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Veröffentlicht am 15.09.2016

Erfrischende High Fantasy

Der letzte Drache
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Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442480449

Erfrischende High Fantasy

„Der letzte Drache“ ist der 1. Band der Weltenmagie-Trilogie, die ...

Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442480449

Erfrischende High Fantasy

„Der letzte Drache“ ist der 1. Band der Weltenmagie-Trilogie, die wiederum der Weltennebel-Trilogie nachfolgt. Auch wenn beide in derselben Welt spielen und auch einige Personen in der einen wie in der anderen Trilogie ihren Platz haben, kann man ohne Weiteres hier quer einsteigen, denn der Weltentwurf sowie bedeutende Ereignisse in der Vergangenheit werden hier noch einmal kurz angerissen. Wichtige Charaktere werden am Anfang des Buches noch einmal in Erinnerung gerufen. Für neue Leser ist das zu Beginn vielleicht viel geballte Information, deren Sortierung aber durch das Personenverzeichnis am Ende des Buches erleichtert wird.

Nach dem Ende der Weltennebel-Reihe sind etwa 20 Jahre vergangen. Im vorliegenden Band übernehmen die damaligen Kinder die Hauptrollen: Leána, die Tochter von Darian und Aramia, Kayne, der Sohn von Elysia und ? (?) und Toran, der Sohn von Atorian und Kaya. Sie brechen zu einer Reise durch Albany auf und erleben allerhand Abenteuer. Schließlich gelangen sie sogar durch ein Portal in unsere Welt, wo die Abenteuer weitergehen. Hier lernen sie den geheimnisvollen Rob kennen. Außerdem müssen sie sich mit unseren neumodischen Errungenschaften wie Banknoten, Autos und Computern auseinandersetzen. Das Erstaunen der jungen Leute aus Albany wird von der Autorin sehr einfühlsam beschrieben.

Schon die Weltennebel-Trilogie hat mich aufgrund der vielfältigen fantastischen Welt und des angenehmen, lebendigen Schreibstils von Aileen P. Roberts fasziniert. Aber „Der letzte Drache“ hat mir sogar noch besser gefallen. Die jungen Protagonisten sind so herzerfrischend. Freunde, die sich ständig kabbeln und gegenseitig necken, die aber füreinander da sind, wenn es darauf ankommt. Die Erzählung sprüht geradezu vor witzigen Dialogen und ulkigen Szenen. Dabei bleiben aber die Spannung und auch romantische Gefühle nicht auf der Strecke. Alles ist wohldosiert und ergibt eine wirklich tolle Mischung.

Die Charaktere sind liebevoll und detailliert ausgearbeitet. Speziell in die drei Protagonisten kann man sich gut hineinversetzen, weil man sie ganz gut kennenlernt. Gerade weil jeder seine Ecken und Kanten, seine ganz speziellen Eigenarten und Vorlieben hat, wirken sie sehr realistisch. Und jeder ist auf seine eigene Art liebenswert. Unter den Nebenfiguren gibt es einige, die man (noch) nicht durchschauen kann, die noch ein Geheimnis mit sich herumtragen. Hier kann man wunderbar spekulieren, wohin die Geschichte uns noch führen wird.

Die Weltenmagie-Trilogie:
1. Der letzte Drache
2. Das vergessene Reich
3. Das Lied der Elfen

★★★★★

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine gelungene Mischung aus Autobiographie, Ratgeber und Sachbuch

Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben
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Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (18. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423280716
Originaltitel: REASONS TO STAY ALIVE
Preis: 18,90 €
auch als E-Book und als Hörbuch ...

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (18. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423280716
Originaltitel: REASONS TO STAY ALIVE
Preis: 18,90 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Eine gelungene Mischung aus Autobiographie, Ratgeber und Sachbuch

Inhalt:
Matt Haig erkrankte im Alter von 24 Jahren an einer schweren Depression mit Angststörung, die sein Leben komplett aus der Bahn warf. In diesem Buch berichtet er über seine Erfahrungen mit dieser tückischen Krankheit. Aber er gibt auch Tipps, wie man damit umgehen kann und zählt medizinische und gesellschaftliche Fakten auf.

