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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2025

Interessant, etwas merkwürdig, aber nicht ganz rund

Plant Lady
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Obwohl mir das grundsätzliche Setting von „Plant Lady“ durchaus gefiel konnte mich Autorin Minyoung Kang leider nicht ganz überzeugen. Mir persönlich war die Erzählweise insgesamt zu kühl, nüchtern und ...

Obwohl mir das grundsätzliche Setting von „Plant Lady“ durchaus gefiel konnte mich Autorin Minyoung Kang leider nicht ganz überzeugen. Mir persönlich war die Erzählweise insgesamt zu kühl, nüchtern und abgeklärt, was dazu führte, dass ich die absolut krassen Taten der Protagonistin Yu-hee nicht richtig nachvollziehen konnte. Oft fehlte mir das Gefühl, aber auch die sprunghaften Wechsel von einer hilfesuchenden Frau zur Nächsten waren mir zu abrupt. Gut gefiel mir hingegen die detailreich geschilderte Liebe zu Pflanzen und auch das anklingende Leben in Südkorea. Letztlich hätte die Geschichte richtig toll werden können, wenn mehr erzählt und damit erklärt worden wäre. Knapp 200 Seiten werden dem Ganzen thematisch vielleicht auch einfach nicht gerecht. Insgesamt bin ich also ziemlich zwiegespalten was meine Bewertung betrifft. Da für mein Empfinden aber zu viel fehlte (und dadurch nicht alles logisch war) vergebe ich letztlich neutrale 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Zutiefst bewegend und absolut schockierend

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
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Susanne Abel schafft es wirklich mit einer unglaublichen Intensität zu schreiben und so war „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ für mich eine echte emotionale Achterbahnfahrt. Thematisch ist das ...

Susanne Abel schafft es wirklich mit einer unglaublichen Intensität zu schreiben und so war „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ für mich eine echte emotionale Achterbahnfahrt. Thematisch ist das Buch ehrlich gesagt ziemlich heftig und viele Szenen sind kaum auszuhalten. Dennoch widmet sich die Autorin in ihrem Roman so einem wichtigen Thema, dass Jede:r dieses Buch lesen sollte. Die Protagonist:innen sind zwar fiktiv, ihre Leidensgeschichte bleibt aber nah an der Realität und die Autorin hat sehr genau recherchiert, was beachtlich. Zwischen zwei Zeitsträngen zeichnet sie dabei ein beeindruckendes Familienporträt. Eindrucksvoll zeigt sie auf, wie sich erlebte Traumata auf das gesamte weitere Leben und auch auf zukünftige Generationen auswirken. Egal ob Vergangenheit oder Gegenwart, die Geschichte zog mich absolut in ihren Bann und obwohl sie durch ihre Heftigkeit sicherlich kein Lesevergnügen war, konnte ich nicht aufhören weiterzulesen. Geschichtliche Details werden hier auf einmal sehr persönlich und lebendig und treffen mitten ins Herz. Was den Erzählstil betrifft steht „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ den früheren Romanen in nichts nach. Da es in diesem Fall aber nun um Verbrechen an Kindern ging, war die Geschichte nochmal eine ganz andere Nummer für mich. Wer eigene belastende Themen hat, sollte sich auf jeden Fall zunächst die Triggerwarnung ansehen. Ansonsten kann ich dieses außergewöhnliche Werk nur weiterempfehlen! Es ist keine locker-leichte, dafür aber eine wichtige Lektüre über ein erschreckendes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Fröhlicher Suchspaß im herbstlichen Wald

Wo ist der Blätterdieb?
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"Wo ist der Blätterdieb?" von Alice Hemming ist gerade das perfekte Buch für meinen fast Zweijährigen. Die Geschichte hat für uns nämlich die perfekte Länge und so reicht seine Aufmerksamkeit erstmals ...

