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Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannende Fortsetzung

Blutwald
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Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (24. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421098
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 16,99 €

Spannende Fortsetzung

„Blutwald“ ...

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (24. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421098
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 16,99 €

Spannende Fortsetzung

„Blutwald“ ist der 2. Teil einer Trilogie. Den 1. Band „Bannwald“ sollte man unbedingt gelesen haben, da das Buch auf dem Vorgänger aufbaut und nahtlos anschließt.

Mir hat dieser Band noch ein wenig besser gefallen als der erste. Insgesamt erschien mir die Handlung klarer als im ersten Band. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass wir mehr darüber erfahren, wie es zu der Herrschaft der Tauren über die Leonen kam.

Die Charaktere sind wieder sehr interessant, Robin macht eine gewaltige Entwicklung durch und muss einige schlimme Dinge erleben. Sehr schön kommt zum Ausdruck, wie sie an sich selbst zweifelt und ihre Probleme mit dem Taurer-Anteil ihres Wesens hat. Emilian wirkt nun gar nicht mehr wie ein Bad Boy, sondern hat sich komplett zum Guten entwickelt. Dafür kommt eine weitere Figur ins Spiel, nämlich der Taurer Melvin. Er ist recht zwiespältig. Mal ist er freundlich zu Robin, dann wieder ziemlich arrogant und abweisend. Man weiß nicht, ob man ihm trauen soll oder lieber doch nicht.

Die Handlung erschien mir nicht immer ganz logisch und konsequent. Da fühlt Robin sich zum Beispiel so schwindelig und schwach, dass sie sich hinsetzen muss, nur um im nächsten Moment vor den Tauren durch den Wald zu fliehen.

Den größten Teil der Geschichte erzählt, wie bereits im 1. Band, Robin in der 1. Person Singular im Präsens. Dadurch bekommt man das Gefühl, alles hautnah mitzuerleben, besonders auch Robins Gefühle und Überlegungen. Einzelne Abschnitte sind aber auch wieder aus Birkaras’ Sicht von einem personalen Erzähler dargestellt. Hier kommen die Grausamkeit und die Machtbesessenheit, aber auch die faszinierende Kombinationsgabe und Intelligenz von Birkaras deutlich zum Ausdruck. Dieser Mann ist wirklich nicht so einfach auszutricksen.

Ein kleines Manko sind sprachliche Ungenauigkeiten wie zum Beispiel die falsche Verwendung das Wörtchens „scheinbar“ oder eine falsche Präteritumform von „aufhängen“. Mal ist der Plural von „Taurer“ „Tauren“, dann wieder „Taurer“. Birkaras wird mal mit „Sie“ angesprochen, mal mit „Ihr“. Das ist nichts Schlimmes, aber mich stört es einfach.

Wie schon der 1. Band endet auch dieser wieder mit einem Cliffhanger. Dieser lässt mich das Erscheinen des 3. Bandes „Sternenwald“ im Mai 2016 herbeisehnen, da ich unbedingt wissen muss, wie die Geschichte nun ausgeht.

Fazit:
Anders als viele mittleren Bände von Trilogien ist „Blutwald“ ganz sicher kein Lückenfüller. Die Handlung wird hier rasant weitergeführt, offene Fragen aus dem ersten Band teilweise geklärt, und die Protagonisten entwickeln sich schön weiter. Ich empfehle diese Trilogie einer jungen Autorin gerne weiter.

Die Reihe:
1. Bannwald
2. Blutwald
3. Sternenwald (Mai 2016)

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Netter Jugendroman

Aprikosensommer
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Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch; Auflage: 1 (26. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3733500665
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Preis: 9,99 €

Netter ...

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch; Auflage: 1 (26. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3733500665
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Preis: 9,99 €

Netter Jugendroman

Inhalt (der wenig mit dem Klappentext gemeinsam hat!):
Die 15-jährige Evelyn ist ohne Vater aufgewachsen. Sie kennt ihn nicht einmal. Ihre Mutter hat sich immer geweigert, über ihn zu sprechen, und Eve hat das wenig erfreut hingenommen. Als dann auch noch ihr Freund Matteo mit ihr Schluss macht, ist Eve am Boden zerstört. Sie stürzt sich nun in die Suche nach ihren Wurzeln, die sie schließlich nach Istanbul führt.

