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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2025

Rasante Reimgeschichte mit kreativer Streitschlichtung

Hase, Hund, Birnen – UND?
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„Hase, Hund, Birnen – UND?“ von Melanie Laibl und Hemma Bergner ist ein buntes und witziges Bilderbuch für alle ab 3 Jahren. In der Geschichte liefern sich Spitz Ludovic und Hase Schnifis ein wildes Wettrennen ...

„Hase, Hund, Birnen – UND?“ von Melanie Laibl und Hemma Bergner ist ein buntes und witziges Bilderbuch für alle ab 3 Jahren. In der Geschichte liefern sich Spitz Ludovic und Hase Schnifis ein wildes Wettrennen um den Birnbaum. Jeder möchte Sieger sein und so necken sich die Beiden immer mehr bis der Birnbaum schließlich einschreitet. Zum Ende hin gibt es dann eine schöne Versöhnung. Die Geschichte liest sich aufgrund der Reime sehr lustig und auch die Handlung gefiel uns gut. Allerdings ist mancher Begriff (z.B. belämmert, bedüsselt oder Bommeltier) für Kinder diesen Alters doch erklärungsbedürftig und somit zu sehr "Erwachsensprache". Toll sind hingegen die Illustrationen und auch das extra dicke und hochwertige Papier spricht sehr für das Buch. Auch das Format ist perfekt für kleine Kinderhände und so wird uns dieses tolle Buch hoffentlich noch lange Freude bereiten.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Eifersucht, Freundschaft und gefährliche Mutproben

Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen
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Gleich vorweg muss ich sagen das ich „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ von Herman van de Wijdeven nicht als Kinderbuch sondern eher als Jugendroman einordnen würde. Thematisch ...

Gleich vorweg muss ich sagen das ich „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ von Herman van de Wijdeven nicht als Kinderbuch sondern eher als Jugendroman einordnen würde. Thematisch ist mir die Geschichte für eine Altersempfehlung von 11 Jahren definitiv zu krass und jüngere Leser:innen sollten das Buch lieber zusammen mit Erwachsenen lesen. Dies empfiehlt sich auch deshalb da die Geschichte zahlreiche Gesprächanlässe etwa über echte Freundschaften, eigene Grenzen und die Einschätzung von Gefahren bietet. Sprachlich passt die Erzählung zu ihrem jüngeren Klientel, aber auch als Erwachsener kann man das Buch finde ich gut lesen. Da es mehrere zeitlich verschiedene Erzählstränge gibt, erfordert das Lesen sogar etwas Konzentration. Bent war mir durchgehend sehr sympathisch, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass er mehr auf sein Bauchgefühl hört. Seine verzweifelter Wunsch die Freundschaft zu halten und einfach alles dafür zu tun ist andererseits aber auch total nachvollziehbar. Weniger gut leiden konnte ich hingegen die beiden anderen Jungs. Vor allem Juri ist finde ich richtig gemein und auch ziemlich manipulativ. Ich hoffe mein Kind wird mit einem solchen Menschen niemals befreundet sein. An sich hat der Autor Juri aber nicht unbedingt als negative Figur angelegt vermute ich, was mir zu denken gibt. Alles in allem ist „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ auf jeden Fall ein besonderes und tiefgründiges Jugendbuch welches harte Themen nicht scheut und anregt über Freundschaften nachzudenken. Für die wirklich eindrückliche Geschichte vergebe ich 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Neue spannende Verwicklungen für die Spurenfinder

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Bereits der erste Teil gefiel mir schon gut, in „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ haben Marc-Uwe Kling und seine Töchter Johanna, Luise und Elisabeth aber finde ich nochmal eine Schippe drauf gelegt. ...

Bereits der erste Teil gefiel mir schon gut, in „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ haben Marc-Uwe Kling und seine Töchter Johanna, Luise und Elisabeth aber finde ich nochmal eine Schippe drauf gelegt. Diesmal verschlägt es Elos und die Zwillinge Ada und Naru nach Iriandria wo der König höchstpersönlich um Hilfe bittet. Bei nur einem Fall bleibt es aber nicht lange und so ermitteln die Spurenfinder bald in unterschiedliche Richtungen. Die Atmosphäre ist dabei durchaus gelöst, humorvoll und weniger übertrieben albern, so gefiel mir der Schreibstil richtig gut. Aber auch die Krimiaspekte erschienen diesmal ausgereifterer und sorgten für ordentlich Spannung. Dies ergänzt sich für mich perfekt mit dem besonderen Charme der erschaffenen Welt. Diese wird vielfach durch tolle Illustrationen veranschaulicht. Die Geschichte hält neben einigen bekannten Gesichtern auch neue Charaktere bereit, was ebenfalls für Abwechslung sorgte. Und da am Ende Elos einziges ungelöstes Rätsel noch offen ist dürfen wir auf einen weiteren Band hoffen, was mich sehr freut. Diese besondere Reihe macht einfach nur Spaß und so kann ich „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ voll und ganz weiterempfehlen! Einsteiger sollten aber am besten zunächst zum ersten Band greifen.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

