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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2025

Das Leben genießen

Natürlich Maria
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Ein Buch wie aus dem Märchen.
Bildhaft beschrieben und wunderschön fotografiert.
Dazu viel Hintergrundwissen.
Ich liebe einfache und unkomplizierte Gerichte.
Das wird in diesem Buch praktiziert.
Mit nur ...

Ein Buch wie aus dem Märchen.
Bildhaft beschrieben und wunderschön fotografiert.
Dazu viel Hintergrundwissen.
Ich liebe einfache und unkomplizierte Gerichte.
Das wird in diesem Buch praktiziert.
Mit nur kleinen Veränderungen werden Klassiker zum Gaumenschmaus.
Maria ist bekannt dafür, dass weder Kalorienangaben noch Nährwerte
zum jeweiligen Gericht genannt werden.
Das gefällt mir denn es sind Rezepte mit Leidenschaft und Genuss.
Die Gerichte sind wie versprochen "Futter fürs Volk"
So gut wie alles findet man in jedem gut sortierten Haushalt.
Unnötiges Einkaufen entfällt also.
Man muss keine exotischen Lebensmittel kaufen.
Das ist auch für die Umwelt gut.
Der Fokus liegt auf Regionalität und Nachhaltigkeit.
Mit diesem unkomplizierten Kochbuch kann man sich wirklich
glücklich kochen.

Leider gibt es ein Aber.
Die Eigenwerbung ist sehr dominant.
Maria erzählt sehr viel über ihre Kochphilosophie und stellt ihr Restaurant vor.
Dazu kommen sehr viele ganzseitige private Fotos der Köchin.
Das Verhältnis zu den Rezepten ist dadurch gestört.
Weniger wäre da mehr gewesen.
Dafür ist das Buch zu hochpreisig.

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  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 16.05.2025

Wunderbarer Provinzkrimi

Prost, auf den Doktor
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Das Cover ist wunderschön und sehr passend. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Auch, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat, kommt man sehr gut in die Geschichte rein.
Das Auffallende in diesem ...

Das Cover ist wunderschön und sehr passend. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Auch, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat, kommt man sehr gut in die Geschichte rein.
Das Auffallende in diesem Krimi sind die Charaktere.
Sie sind sehr originell und auch authentisch.
Pointiert, witzig und mit viel Situationskomik.
Der ausgeprägte Humor und der Sprachwitz machen die Geschichten um das
eingespielte Team Tischler und Fink zu einem Leseerlebnis.
Bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Es menschelt auch so schön zwischen den Geschlechtern. Die bildhaften Beschreibungen lassen den Leser problemlos in den Krimi eintauchen. Unterstützt wird dies durch die wunderbare Schreibweise und ganz viel Lokalkolorit.
Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Der eigentliche Fall ist schlüssig erzählt, bis zum Ende spannend, mit immer neuen Wendungen. Man kann bis zum Schluss mit rätseln und mit fiebern.

Kurzum, ein richtig guter bayerischer Provinzkrimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit.
Dieses Buch hat mir wunderbare Lesestunden bereitet.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2025

Enttäuschend

Unter den Sternen von Paris
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Das sehr hübsche Cover verspricht eine schöne Lesezeit.
Französischer Flair und ein Familiengeheimnis.
Einen Wohlfühlroman.
Leider werden diese Versprechungen nicht gehalten.

Positiv ist, dass der Leser ...

Das sehr hübsche Cover verspricht eine schöne Lesezeit.
Französischer Flair und ein Familiengeheimnis.
Einen Wohlfühlroman.
Leider werden diese Versprechungen nicht gehalten.

Positiv ist, dass der Leser in die Geschichte eintaucht und Anteil nimmt an der ganzen Gemeinschaft.
Sehr feinfühlig wird hier der Tatendrang beschrieben, wie ein gemeinsamer Plan entwickelt wird.
Wie trotz widriger Umstände, mit viel Einsatz und vor allem Begeisterung das Ziel, diesen Plan umzusetzen, verfolgt wird. Dass man gemeinsam alles schaffen kann. Den Mut nicht verlieren darf.
Bedauerlicherweise ist die Schreibweise recht hölzern und erschwert den Lesefluss.
Die Charaktere sind zwar gut beschrieben, aber sie bleiben einem fremd.
Wie die ganzen Situationen, in denen sie agieren.
Sie sind ober flächig, wenig überzeugend, entsprechen zu sehr den gängigen Klischees.
Vieles ist sehr schwer nachzuvollziehen.

