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Lima1971

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2026

Mosaik der Langeweile

Das Mosaik der Frauen
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Rafik Schamis Roman: Das Mosaik der Frauen hat mich leider ca. in der Mitte verloren. Die Handlung fängt interessant an. Berichte über Flucht, Verlust, Trauer, Verrat und das Leiden einer unterdrückten ...

Rafik Schamis Roman: Das Mosaik der Frauen hat mich leider ca. in der Mitte verloren. Die Handlung fängt interessant an. Berichte über Flucht, Verlust, Trauer, Verrat und das Leiden einer unterdrückten Gesellschaft in einer Diktatur waren sehr authentisch erzählt. Der Bezug zur Geschichte Syriens und des Libanons hat mir besonders gefallen, genauso die Ansichten des Erzählers über die Verschleierung der Frauen und der Vielweiberei der Männer. Aber irgendwann war der rote Faden nicht mehr vorhanden, Anekdote reiht sich an Anekdote, die mich eher gähnen ließen und aus dem Kontext fielen. Frauengeschichten, gepaart mit ständigen Wiederholungen, X war geizig, Y war großzügig, gepaart mit zotigen Witzen, die nicht witzig waren. Und dann das ständige Entschuldigen fürs Abschweifen in der Erzählung. Man hatte teilweise den Eindruck, hier wurden jahrelang gesammelte Notizen durcheinandergebracht und irgendwie in die Geschichte integriert. Ich war froh, als es vorbei war. Sehr schade. Das Cover ist sehr schön. Leseempfehlung leider nein.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Ein wahres Goldstück

Alt genug
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Alt Genug von Ildiko von Kürthy ist ein von ihr selbst als Memoir bezeichnetes Goldstück, das mich sehr traurig zurück lässt. Traurig, weil leider schon zu Ende...
Ich danke erst einmal Herrn Scheck, ohne ...

Alt Genug von Ildiko von Kürthy ist ein von ihr selbst als Memoir bezeichnetes Goldstück, das mich sehr traurig zurück lässt. Traurig, weil leider schon zu Ende...
Ich danke erst einmal Herrn Scheck, ohne dessen (unberechtigte) abwertende Kritik ich das Buch vielleicht nicht entdeckt und mit großer Begeisterung gelesen hätte. Ich danke der Autorin für ganz viel Lesespaß. Ich wollte mir soviele Zeilen mit Textmarker markieren, habe es aber gelassen, da wahrscheinlich kaum mehr unmarkiete Stellen übrig geblieben wären. Das Buch hat mich sehr bewegt. Hier liegen Lachen und Weinen nur 2 Seiten voneinander entfernt. Heute in der Bahn hätte ich den mir gegenüber sitzenden Frauen am liebsten ein paar Passagen vorgelesen, so berührend und ehrlich. Ich, selbst Mitte 50, fühlte mich sooo gut verstanden. Das Buch sollte von Therapeuten verschrieben werden. Es befreit die Seele, löst Glücksgefühle aus und nimmt die Angst vorm Faltenalter. Ich gebe eine klare Leseempfehlung ab! Danke Ildiko.
Eine neue Freundin!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Hoffnung auf mehr Menschlichkeit

Solange ein Streichholz brennt
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Danke Herr Huber für diesen gefühlvollen, berührenden, leisen, lauten Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um Bohm hat mich sehr traurig gemacht und gleichzeitig mein eigenes ...

Danke Herr Huber für diesen gefühlvollen, berührenden, leisen, lauten Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um Bohm hat mich sehr traurig gemacht und gleichzeitig mein eigenes Denken über Obdachlose verändert. Auch, wenn diese Geschichte in der Realität wahrscheinlich nie passieren würde, schärft sie doch den Blick für die eigene Sicht auf gescheiterte Existenzen. Wie oft geht man an diesen Menschen vorbei und empfindet nichts als Abscheu und Unverständnis.
Der Schreibstil ist einfühlsam und mitreißend. Es wurde nie langweilig oder unschlüssig. Ich würde gerne wissen, wie es weitergeht mit Bohm und Alina. Der Titel des Buches ist sehr passend und das Cover gefällt mir gut, schlicht, aber auffällig. Danke für diesen tollen Roman. Er trägt vielleicht dazu bei, wieder mehr Mensch zu sein. Unbedingte Leseempfehlung. Man könnte das Buch auch sehr gut verfilmen. Hauptrolle Golo Euler und Nora Tschirner...

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Werk über unverarbeitetes Trauma

Unter Wasser
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Tara Menons Roman Unter Wasser hatte ich an zwei Tagen ausgelesen, was mich schließlich eine schlaflose Nacht kostete. Die Details über die ersten Stunden und Tage nach dem Tsunami sind teils schwer verdauliche ...

Tara Menons Roman Unter Wasser hatte ich an zwei Tagen ausgelesen, was mich schließlich eine schlaflose Nacht kostete. Die Details über die ersten Stunden und Tage nach dem Tsunami sind teils schwer verdauliche Kost. Die Geschichte um Marissa und Arielle handelt von einer innigen Freundschaft, der Kindheit und dem Aufwachsen auf einer thailändischen Insel und auf Phuket. Sie handelt von Verlust und Schmerz und einem nicht verarbeitetem Trauma. Es gibt immer wieder Sprünge in die Gegenwart nach New York. Diese Sprünge haben mich manchmal etwas verwirrt, da sie an manchen Stellen das Lesevergnügen unterbrachen. Die Nebenstory, mit dem sich anbahnenden Sturm in New York fand ich irgendwie störend. Man erfährt viel über die Unterwasserwelt in Thailand und über Rochen. Der Schreibstil gefiel mir in Teilen wirklich gut, manchmal jedoch hatte mich die Autorin "verloren". Das Cover ist ein Hingucker. Traumatisierten Menschen, die ggf. auch damals Angehörige verloren haben, würde ich das Buch nicht empfehlen. Ich staune, das es keinen Hinweis am Anfang des Buches gibt, das der Inhalt verstörend wirken kann.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Ein wenig überladen

Hallo, jetzt bin ich Vorschulkind!
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Das Buch Hallo, jetzt bin ich Vorschulkind hat mich nicht überzeugt. Es ist schön gestaltet, die Farben sind angenehm und nicht aufdringlich. Was mich stört ist, das das Vorschulkind Anna auf fast jeder ...

Das Buch Hallo, jetzt bin ich Vorschulkind hat mich nicht überzeugt. Es ist schön gestaltet, die Farben sind angenehm und nicht aufdringlich. Was mich stört ist, das das Vorschulkind Anna auf fast jeder Seite andere Wünsche hat, bzw. erzählt, was sie demnächst lernen oder anfangen wird: Schwimmkurs, Basketball spielen, Tauchkurs, Eishockey spielen, Reitstunden nehmen, Schlittschuhlaufen lernen, in die Malschule gehen, Fußballspielen...das wirkt völlig überzogen. Der Leser weiß jetzt nicht, soll das Flunkerei sein oder erst gemeint. Das Kinder am letzten Tag aus dem Fenster "geschmissen" werden, halte ich für Unsinn. Auf der Umschlagsseite steht, das die Vorschulkinder u.a. Formen entdecken und etwas über die Elemente lernen. Das kommt aber tatsächlich etwas zu kurz. Und wer ist das Tier beim Y? Ich habe etwas mehr erwartet und werde sehen, wie es meinem Enkel gefällt, wenn ich es ihm im kommenden August zum Beginn seiner Vorschulzeit schenke.

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