber nicht negativ gemeint, sondern macht das Lesen umso spannender. Mit jedem neuen Kapitel steigt man mehr durch - oder auch nicht. Denn die Geschichte entwickelt sich nicht geradlinig. Unvorhersehbare Wendungen werfen einen (bzw. die Ermittlerin Emory) bei der Ermittlung des Täters immer wieder zurück. Dass Emory mit Sherlock Holmes verglichen wird, fand ich dabei etwas übertrieben, denn ganz so haarscharf sind ihre Schlussfolgerungen nicht. Trotzdem habe ich mich gerne darauf eingelassen, mich an ihrer Seite durch diesen Wirrwarr an Ereignissen zu wühlen und schließlich die Symbiose zwischen Wissenschaftlerinnen und Dorfbewohnerinnen zu verstehen.

Emory war mir gleich sehr sympathisch, unterscheidet sie sich doch von den übrigen durch ihre leicht rebellische Art. Während die anderen brav alles tun, was ihnen gesagt wird, hinterfragt Emory die Dinge und gibt keine Ruhe, bis sie Antworten hat. So lag es nahe, ihr die Ermittlungen zu dem Mord zu übertragen. Und Emory gibt ihr Bestes, gegen alle Lügen und Widerstände.

Von ein paar Längen im Mittelteil abgesehen, fand ich dieses Buch richtig gut. Die Hintergründe sind interessant und der Schreibstil fesselnd. Empfehlenswert für alle, die das Besondere suchen.

★★★★☆

Veröffentlicht am 16.02.2025

Ein literarisches Kleinod

Von hier aus weiter
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Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Kiepenheuer&Witsch (13. Februar 2025)
ISBN-13: 978-3462005684
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein literarisches Kleinod

Inhalt:
Dreißig ...

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Kiepenheuer&Witsch (13. Februar 2025)
ISBN-13: 978-3462005684
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein literarisches Kleinod

Inhalt:
Dreißig Jahre lang waren Marlene und Rolf verheiratet, als Rolf seinem Leben wegen einer unheilbaren Krebserkrankung ein Ende setzt. Zurückgelassen fällt Marlene in ein schwarzes Loch. Alles erscheint ihr nur noch sinnlos. Dass sie ihren ehemaligen Schüler Jack in ihr Leben und sogar bei sich wohnen lässt, erweist sich schließlich als großes Glück, denn dem einfühlsamen und geduldigen jungen Mann kann sie sich endlich öffnen und aussprechen, warum sie nicht trauert, sondern vor allem wütend ist.

Meine Meinung:
Für mich ist „Von hier aus weiter“ ein literarisches Kleinod, ein Highlight, das Susann Pásztors vorherigem Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ nicht nachsteht. Tod, Suizid, Trauer und Einsamkeit werden hier auf eine Weise thematisiert, dass man sich selbst gut damit beschäftigen kann, ohne dass es einen zu sehr herunterzieht. Ich bin der Protagonistin Marlene beim Lesen sehr nahe gekommen und habe sie sehr schnell in mein Herz geschlossen. Ihre Handlungsweisen konnte ich gut nachvollziehen, auch wenn ich selbst wohl oft anders gehandelt hätte, aber die Menschen sind eben verschieden.

Die Autorin versteht es meisterhaft, den emotionalen Nebel, durch den Marlene irrt, zu vermitteln. Trotzdem ist dies kein düsterer Roman, sondern einer, der zu fesseln vermag, Spannung aufweist und Mut machen kann. Wohl dosierte Prisen Humor und Leichtigkeit mildern die schwerwiegenden Themen ab und machen das Lesen zu einem großen Genuss.

Die Andeutung paranormaler Ereignisse fand ich auch ganz gelungen, obwohl mich das sonst eher stört. Doch hier passte es für mich perfekt. Das Ende kommt zwar ein bisschen schnell, aber da eigentlich auch schon alles gesagt ist, ist dagegen nichts einzuwenden.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung!

★★★★★

Veröffentlicht am 15.02.2025

Hat mich leider nicht gepackt

Der Sternenstaubdieb
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Das Cover hat mir so gut gefallen, dass ich mir das Buch näher angesehen habe. Auch die Leseprobe konnte mich noch fesseln. Aber das ganze Buch zog sich dann wie Kaugummi, um am Ende mitten in der Geschichte ...



