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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2024

Doch etwas anderes als gedacht

Pi mal Daumen
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Bei der Bewertung von „Pi mal Daumen“ der Autorin Alina Bronsky bin ich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten. Auch wenn sich der Roman flott und flüssig las, gibt es für mich doch ein paar Kritikpunkte. ...

Bei der Bewertung von „Pi mal Daumen“ der Autorin Alina Bronsky bin ich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten. Auch wenn sich der Roman flott und flüssig las, gibt es für mich doch ein paar Kritikpunkte. Zunächst einmal arbeitet die Autorin recht oft mit Stereotypen, was mir besonders in Bezug auf die beiden Hauptcharaktere auffiel. Allgemein hätte es der Geschichte finde ich gut getan, auch aus der Sicht von Moni erzählt zu werden. Oskar hat zwar einen ganz eigenen Blick auf die Dinge, auch aufgrund seiner autistischen Züge, dennoch ist er durch seine Privilegien oftmals überheblich und dadurch nicht immer sympathisch. In die Gedankenwelt der liebenswerten Moni, wäre ich hingegen gerne tiefer abgetaucht. Ihre Geschichte zeigt aber trotz allem, wie schwierig ein Studium mit intensiver Care-Arbeit zu vereinbaren ist. In diese Problematik hätte die Autorin gerne noch tiefer einsteigen können. Allgemein bleibt die Handlung eher oberflächlich und ließ mich gerade am Ende unbefriedigt zurück. Irgendwie hatte ich mir mehr Tiefgründigkeit erwartet. Ein Pluspunkt war hingegen für mich, mein veränderter Blickpunkt auf die Mathematik. Hier klingt immer wieder an, wie viel Spaß diese Wissenschaft doch machen kann. Auch deshalb hatte ich durchaus auch Freude an der Lektüre. Da der Roman außerdem gut zu lesen war, vergebe ich letztendlich 3 1/2 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.10.2024

Amüsante kleine Geschichten voller Lebensweisheiten

Tee auf Windsor Castle
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Obwohl „Tee auf Windsor Castle“ von Claire Parker nur recht wenige Seiten hat ist die Erzählung für mich doch rund. Besonders gerne mochte ich den feinen Humor und auch Schloss Windsor wurde so lebendig ...

Obwohl „Tee auf Windsor Castle“ von Claire Parker nur recht wenige Seiten hat ist die Erzählung für mich doch rund. Besonders gerne mochte ich den feinen Humor und auch Schloss Windsor wurde so lebendig geschildert, dass ich alles förmlich vor mir sah. Das Buch lebt darüber hinaus aber auf jeden Fall von seinen Dialogen, vor allem zwischen Kate und Becky. Thematisch schweifen die Beiden dabei über viele Themen und so ergeben sich auch etliche unterschiedliche Lebensweisheiten. Auch der Schreibstil gefiel mir gut, da er Leichtigkeit versprühte und sich flüssig las. Einzig am Ende verlor mich die Autorin durch ihre doch etwas platte Auflösung. Für mich wäre der Roman rundum perfekt gewesen, wäre es hier nur bei den Andeutungen geblieben. Denn gerade diese machten für mich einen Großteil des besonderen Zaubers der Geschichte aus. So vergebe ich aufgrund dessen "nur" 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Hochwertig gestaltetes Kinderbuch mit Comicelementen

Angriff der Krao
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Zunächst einmal fällt bei „Angriff der Krao“ von Oskar Källner und Karl Johnsson die tolle Gestaltung ins Auge. Das Hardcover fasst sich toll an, ist auf dickerem glänzenden Papier gedruckt und die farbigen ...

Zunächst einmal fällt bei „Angriff der Krao“ von Oskar Källner und Karl Johnsson die tolle Gestaltung ins Auge. Das Hardcover fasst sich toll an, ist auf dickerem glänzenden Papier gedruckt und die farbigen Comicszenen sind ein echter Hingucker. Inhaltlich ergänzen diese die kurzen Kapitel und so ergibt sich zusammen eine spannende Geschichte. Die einzelnen Kapitel werden aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, wobei stets der jeweilige Name und ein Bild des Charakters vorangestellt sind. Besonders gut eignet sich das Buch meiner Meinung nach für Kinder welche nicht so gerne bzw. viel lesen, denn die kurzen Kapitel und ansprechende Comics sorgen für schnelle Erfolge. Die Altersempfehlung ab 9 Jahren kommt für mich hin, wobei die Handlung passend fürs Alter eher einfach gehalten, dafür aber voller fantsievoller Charaktere ist. Es handelt sich dabei um den ersten Band einer Reihe und so endet die Geschichte auch mit einem deutlichen Cliffhanger. Wer also auf der Suche nach einer actionreichen SciFi-Reihe für Kinder ist, sollte sich „Erben des Imperiums“ unbedingt näher ansehen.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Fesselnd-düsteres Abenteuer für Fantasyfans

When The Moon Hatched
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Bei mir hat es eine Weile gedauert, bis ich voll in der Geschichte von „When The Moon Hatched Die Auserwählten“ der Autorin Sarah A. Parker drin war. Dies lag vorallem daran dass ich nicht sofort mit Protagonistin ...