Meine Meinung:
Das Buch ist in 5 Teile gegliedert: 1. Fallen 2. Landen 3. Aufstehen 4. Leben 5. Sein. Ich finde, man kann darin sehr schön die verschiedenen Entwicklungsstufen eines an einer Depression Erkrankten sehen.

Matt Haigs unterhaltsamer Schreibstil besticht durch eine Leichtigkeit mit der nötigen Prise Humor, die dafür sorgt, dass man sich von diesem erdrückenden Thema nicht unterkriegen lässt. Dabei erzählt er sehr persönlich von seinen schwarzen Gedanken, seiner Mutlosigkeit, von der schweren Entscheidung, welche Socken er anziehen soll, von seinen immensen Schwierigkeiten im Alltag, aber auch davon, dass es einen Weg aus dem Tunnel gibt, dass am Ende ein Licht ist, zu dem man sich Schritt für Schritt vorkämpfen muss und auch kann.

Der Autor hat meine volle Hochachtung dafür, dass er uns Lesern gegenüber so offen und ehrlich über ein Thema spricht, das von vielen belächelt wird bzw. mit einem Tabu belegt ist. Man kann diese Krankheit nicht sehen, man kann sie nicht messen. Deshalb bekommen viele Betroffene immer wieder zu hören „Stell dich nicht so an, reiß dich zusammen!“ oder ähnliche sinnlose Phrasen. Man kann sich als Nicht-Betroffener kaum vorstellen, was in einem depressiven Menschen vorgeht. Hier gibt uns Matt Haig einen intensiven Einblick. Wobei natürlich die Krankheit bei jedem anders aussieht und wir nur die Depression von Matt Haig kennenlernen, aber man kann sich doch zumindest ein Bild davon machen, in welche Richtung das geht und wie sehr die Erkrankten leiden.

Besonders gut haben mir die Dialoge seines damaligen Ichs mit seinem heutigen Ich gefallen, wobei das heutige versucht, das damalige zu überzeugen, dass es sich lohnt zu kämpfen, dass es einen Weg aus dem schwarzen Loch heraus gibt (sonst gäbe es ja das heutige Ich nicht in dieser Form). Diese Dialoge sind zum einen ganz witzig, zum anderen steckt aber auch so viel Weisheit in ihnen.

Auch die ziemlich guten Gründe, am Leben zu bleiben, die der Autor von anderen Betroffenen im Internet gesammelt hat, finde ich beeindruckend. Da sind sehr viele tiefgründige Dinge dabei, aber auch so banale wie Sonnenaufgänge. Denn für jeden einzelnen schönen Moment lohnt es sich zu leben. Und diese Momente wird es in jedem Leben immer wieder geben, auch wenn man momentan nicht so recht dran glauben kann.

Fazit:
Ich möchte dieses Büchlein allen selbst Betroffenen, Angehörigen und Menschen, die sich einfach für andere interessieren, ans Herz legen. Sicher wird jeder den ein oder anderen Satz daraus als für sich wertvoll empfinden.

★★★★★

Ich danke dem dtv für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannend und realistisch

Gift - Der Tod kommt lautlos
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Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3734101465

Spannend und realistisch

Inhalt:
Deutschland ist in tödlicher Gefahr. Terroristen ...

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3734101465

Spannend und realistisch

Inhalt:
Deutschland ist in tödlicher Gefahr. Terroristen drohen, Depots mit Biowaffen, die seit dem kalten Krieg auf dem Boden der ehemaligen DDR lagern, zu aktivieren. Patrizia Hardt und Gernot Löw von der Terrorabwehrzentrale stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe.

Meine Meinung:
Dieser Roman ist der zweite Band einer Reihe, kann jedoch auch separat gelesen werden. Ich kenne den ersten Band nicht, hatte aber nicht das Gefühl, dass mir Informationen fehlen würden. Nachdem ich die vielen Namen, die am Anfang auftauchten – nicht zuletzt aufgrund gleich zweier Prologe – sortiert hatte, habe ich mich sehr schnell in die Handlung eingefunden.