Ein netter Roman, leider völlig ohne Sternenglanz, Romantik und französischen Flair.
Das ist sehr schade, denn das Potenzial ist da.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Nette Urlaubslektüre

Lieber solo als allein
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Leonie hat gerade ihr Touristikstudium beendet und fiebert der Traumhochzeit mit Luca entgegen.
Gefeiert wird im Herzen Italiens, in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben.
Leonies Oma Gabriele lässt ...

Leonie hat gerade ihr Touristikstudium beendet und fiebert der Traumhochzeit mit Luca entgegen.
Gefeiert wird im Herzen Italiens, in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben.
Leonies Oma Gabriele lässt sich den großen Tag ihrer Enkelin nicht entgehen
Ihre erste Reise nach dem Tod ihres Mannes. Das ist nicht leicht für sie.
Leonies Eltern, Katrin und Oliver, sind seit Jahren getrennt. Nun sitzen sie auf dem Weg zur Hochzeit im gleichen Flugzeug.
Alle hoffen auf eine harmonische Hochzeit. Doch dann beginnt nicht nur die Fassade des Hotels zu bröckeln.

Die Hauptfiguren überzeugen durch ihre unterschiedlichen Charakterzüge.
Die Figuren sind wunderbar beschrieben und man hat das Gefühl
direkt vor Ort zu sein.
Dieser Roman ist wie ein kleiner Italienurlaub.
Man taucht in ihn ein, wie in die Wellen des Meeres.
Der Schreibstil der Autorin ist warmherzig und mitreißend.
Viel Dolce Vita, Herzschmerz und Selbsterkenntnis.
Drei Frauen auf der Suche nach Liebe. Es gibt die üblichen
Hindernisse. Verwicklungen, Missverständnisse, Eifersucht.
Es macht Spaß, die drei eine kurze Zeit lang zu begleiten.
Im Mittelteil lässt das Gefühl leider etwas nach, es liest sich
zähflüssiger. Tessa Hennigs Humor blitzt nur selten vor.
Am Ende dann Happy End, das übliche halt.
Trotz allem ein schöner Roman über das Leben und die Familie.
Mit den schönen Landschaftsbeschreibungen die perfekte Urlaubslektüre.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Ein packender historischer Roman

Die Erbin
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Die Autorin nimmt uns mit in eine vergangene Zeit.
Erzählt wird in zwei Zeitsträngen, 1929 und 1950.
Elsa, die 1929 als junges Dienstmädchen nach Berlin in das Haus
der reichen Liefensteins kommt. In ...


Die Autorin nimmt uns mit in eine vergangene Zeit.
Erzählt wird in zwei Zeitsträngen, 1929 und 1950.
Elsa, die 1929 als junges Dienstmädchen nach Berlin in das Haus
der reichen Liefensteins kommt. In einer für sie ganz neuen Welt,
in der sie die Liebe ihres Lebens trifft.
Cosima die 1950 Erbin der sehr einflussreichen Industriellenfamilie
Liefenstein. Sie geht ihren ganz eigenen Weg, mit einer
Stiftung für bedürftige Frauen.
Als die Leiche eines Anwalts am Ufer des Rheins gefunden wurde, fiel ihr ein sehr unschöner
Vorfall ein. Vor zwei Wochen auf einer Veranstaltung hatte dieser Mann ihren Onkel
wüst beschimpft.
Als dann der Journalist Leo Marktgraf in ihr Leben tritt und Nachforschungen über den Tod
jenen Mannes anstellt, beginnt Cosima selbst Nachforschungen über ihre Familie anzustellen.

Die Charaktere sind gut gewählt mit den sehr unterschiedliche Frauenfiguren.
Mit ihnen erlebte man alle Höhen und Tiefen hautnah.
Die guten und auch die sehr schmerzlichen Erlebnisse.
Dazu kommen die historischen Ereignisse, die sich wie ein roter Faden
durch diese Geschichte ziehen.
Die Schreibweise ist fließend, spannend, unterhaltsam und auch emotional.
Vor allem wurde sehr genau recherchiert.
Sämtliche Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Es gibt sehr viel Lokalkolorit und die damalige Stimmung kommt gut rüber.
Ein wunderbarer Roman mit sehr ernsten Hintertönen.
Trotz der damaligen Zwangslage und Schwere ist die Geschichte
um Elsa und Cosima sehr kurzweilig geschrieben.
Mit den Augen dieser zwei Hauptfiguren durchlebt der Leser eine längst
vergangene Zeit. Bildreich, sehr lebendig und auch fesselnd
wird das Zeitgeschehen von damals wiedergegeben.
Eine Leseempfehlung!

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