Bei mir hat es eine Weile gedauert, bis ich voll in der Geschichte von „When The Moon Hatched Die Auserwählten“ der Autorin Sarah A. Parker drin war. Dies lag vorallem daran dass ich nicht sofort mit Protagonistin Raeve mitfühlen konnte und auch die Orientierung in einer völlig neuen Welt, brauchte eine Weile. Wie man sich bei über 800 Seiten denken kann, nimmt sich die Autorin viel Zeit für ein detailliertes Worldbuilding. Nach und nach las sich der Wälzer aber immer packender, so dass zum Ende hin doch ein guter Lesefluss entstand. Inhaltlich hat die Geschichte alles was gute High Fantasy ausmacht, wobei es durchaus düster, blutig und spicy zugeht. "Heldin" Raeve befindet sich eher auf der dunklen Seite des Moraly Grey, wobei man ihr dies bei ihrer Biographie auch nicht verdenken kann. Trotz allem war sie für mich aber eine starke Figur und schlich sich mehr und mehr in mein Herz. Über die Handlung selbst mag ich sonst gar nicht viel verraten, um auf keinen Fall zu spoilern. Wer fantastische Welten, insbesondere voller Drachen mag, wird hier aber gut unterhalten werden! Insgesamt vergebe ich für einen überaus spannenden Auftakt gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Grober Überblick über viele Gartenthemen für alle Neulinge

Slow Gardening
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Auch wenn ich schon einige Sachbücher über das naturnahe Gärtnern gelesen habe und selbst Erfahrungen damit sammeln konnte, greife ich doch gerne auch regelmäßig zu neuen Werken, da man jedes Mal wieder ...

Auch wenn ich schon einige Sachbücher über das naturnahe Gärtnern gelesen habe und selbst Erfahrungen damit sammeln konnte, greife ich doch gerne auch regelmäßig zu neuen Werken, da man jedes Mal wieder etwas dazulernt. Und so habe ich mich neugierig in die Lektüre von „Slow Gardening Unser Weg zum naturnahen Küchengarten“ der Schwestern Elisabeth Grindmayer und Stephanie Haßelbeck gestürzt. Allerdings konnte ich im Buch nur etwas Neues in Bezug auf den Schnittblumenanbau lernen, ein Thema welches mich allerdings nur wenig interessiert, da ich die kostbare Gartenfläche lieber dem Gemüse widme und auch nicht den Anspruch habe jede Woche einen frischen Blumenstrauß auf den Tisch zu stellen. Ansonsten bietet der Ratgeber einen guten, wenn auch nur oberflächlichen, ersten Überblick über zahlreiche Fragen rund um Gemüseanbau, Gartengestaltung und Ähnliches und eignet sich deshalb hauptsächlich für Gartenneulinge. Zudem gibt es im Buch auch einige Rezepte. Diese sehen auf den Fotos zwar richtig appetitlich aus, es handelt sich aber um nichts Besonderes und auch deshalb bräuchte ich diese nicht in einem Gartenratgeber. Klare Geschmackssache, andere freuen sich vielleicht darüber. Nicht so einfach hinwegsehen konnte ich allerdings über mehrere Fehler bzw. falsche Infos im Buch, welche bei mir insgesamt das Gefühl erzeugt haben dass die Autorinnen wohl nicht so gründlich recherchiert haben. Zum Beispiel wird die Gewinnung von Zucchini und Kürbissaatgut als einfach bezeichnet, wovon aufgrund der hohen Kreuzungsgefahr mit Zierkürbisen und der dadurch entstehenden giftigen Früchten (Cucurbitacin) in jedem Ratgeber den ich kenne dringend abgeraten wird, laut ihrem Monatsaufgabenplan soll man im August Portulak säen, welcher aber nur unter 9 Grad Celsius keimt, um nur mal zwei auffallende Unstimmigkeiten zu nennen. Allgemein muss ich allerdings auch zugeben, dass mir der leichte Hang zum Esoterischen (z.B. Stichwort Ausräuchern) den das Buch umweht, einfach gar nicht liegt und ich auch deshalb etwas kritischer in meiner Bewertung bin. Letztlich gibt es meiner Meinung nach einfach sehr viele bessere und fundiertere Ratgeber, welche mehr konkretes Wissen bieten. Interessierten rate ich lieber ein bisschen tiefer in die Permakultur oder das Biogärtnern einzutauchen. Das Konzept des "Slow Gardening" bleibt hier sowieso leider nur eine schwammige Worthülse und ist kein konkret umzusetzender Ansatz. Für die ansprechende Gestaltung, inklusive zahlreicher authentischer Fotos, sowie die prinzipiell guten Grundgedanken zum naturnahen gärtnern und Kreisläufen vergebe ich 3 Sterne.

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