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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2024

Geteilter Eindruck

Und morgen wieder schön
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Der Roman „Und morgen wieder schön“ von Marie Sand besteht aus zwei Teilen, wobei diese mich sehr unterschiedlich überzeugen konnten. Zunächst begleiten wir die 19-jährige Amanda nach Paris, wo diese als ...

Der Roman „Und morgen wieder schön“ von Marie Sand besteht aus zwei Teilen, wobei diese mich sehr unterschiedlich überzeugen konnten. Zunächst begleiten wir die 19-jährige Amanda nach Paris, wo diese als Haarkünstlerin bei Karl Lagerfeld lernen und groß rauskommen möchten. Was mir dabei unglaublich auf die Nerven ging war die unfassbare Naivität von Amanda, welche auch nach etlichen Fehlschlägen immer noch dachte ihr würde alles in den Schoß fallen und alle hätten nur auf sie gewartet. Auch die oberflächliche Modewelt, konnte mich nur wenig faszinieren. Toll war hingegen der stets spürbare Zeitgeist und das einzigartige Flair von Paris und auch die entstehenden Freundschaften waren authentisch und stimmig. Im zweiten Teil in welchen es die nicht mehr ganz so junge Amanda dann nach Berlin verschlägt, wandelte sich mein Empfinden total. Plötzlich wurde die Handlung unglaublich gehaltvoll, ernsthaft und alle Figuren gewannen deutlich an Tiefe. Überaus emotional fesselte mich die Handlung auf einmal vollkommen. Auch der Schreibstil lag mir auf einmal mehr und ich konnte vollkommen im Buch versinken. Gerne hätte es für meinen Geschmack noch einige Seiten mehr geben dürfen. Nach dem holprigen Beginn, konnte mich die Geschichte also doch noch für sich gewinnen, so dass ich letztlich gute 3 1/2 Sterne vergeben kann.

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Veröffentlicht am 01.09.2024

Magisch, kreativ, mitreißend - Ein fantastisches Abenteuer für Jung und Alt

Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1)
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Eigentlich mag ich solch werbewirksame Vergleiche nicht, in diesem Fall treffen sie aber erstaunlich gut zu. „Wächter der Magie 1 Aufbruch nach Artimé“ von Lisa McMann ist wirklich eine Mischung aus Harry ...

Eigentlich mag ich solch werbewirksame Vergleiche nicht, in diesem Fall treffen sie aber erstaunlich gut zu. „Wächter der Magie 1 Aufbruch nach Artimé“ von Lisa McMann ist wirklich eine Mischung aus Harry Potter und Panem. Allerdings zum Glück nur bezogen aufs grundsätzliche Setting, denn die Autorin hat doch eine ganz eigene Welt erschaffen. Darin stehen sich Quill, ein lehrbuchmässiger totalitärer Staat und das magische Artimé gegenüber. Gerade die anfänglichen Kapitel verdeutlichen gut wie mit Hilfe von Angst, Kontrolle und Macht ausgeübt wird. Erfrischend anderes ist hingegen der magische Anteil, hier werden Zauber mithilfe von Kunst und Kreativität zum Leben erweckt. In ihrer Botschaft bestärkt die Geschichte Diversität, Mitgefühl und Toleranz, was mir sehr gut gefiel. Was die Altersempfehlung angeht bin ich etwas zwiegespalten. Manche Szenen sind schon sehr bedrückend und können durchaus Angst machen. Auch die Kampfszenen empfand ich bei manchen Details als nicht kindgerecht. Andererseits passt die Erzählung durch ihre schlichte Logik durchaus zur jüngeren Zielgruppe. Deshalb bietet sich für Leser:innen ab 10 Jahren, meiner Meinung nach eine gemeinsame Lektüre an. An sich würde ich das Buch eher ab 12 Jahren einordnen. Auch wenn „Aufbruch nach Artimé“ als Reihenauftakt geschrieben wurde, ist die Geschichte doch im Großen und Ganzen in sich abgeschlossen und kann auch als Einzelband gelesen werden. Dennoch bin ich neugierig welches Abenteuer Alex und seine Freund:innen im nächsten Band erwartet.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Bezauberndes Kinderbuch, über eine wahren Begebenheit

Das Pferd der Winde
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„Das Pferd der Winde“ von Tanja Kinkel ist nicht nur für Pferdemenschen eine bewegende Lektüre. Auch wenn mir eine genaue Altersempfehlung schwer fällt, kann ich auf jeden Fall sagen, dass der Roman auch ...

