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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2025

Durchwachsene Spannung, beschauliche Atmosphäre

Was früher blüht, ist länger tot
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Bei „Was früher blüht, ist länger tot“ der Autorin Karen Finch fällt mir die Bewertung wirklich schwer. Wie ein spannender Kriminalroman las sich das Buch für mich nämlich wirklich nicht. Und das trotz ...

Bei „Was früher blüht, ist länger tot“ der Autorin Karen Finch fällt mir die Bewertung wirklich schwer. Wie ein spannender Kriminalroman las sich das Buch für mich nämlich wirklich nicht. Und das trotz mehrerer Morde und polizeilichen Ermittlungen. Wobei der Erfolg von letzteren hauptsächlich auf glücklichen Zufällen beruht und weniger auf echtem Können, was mich immens in Krimis stört. Und auch um die letztendliche Auflösung zu erraten braucht es ab einem gewissen Punkt nicht viel. Auch deshalb war „Was früher blüht, ist länger tot“ für mich was die Krimiaspekte angeht ein echter Reinfall. Abgesehen davon liest sich der Roman aber locker weg. Die beschauliche Atmosphäre im Dorf und auch die tierischen Charaktere gefielen mir super. Die menschlichen Figuren waren mir hingegen fast durchgehend unsympathisch, allen voran Helens Mutter Lydia. Allgemein kam aber auch kein Gefühl von authentischen Personen bei mir auf. Vieles in der Handlung wirkt doch etwas aufgesetzt und überzogen. Prinzipiell ist dies für mich nicht unbedingt ein Nachteil. Cosy Crime darf gerne skurril und etwas abgedreht sein, nur die Spannung darf dabei eben nicht völlig verloren gehen. Alles in allem war „Was früher blüht, ist länger tot“ wohl einfach nicht mein Buch. Für den Schreibstil und die Atmosphäre vergebe ich dennoch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Die spannende Geschichte der jungen Wikingerin geht weiter

Yrsa. Die Liebe der Wikingerin
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In „Yrsa. Die Liebe der Wikingerin“ lebt Yrsa nun endlich ihren großen Traum und reist erstmals als Kämpferin. Erneut lässt Autorin Alexandra Bröhm so ein längst vergangenes Jahrhundert lebendig werden. ...

In „Yrsa. Die Liebe der Wikingerin“ lebt Yrsa nun endlich ihren großen Traum und reist erstmals als Kämpferin. Erneut lässt Autorin Alexandra Bröhm so ein längst vergangenes Jahrhundert lebendig werden. Man merkt dem Roman auf jeden Fall ihre Expertise als Historikerin an. Da aber vieles nicht schriftsprachlich überliefert wurde, ist natürlich auch Fiktion im Spiel. Und obwohl ich historische Romane sonst nicht bevorzugt lese, konnte mich die Geschichte wirklich voll und ganz fesseln. Auf über 600 Seiten passiert dabei so Einiges und die Autorin weiß mit großen Gefühlen, Dramatik und Intrigen zu unterhalten. Zwei wichtige Wendungen bzw. Zusammenhänge habe ich ehrlich gesagt allerdings schon früh erraten. Und auch wenn ein Teil der Spannung dadurch für mich verloren ging, las sich die Geschichte doch interessant. Nebem dem Kampfgeschehen mochte ich auch die romantischen Szenen zwischen Yrsa und Avidh sehr gerne. Allgemein tut ihre wertschätzende Beziehung auf Augenhöhe einfach gut. Aber auch die zahlreichen Herausforderungen der Frauen damals werden thematisiert, was mir gut gefiel. Der Schreibstil passt sprachlich durchaus zur Geschichte, ist aber dennoch auch modern und lässt sich dadurch mühelos lesen. Alles in allem gefiel mir „Yrsa. Die Liebe der Wikingerin“ also richtig gut. Es ist ein würdiger zweiter Band, welchen ich Fans von historischen Romanen mit starken Frauenfiguren, nur weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Achtung Fortsetzung

Und plötzlich ist es wunderbar
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„Und plötzlich ist es wunderbar“ schließt nahtlos an „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ an und sicher hat Autorin Mhairi McFarlane mit dieser Fortsetzung auch viele glücklich gemacht. Ich ...