Diese Handlung ist spannend, sie ist aktuell, sie ist politisch, sie ist kriminell, sie ist grausam. Es gelang dem Autor mühelos, mich zu fesseln. Es fiel mir äußerst schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Alles wirkte so erschreckend realistisch und gut recherchiert. Wir bekommen es hier mit diversen Geheimdiensten zu tun, mit authentisch wirkenden Politikern und mit skrupellosen Terroristen. Deutschland befindet sich in der Zange zwischen Russland und den USA, auch der Ukraine-Konflikt wird thematisiert.

Die Protagonisten Patrizia Hardt und Gernot Löw waren mir sehr sympathisch und so konnte ich gut mit ihnen mit fiebern. In ihrer Haut wollte ich aber nicht stecken und diese ganzen brisanten Entscheidungen treffen, die sie treffen mussten. Hier schaffte Ivo Pala es, die Hintergründe und Beweggründe für Handlungen glaubhaft darzustellen.

Es blieb auch für den Leser viel Raum für Spekulationen – das liebe ich. Ich war von der Geschichte also total begeistert, jedoch nicht vom Schluss. Hier ging mir dann doch einiges zu einfach und zu schnell und mir fehlten Erklärungen, wie es dazu kam.

Fazit:
Ein hochspannender Thriller – erschreckend realistisch, aktuell und gut konstruiert. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

Die Reihe:
H2O – Das Sterben beginnt
Gift – Der Tod kommt lautlos

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine magische Welt ohne Magie

Das vergessene Reich
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Broschiert: 508 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442480456

Eine magische Welt ohne Magie

Inhalt:
Leána, Kayne, Robaryon und ihre Gefährten reisen durch ein ...

Broschiert: 508 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442480456

Eine magische Welt ohne Magie

Inhalt:
Leána, Kayne, Robaryon und ihre Gefährten reisen durch ein Weltenportal nach Sharevyon, die Urheimat der Elfen. Hier hoffen sie, Hilfe für die Elfen von Albany zu finden. Doch das alte Elfenreich steht selbst vor dem Aus, die Bewohner sind geschwächt, bis auf ein paar wenige. Die Herrin der Sharevyon-Elfen bittet Leána und ihre Freunde, Drachen in ihre Welt zu bringen, damit sie wieder zu neuem Leben erblühen kann.

Derweil hat in Albany Königin Kaya mit Intrigen zu kämpfen. Das Land ist in Unruhe. Der Bärtige wiegelt alle gegen Kaya auf. Immer mehr Nebelhexen müssen ihr Leben lassen.

Meine Meinung:
Dieser Band beginnt genau dort, wo der erste endete. Anfangs musste ich erst wieder die vielen Namen sortieren, aber ich war dann schnell wieder in der Handlung drin. Für alle Leser, die die Personen nicht mehr auf die Reihe bekommen, gibt es im Anhang ein Personenverzeichnis, was ich sehr sinnvoll finde. Vorne im Buch befindet sich eine Landkarte von Sharevyon – auch ein nettes Detail.

Wie gewohnt gelingt es Aileen P. Roberts auch im 2. Band der Weltenmagie-Trilogie, den Leser zu fesseln. Die Schreibweise ist wunderbar flüssig, aufgepeppt mit lockeren Dialogen, bei denen man von Zeit zu Zeit auch mal schmunzeln kann (wenn auch nicht so oft wie im 1. Band).

Ich konnte tief in die Geschichte eintauchen und mich in dieser trostlosen, sterbenden Welt von Sharevyon verlieren. Dabei habe ich das Lesen sehr genossen, auch wenn die Handlung nicht so spektakulär und actionreich war wie in anderen Büchern von Aileen P. Roberts. Die detaillierten Beschreibungen waren auf jeden Fall lesenswert.

Die Protagonisten Leána und Kayne entwickeln sich gewaltig weiter, auch über den „Halbdrachen“ Rob erfährt man Neues. Und diese neuen Erkenntnisse bewirken, dass man sich seiner Gefühle und Erwartungen nicht mehr ganz so sicher sein kann. Der Autorin ist es in diesem Band extrem gut geglückt, Unsicherheiten zu schüren, den Leser aufs Glatteis zu führen, tausend Fragen aufzuwerfen und nur wenige davon halbwegs zu beantworten. So ist zum Beispiel am Ende die Identität des Bärtigen immer noch nicht gelüftet, obwohl viele Indizien ausgestreut wurden, doch passen sie eben auf mehrere Verdächtige.