„Das Pferd der Winde“ von Tanja Kinkel ist nicht nur für Pferdemenschen eine bewegende Lektüre. Auch wenn mir eine genaue Altersempfehlung schwer fällt, kann ich auf jeden Fall sagen, dass der Roman auch Erwachsene problemlos fesselt. Inhaltlich ist die Geschichte oft dramatisch, wobei auch gefährliche Situationen kindgerecht erzählt werden. Trotzdem durchquert Pferd Mori mehrere Kriegsgebiete, weswegen das Thema einfach sehr präsent ist. Es handelt sich also auf keinen Fall um eins der üblichen Heile-Welt-Pferdebücher. Die Geschichte ist definitiv tiefgründig und auch durch ihre Erzählweise etwas ganz besonderes. Die beschwerliche Reise zurück in die mongolische Steppe, wird nämlich aus Sicht von Hengst Mori berichtet. Auch wenn noch andere Tiere zu Wort kommen ist er ganz klar der Held der Geschichte! Großartig fand ich auch welche Werte vermittelt werden. Hilfsbereitschaft, Offenheit, Freundschaft und Mut sind nur 4 davon. Und trotz Kriegsgeschehen und Angriffen ergibt sich letztendlich ein vielschichtiges und doch positives Bild auf das Wesen von Mensch und Tier. Allgemein verbirgt sich in diesem Buch soviel, womit ich gar nicht gerechnet habe. Gekrönt wird das Werk dann noch von zauberhaften Illustrationen, welche die Geschichte bildhaft begleiten und noch lebendiger werden lassen. Da ich von Aufmachung und Umsetzung einfach nur begeistert, vergebe ich natürlich 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Enttäuschend langatmig

Das Wesen des Lebens
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Selten war ich so froh ein Buch endlich beendet zu haben. Mehrmals war ich kurz davor „Das Wesen des Lebens“ von Iida Turpeinen abzubrechen. Da mich das Werk inhaltlich aber durchaus interessierte hielt ...

Selten war ich so froh ein Buch endlich beendet zu haben. Mehrmals war ich kurz davor „Das Wesen des Lebens“ von Iida Turpeinen abzubrechen. Da mich das Werk inhaltlich aber durchaus interessierte hielt ich letztendlich doch bis zum Schluss durch. Was also gibt es über den Roman zu sagen, außer das ich froh bin die Lektüre geschafft zu haben? Zunächst einmal erstreckt sich Handlung über einen unglaublich langen Zeitraum. Dabei wechseln die erzählenden Protagonisten immer wieder, was einerseits irritierte, anderseits aber auch gut war, denn Manche der (männlichen) Erzähler hätte ich definitv kein ganzes Buch lang ertragen. Als positiv empfand ich hingegen die wenigen weiblichen Stimmen, welche zum Glück auch eine Rolle in der Geschichte der Seekuh spielten. Trotzdem blieb die Stimmung durchgehend gedrückt, teils war ich fassungslos ob der menschlichen Grausamkeiten den faszinierenden Tieren gegenüber, teils von häufig langatmigen Passagen einfach nur gelangweilt. Ausgestorbene Tierarten und ihre Geschichte verdienen auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit, auch durch die heutige Aktualität des Themas. Die Beschäftigung damit lohnt allemal, nur kann ich „Das Wesen des Lebens“ dafür leider nicht empfehlen. Anstatt zu fesseln ließ die Lektüre mich deprimiert zurück. Natürlich ist meine Bewertung höchst subjektiv, ich persönlich kann aber nicht mehr als 2 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Unterhaltsame Geschichte voller Rätsel

Das größte Rätsel aller Zeiten
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„Das größte Rätsel aller Zeiten“ ist es wohl vor allem für Protagonist Clayton, welcher im Buch das Geheimnis seiner Herkunft lösen muss. Regelmäßige Krimileser:innen, können aber schon früh erkennen worauf ...

„Das größte Rätsel aller Zeiten“ ist es wohl vor allem für Protagonist Clayton, welcher im Buch das Geheimnis seiner Herkunft lösen muss. Regelmäßige Krimileser:innen, können aber schon früh erkennen worauf Autor Samuel Burr hinaus will. Und so waren einige Twists auch für mich nur wenig überraschend. Dennoch ist der Roman durchaus unterhaltsam und läd durch unterschiedliche Aufgaben, wie etwa dem eingebauten Kreuzworträtsel, zum aktiven Mitmachen ein. Die zahlreichen sympathischen, wie auch authentischen Figuren, sorgen darüber hinaus für eine tolle Atmosphäre. Auch deshalb versank ich gerne in der Geschichte und ließ mich in die Gemeinschaft der Rätselmachenden entführen. Der Schreibstil ist passend unaufgeregt und doch auch bildhaft, was zu einem angenehmen Lesefluss führte. Erzählt wird aus zwei Perspektiven und Zeitebenen, wobei am Ende ein runder Bogen entsteht. Alles in allem gefiel mir der Roman richtig gut, so dass ich ihn gerne weiterempfehlen kann.

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