Meine Meinung:
„Aprikosensommer“ ist wirklich nett zu lesen und für junge Menschen ab 12 Jahren bestens geeignet. Die Handlung kommt langsam in Gang, man kann die Protagonisten und die Umstände in Ruhe kennenlernen. Die Sprache ist locker und lässt sich leicht lesen. Viele zum Teil humorvolle Dialoge erwecken das Geschehen zum Leben. Und die Protagonistin Eve war mir ebenso wie ihre beste Freundin Henny gleich von Anfang an sehr sympathisch.

Zum Teil ist die Handlung etwas vorhersehbar, doch die Autorin versteht es auch immer wieder, den Leser zu überraschen. Vieles ging mir persönlich zu schnell und zu einfach, auch schien mir das Verhalten von Eve und ihrer Mutter nicht immer konsequent. Doch das sind Kleinigkeiten, von denen man sich nicht abhalten lassen sollte, dieses Buch zu lesen.

Es ist wirklich eine nette Geschichte. Es macht Spaß, sie zu lesen und mit Eve auf die Suche nach ihrem Vater zu gehen. Dass andere Mütter auch schöne Söhne haben, nicht nur die von Matteo, verleiht dem Buch noch mehr Klischee, aber auch Gefühl.

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine rasante Fortsetzung

Vollendet – Der Aufstand
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Eine rasante Fortsetzung



Dies ist der zweite Band der „Vollendet“-Trilogie. Den ersten Band sollte man kennen, um der Handlung komplett folgen zu können. In meiner Rezension setze ich dies voraus, ...

Eine rasante Fortsetzung



Dies ist der zweite Band der „Vollendet“-Trilogie. Den ersten Band sollte man kennen, um der Handlung komplett folgen zu können. In meiner Rezension setze ich dies voraus, ansonsten würde sie Spoiler enthalten.



Inhalt:

Connor hat die Führung der Kids auf dem Flugzeugfriedhof vom Admiral übernommen. Doch er hat es nicht leicht. Die Hilfslieferungen der AUF – der Anti-Umwandlungs-Front – kommen nicht mehr so regelmäßig. Bei all den Problemen hat er zu wenig Zeit für seine Freundin Risa, die an den Rollstuhl gefesselt ist. So ist er froh über seinen Inneren Kreis, dem er vertraut und auf den er sich verlässt. Doch einer von ihnen ist nicht so loyal, wie er sich gibt…

Lev, der Klatscher, der nicht klatschte, steht unter Hausarrest – bis er einen erneuten Schicksalsschlag erleidet und sich für die Rettung von Zehntopfern einsetzt.


Meine Meinung:

Sehr gut fand ich, dass anfangs in Frage und Antwort die wichtigsten Begriffe und Namen aus dem ersten Band aufgefrischt werden. So hat man gleich wieder alles parat. Als ich dann weiterlas, kam es mir zunächst vor wie eine Wiederholung des ersten Teils, denn wieder wird ein Junge, Starkey, mitten in der Nacht von den JuPos zur Umwandlung abgeholt, im nächsten Kapitel ist ein Zehntopfer, Miracolina, auf dem Weg zum Ernte-Camp. Im Nachhinein finde ich diese Parallelen aber gut, denn so kommt man sehr schnell wieder in die Geschichte hinein. Und spätestens mit der dritten Person, die neu eingeführt wird, Cam, kommt etwas komplett Neues hinzu. Cam ist wohl die interessanteste Figur in diesem Spiel. Sie macht eine ungeheure Entwicklung durch, lässt sich aber auch am Ende des Buches noch nicht ganz durchschauen. Anhand dieses Charakters ergeben sich viele philosophische Fragen, die den Leser auch nach Beendigung des Buchs noch beschäftigen können.

