Anekdotische Berichte über viel Privates und ein wenig Berufliches
Wie ich Thomas Gottschalk rumkriegteMit der abschließenden Bewertung von „Wie ich Thomas Gottschalk rumkriegte“ tue ich mir ehrlich gesagt schwer. Letztlich habe ich inhaltlich einfach anderes erwartet und auch Klappentext und Buchbeschreibung ...
Mit der abschließenden Bewertung von „Wie ich Thomas Gottschalk rumkriegte“ tue ich mir ehrlich gesagt schwer. Letztlich habe ich inhaltlich einfach anderes erwartet und auch Klappentext und Buchbeschreibung sind meiner Meinung nach unzutreffend. In ihrem Buch teilt Autorin Gabi Thieme nämlich sehr viel Persönliches, teilweise mit vielen Details die mich einfach nicht interessiert haben. Hin und wieder gibt es dann aber doch auch interessante Erkenntnisse aus ihrem ehemaligen beruflichen journalistischen Alltag. Die einzelnen Kapitel stehen dabei völlig unabhängig voneinander und sind damit eher Kurzgeschichten, auch wenn es natürlich um reale Ereignisse geht. Roter Faden ist, wenn man dies so bezeichnen möchte, lediglich die spürbare Liebe der Autorin zu Chemnitz. Trotz dem anhaltenden Werbeeinschub für die Stadt lockt mich persönlich eine Reise dorthin aber immer noch nicht. Irritierenderweise benutzt Gabi Thieme häufig den früheren Namen Karl-Marx-Stadt und auch sonst umweht das Buch ein Hauch Ostalgie. Jegliche kritische Betrachtung des DDR Regimes sucht man hingegen vergeblich. Klar muss sich ein Buch, welches sich um persönliche Erlebnisse dreht nicht unbedingt politisch äußern, mir fehlte neben all dem Positiven aber ein Ausgleich. Letztlich konnte mich „Wie ich Thomas Gottschalk rumkriegte“ nicht richtig abholen, was wohl am Alter und meiner Herkunft lag. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Menschen mit einem Bezug zur Gegend sich durch die Lektüre an manches erinnern und so auch gut unterhalten werden. Ich persönlich kann allerdings nicht mehr als 3 Sterne vergeben.