„Und plötzlich ist es wunderbar“ schließt nahtlos an „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ an und sicher hat Autorin Mhairi McFarlane mit dieser Fortsetzung auch viele glücklich gemacht. Ich wusste allerdings nicht, dass es sich um einen Anschlussband handelt, was mein Leseerlebnis stark beeinträchtigt hat. Theoretisch kann man den Roman zwar auch eigenständig lesen, die Autorin erzählt immerhin sehr ausführlich von den bisherigen Erlebnissen in „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“. Dennoch hatte ich hauptsächlich in der ersten Hälfte des Buches ständig das Gefühl mir würde Wissen fehlen. Ich kann deshalb leider nicht genau sagen ob sich meine weiteren Kritikpunkte erst durch diese ungünstige Ausgangslage ergaben. Jedenfalls blieben mir die Charaktere bis zuletzt fremd und bei mir kam keinerlei Gefühl auf. Für einen Liebesroman leider ziemlich schlecht. Zunächst einmal verhalten sich Edie (36) und Elliot (32), für mich höchstens wie Anfang 20. Bis zuletzt war für mich nicht klar was die beiden eigentlich verbindet, warum sie eine Beziehung führen wollen und wie eine gemeinsame Zukunft aussehen könnte. Stellenweise liest sich der Roman humorvoll, allerdings schießt dies immer wieder mal übers Ziel hinaus. Zumindest ich finde es nicht lustig wenn eine Frau scherzhaft als Schlampe bezeichnet wird. Alles in allem kann ich nur betonen, dass „Und plötzlich ist es wunderbar“ definitiv nicht mein Buch war. Aufgrund der genannten Kritikpunkte kann ich letztlich nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Absolut vorhersehbar

Eine von uns
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Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach schon zu viele Thriller gelesen habe, aber bis auf genau eine Wendung war die gesamte Handlung von „Eine von uns“ der Autorin Samantha Hayes absolut vorhersehbar. ...

Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach schon zu viele Thriller gelesen habe, aber bis auf genau eine Wendung war die gesamte Handlung von „Eine von uns“ der Autorin Samantha Hayes absolut vorhersehbar. Einerseits war es fast schon lustig, als alles genau so eintraf wie vermutet, anderseits gab es für mich dadurch auch kaum Spannung. Für regelmäßige Thrillerleser:innen kann ich das Buch auf jeden Fall nicht empfehlen. Abgesehen von der großen Vorhersehbarkeit, gab es für mich am Ende auch kleinere logische Ungereimtheiten, sowie richtig merkwürdig handelnde Charaktere, so dass auch diese für mich nicht mehr stimmig wirkten. Lediglich der Schreibstil liest sich flüssig und brachte mich schnell durchs Buch. Gerne würde ich noch mehr Positives aufzählen, aber „Eine von uns“ ist leider kein Highlight. So schade, denn eigentlich hatte ich mir mehr versprochen. So kann ich aber letztlich nur knappe 3 Sterne für die vielversprechende Idee und den leicht zu lesenden Schreibstil vergeben.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Naturgewalten und menschliche Abgründe

Die Rettung
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Das Leseerlebnis welches euch hinter den Seiten von „Die Rettung“ erwartet ist nur schwer in Worte zu fassen. Charlotte McConaghy hat wirklich einen einzigartigen Stil und nirgendwo lesen sich detaillierte ...

Das Leseerlebnis welches euch hinter den Seiten von „Die Rettung“ erwartet ist nur schwer in Worte zu fassen. Charlotte McConaghy hat wirklich einen einzigartigen Stil und nirgendwo lesen sich detaillierte Naturbeschreibungen derart fesselnd wie bei ihr. In ihrem neuesten Werk entführt sie uns nun auf die fiktive Insel Shearwater inspiriert (vor allem was Flora und Fauna betrifft) ist diese von der realen Insel Macquarie Island. Inhaltlich ist die Handlung wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Gerieben wird die Erzählung dabei von kurzen Kapiteln und schnellen Perspektivwechseln. Der Schreibstil ist so detailreich und voller Andeutungen, las sich für mich aber trotzdem mühelos. Auch thematisch gelingt es der Autorin wie auch schon in ihren vorherigen Romanen, große allumfassenden Themen wie die Folgen des Klimawandels, mit intimen und absolut authentischen Lebensgeschichten ihrer Figuren zu verknüpfen. Immer wieder im Mittelpunkt stehen zudem Betrachtungen der Elternschaft. Wobei wir durch den dreifachen alleinerziehenden Vater Dominic eine sehr eindrückliche Perspektive erhalten. Auch Trauer bzw. der Umgang damit nehmen Raum ein. All dem Gegenüber steht die raue und wunderschöne Natur auf Shearwater welche ihre menschlichen Bewohner:innen tagtäglich herausfordert. Eigentlich wäre dies inhaltlich sicher schon genug für eine interessante Geschichte, aber zusätzlich gibt es auch noch Krimielemente und etwas Mysterie. Interessanterweise ergänzen sich diese Elemente ausgesprochen gut, wobei eine hochspannende, leicht gruselige und absolut fesselnde Geschichte entsteht. Erneut beweist. Charlotte McConaghy das sie einfach schreiben kann und zurecht eine meiner Lieblingsautorinnen ist. Für „Die Rettung“ vergebe ich nun gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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