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Veröffentlicht am 09.03.2019

Der Zwang zu wählen

Die Liebe im Ernstfall
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Klappentext:
Sie heißen Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinde.
Sie kennen sich, weil das Schicksal ihre Lebenslinien überkreuzte.
Als Kinder und Jugendliche erlebten sie den Fall der Mauer und wo vorher ...

Klappentext:
Sie heißen Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinde.
Sie kennen sich, weil das Schicksal ihre Lebenslinien überkreuzte.
Als Kinder und Jugendliche erlebten sie den Fall der Mauer und wo vorher Grenzen
und Beschränkungen waren, ist nun die Freiheit. Doch Freiheit, müssen sie erkennen,
ist nur eine andere Form von Zwang: der Zwang zu wählen. Fünf Frauen,
die das Leben aus dem Vollen schöpfen.
Fünf Frauen, die das Leben beugt, aber keinesfalls bricht.

Daniela Krien hat einen wunderbaren Schreibstil. Klar, ohne Pathos mit
einer lebensklugen Ausdrucksweise beschreibt sie die selbstbewussten und eigenwilligen Charaktere,
die privat wie beruflich einiges zu leisten haben.
Jeden ihrer Protagonistinnen, die über Freundschafts- oder Verwandtschaftsbeziehungen
miteinander verbunden sind, widmet sie ein Kapitel.
Da greift, sie ins pralle Leben.
Die Frauen gehen Beziehungen ein, bekommen Kinder, haben Affären, trennen sich,
kehren zu ihrem Ex zurück, streiten sich ums Sorgerecht, tragen Konflikte aus oder suchen in
Partnerschafts Portalen nach Männern.
Alle fünf haben eines gemeinsam. Glücklich sind sie alle nicht und an Ernstfällen mangelt
es in diesen Geschichten wahrlich nicht.
Die Charaktere sind sehr überzeugend dargestellt, fesselnd, ehrlich und auch sehr berührend.
Es sind die Alltäglichkeiten, die dieses Buch so lesenswert macht.
Ein sehr kluger Roman der einen nachdenklich macht, voller Emotionen aber auch deprimierend.

Veröffentlicht am 07.03.2019

Der Duft nach Schmetterlingslilien

Das schönste Mädchen Havannas
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Klappentext:
Kuba, 1947. Der junge Asturier Patricio erreicht den Hafen von Havanna mit nichts anderem im Gepäck
als dem Wunsch, die Welt zu erobern und seine Heimat mit den Kohleminen und dem ewigen Schatten
des ...

Klappentext:
Kuba, 1947. Der junge Asturier Patricio erreicht den Hafen von Havanna mit nichts anderem im Gepäck
als dem Wunsch, die Welt zu erobern und seine Heimat mit den Kohleminen und dem ewigen Schatten
des Spanischen Bürgerkriegs hinter sich zu lassen.
Auf Kuba wird er von der hell erleuchteten, sinnlichen Hauptstadt begrüßt, einem tropischen Paradies.
Er schlägt sich als Schuhputzer durch, wenig später findet Patricio eine Arbeit in dem eleganten Kaufhaus El Encanto.
Dank seines sympathischen Auftretens er schnell Karriere.
Mit der Aufzugführerin Nely verbindet ihn bald mehr als Freundschaft.
Patricios Leben ändert sich schlagartig, als er im Kaufhaus eine zauberhafte junge Frau kennen lernt.
Patricio verliebt sich sofort und ist völlig verzweifelt, als er erfährt, dass sie verheiratet ist. Ausgerechnet mit Carlos Valdés, einem der gefürchtetsten Männer Havannas.

Fazit:
Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil. Er lädt zum Träumen ein und ist so voller Schwung und sehr mitreißend. Man lebt und leidet mit den Charakteren. Sie sprühen vor Leben, sodass man das Gefühl hat, sie wahrhaft zu kennen und die Geschichte gemeinsam mit ihnen zu erleben.
Die Figuren bringen einen enormen Nuancenreichtum in die Handlung und sorgen dadurch für viel Farbe und Abwechslung.
Sie alle haben ihre guten schlechten Eigenschaften.
Und genau diese Fehler und Macken lassen sie so natürlich und echt wirken.
Diese Geschichte wird eingebettet in die glanzvolle Zeiten Kubas.
Lässt das alte Havanna wieder aufleben.
Man spürt förmlich diese wunderbare Lebenslust und Fröhlichkeit der damaligen Zeit.
Eine wunderschöne Zeitreise und allerbeste Unterhaltung.

Veröffentlicht am 03.03.2019

Eine bezaubernde Geschichte

Ein Tropfen vom Glück
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Rezension - Ein Tropfen vom Glück

Ein Septemberabend in einem Pariser Mietshaus. Der Zufall führt Hubert,
dessen Familie das Haus einst bauen ließ, mit Magalie, Julien, und Bob zusammen.
Sie verbringen ...

