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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2022

Hat schon Kultstatus

Mord im Nord-Ostsee-Express
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Eines gleich vorne weg.
Obwohl dies der 10. Band der Reihe ist, sind keine Ermüdungserscheinungen zu erkennen. Im Gegenteil. Dieser Band ist bald noch besser als seine Vorgänger.
Besonders schön ist, dass ...

Eines gleich vorne weg.
Obwohl dies der 10. Band der Reihe ist, sind keine Ermüdungserscheinungen zu erkennen. Im Gegenteil. Dieser Band ist bald noch besser als seine Vorgänger.
Besonders schön ist, dass man nicht die vorherigen Bände kennen muss, um reinzufinden.
Das Cover ist wunderschön und sehr passend. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Der Schreibstil ist mitreißend und macht dieses Buch zu einem richtigen Leseerlebnis.
Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zulegen.
Das auffallende in diesem Krimi sind die Charaktere.
Sie sind so herrlich kauzig und verschroben.
Auch in diesem Band überzeugt wieder der wunderbare friesische Humor.
Der Wortwitz und die Situationskomik ist einfach nur wunderbar.
Skurril, temporeich und gespickt mit köstlich witzigen Dialogen.
Man hat das Gefühl, dabei zu sein. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Die Spannung kommt auch nicht zu kurz. Kurzum, ein richtig guter Küsten-Krimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit.
Ich habe ich mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt,
habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.

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Veröffentlicht am 26.03.2022

Ein Wohlfühlroman

Die Liebe tanzt barfuß am Strand
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Lina könnte sehr glücklich sein. Sie liebt ihren Job im Tourismusbüro,
ihre Heimat, das bezaubernde Lütteby und die Nordsee.
Bummelt sie über den Marktplatz oder lauscht dem Meeresrauschen, stellt sich ...

Lina könnte sehr glücklich sein. Sie liebt ihren Job im Tourismusbüro,
ihre Heimat, das bezaubernde Lütteby und die Nordsee.
Bummelt sie über den Marktplatz oder lauscht dem Meeresrauschen, stellt sich ein Glücksgefühl ein. Allerdings fehlt ihr die Mutter, die spurlos verschwand, als Lena
noch klein war. Zum Glück lebt ihre geliebte Großmutter Henrikje noch.
Auch mit der Liebe ist es nicht weit her. Aber als Lina einen neuen Chef bekommt, tanzen
Schmetterlinge in ihrem Bauch.
Doch Jonas Carstensen kommt aus dem Nachbarort Grotersum und eine alte Legende
besagt, dass Liebende aus Grotersum und Lütteby niemals zueinanderfinden werde.

Das wunderschöne Cover verspricht sehr gute Unterhaltung.
Die Autorin hat die wunderbare Gabe, den Leser so richtig in den Roman einzubinden.
Schöne Ortsbeschreibungen des sehr idyllischen, bezaubernden Lütteby runden
das ganze ab.
Erzählt wird in zwei Zeitsträngen. Die Rückblenden in das Jahr 1634 geben
der Geschichte etwas Besonderes, spannendes.
Die Charaktere sind alle sehr liebevoll gezeichnet und wachsen einem
schnell ans Herz.
Der Schreibstil der Autorin ist warmherzig und mitreißend.

Ein richtig schöner Wohlfühlroman.
Locker, leicht, aber doch auch mit ernsteren Tönen.

Leider endet der Roman abrupt und man muss den nächsten Band abwarten, wenn man
wissen will, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 22.03.2022

Viel Humor und Lokalkolorit

Nur Bärbel backte besser
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Auch wer die ersten Bände nicht gelesen hat, kommt problemlos rein.
Das Cover ist gewohnt witzig und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Dieser Kriminalroman besticht sprachlich, durch die
besondere ...

Auch wer die ersten Bände nicht gelesen hat, kommt problemlos rein.
Das Cover ist gewohnt witzig und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Dieser Kriminalroman besticht sprachlich, durch die
besondere Atmosphäre und dem saarländischen Charme.
Außer dem herrlichen Wortwitz steht Humor im Vordergrund.
Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas muss man immer wieder schmunzeln oder sogar lachen.
Die Backes sind halt etwas Besonderes.
Man merkt dem Krimi an, dass der Autor viel Gefühl in seine
Geschichte gepackt hat, Land und Leute kennt und vor allem liebt!
Durch den authentischen und atmosphärisch mitreißenden Erzählstil sorgt er für ein originelles und sehr humorvolles Leseerlebnis.
Die Spannung kommt auch nicht zu kurz.
Besser geht es nicht.
Die Story, die Charaktere, der Humor, zusammen mit der wunderbaren saarländischen Mundart.

