Werk über unverarbeitetes Trauma
Unter WasserTara Menons Roman Unter Wasser hatte ich an zwei Tagen ausgelesen, was mich schließlich eine schlaflose Nacht kostete. Die Details über die ersten Stunden und Tage nach dem Tsunami sind teils schwer verdauliche ...
Tara Menons Roman Unter Wasser hatte ich an zwei Tagen ausgelesen, was mich schließlich eine schlaflose Nacht kostete. Die Details über die ersten Stunden und Tage nach dem Tsunami sind teils schwer verdauliche Kost. Die Geschichte um Marissa und Arielle handelt von einer innigen Freundschaft, der Kindheit und dem Aufwachsen auf einer thailändischen Insel und auf Phuket. Sie handelt von Verlust und Schmerz und einem nicht verarbeitetem Trauma. Es gibt immer wieder Sprünge in die Gegenwart nach New York. Diese Sprünge haben mich manchmal etwas verwirrt, da sie an manchen Stellen das Lesevergnügen unterbrachen. Die Nebenstory, mit dem sich anbahnenden Sturm in New York fand ich irgendwie störend. Man erfährt viel über die Unterwasserwelt in Thailand und über Rochen. Der Schreibstil gefiel mir in Teilen wirklich gut, manchmal jedoch hatte mich die Autorin "verloren". Das Cover ist ein Hingucker. Traumatisierten Menschen, die ggf. auch damals Angehörige verloren haben, würde ich das Buch nicht empfehlen. Ich staune, das es keinen Hinweis am Anfang des Buches gibt, das der Inhalt verstörend wirken kann.