Rezension - Ein Tropfen vom Glück

Ein Septemberabend in einem Pariser Mietshaus. Der Zufall führt Hubert,
dessen Familie das Haus einst bauen ließ, mit Magalie, Julien, und Bob zusammen.
Sie verbringen den Abend über einer Flasche Château Saint-Antoine 1954,
die sie in Huberts Keller gefunden haben. Doch am nächsten Morgen ist nichts mehr wie zuvor.
Sie finden sich im Paris von 1954 wieder, wo sie nicht nur Dalí, Truffaut, Piaf und andere begegnen.
Ein außergewöhnliches Wochenende liegt vor ihnen, das ihrer aller Leben ordentlich
durcheinanderwirbeln wird.

Der Autor hat eine bezaubernde Art zu schreiben.
Sein Schreibstil ist wie ein Eintritt in eine andere Welt.
Es macht sehr viel Spaß mit den Charakteren in ein längst vergangene
Zeit zu reisen und das Frankreich der 50er Jahre zu erleben.
Atmosphärisch dicht und sehr detailgetreu werden die Erlebnisse
wieder gegeben. Man hat das Gefühl direkt mit vor Ort zu sein.
Eine bezaubernde Geschichte ohne jeglichen Kitsch und eine Story die zeitweise an
die fabelhafte Welt der Amélie – erinnert.
Voller Melancholie für Vergangenes aber auch absolut zeitgemäß.

Veröffentlicht am 27.02.2019

Zwei Frauen im Schatten der Macht

Rheinblick
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Deutschland im November 1972, zwei Frauen im Schatten
der Macht. Hilde Kessel, die Wirtin des Rheinblicks
und Sonja Engel die junge Logopädin.
Bei Hilde trifft sich alles, was einen politischen Namen
hat ...

Deutschland im November 1972, zwei Frauen im Schatten
der Macht. Hilde Kessel, die Wirtin des Rheinblicks
und Sonja Engel die junge Logopädin.
Bei Hilde trifft sich alles, was einen politischen Namen
hat und nach der letzten Bundestagswahl kann sich Hilde
nicht mehr dem politischen Ränkespiel entziehen.
Sonja hingegen muss sich um einen berühmten Patienten
kümmern. Sie kämpft um die Stimme von Willi Brandt.
Nach einer Operation muss er diese schonen. Das ist
schwerst Arbeit, denn wem von seinem Politiker Freunden
kann er noch trauen?
Beide Frauen sind erpressbar. Verrat ist die gültige Währung.

Brigitte Glaser hat hier einen unglaublich dichten Roman geschaffen.
Ihr gelingt es mühelos, den Leser in die Geschichten einzubinden.

Einerseits geht es um die politische Lage der Bundesrepublik.
Aber auch um die politische Intrige die in der Politik existiert.
Um Macht, Bosheit, Heimtücke und Hinterlist.
Das vielschichtige Frauenbild wird wunderbar dargestellt.
Das war ja in den 1970er Jahren noch ein ganz anderes.
So ganz nebenbei wird dann auch noch der Mord an einem Heilsarmeemädchen
aufgeklärt.
Das alles wird zu einem Roman mit der neueren deutsche Geschichte verbunden.
Die 70er Jahre leben wieder auf.
Eine richtig schöne und vor allem interessante Zeitreise.
Die Charaktere sind sehr lebendig und echt.
Die Schreibweise ist fließend und mitreisend.
Auch der Kölsche und Bönnsch Dialekt kommt nicht zu kurz.
Ein sehr gut recherchiertes Buch über die politische Lage Deutschlands und auch über die Rolle der Frau in den 70er Jahren.
Eine unbedingte Leseempfehlung.
Darauf einen Dujardin...

Veröffentlicht am 20.02.2019

Aufruhr in Augsburg

Das Spätzle-Syndikat
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Aufruhr in Augsburg. Der Wäschemann ist unterwegs.
Der klaut der Damenwelt die schönsten
Dessous aus den Schränken. Dann passiert auch noch ein Mord. Ein Mann wird mit einem Spitzen-BH erdrosselt.
Ein ...

Aufruhr in Augsburg. Der Wäschemann ist unterwegs.
Der klaut der Damenwelt die schönsten
Dessous aus den Schränken. Dann passiert auch noch ein Mord. Ein Mann wird mit einem Spitzen-BH erdrosselt.
Ein neuer Fall für Elsa Dorn mit einem sehr delikaten Mordwerkzeug.
Handelt es sich hier wirklich nur um Sex Spielchen wie Elsas Chef behauptet?

Elsa beschließt den Ex-Polizisten und Privatermittler
Sven Schäfer einzuweihen.

Der zweite Band dieser Reihe besticht auch wieder
durch seinen Humor.
Elsa Dorn muss sich wie immer gegen die Männerwelt behaupten.
Das macht sie sehr souverän und es macht Spaß zusammen mit ihr zu ermitteln.
Der Autor hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Pointiert, witzig und mit viel Situationskomik.
Die Charaktere sind sehr lebensecht beschrieben.
Elsa Dorn ist eine sehr sympathische Frau,
die so herrlich unkonventionell den Fall aufklärt.
Der Spannungsbogen bleibt bis zum überraschenden Ende erhalten.
Dieser Schwaben Krimi lebt nicht nur durch seinen Lokalkolorit , sondern auch durch seine liebenswerten Figuren.
Ein wirklich mörderischer Spaß.