Kurzum, ein richtig guter Krimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit,
der sich unheimlich gut liest, spannend ist und Spaß macht.
Eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.03.2022

Porträt zweier Generationen

Für diesen Sommer
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Eine Zeit- und Familiengeschichte mit einem Porträt zweier Generationen.
Erzählt wird auf verschiedenen Zeitebenen.
Das ist teilweise etwas verwirrend, weil das nicht chronologisch passiert.
Die Charaktere ...

Eine Zeit- und Familiengeschichte mit einem Porträt zweier Generationen.
Erzählt wird auf verschiedenen Zeitebenen.
Das ist teilweise etwas verwirrend, weil das nicht chronologisch passiert.
Die Charaktere allerdings sind alle sehr ausdrucksstark und auch liebenswert.
Haben ihre Ecken und Kanten. Das macht das Geschehen recht lebendig.
Es geht um das Bewusstsein, dass ein Leben immer von anderen abhängig ist und sein wird.
Dass es Versäumnisse geben kann, die unkorrigierbar bleiben.
Mit großer Wärme erzählt die Autorin von Lebensträumen, Erinnerungen, Scheitern, Entwurzelung, verpassten Chancen und dem schwierigen Weg zur Versöhnung. Immer wieder geht es um die Frage, heilt die Zeit alle Wunden?
Die Schreibweise ist wunderbar, stellenweise poetisch.
Eine Geschichte, die zeigt, dass man nicht im jetzt ruhig leben kann, wenn man die Vergangenheit nicht aufgearbeitet hat.
Fesselnd, berührend und mit der Hoffnung, dass Versöhnung möglich sein kann.

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Veröffentlicht am 09.03.2022

Familiengeheimnisse

Flüchtiges Glück
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Milla wächst in Berlin auf. Sehr gut beschützt bei ihrer Mutter und zwei Vätern.
Ihren richtigen Vater hat sie nie vermisst.
Nun ist sie schwanger und ihr Freund Narvid drängt zunehmend, dass sie ihren ...

Milla wächst in Berlin auf. Sehr gut beschützt bei ihrer Mutter und zwei Vätern.
Ihren richtigen Vater hat sie nie vermisst.
Nun ist sie schwanger und ihr Freund Narvid drängt zunehmend, dass sie ihren Erzeuger aufspürt. Narvid kommt aus Afghanistan und hat auf der Flucht seine gesamte Familie verloren.
Da ist es verständlich, dass er Klarheiten haben möchte.
Verschwiegenes sickert in Generationen ein wie ein Gift, sagt Narvid.
Doch es ist nicht so einfach, denn Millas Familie will nicht die Vergangenheit heraufbeschwören.
Viele Altlasten gibt es da, viel Unerzähltes aus der
DDR Vergangenheit.
Als Milla anfängt, gezielt nachzuforschen, erkennt sie schnell, dass sie in ein Wespennest gestochen hat.
Was geschah damals wirklich?

Dieser Roman ist ein kleines Stück Zeitgeschichte.
Wunderbar geschrieben und anhand der Protagonisten sehr gut nachvollziehbar.
Dank der wirklich sehr lebendigen Schreibweise hat man das Gefühl ein Teil dieser Familien zu sein.
Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah.
Die guten und auch die sehr schmerzlichen Erlebnisse.
Dazu kommen die historischen Ereignisse, die sich wie ein roter Faden durch diese Geschichte ziehen.
Es geht um die Nachwendezeit, Ost und West. Die Aufarbeitung vergangenes, um Umweltverschmutzung, Enttäuschungen und auch Sprachlosigkeit.
Das Schöne an diesem Roman ist, dass nichts schwarz/weiß daher kommt.
Denn das Leben ist nicht schwarz, weiß.
Es gibt viele Grauzonen.
Jeder Mensch hat tiefe Wurzeln. Und häufig sind sie unsichtbar.
Die Autorin schaut hinter die Fassaden, zeigt andere Standpunkte auf und beschreibt eine Welt, die wichtig und wundervoll ist, wenn Menschen, Menschen begegnen. Egal welcher Herkunft.
Sie legt den Finger auch in manche Wunde.
Erspart nicht das Schwere dieser Geschichte in der Gesellschaft, in der wir leben.
Transparent, verletzlich. Schonungslos und hoffnungsvoll. Politisch engagiert und tief berührend.
Man merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat. Dieser Roman zeigt, was Heimat und Familie wirklich bedeutet.
Die leichte und lockere Schreibweise, die tollen Charaktere dieses Romanes und der zusätzliche Tiefgang machen dieses Buch zu einem Leseerlebnis.

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