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Veröffentlicht am 30.11.2016

Kräuterrosi und die Scheinheiligkeit

Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp
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Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp
von Doris Fürk-Hochradl erschienen
2016 im emons verlag
ein Kriminalroman

Die Kräuterrosi, so genannt weil sie sich so gut mit den Kräutern auskennt, will Ihre Freundin ...

Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp
von Doris Fürk-Hochradl erschienen
2016 im emons verlag
ein Kriminalroman

Die Kräuterrosi, so genannt weil sie sich so gut mit den Kräutern auskennt, will Ihre Freundin Klara besuchen.
Klara ist Klosterschwester im kleinen Wallfahrtsort Maria Schmolln.
Leider wird das Zusammentreffen der beiden Freundinnen durch einen schrecklichen Mord gestört.
Die Tote liegt schlimm zugerichtet auf einem Pilgerbrunnen.
Auf ihrer Brust liegt eine Babypuppe.
Was hat das zu bedeuten. Zumal auch noch in großen Lettern
" Hure " und "Kindsmörderin" geschrieben wurde.
Rosi kann es nicht lassen und fängt an auf eigene Faust auf Mördersuche zu gehen.
Sie ahnt nicht, wozu die Bevölkerung des kleinen Ortes fähig ist.
Sie trifft auf eine Sekte und auf viel Scheinheiligkeit.
Am Ende ist sie selbst in großer Gefahr.

Ein gut geschriebener Krimi der einen ab und an
schmunzeln lässt. Rosi, die Oberglucke, tritt allen
auf die Füße. Es macht Spaß mit Kräuterrosi auf Mörderjagd
zu gehen. Die Charaktere sind sehr gut getroffen und identisch.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Gesundheitstipp.
Leider ist die Geschichte etwas zu konstruiert.
Wen das nicht stört hat schöne Lesestunden.

Veröffentlicht am 27.11.2016

Spannend bis zum Schluß

Der Rosenfälscher
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Der Rosenfälscher
von Detlef Krischak
erschienen im 2016 im Krischak-Verlag
Kriminalroman

Eine blonde Tote Frau und blaue Rosen.
Wie passt das zusammen?
Durch einen Zufall wurden Leichenteile
einer seit ...

Der Rosenfälscher
von Detlef Krischak
erschienen im 2016 im Krischak-Verlag
Kriminalroman

Eine blonde Tote Frau und blaue Rosen.
Wie passt das zusammen?
Durch einen Zufall wurden Leichenteile
einer seit langen vermissten Frau entdeckt.
Kommissar Winkler ist erst seit kurzen Leiter der Tatortgruppe Lingen
und muss sich gleich bei seinem ersten Fall auf die Suche nach
einem Psychopathen machen.
Als wenig später eine blonde Anwältin verschwindet,
macht sich Carsten Grewe vom Kriminalkommissariat
in Ibbenbüren auf die Suche. Er findet das Handy
der vermissten und auch blaue Rosenblätter.
Winkler und Grewe wird klar das es sich dabei um
ein und denselben Täter handeln muss.
Eine spannende Jagd nach dem Rosenmann beginnt.

Ein solider, humorvoller und mit einer Leichtigkeit geschriebener Krimi der seine Spannung langsam aufbaut.
Es macht großen Spaß mit den beiden Kommissaren auf Mörderjagd zu gehen.
Winkler, endlich mal kein Typ einsamer Wolf, sondern verheiratet und Grewe ein Single der einen oft zum Schmunzeln bringt.
Der Erzählstrang aus Sicht des Psychopathen, macht das Buch, zu einem besonderen Krimi dem man sich nicht mehr entziehen kann.
Die Charaktere sind so gut beschrieben das man das Gefühl hat selbst vor Ort zu sein.
Klare Leseempfehlung

Veröffentlicht am 23.11.2016

Die Netten schlafen nicht immer alleine

Die Netten schlafen allein
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Die Netten schlafen alleine von Steffen Weinert
erschienen Dezember 2016 im rororo Verlag
Roman

Christoph hat viel Pech mit den Frauen.
Er arbeitet als Erzieher im Kindergarten
und ist ein richtig netter ...

Die Netten schlafen alleine von Steffen Weinert
erschienen Dezember 2016 im rororo Verlag
Roman

Christoph hat viel Pech mit den Frauen.
Er arbeitet als Erzieher im Kindergarten
und ist ein richtig netter Typ.
Zuverlässig, treu, Nichtraucher, ein guter
Zuhörer und sogar kinderlieb. Ein richtiger
Traummann. Bis Heute hat er nicht die richtige
Frau gefunden. Ist Christoph vielleicht zu Nett
für die Damenwelt? So richtig ins Grübeln kommt er
als sogar sein sehr verschlossener Freund Zwenn
eine feste Freundin hat. Christoph beschließt sein
Singledasein zu beenden. Das ist allerdings schwerer
als gedacht. Ausgerechnet der kleine Nachbarsohn
ist ihm dabei eine sehr große Hilfe.