Das Cover hat mir so gut gefallen, dass ich mir das Buch näher angesehen habe. Auch die Leseprobe konnte mich noch fesseln. Aber das ganze Buch zog sich dann wie Kaugummi, um am Ende mitten in der Geschichte abzubrechen. Das war ziemlich frustrierend, zumal ich mir momentan nicht vorstellen kann, die weiteren Bände dieser Trilogie zu lesen.

Aber von vorne: Die Idee hat mir super gefallen; das World building ist toll. Aber die Erzählung fand ich ziemlich verwirrend. Immer wieder gibt es Träume, Visionen und Illusionen, die ich nicht gleich als solche erkannte. Das machte das Lesen mühsam. Und oft sind die Beschreibungen so detailliert, dass die Handlung nur sehr langsam vom Fleck kommt. Auch die Anzahl der verschiedenen Perspektiven zerfaserte die Geschichte nur, anstatt sie auf den Punkt zu bringen.

Die Magie der Dschinns fand ich sehr interessant, auch einige überraschende Wendungen sind gut gelungen. Die Sprache ist dem arabischen Setting entsprechend sehr blumig, was ich positiv finde. Es gibt Parallelen zu den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht.

Ich wollte das Buch so gerne mögen, und sicherlich wird es auch seine Fans finden - ich gehöre leider nicht dazu.

Veröffentlicht am 07.02.2025

Vielleicht kein Thriller, aber trotzdem spannend

Die Schanze
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Verlag: Hörbuch Hamburg (30. Januar 2025)
Sprecher: Florens Schmidt
Lauflänge: 8 h 3 min, ungekürzte Lesung
ISBN-13: 9783844941760
auch als broschiertes Taschenbuch und als E-Book erhältlich

Vielleicht ...

Verlag: Hörbuch Hamburg (30. Januar 2025)
Sprecher: Florens Schmidt
Lauflänge: 8 h 3 min, ungekürzte Lesung
ISBN-13: 9783844941760
auch als broschiertes Taschenbuch und als E-Book erhältlich

Vielleicht kein Thriller, aber trotzdem spannend

Inhalt:
Nach vielen Jahren kehrt Ellen in ihr Heimatdorf zurück, um dort die Arztpraxis zu übernehmen. Nach dem Abitur war sie geflohen. Kann sie nun einen Neuanfang machen? Kaum ist sie angekommen, wird an der Schanze die Leiche eines Mannes gefunden. Und Ellen hätte allen Grund gehabt, ihn zu töten …

Meine Meinung:
Lars Menz schreibt durchaus spannend, auch wenn ich dieses Buch nicht unbedingt als Thriller empfand. Ich würde es eher Spannungsroman nennen.

Dass in Ellens Vergangenheit etwas passiert sein muss, bekommt man ziemlich schnell mit. Ihr unsicheres und abweisendes Verhalten erklärt sich dadurch auch gut. So wirkt sie nicht wirklich sympathisch, aber das muss eine Protagonistin ja auch nicht unbedingt. Hauptsache, man kann ihre Verhaltensweisen gut nachvollziehen, und das war hier der Fall.

Nach einem fulminanten Prolog, in dem der erste Mord geschieht, wird es erst mal etwas ruhiger. Man lernt das Dorf kennen, die Arztpraxis, die Einwohner. Und im Hinterkopf rumort immer das Geheimnis von „damals“. Dieses entpuppt sich schließlich als genau das, was ich schon ziemlich am Anfang vermutete. Und einige Tatverdächtige werden auch mitgeliefert. So musste zur Auflösung auch keiner aus dem Hut gezaubert werden, was ich immer hasse.

Ich habe „Die Schanze“ als Hörbuch gehört. Es wird gelesen von Florens Schmidt mit einer sehr angenehmen Stimme, der ich problemlos über längere Zeit konzentriert lauschen konnte. Er macht seine Sache sehr gut und liest gut betont.

Fazit:
Alles in allem ein paar Stunden gute und einigermaßen spannende Unterhaltung.

★★★★☆