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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2025

Neue spannende Verwicklungen für die Spurenfinder

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Bereits der erste Teil gefiel mir schon gut, in „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ haben Marc-Uwe Kling und seine Töchter Johanna, Luise und Elisabeth aber finde ich nochmal eine Schippe drauf gelegt. ...

Bereits der erste Teil gefiel mir schon gut, in „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ haben Marc-Uwe Kling und seine Töchter Johanna, Luise und Elisabeth aber finde ich nochmal eine Schippe drauf gelegt. Diesmal verschlägt es Elos und die Zwillinge Ada und Naru nach Iriandria wo der König höchstpersönlich um Hilfe bittet. Bei nur einem Fall bleibt es aber nicht lange und so ermitteln die Spurenfinder bald in unterschiedliche Richtungen. Die Atmosphäre ist dabei durchaus gelöst, humorvoll und weniger übertrieben albern, so gefiel mir der Schreibstil richtig gut. Aber auch die Krimiaspekte erschienen diesmal ausgereifterer und sorgten für ordentlich Spannung. Dies ergänzt sich für mich perfekt mit dem besonderen Charme der erschaffenen Welt. Diese wird vielfach durch tolle Illustrationen veranschaulicht. Die Geschichte hält neben einigen bekannten Gesichtern auch neue Charaktere bereit, was ebenfalls für Abwechslung sorgte. Und da am Ende Elos einziges ungelöstes Rätsel noch offen ist dürfen wir auf einen weiteren Band hoffen, was mich sehr freut. Diese besondere Reihe macht einfach nur Spaß und so kann ich „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ voll und ganz weiterempfehlen! Einsteiger sollten aber am besten zunächst zum ersten Band greifen.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

So viel mehr als "nur" spielen

Spielend aufwachsen
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Eines wird durch die Lektüre von „Spielend aufwachsen“ der Autorinnen Gundula Göbel
und Marga Bielesch sehr deutlich. Die Möglichkeit zu Spielen ist für die kindliche Entwicklung immens wichtig. Dabei ...

Eines wird durch die Lektüre von „Spielend aufwachsen“ der Autorinnen Gundula Göbel
und Marga Bielesch sehr deutlich. Die Möglichkeit zu Spielen ist für die kindliche Entwicklung immens wichtig. Dabei wird der Begriff des Spielens weiter gefasst als das was man vielleicht zuerst im Kopf hat. Ein spielerischer Alltag kann etwa auch aus einer gemeinsam gemalten Einkaufsliste, kochen oder einem Waldspaziergang bestehen. Wichtig ist wie wir unserem Kind dabei begegnen und gerade für dieses Bindungstärkende Spielen finden sich im Buch viele Anregungen. Wer sich bereits mit der Bindungstheorie beschäftigt hat, findet im theoretischen Teil wenig Neues. Die praktischen Tipps der Autorinnen gefielen mir aber gut, besonders als es um konkrete Herausforderungen ging. Nur das Kapitel "Spielen im stressigen Alltag" lies mich etwas enttäuscht zurück. Hier finden sich finde ich nur wenige konkrete Ansätze wie der Alltag entschleunigt werden kann. Die aufgezählten Ideen sind meistens Spiele die doch eher etwas Zeit benötigen. Der Schreibstil liest sich soweit angenehm. Hin und wieder bauen mir die Autorinnen aber eine solche Dringlichkeit auf, dass mir diese unangenehm wurde. Spielen ist immens wichtig für die Entwicklung, gerade durch diese ständige Betonung baut sich aber ein großer Erwartungsdruck auf. Anderseits geht es auch immer wieder darum das jede Familie unterschiedlich ist und es individueller Lösungen bedarf, was mir sehr gut gefiel. Alles in allem kann ich „Spielend aufwachsen“ für Interessierte schon empfehlen. Die Grundidee hinter dem Bindungstärkenden Spielen überzeugt. Allerdings ist das Buch für mich eher eine Ergänzung zu anderen Erziehungsratgebern da doch nur ein bestimmtes Feld in den Fokus genommen wird.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Bedrückend und überaus lebendig

Achtzehnter Stock
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Eigentlich ist die gesamte Handlung von „Achtzehnter Stock“ der Autorin Sara Gmuer ziemlich heftig. Ungeschönt und wahnsinnig atmosphärisch erscheint die Szenerie, aber auch die Figuren sind äußerst authentisch ...