Das Buch ist flott geschrieben.
Auch Männer haben es nicht immer leicht die Liebe ihres Lebens zu finden.
Das alles wird mit einem Augenzwinkern und viel Humor
beschrieben.
Lustig, leicht, aber mit viel Niveau.



Veröffentlicht am 17.11.2016

Lydias Winterreise

Die Winterreise der Lydia Vallberg
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Die Winterreise von Bianca di Palma
erschienen 2011 im Books on Demand Verlag
Roman

Lydia Vallberg, eine verunsicherte, verzweifelt
nach Liebe suchende junge Frau reist von Deutschland nach Rom.

Lydia ...

Die Winterreise von Bianca di Palma
erschienen 2011 im Books on Demand Verlag
Roman

Lydia Vallberg, eine verunsicherte, verzweifelt
nach Liebe suchende junge Frau reist von Deutschland nach Rom.

Lydia fühlt sich für den Selbsttod der Mutter verantwortlich.
Sie ist eine hochbegabte Schriftstellerin ohne
großes Selbstvertrauen.
Bei ihrem Vater und ihrem Exmann in Ungnade gefallen.
Sie hat Schuberts Winterreise in München gehört,
kurz vor dem Selbstmord ihrer Mutter.
Finanziell am Ende beginnt Lydia ihre Winterreise.
In Rom begegnet sie Serge, einen aus Russland stammenden
Juwelier.
Serge steckt in einer Sinn- und Lebenskrise.
Er verliebt sich in Lydia und ahnt nicht was das Leben noch
alles für ihn bereit hält.

Das Zitat von Klaus Maria Brandauer trifft es auf den Punkt.
- man muss seine Wünsche und Sehnsüchte an das Leben anmelden dürfen -

Dieser Roman hat etwas Märchenhaftes, dunkles das aber immer wieder durch Lichtblicke und Hoffnungen aufgehellt wird.
Die Charaktere haben alle mit ihren Problemen zu kämpfen und jeder von ihnen versucht auf seine Art damit fertig zu werden.
Trotz allem fühlt man sich tief mit ihnen verbunden und nimmt an ihren Schicksalen teil.
Dieses Buch entwickelt einen ganz besonderen Charme.
Der Schreibstil ist wunderschön, poetisch und doch völlig klar.
Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise der man sich nicht mehr entziehen kann.
Dieses Buch ist traurig und fröhlich, bitter und süß und einfach nur schön.

Eine unbedingte Leseempfehlung

Veröffentlicht am 14.11.2016

London und der Club der Henker

Wer Furcht sät
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Wer Furcht sät von Tony Parsons
erschienen 2016 im BasteiLübbe Verlag
Detective Max Wolfes dritter Fall
Kriminalroman

Mamoud Irani wird an einem Freitag in seinem
Taxi überfallen, entführt und in einem
unbekannten ...

Wer Furcht sät von Tony Parsons
erschienen 2016 im BasteiLübbe Verlag
Detective Max Wolfes dritter Fall
Kriminalroman

Mamoud Irani wird an einem Freitag in seinem
Taxi überfallen, entführt und in einem
unbekannten Raum im Londoner Untergrund erhängt.
Das ganze wird auch noch gefilmt und in die
sozialen Netzwerke gestellt.
Die Vergangenheit Londons ist wieder hochaktuell.
London war früher eine Stadt die eine gute
Hinrichtung am Strang zu schätzen wusste. Im
18. Jahrhundert standen in London unzählige
Galgen. Jetzt macht sich eine Bürgerwehr stark.
Sie ist der Meinung das die Täter nicht die
Strafen bekommen die sie eigentlich verdient hätten.
Es bleibt aber nicht bei diesem einen Mord.
Es werden noch mehr Menschen entführt.
Ein Mörder, ein Hassprediger und ein Autofahrer der
einen kleinen Jungen überfahren hat.
Die Mitglieder der Bürgerwehr, mittlerweile der
Club der Henker genannt, werden zu Helden der
Londoner Bevölkerung. Sie greifen zur Selbstjustiz.
Sie fackeln nicht lange und schreiten zur Tat.
Als Max den Hassprediger beschützen muss eskaliert
die Situation.

Tony Parsons Thriller ist spannend geschrieben und
hoch aktuell. Mit der Zentralen Frage ob Selbstjustiz
gerechtfertigt sein kann. Die Opfer müssen ihr Leben
lang mit den Folgen der Verbrechen leben. Die Täter
gehen schnell wieder zur Tagesordnung über.
Detective Max Wolfe ist ein Mann der sich damit sehr schwer
tut.
Ein Kommissar der auch mal zu unkonventionellen Methoden greift.
Endlich mal kein einsamer und verbitterter Wolf sondern ein allein erziehender Vater mit einem Hund.
Ein Mensch mit Ecken und Kanten dessen Gedanken des Öfteren bei seine Tochter sind.
Es macht Spaß Max bei seinen Ermittlungen zu begleiten und
man wird so richtig in diese Geschichte gezogen. Sie entwickelt
von Anfang an einen Sog dem man sich nicht mehr entziehen kann.
Rasant bis zum Schluß und bis zur überraschenden Klärung.
Klare Leseempfehlung

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