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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2024

Familien in all ihren Formen

Mattie & Mercedes
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„Mattie & Mercedes“ von Anika Fajardo ist ein berührender Roman für alle ab 10 Jahren. Sprachlich, aber auch was die Handlung betrifft, passt das Buch auf jeden Fall eher zur Zielgruppe. Aber auch ältere ...

„Mattie & Mercedes“ von Anika Fajardo ist ein berührender Roman für alle ab 10 Jahren. Sprachlich, aber auch was die Handlung betrifft, passt das Buch auf jeden Fall eher zur Zielgruppe. Aber auch ältere Leser:innen können sich angesprochen fühlen. Ich persönlich mochte das Buch sehr, da es sich sensibel und doch emotional mit der Frage beschäftigt was eine Familie überhaupt ausmacht. Außerdem begleiten wir Mattie und Mercedes auf ihrer abenteuerlichen Suche nach ihrem Vater. Aus Erwachsenensicht war mir dabei zwar Einiges zu umständlich, für Kinder macht der gewählte Weg aber denke ich durchaus Sinn. Der Schreibstil ist passend zur Altersempfehlung einfach gehalten und liest sich dadurch schnell und mühelos. Im Gegensatz dazu ist der Inhalt doch etwas anspruchsvoller und durchaus tiefgründig. Und obwohl die Handlung in den USA spielt, konnte ich mich ins Geschehen gut hineinversetzen. Alles in allem konnte mich „Mattie & Mercedes“ voll und ganz überzeugen, weswegen ich gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung vergebe!

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Am Thema vorbei

Die Abschaffung des Todes
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Mit seinem neusten Werk "Die Abschaffung des Todes" schreibt Andreas Eschbach meiner Meinung nach gleich in zweifacher Hinsicht am Thema vorbei. Zunächst einmal ist das Buch als Thriller gekennzeichnet, ...

Mit seinem neusten Werk "Die Abschaffung des Todes" schreibt Andreas Eschbach meiner Meinung nach gleich in zweifacher Hinsicht am Thema vorbei. Zunächst einmal ist das Buch als Thriller gekennzeichnet, was es in meinen Augen auf keinen Fall ist. Dafür fehlt einfach eine grundlegende Spannung und auch wenn der Autor am Ende noch versucht diese mit actionhaften Verfolgungsszenen zu erzeugen kam bei mir kein Nervenkitzel auf. Und auch die Abschaffung des Todes wird meiner Meinung nach nicht wirklich thematisiert. Eigentlich bin ich, wie vom Autor gewohnt, von einer innovativen neuen Idee ausgegangen. Leider dreht sich das Buch aber lediglich um eine bekannte und ehrlich gesagt auch ziemlich abgedroschene Idee aus der Science Fiction. Schlüssig soll uns diese dann gemeinsam mit ellenlangen neurobiologischen Abhandlungen verkauft werden. Ohne solide naturwissenschaftliche Grundlagen steigt man hier übrigens schnell aus, aber auch wenn man das Meiste versteht, ergeben sich deutliche Längen. Mal abgesehen davon hatte das Buch in meinen Augen aber auch tolle Momente. Und zwar immer dann wenn es um die besondere Zeitung von Protagonist James Windover ging. Hier werden spannende Fragen rund um die Motive von (Print-)Medien, sowie der Möglichkeit von objektiven Journalismus aufgeworfen. Gerne hätte sich der gesamte Roman mit einer solchen Medienkritik beschäftigen dürfen, für mich wäre dies thematisch zudem innovativer geraten. Abgesehen davon gibt es sonst aber leider nicht viel Positives zu sagen. Ein weiteres Problem neben der inhaltlichen Ausrichtung war für mich zudem die große Vorhersehbarkeit. So ziemlich alle "überraschenden" Wendungen habe ich im Voraus erraten. Auch deshalb kann ich insgesamt nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Strange, aber doch faszinierende Story

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Wer wie ich andere Bücher von Matt Haig kennt, wird auch bei seinem neusten Werk "Die Unmöglichkeit des Lebens" wieder von seinem doch besonderen Stil begrüßt werden. Diesmal erschien mir die Handlung ...