Eigentlich ist die gesamte Handlung von „Achtzehnter Stock“ der Autorin Sara Gmuer ziemlich heftig. Ungeschönt und wahnsinnig atmosphärisch erscheint die Szenerie, aber auch die Figuren sind äußerst authentisch und lebendig. Allerdings sind die vorherrschenden Emotionen hauptsächlich negative und so erlebte ich die Lektüre zwar als fesselnd, aber ebenfalls als ziemlich deprimierend. Mit der Ich-Erzählerin Wanda bekommen wir Einblicke in eine Sub-Kultur am Rande der Gesellschaft. Armut dominiert stark die Lebensumstände, aber trotz rauem Umgang ist doch Zusammenhalt in der Platte spürbar. Wanda war mir anfangs noch sympathisch, im Verlauf der Handlung verlor ich aber zusehends den Zugang zu ihr. Ihre Träume sind hoch gegriffen und die anhaltende Vernachlässigung ihrer Tochter war für mich kaum auszuhalten. Auf nur wenigen Seiten passiert außerdem wirklich viel, das andauernde Drama sorgt zwar für Tempo aber auch für jede Menge Unruhe. Alles in allem lässt mich das Buch, auch aufgrund des Endes, etwas unzufrieden zurück. Die Autorin schafft es auf jeden Fall ausgezeichnet Emotionen beim Lesenden zu erzeugen und an sich ist ihre Erzählung auch bewundernswert eindringlich. Dennoch bleibt es bei mir bei 4 Sternen aufgrund meiner genannten Kritikpunkte.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Großartige Science Fiction - Vielschichtig, bewegend und erstaunlich überraschend

Lyneham
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In der Science Fiction begegnen einem ja häufig ähnliche Plots. Und so war auch „Lyneham“ zu Beginn eine recht klassische Geschichte in welcher die Menschheit einen fremden Planeten besiedeln möchte. Autor ...

In der Science Fiction begegnen einem ja häufig ähnliche Plots. Und so war auch „Lyneham“ zu Beginn eine recht klassische Geschichte in welcher die Menschheit einen fremden Planeten besiedeln möchte. Autor Nils Westerboer schafft allerdings darüber hinaus eine unfassbar packende und nachdenklich machende Erzählung. Obwohl alles weit von unserer heutigen Lebensrealität entfernt ist, gelingt es ihm essentielle moralische Fragen über das Menschsein, die Natur und unser Zusammenleben aufzugreifen. Besonders eindrucksvoll waren darüber hinaus die zahlreichen überraschenden und doch auch klugen Wendungen der Handlung für mich. Auch auf Action und Spannung verzichtet Nils Westerboer nicht und so kam zudem ein flottes Tempo auf. Und auch der Schreibstil lag mir sehr und sorgte dafür, dass ich vollends ins Buch abtauchen konnte. Gerade Henrys kindliche und überaus sympathische Perspektive machte mir das Mitfühlen leicht. Er und seine Geschwister stehen im Mittelpunkt des Geschehens was trotz der schwierigen Situation für eine gewisse Leichtigkeit sorgt. Mit ihnen gemeinsam die fremde neue Welt auf Perm zu entdecken machte großen Spaß. Insgesamt kann ich „Lyneham“ uneingeschränkt weiterempfehlen, der Roman ist gerade auch für Neulinge im Genre überaus interessant und gut lesbar.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Die erste große Reise

Onnis große Reise
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„Onnis große Reise“ eignet sich wunderbar um Kleinkinder auf eine eigene Reise vorzubereiten. Die einzelnen Seiten hängen inhaltlich zwar zusammen, stehen aber auch gut für sich allein und bieten durch ...

„Onnis große Reise“ eignet sich wunderbar um Kleinkinder auf eine eigene Reise vorzubereiten. Die einzelnen Seiten hängen inhaltlich zwar zusammen, stehen aber auch gut für sich allein und bieten durch die beispielhaften Situationen, gelungene Gesprächsanlässe. So begleiten wir Onni etwa beim Kofferpacken, auf dem Flughafen, im Zug, oder beim Eisessen und natürlich kommt Onni am Ende auch wieder gut Zuhause an. Die Illustrationen sind einfach gehalten und erinnern stilistisch fast schon an Kinderzeichnungen. Trotzdem ist alles ohne Probleme erkennbar und die fröhlichen bunten Farben sind toll. Der Text ist altersgemäß kurz und prägnant und passt zu den jeweiligen Illustrationen. Einzig die dünnen Seiten sind für die empfohlene Altersgruppe (ab 24 Monaten) ein echter Nachteil. Bereits nach wenigen Tagen hat unser Buch einige Knicke und auch die Gefahr des Einreißens ist vorhanden. Auch wenn dies in Finnland (woher die Geschichte stammt) wohl üblich ist, hätte ich mir die gewohnten Pappseiten, oder zumindest dickeres Papier gewünscht. Davon abgesehen können wir das Buch aber für alle reiselustigen Entdecker:innen empfehlen.

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