Wie schon im ersten Band wechseln auch hier die Perspektiven von Kapitel zu Kapitel zwischen den wichtigsten Personen (erzählt wird aber in der 3. Person). Dadurch erfahren sie eine gewisse Tiefe. Öfter wird auch dieselbe Szene aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, also von verschiedenen Protagonisten aus gesehen, was die Handlung noch intensiver erscheinen lässt.

Begeistert hat mich bei diesem Buch zum einen das Thema. Es geht um Transplantation, um nachträgliche Abtreibung, um Organhandel, alles gar nicht so weit von unserer realen Welt entfernt. Aber ich hoffe doch, dass es so krass nie wirklich kommen wird. Auch der Einfluss von Werbung und von den Medien wird sehr deutlich gemacht, und immer ist unterschwellig Kritik an der Gesellschaft zu spüren.

Zum anderen fand ich den Schreibstil wirklich gut und mitreißend. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Neil Shusterman jagt den Leser nur so durch die Seiten. Man möchte einfach wissen, was als Nächstes kommt, denn vorhersehbar ist kaum etwas. Mit immer neuen Wendungen überrascht uns der Autor und sorgt dafür, dass es niemals langweilig wird.

Fazit:

Ein toller 2. Teil einer fantastischen Trilogie. Wer den 1. Teil noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt lesen.

★★★★★

Veröffentlicht am 15.09.2016

Packend!

Vollendet – Die Flucht
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Inhalt:

Abtreibungsbefürworter und Abtreibungsgegner haben ihren Krieg beendet und sich auf die Charta des Lebens geeinigt:
1. Das menschliche Leben ist vom Zeitpunkt der Empfängnis bis zum 13. Geburtstag ...

Inhalt:

Abtreibungsbefürworter und Abtreibungsgegner haben ihren Krieg beendet und sich auf die Charta des Lebens geeinigt:
1. Das menschliche Leben ist vom Zeitpunkt der Empfängnis bis zum 13. Geburtstag unantastbar.
2. Zwischen dem 14. und 18. Lebensjahr können Jugendliche nachträglich abgetrieben werden.
Dies geschieht, indem jedes ihrer Organe transplantiert wird und somit weiterlebt. Dieser Vorgang wird Umwandlung genannt.
Connor, Risa und Lev sind aus den unterschiedlichsten Gründen zur Umwandlung vorgesehen. Auf dem Weg in das Umwandlungscamp gelingt ihnen die Flucht, doch können sie es schaffen, sich bis ins Erwachsenenalter versteckt zu halten? Dass das nicht einfach ist, wird schnell klar. Ein spannender Kampf ums Überleben beginnt.


Meine Meinung:
Dystopien sprießen ja zur Zeit massig aus dem Büchermarkt und viele ähneln sich stark. Doch Neal Shusterman ist es gelungen, ein neues Szenario zu entwickeln, das erschreckend, aber nicht unglaubwürdig wirkt. Diskussionen über Abtreibung und Organspende bzw. Organhandel sind ja auch bei uns immer aktuell.

Mit den Protagonisten Connor, Risa und Lev hat Shusterman drei ganz unterschiedliche Charaktere entwickelt. Sie wirken einerseits sympathisch, so dass man sich gerne mit ihnen identifiziert und mit ihnen mitfiebert, andererseits sind sie auch gut aufgebaut und wirken authentisch.

Die Perspektive wechselt von Kapitel zu Kapitel zwischen Connor, Risa und Lev oder auch mal einer anderen Person, so dass die Handlung von verschiedenen Seiten beleuchtet wird und man die Gefühle und Gedanken der drei Jugendlichen hautnah erleben kann, was eine gewisse Tiefe bewirkt. Aber auch in die „Bösewichte“ bekommt man Einblick und kann dadurch ihre Handlungsweisen nachvollziehen.

Dabei ist die Geschichte von Anfang an spannend und die Spannung steigert sich sogar noch immer weiter. Über die wahren Absichten vieler Personen weiß man nicht gleich Bescheid. Kann man ihnen vertrauen oder lieber nicht? Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen.