Wer wie ich andere Bücher von Matt Haig kennt, wird auch bei seinem neusten Werk "Die Unmöglichkeit des Lebens" wieder von seinem doch besonderen Stil begrüßt werden. Diesmal erschien mir die Handlung sogar noch einen Ticken abgedrehter, wobei sich der Schreibstil gewohnt flüssig liest. Inhaltlich weiß ich, auch jetzt nach Abschluss der Lektüre, nicht so recht was ich davon halten soll. Auf jeden Fall ist die Geschichte überraschend und herrlich unkonventionell. An keiner Stelle ahnte ich, wo alles hinführen soll. Und auch die mal mehr oder weniger versteckten Lebensweisheiten gefielen mir gut. Grace ist schon eine eigentümliche, aber doch auch sympathische Protagonistin und Ibiza als Handlungsort passt einfach perfekt. Wer sich auf verrückte Geschichte, mit überirdischer Note, einlassen kann, wird hier Spaß haben. Insgesamt vergebe ich für diesen Roman gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Liebesroman mit einigen Längen und einer detaillierten Figurenzeichnung

Man sieht sich
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„Man sieht sich“von Julia Karnick konnte mich ehrlich gesagt nicht sonderlich begeistern. Während ich ihr vorhergehendes Buch aufgrund seiner Leichtigkeit und Humors mochte, erschien mir die Lektüre hier ...

„Man sieht sich“von Julia Karnick konnte mich ehrlich gesagt nicht sonderlich begeistern. Während ich ihr vorhergehendes Buch aufgrund seiner Leichtigkeit und Humors mochte, erschien mir die Lektüre hier nun fast schon zäh. Denn nach fast 500 Seiten bin ich froh die Geschichte nun hinter mir lassen zu können. Dabei ist der Autorin eine durchaus realistische, lebensnahe „Liebes“- oder wohl eher Lebensgeschichte gelungen. Beide Hauptfiguren haben Ecken und Kanten, sind aber so detailreich und authentisch, dass ich mich gut in beide hineinversetzen konnte. Immer wieder verpassen sich die Beiden und es gibt mal gute, mal weniger gute Gründe für ein „Man sieht sich“ in der Zukunft. Der Titel ist hier also wirklich Programm. Am Anfang und in der Mitte des Romans ergaben sich für mich aber deutliche Längen, erst zum Ende hin konnte mich die Story dann wieder mehr gefangen nehmen. Insgesamt machte mir aber auch die Stimmung zu schaffen, durchgehend empfand ich die Geschehnisse als deprimierend und so zog mich das Buch stellenweise richtig runter. Klar darf es bei einer lebensnahen Liebesgeschichte auch Tiefen geben, hier überwogen sie aber einfach zu stark. Der Schreibstil ist darüber hinaus unaufgeregt und spricht in meinen Augen weder für, noch gegen das Buch. Wer aber auf lebensnahe Geschichten mit viel Herzschmerz steht, könnte sich hier wohlfühlen. Ich persönlich kann allerdings nur 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 06.09.2024

Um Hilfe bitten ist nicht schwer

Der kleine Affe Rocko
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„Der kleine Affe Rocko Kriegst du die auf?“von Micha Fritz und Rike Drust ist ein farbenfrohes Pappbilderbuch, für alle Kinder ab 3 Jahren. Besonders toll sind dabei das große Format, sowie das wertige ...

„Der kleine Affe Rocko Kriegst du die auf?“von Micha Fritz und Rike Drust ist ein farbenfrohes Pappbilderbuch, für alle Kinder ab 3 Jahren. Besonders toll sind dabei das große Format, sowie das wertige Material welches gut was aushält. So finden auf einer Seite zudem mehr Details Platz und es kommt stellenweise Wimmelbild-Feeling auf. Die Zeichnungen sind wie schon gesagt ziemlich bunt, detailreich, aber nur wenig naturgetreu. Vorteil von dieser Darstellung ist allerdings, dass auch etwas gruseligere Tiere, total freundlich wirken. Die Botschaft der Geschichte gefällt uns darüber hinaus richtig gut. Rocko vermittelt nämlich ganz spielerisch das es okay ist um Hilfe zu bitten und auch seine Angewohnheit Finden (statt suchen) zu gehen ist allerliebst. Einzig sprachlich finden wir die Geschichte für das empfohlene Alter zu anspruchsvoll. Nicht inhaltlich, aber was den Schreibstil betrifft. Zum einen werden immer wieder komplizierte Begriffe verwendet und auch der eingebaute Wortwitz ist eher für Ältere, wenn nicht gar nur für Erwachsene, verständlich. Aufgrund dessen ziehen wir auch einen Stern ab, abgesehen davon handelt es sich aber um ein lustiges und lehrreiches Kinderbuch!

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