So viel mehr als "nur" spielen

Spielend aufwachsen
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Eines wird durch die Lektüre von „Spielend aufwachsen“ der Autorinnen Gundula Göbel
und Marga Bielesch sehr deutlich. Die Möglichkeit zu Spielen ist für die kindliche Entwicklung immens wichtig. Dabei ...

Eines wird durch die Lektüre von „Spielend aufwachsen“ der Autorinnen Gundula Göbel
und Marga Bielesch sehr deutlich. Die Möglichkeit zu Spielen ist für die kindliche Entwicklung immens wichtig. Dabei wird der Begriff des Spielens weiter gefasst als das was man vielleicht zuerst im Kopf hat. Ein spielerischer Alltag kann etwa auch aus einer gemeinsam gemalten Einkaufsliste, kochen oder einem Waldspaziergang bestehen. Wichtig ist wie wir unserem Kind dabei begegnen und gerade für dieses Bindungstärkende Spielen finden sich im Buch viele Anregungen. Wer sich bereits mit der Bindungstheorie beschäftigt hat, findet im theoretischen Teil wenig Neues. Die praktischen Tipps der Autorinnen gefielen mir aber gut, besonders als es um konkrete Herausforderungen ging. Nur das Kapitel "Spielen im stressigen Alltag" lies mich etwas enttäuscht zurück. Hier finden sich finde ich nur wenige konkrete Ansätze wie der Alltag entschleunigt werden kann. Die aufgezählten Ideen sind meistens Spiele die doch eher etwas Zeit benötigen. Der Schreibstil liest sich soweit angenehm. Hin und wieder bauen mir die Autorinnen aber eine solche Dringlichkeit auf, dass mir diese unangenehm wurde. Spielen ist immens wichtig für die Entwicklung, gerade durch diese ständige Betonung baut sich aber ein großer Erwartungsdruck auf. Anderseits geht es auch immer wieder darum das jede Familie unterschiedlich ist und es individueller Lösungen bedarf, was mir sehr gut gefiel. Alles in allem kann ich „Spielend aufwachsen“ für Interessierte schon empfehlen. Die Grundidee hinter dem Bindungstärkenden Spielen überzeugt. Allerdings ist das Buch für mich eher eine Ergänzung zu anderen Erziehungsratgebern da doch nur ein bestimmtes Feld in den Fokus genommen wird.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Bedrückend und überaus lebendig

Achtzehnter Stock
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Eigentlich ist die gesamte Handlung von „Achtzehnter Stock“ der Autorin Sara Gmuer ziemlich heftig. Ungeschönt und wahnsinnig atmosphärisch erscheint die Szenerie, aber auch die Figuren sind äußerst authentisch ...

Eigentlich ist die gesamte Handlung von „Achtzehnter Stock“ der Autorin Sara Gmuer ziemlich heftig. Ungeschönt und wahnsinnig atmosphärisch erscheint die Szenerie, aber auch die Figuren sind äußerst authentisch und lebendig. Allerdings sind die vorherrschenden Emotionen hauptsächlich negative und so erlebte ich die Lektüre zwar als fesselnd, aber ebenfalls als ziemlich deprimierend. Mit der Ich-Erzählerin Wanda bekommen wir Einblicke in eine Sub-Kultur am Rande der Gesellschaft. Armut dominiert stark die Lebensumstände, aber trotz rauem Umgang ist doch Zusammenhalt in der Platte spürbar. Wanda war mir anfangs noch sympathisch, im Verlauf der Handlung verlor ich aber zusehends den Zugang zu ihr. Ihre Träume sind hoch gegriffen und die anhaltende Vernachlässigung ihrer Tochter war für mich kaum auszuhalten. Auf nur wenigen Seiten passiert außerdem wirklich viel, das andauernde Drama sorgt zwar für Tempo aber auch für jede Menge Unruhe. Alles in allem lässt mich das Buch, auch aufgrund des Endes, etwas unzufrieden zurück. Die Autorin schafft es auf jeden Fall ausgezeichnet Emotionen beim Lesenden zu erzeugen und an sich ist ihre Erzählung auch bewundernswert eindringlich. Dennoch bleibt es bei mir bei 4 Sternen aufgrund meiner genannten Kritikpunkte.

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