„Vollendet“ (Originaltitel: „Unwind“) ist der 1. Teil einer Trilogie, kann aber auch für sich allein gelesen werden, da das Ende des Buches erstmal einen gewissen Abschluss bildet. In den USA ist außerdem eine Novelle („Unstrung“) erhältlich, die erzählt, wie es Lev in dem Zeitraum, der in „Vollendet“ ausgespart ist, ergangen ist.

Fazit:
Faszinierender und spannender Auftakt einer Trilogie, auf deren weitere Teile ich mich schon freue.
Empfehlen würde ich das Buch allen Leseratten, und zwar Jungs und Mädchen, ab ca. 14 Jahren. Allerdings sollten sie nicht besonders sensibel sein.

★★★★★

Veröffentlicht am 15.09.2016

Verwickelter neuer Fall für die Kripo auf Sylt

Sünder büßen
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Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (27. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596033362
Preis: 9,99€
auch als E-Book erhältlich


Verwickelter neuer Fall für die Kripo auf Sylt

Inhalt:
Bei ...

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (27. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596033362
Preis: 9,99€
auch als E-Book erhältlich


Verwickelter neuer Fall für die Kripo auf Sylt

Inhalt:

Bei den Aufräumarbeiten nach dem Biikefeuer wird die Leiche der 38-jährigen Larissa Paulmann gefunden, halb entkleidet. Daneben die Hälfte einer Hose, die Hälfte eines Slips, eine Socke und ein Stiefel. Was hat das zu bedeuten? Die Tote war sehr attraktiv, aber hochnäsig, hatte gekränkte Bewunderer und Feinde. Und so gibt es jede Menge Verdächtige mit noch mehr Motiven.

Die Sylter Kriminalbeamten Bastian Kreuzer, Silja Blanck und Sven Winterberg sind voll im Stress, zumal auch noch Svens Frau Anna gerade ihr zweites Kind bekommt und nicht alles glatt läuft.

Meine Meinung:
„Sünder büßen“ ist bereits der 6. Teil der Syltkrimis von Eva Ehley. Man kann diesen Band aber ohne jegliche Vorkenntnisse lesen. Der Fall ist in sich abgeschlossen, und auch das Privatleben der Ermittler spielt nicht so eine große Rolle, dass man hierzu mehr wissen müsste, als in diesem Band gesagt wird.

Eva Ehley nimmt sich Zeit, die Geschichte ganz unaufgeregt aufzubauen. Zwar geht es dadurch am Anfang etwas behäbiger zu, aber dafür entsteht schließlich ein herrlich verwickelter Fall, der es dem Leser ermöglicht, mit zu rätseln, wer von den vielen Verdächtigen wohl der Täter ist. Etwa ab der zweiten Hälfte des Buches steigt die Spannungskurve dann deutlich an. Die Handlung wird schneller, die Ereignisse kommen Schlag auf Schlag.

Dabei versteht es die Autorin, auch immer wieder zu überraschen. Auch das ein oder andere Schmunzeln konnte ich nicht unterdrücken, da manche Szenen einfach dazu einladen.

Die drei Kommissare fand ich wie gewohnt sehr sympathisch und eigentlich auch recht kompetent. Was hier besonders auffällt, ist, dass sie ganz normal sind und ihren Job machen und nicht wie so viele Romanpolizisten ein Kindheitstrauma oder ein Alkoholproblem haben.

Auch die Staatsanwältin und der Journalist Fred Hübner, mit denen die Ermittler sonst so ihre Differenzen haben, entpuppen sich diesmal als gar nicht so negativ. Mir hat diese Entwicklung sehr gut gefallen.

Der Schluss war allerdings nicht so mein Ding – er schien mir einfach nicht glaubwürdig bzw. lässt die Polizei in einem schlechten Licht dastehen.

Die Reihe:
1. Engel sterben
2. Frauen lügen
3. Männer schweigen
4. Mörder weinen
5. Mädchen töten
6. Sünder büßen

★★★★☆