"Wo ist der Blätterdieb?" von Alice Hemming ist gerade das perfekte Buch für meinen fast Zweijährigen. Die Geschichte hat für uns nämlich die perfekte Länge und so reicht seine Aufmerksamkeit erstmals aus um ein Buch am Stück vorlesen zu können. Zusätzlich animieren aber auch die großen Filzklappen auf jeder Doppelseite, dazu die Geschichte aktiv mit zu erleben. Mein Sohn hat auf jeden Fall viel Spaß diese im passenden Moment anzuheben, so dass ich weiterlesen kann. Als Mama gefällt mir besonders die hochwertige und stabile Verarbeitung. Auch bei einem gröberen Umgang bleibt das Buch ganz. Die Suche nach dem Blätterdieb ist passend zur Altersempfehlung einfach gehalten und gut verständlich. Auch die Auflösung mit dem Wind als Erklärung ist passend gewählt. Zudem kann man im Buch heimische Tierarten wie zum Beispiel Fuchs und Specht entdecken. Alles in allem bietet "Wo ist der Blätterdieb?" ein naturnahes und amüsantes Leseerlebnis. Da sowohl Groß wie auch Klein begeistert sind, vergeben wir gerne 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Schräge Charaktere, individuelles Setting und viele brenzlige Situationen

Über die Toten nur Gutes
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Langweilig wird es in „Über die Toten nur Gutes“ von Andreas Izquierdo an wirklich keiner Stelle. Zu Beginn liegt der Fokus zwar erstmal darauf, die Figuren kennenzulernen. Da diese größten Teils ganz ...

Langweilig wird es in „Über die Toten nur Gutes“ von Andreas Izquierdo an wirklich keiner Stelle. Zu Beginn liegt der Fokus zwar erstmal darauf, die Figuren kennenzulernen. Da diese größten Teils ganz schön schräg sind, liest sich dieser beschauliche Anfang überaus amüsant. Dann wird es aber auch schnell richtig spannend, wobei mich manche recht brutale Szene doch überrascht hat. Mittendrin ist stets Trauerredner Mads, welcher zwar versucht zu ermitteln, sich meiner Meinung nach aber am laufenden Band in gefährliche Situationen begibt. Leider auch deshalb, weil er oft ziemlich naiv, wenig überlegt und nicht so richtig schlau handelt. Für zukünftige Bände ist, was seine Ermittlerfähigkeit betrifft, noch Luft nach oben. Dennoch ist der 28-Jährige eine interessante und liebenswerte Figur und auch sein Beruf bzw. das Umfeld der Geschichte ist interessant und definitiv mal etwas anderes. Insgesamt besticht „Über die Toten nur Gutes“ für mich durch den hohen Unterhaltungswert, überraschende Wendungen und einen mitreißenden Schreibstil. Wer Krimis mit skurrilen Protagonist:innen mag, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Ungewöhnlich aber richtig toll

Unbeugsam wie die See
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„Unbeugsam wie die See“ von Emilia Hart bietet schon ein besonderes Leseerlebnis. Ich mochte die Geschichte auf jeden Fall richtig gerne, auch wenn ich von der eingeschlagenen Richtung etwas überrascht ...

„Unbeugsam wie die See“ von Emilia Hart bietet schon ein besonderes Leseerlebnis. Ich mochte die Geschichte auf jeden Fall richtig gerne, auch wenn ich von der eingeschlagenen Richtung etwas überrascht wurde. Wer keine Fantasy-Elemente in Romanen mag, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Mir persönlich gefiel diese besondere Mischung aus sehr authentischen Figuren und realistisch geschilderten Lebensumständen und dem permanenten Hauch von Mystik aber sehr gut. Von Beginn an ist außerdem Spannung vorhanden und ich wollte an jeder Stelle des Buches wissen wie es nun weitergeht. Kein Wunder also, dass ich die Geschichte regelrecht verschlungen habe. Thematisch möchte ich gar nicht zu viel verraten, der Fokus auf weibliche Protagonistinnen und deren Themen ist aber richtig gut gelungen. Trotz des historischen Zeitstrangs, ist es doch eine moderne Geschichte voller feministischer Fragen. Alles in allem konnte mich „Unbeugsam wie die See“ auch deshalb sehr begeistern. Einen großen Plotttwist fand ich zwar ziemlich offensichtlich, abgesehen davon erzählt Emilia Hart aber eine abwechslungsreiche und mitreißende Geschichte. Gerne vergebe ich dafür 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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