Man ist nach dem Lesen des Romans kaum schlauer als vorher und sehnt sich den Erscheinungstermin des letzten Bandes im September 2015 nur umso schneller herbei, zumal das Buch mit einem fiesen Cliffhanger endet.

Die Weltenmagie-Trilogie:
1. Der letzte Drache
2. Das vergessene Reich
3. Das Lied der Elfen

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wundervoll geschrieben, wenn auch nicht ganz einfach zu lesen

Nachruf auf den Mond
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Gebundene Ausgabe: 315 Seiten
Verlag: Droemer HC (2. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426281246
Originaltitel: The Shock of the Fall


Wundervoll geschrieben, wenn auch nicht ganz einfach zu lesen

Inhalt:
Mit ...

Gebundene Ausgabe: 315 Seiten
Verlag: Droemer HC (2. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426281246
Originaltitel: The Shock of the Fall


Wundervoll geschrieben, wenn auch nicht ganz einfach zu lesen

Inhalt:
Mit neun Jahren verliert Matthew seinen drei Jahre älteren Bruder Simon durch einen tragischen Unfall. Er gibt sich selbst die Schuld an dessen Tod. Aufgrund einer psychischen Erkrankung wird er in die Psychiatrie eingewiesen, wo er lernen muss, mit seiner Krankheit zurechtzukommen und Simons Tod zu verarbeiten.

Meine Meinung:
Nathan Filer ist mit seinem Debüt ein großartiger Roman gelungen. Er lässt Matthew seine Geschichte erzählen und man nimmt ihm dabei jedes Wort ab, weil es so authentisch wirkt. Hier macht sich wohl bemerkbar, dass der Autor als Krankenpfleger in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet und intensiv recherchiert hat.

Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Man wird immer wieder mit unzusammenhängenden Bruchstücken der Handlung konfrontiert, mit zum Teil wirr erscheinenden Gedankenfetzen infolge der Vernebelung durch die Medikamente. Es wird nicht chronologisch erzählt, sondern immer wieder in der Zeit gesprungen, wobei es mir öfter schwerfiel, zu erkennen, wo ich mich nun gerade befinde. Dadurch dass Matthew den Leser immer wieder direkt anspricht, entsteht ein Sog, man wird tief in die Geschichte hineingezogen und kommt dem Ich-Erzähler sehr nahe. Man hat den Eindruck, Matthew will sich dem Leser öffnen, ihm alles zeigen, was ihn bewegt, womit er zu kämpfen hat. Dabei spart er auch die negativen Dinge über sich nicht aus.

Es werden nur kleine Andeutungen eingeflochten über das, was in der Nacht des Unfalls passiert sein könnte, denn anfangs erfahren wir nur, dass Simon tot ist. So wird die Spannung bis zum Schluss aufrechterhalten.

Der Roman lebt von seinen einzigartigen Charakteren. Sie sind so detailliert ausgearbeitet, dass man nie irgendwelche Zweifel an ihren Verhaltensweisen bekommt. Dabei war mir Matthew von Anfang an sehr sympathisch.

„Sie sollten wissen, dass ich kein netter Mensch bin.“ (S. 7) Wenn jemand so etwas sagt, kann er so schlimm schon mal gar nicht sein, oder?

Hervorzuheben ist auch die Aufmachung des Buches. Von Illustrationen bis zu verschiedenen Schriftarten wird auf diverse Hilfsmittel zurückgegriffen, um die Darstellung der Geschichte zu intensivieren. Das ist wirklich sehr gut gelungen.

Fazit:
„Nachruf auf den Mond“ ist ein anspruchsvolles Buch, das den Leser berührt und bewegt und mit vielen netten Details aufwartet, die man vielleicht sogar erst beim zweiten Lesen wahrnimmt.